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Zuckerwerte steigen sprunghaft an

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    am 01.02.2020 19:42:02 | IP (Hash): 1962594410
    Jensoal schrieb:
    Hallo Rainer,früh spritze ich ich kein Insulin. Metformin hatte ich am Anfang, hab ich nicht sogut vertragen, ...

    Hallo Jens,

    doch du nimmst Metformin. Das ist bei Velmetia in der Tablette mit drin und du scheinst es jetzt auch zu vertragen.

    Wenn du tagsüber kein Basalinsulin spritzt, dann ist der BZ-Verlauf verständlch. Das Basal-Insuman wirkt maximal 12 Stunden mit deutlichem Wirkgipfel. Am sinnvollsten wäre für dich wahrscheinlich die Umstellung auf 24-Stunden Baslinsulin, z.B. Lantus odert Tresiba. Es ist schon zu befürchten, dass der DPP4-Hemmer in Velmetia bei dir nicht mehr viel hilft und du dich in Zukunft hauptsächlich auf Insulin (ein wenig unterstützt durch Metformin) verlassen musst. Bist du bei einem kompetenten Diabetologen in Behbdlung und hattest du schon eine gute Insulin-Schutlung? Wenn nicht, dann würde ich an deiner Stelle danach suchen.

    Auf dass am Ende bei dir alles gut wird, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 01.02.2020 19:43:49. Grund: .
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    am 02.03.2020 18:00:23 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo Rainer,
    dank deiner Empfehlung habe ich auch so schnell wie möglich ein Termin bei meiner Diabetologin gemacht, das war vor 14 Tagen. Vorallem weil mir meine hohen Werte, die ich vorher nicht hatte am Abend und vor dem Schlafengehen mich in den Wahnsinn getrieben haben. Ihr war es erst mal wichtig das meine BZ-Spitzen von vormittag bis zum Abend wegfallen, so zