Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Actrapid verschrieben bekommen und Angst vor Hypo
-
am 22.01.2020 18:12:43 | IP (Hash): 2013325847
Hallo,
2006 wurde bei mir DM Typ 2 festgestellt.
Anfangs wurde es mit Metformin behandelt, seid 2016 nehme ich aber morgens und abends Xigduo und spritze um 22 Uhr Lantus.
Beim Lantus bin ich bei 22 Einheiten und der Nüchternzucker liegt meist zwischen 100- 105 mg.
Nun habe ich aber das Problem das ich nach dem Mittagessen noch gut auf 130- 140 mg komme, danach aber der Blutzucker, trotzdem ich nichts esse, immer weiter ansteigt.
Beispiel: um 17:30 Uhr nehme ich das Xigduo, mache mir z.B. ein Vollkornbrötchen mit Sülze und ein paar kleine Tomaten.
2 Stunden später habe ich noch einen Wert von 190mg.
Nun hat mir meine Ärztin heute das Actrapid verschrieben, mit einem Schema, wieviele Einheiten ich wann nehmen soll. Ich soll es ja erst nehmen, wenn der Zucker nicht runtergeht, also über 140mg ist.
Nun habe ich mir den Beipackzettel durchgelesen, und da steht ja, man soll danach was essen, kohlehydratreich.
Außerdem soll das ja 8 Stunden wirken. Ist das wirklich so?
Was passiert dann, wenn ich vorm Bett noch das Lantus spritze?
Ich traue mich jetzt gar nicht das zu nehmen.
Gruß
Martina -
am 22.01.2020 20:28:28 | IP (Hash): 749963841
Naja, son Brötchen und kleine Tomaten sind schon ganz schön KH-reich. Und klar, man spritzt alle Insuline, die zum Essen passen sollen, vor dem Essen, eben weil man danach ja KHs isst. Sonst brauchte man ja überhaupt nicht oder nur sehr viel weniger zu spritzen.
Dein Plan zum Spritzen ist mit Sicherheit seeehr vorsichtig, und die Spritzmengen werden in den nächsten Wochen sicher noch mehrmals erhöht werden müssen. Denn 1 Einheit von jedem Insulin wirkt bei jeder und jedem von uns verschieden intensiv und verschieden lang. Was da jeweils am besten passt, muss immer in mehreren Wochen mit kleineren Änderungen ausprobiert werden.
Wenn Du dir dazu ein bisschen mehr Überblick verschaffen willst, miss einfach nach dem Spritzen und Essen z.B. in Stundenschritten Deinen BZ. Der steigt zuerst an und sinkt dann irgendwann ab. Und vom Spritzen bis zu der Zeit, wo das Absinken aufhört und der BZ bei der nächsten Messung vielleicht sogar wieder ansteigt, hat die Insulinmenge zum Wirken gebraucht. Und wenn da der BZ von vor dem Spritzen ungefähr wieder erreicht wird, hat die Spritzmenge zum Essen gepasst. - Daumendrück :)
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 22.01.2020 20:33:19 | IP (Hash): 799796177
Hallo Wolly,
wegen dem Lantus brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Das wirkt ca. 24 Stunden lang relativ gleichmäßig. Vor dem Spritzen läuft die Wirkung der Dosis vom Vorabend aus und nach dem Spritzen beginnt die Wirkung der neuen Dosis, aber nur mit 1/24, also etwas weniger als 1IE pro Stunde. Diese Basaldosis deckt den Grundinsulinbedarf ab, der ohne Essen besteht.
Ich gehe davon aus, dass deine Ärztin das Schema für Actrapid für den Anfang sehr vorsichtig, also eher zu wenig als zu viel, aufgeschrieben hat. Das wäre das normale Vorgehen der Ärzte. Wenn du erst spritzen sollst, wenn der Zucker ohne zusätzliches Mahlzeitinsulin nicht mehr runter geht, dann macht auch die Empfehlung aus dem Beipackzettel keinen Sinn, zum Spritzen etwas KH-reiches zu essen. Das gilt für die normale Anwendung, wenn man Actrapid vor der Mahlzeit bei nedrigem BZ spritzt. Das Xigduo stört dabei nicht, das senkt den BZ nur dann, wenn er zu niedrig ist.
Trotzdem würde ich natürlich an deiner Stelle auch beim ersten Mal Spritzen sehr vorsichtig sein und den BZ häufiger kontrollieren. Sollte der wirklich unter 100 gehen und nochweiter absinken, dann musst du mit Traubenzucker oder anderen KH gegensteuern. Lass dich aber nicht unnötig verrückt machen, gefährlich wird es erst bei einem BZ unter 50.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 22.01.2020 20:35:57. Grund: . -
am 23.01.2020 12:33:20 | IP (Hash): 34403162
Hallo,
danke erstmal für die Antworten, das macht mir ja Mut.
Wie gesagt steigt der Blutzuckerspiegel bei mir nachmittags an, auch wenn ich nichts esse.
Und dafür sollte das Actrapid sein.
Die Ärztin schrieb mir auf:
141- 190 mg 2 Einheiten
191-240 mg 4 Einheiten usw,. also immer in 50er Schritten jeweils 2 Einheiten mehr.
Da ich vor einigen Monaten meinen ersten bewußten Unterzucker mit 39 mg nachts hatte, bin ich vielleicht so übervorsichtig.
Und ich soll es dann ja auch nur bei Bedarf spritzen, also wenn der Zucker so hoch geht.
Liebe Grüße
Martina -
am 23.01.2020 13:12:52 | IP (Hash): 867332154
Und um etwa welche Uhrzeit hattest Du die 39?
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 23.01.2020 13:30:29 | IP (Hash): 890854493
Hallo Martina,
Für mich hört sich das stark nach Basallücke an. Also dass zu dieser Zeit die Basaldosis nicht mehr genügend wirkt und deshalb der Blutzucker auch ohne Nahrung ansteigt. Lantus wirkt z.T. nur 20 Stunden und keine 24 Stunden. Oder du brauchst zu dieser Zeit einfach mehr Insulin. Das ist besonders bei Typ1ern der Fall, dass sie zu bestimmten Zeiten andere Basalmengen brauchen und das bestimmte Insulinpräparate nicht abdecken können. Ob das auf Typ2 so einfach übertragbar ist, weiß ich allerdings nicht.
Lösungen gibt es eigentlich zwei, sollte diese Situation immer wieder genauso auftreten:
- Überbrückung dieser Zeit mit kurzwirksamen Bolusinsulin (wie bei dir Actrapid)
- Umstellung auf ein anderes Basalinsulin, was besser wirkt bzw. besser zu deinem Tagesbedarf passt. Z.B. Levemir kann man Morgens und Abends spritzen, viele haben morgens eine höhere Dosis für den Tag, als bspw. Abends für die Nacht.
Was bei dir gemacht wird, ist einfach rausfinden, ob die erste Variante bei dir funktioniert, sollte rauskommen, dass du jeden Tag Korrektur spritzen musst, dann wirst du ggf. irgendwann mal deine Korrekturspritze nach vorne verschieben. Nicht sofort natürlich.
Wegen deiner UZ, war diese zufällig gegen 3 Uhr oder nachdem du den Tag viel Sport gemacht hast bzw. allgemein viel Bewegung hattest?
Einmalig auftretende Unterzuckerungen sind nicht so schlimm, darüber muss man sich keine großen Gedanken machen. Manchmal passiert es einfach. Wichtig ist, wenn sich solche Ereignisse häufen und ein Muster erkennbar ist, dass man dann etwas unternimmt.
LG -
am 23.01.2020 17:08:21 | IP (Hash): 34403162
Die 39 waren so gegen 23:30 Uhr, ich wollte grade ins Bett gehen.
Sport habe ich -wieder mal- keinen gemacht, Alkohol trinke ich nicht und hatte auch abends wie immer gegessen und vorm TV noch ein bißchen Obst.
Es war auf jeden Fall nicht schön.
Das Lantus hatte ich schon immer weiter erhöht weil ich dachte, dann reicht es über den Tag, zusammen mit dem Xigduo. Und weil der Nüchternzucker morgens immer zu hoch war, über 110.
Mir persönlich wäre es auch lieber zweimal am Tag zu spritzen und die Tabletten könnten ganz weg.
Ich versuche jetzt auch mal weitestgehend auf Brot zu verzichten und stattdessen Haferflocken zu essen, als Müsli, schmeckt mir auch und vielleicht nimmt man noch etwas ab. -
am 23.01.2020 19:54:22 | IP (Hash): 867332154
Deine 39 würde ich auf das Konto vom ab und zu mal fehlwirkenden Lantus buchen https://www.healthcentral.com/article/lantus-lows Weil diese Fehlwirkungen eigentlich immer in der ersten Stunde nach dem Spritzen auftreten, spritze ich Lantus seit meinen entsprechenden Schlüsselerlebnissen vor vielen Jahren grundsätzlich meine Tagesdosis auf 2 Raten aufgeteilt morgens und abends. Dann hab ich wenigstens ne Chance, ne Fehlfunktion mit einigem Genuss aufzuessen. Und ich spritze mein Lantus wenigstens 1 Stunde vor dem Zubettgehen oder vor dem Autofahren.
Und wenn ich’s mal rechtzeitig zu spritzen vergesse, lasse ich’s halt raus. Macht ein bisschen mehr BZ über den oder am nächsten Tag, aber nicht halb son mieses Gefühl, wie ne richtig schöne Hypo.
Ohne Gretchen Becker würde ich noch heute denken, dass ich meine unerwarteten und recht plötzlichen Hypos (aus 2en musste mich der Notarzt wecken) mit dem Verwechseln mit meinem Apidra-Pen (schnell wirkendes Bolus-Insulin für vor dem und passend zum Essen) verwechselt hätte. Aber sooo schnell und intensiv wirkt bei mir kein Apidra, wie fehlwirkendes Lantus.
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
Elfe
Rang: Gastam 23.01.2020 23:44:18 | IP (Hash): 1626500299
Wolly_Wachtel schrieb:
Hallo,
danke erstmal für die Antworten, das macht mir ja Mut.
Wie gesagt steigt der Blutzuckerspiegel bei mir nachmittags an, auch wenn ich nichts esse.
Und dafür sollte das Actrapid sein.
Die Ärztin schrieb mir auf:
141- 190 mg 2 Einheiten
191-240 mg 4 Einheiten usw,. also immer in 50er Schritten jeweils 2 Einheiten mehr.
Da ich vor einigen Monaten meinen ersten bewußten Unterzucker mit 39 mg nachts hatte, bin ich vielleicht so übervorsichtig.
Und ich soll es dann ja auch nur bei Bedarf spritzen, also wenn der Zucker so hoch geht.
Liebe Grüße
Martina
Hallo Martina,
mit einem schnell wirkenden Insulin ist die vorsichtige Annahme: 1 Einheit Insulin senkt den Blutzucker um 50 mg/dl.
Ob das so wirklich passt, testest du besser tagsüber aus (bei mir stabil bei 40 mg/dl), insofern plausibel.
Gegen Zubettgehen beachten, daß wir in der Nacht insulinempfindlicher sind:
So'n Bereich per Plan 'von bis', oh je.'
140 max. 1 Einheit, erst ab 180 max. 2 Einheiten.
Nachts Unterzucker, so tief bei dir, ist wirklich 'unangenehm'.
Habe selber am Bett Traubenzucker greifbar und dann erst messen.
Gruß Elfe
Bearbeitet von User am 23.01.2020 23:45:26. Grund: _ -
am 26.01.2020 09:55:40 | IP (Hash): 522600316
Genau das Gefühl hatte ich auch schon, daß das Lantus mal so und mal so wirkt, auch wenn die aus der gleichen Charge stammen.
Leider konnte ich dazu im Netz nichts finden, aber jetzt habe ich ja durch Dich die Bestätigung.
Nächsten Monat habe ich meinen Termin beim Arzt, da werde ich das mal besprechen ob ich das auch auf zweimal aufteilen kann.
VielenDank. -
am 26.01.2020 11:15:42 | IP (Hash): 1491884011
Wolly_Wachtel schrieb:
Genau das Gefühl hatte ich auch schon, daß das Lantus mal so und mal so wirkt, auch wenn die aus der gleichen Charge stammen.
Hallo Martina,
ich befürchte, dass du die falsche Information mitnimmst. Das was Jürgen beschrieben hat und bei Lantus zu einer Hypo führen kann, ist äußerst selten. So weit wie ich das in Erinnerung habe, ist das bei Jürgen in mehr als 10 Jahren lediglich 2 mal aufgetreten. Das wir auch bei dir nur sehr selten auftreten und durch Spritzen spätestens 1 Stunde bevor du dich Schlafen legst, kannst du schlimme Folgen vermeiden.
Ansonsten wirkt Lantus zwar nicht ganz exakt gleichmäßig, aber nicht so unterschiedlich, dass du große Unterschiede bemerken kannst. Bei deiner Dosis von 22IE wirkt es auch annähernd 24 Stunden, so dass du auch nicht mit einer großen Basallücke rechnen musst. Die Unterschiede, die du bemerkst, werden sich hauptsächlich mit deinen Mahlzeiten erklären lassen. Vermutlich reicht Xigduo (Metformin und ein SGLT2-Hemmer) bei dir nicht mehr aus, um die Mahlzeiten abzudecken. Mit einer weiteren Erhöhung der Basaldosis bekommst du das nicht hin. Das Basalinsulin ist nur dafür da, um den basalen Bedarf abzudecken, der ganz ohne Essen immer besteht. Die Korrektur nach der Mahlzeit mit dem Actrapid ist bestenfalls eine Notlösung. Du brauchst sehr wahrscheinlich für die Mahlzeitabdeckung ein stärker wirkendes Diabetesmedikament (z.B. Trulicity) oder du spritzt gleich Mahlzeitinsulin vor jeder Mahlzeit nach Bedarf. Rede mal mit deiner Ärztin über die verschiedenen Möglichkeiten.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.01.2020 14:42:12. Grund: . -
am 26.01.2020 12:21:03 | IP (Hash): 894795620
So gaaanz selten ist das vielleicht nicht. So erinnere ich vor den 2 Erlebnissen mit Lichtaus und Notarzt schon einige Episoden, die mir im Nachhinein mit ner außergewöhnlichen Lantuswirkung erklärlich wurden. Und wo ich danach besonders drauf geachtet hab, in größeren Abständen immer mal wieder eine.
Meine letzte morgens&abends-Aufteilung in 10&12 IE hat über Nacht weniger an 50 mg/dl gemacht, als die 22 IE zuvor rechtzeitig vor dem Schlafengehen, und über den Tag einen deutlich gleichmäßigeren Bolus-Bedarf.
Inzwischen komme ich mit nur noch 1mal am Tag 12 IE Lantus rechtzeitig vor dem Schlafengehen aus für morgens meistens um 80-100 aus. Und auch damit hab ich noch 1-2 oder auch 3mal im Jahr das Vergnügen, mich im rechtzeitigen abendlichen Spritzen bestätigt zu sehen und die Ausnahmewirkung mit nem Ausnahmeleckerli aufessen zu dürfen ;)
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
am 26.01.2020 14:52:21 | IP (Hash): 1491884011
Hallo Martina,
auch mit 2 oder 3 mal pro Jahr würde es sich noch um ein seltenes Ereignis handeln und nicht die Unterschiede erklären, die du in deinem täglichen BZ-Verlauf feststellst. Die deuten stark darauf hin, dass deine Therapie mit Lantus und Xigduo nicht mehr ausreicht - siehe oben.
Alles Gute, Rainer -
am 26.01.2020 20:44:56 | IP (Hash): 1882391863
Hallo,
wenn dein BZ ohne jegliche Mahlzeit steigt, dann hast du zu dieser Zeit zu wenig Basalinsulin.
Es kann natürlich auch sein, dass du grundsätzlich zusätzlich zu den Mahlzeiten spritzen musst. Das muss jetzt rausgefunden werden, welche der zwei Möglichkeiten bei dir momentan vorhanden ist.
Wegen der unterschiedlichen Basalwirkung, was meinst du damit genau zahlenmäßig? Wie stark schwankt dein BZ denn?
Kann hier nur aus nicht Typ2er Sicht schreiben (hab selbst eine Sonderform, die mit Typ1 (LADA) vergleichbar ist). Aber eine starre Kurve, jeden Tag die exakt gleichen Werte ist bei mir nicht möglich.
Ich hatte diese Woche z.B. echt nur Schwankungen, Mo etwas zu hoch, Di komplett passend, Mi hoch, 1 KE ohne Insulin hat mir einen Anstieg um 60 beschert (sonst ca. 10-20), Do passend, Fr eher niedrig (hatte ausgerechnet dort Sport eingeplant, 1 KE zum BZ hochbringen vor dem Sport hat gar nichts bewirkt??)
So kann es gehen. Nahrung war immer vergleichbar.
Denke beim Typ2 wird auch nicht jeder Tag genau gleich laufen.
LG -
am 26.01.2020 21:34:55 | IP (Hash): 894795620
Also für mal gegen etwaige Missverständnisse:
Brauche in Ruhe 3-4 IE Bolus pro BE, und 1 IE Bolus senkt meinen BZ um 10-15 mg/dl.
Wenn ich meine 12 IE Lantus um 22.00 bei um 100mg/dl spritze, neigt die seltene außergewöhnliche Wirkung für die Tendenz meiner BZ-Absenkung um 12x10 bis 15 mg/dl, also deutlich unter NULL. Und verteilt auf 2 Stunden ist das immer noch erheblich unter 50 mg/dl.
Also weit ab von bei 100 spritzen und in der Folge mal 80-100 messen und dann aber auch 50-70, die viele schon beunruhigen. 50-70 sind mein optimales unteres Schlafniveau.
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
-
Elfe
Rang: Gastam 27.01.2020 19:03:08 | IP (Hash): 1626500299
Rainer schrieb:
Hallo Martina,
auch mit 2 oder 3 mal pro Jahr würde es sich noch um ein seltenes Ereignis handeln und nicht die Unterschiede erklären, die du in deinem täglichen BZ-Verlauf feststellst. Die deuten stark darauf hin, dass deine Therapie mit Lantus und Xigduo nicht mehr ausreicht - siehe oben.
Stimme Rainers Aussage zu, auch seinem vorherigen Beitrag bzgl. Basalinsulin, was es tut und soll.
Medikamente können die Wirkung deines eigenen Insulins unterstützen per mehr Insulin ausschütten bzw. besser wirken lassen.
Basalinsulin unterstützt lediglich den Grundstoffwechsel, mehr nicht.
'Beides scheint nicht mehr auszureichen', deshalb das schnelle Insulin als Korrekturinsulin zu Anfang ('Notlösung'), was aber nicht Sinn der Sache eines Mahlzeiteninsulins ist.
Abfangen + dosiert wird dieses per Mahlzeitenkohlenhydrate, durchaus zu Anfang mit sehr kleinen Mengen.
Basalinsulin s.o. unterstützt NUR den Grundstoffwechsel.
Lt. meinen Beobachtungen ist der Basalbedarf nicht unbedingt gleichmäßig über Tag und Nacht.
Tagsüber aktiv, mit durchaus Stress (Hormone sind da gegenläufig zum Insulin), als nachts in Ruhe.
Levemir ist für mich jedenfalls besser geeignet, da ich dieses per anderem Wirkprofil besser dosieren und einschätzen kann: Morgens mehr als abends notwendig.
Kann also durchaus sein, daß das Lantus nicht unbedingt passt und ein anderes Basalinsulin durchaus in Frage kommt.
Irgendwie das 24 h-Basal eigenmächtig* aufzuteilen, ist nicht gut.
Gut zuhören beim Arzt und warum/wieso/weshalb und selbst schreibe ich mir zumindest Stichpunkte auf einen Zettel, um das Gesagte dann im Nachhinein nachrecherchieren zu können.
~
*Jürgens Behauptungen sind m. E. jedenfalls nicht so richtig, sowohl als auch per Dosis + UZ u.a..
Sollte er eigentlich wissen per Hypo-Kurs, wo alles nochmals erklärt wird. -
am 27.01.2020 19:16:45 | IP (Hash): 1882391863
hjt_Jürgen schrieb:
Also für mal gegen etwaige Missverständnisse:
Brauche in Ruhe 3-4 IE Bolus pro BE, und 1 IE Bolus senkt meinen BZ um 10-15 mg/dl.
Wenn ich meine 12 IE Lantus um 22.00 bei um 100mg/dl spritze, neigt die seltene außergewöhnliche Wirkung für die Tendenz meiner BZ-Absenkung um 12x10 bis 15 mg/dl, also deutlich unter NULL. Und verteilt auf 2 Stunden ist das immer noch erheblich unter 50 mg/dl.
Also weit ab von bei 100 spritzen und in der Folge mal 80-100 messen und dann aber auch 50-70, die viele schon beunruhigen. 50-70 sind mein optimales unteres Schlafniveau.
Ganz dumme Frage, du willst ein Eversense, aber es gibt keine medizinische Begründung?
Nächtliche Unterzuckerung (50 ist egal mit welcher Definition kleiner 70 oder kleiner 60 UZ für die Krankenkasse bzw. MdK) und Hypowahrnehmensstörung (bei 50er Werte fühlst du dich noch gut, merkst diese nicht) fertig wäre doch deine Begründung. ;)
Ich finde es ehrlich gesagt leichtfertig mit niedrigen Werten und ohne kontinuierliches Messsystem in die Nacht zu gehen. Aber das ist meine persönliche Meinung. Bei allem unter 70 esse ich etwas tagsüber, nachts min. 100 eher 120 angestrebt. Mein Ziel sind 80-110 zwischen den Mahlzeiten, nicht drunter und auch nicht unbedingt drüber.
Bei 48 wurde es bei mir in der Reha damals hektisch und es wurde über IV-Glukosegabe nachgedacht. Ich würde nie so einen niedrigen BZ anstreben, warum auch. Auch Hypos sind gefährlich. -
am 27.01.2020 20:02:35 | IP (Hash): 1180616222
Elfe schrieb:
*Jürgens Behauptungen sind m. E. jedenfalls nicht so richtig, sowohl als auch per Dosis + UZ u.a..
Sollte er eigentlich wissen per Hypo-Kurs, wo alles nochmals erklärt wird.
WAS habe ich behauptet?
----------------------------------------------
Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!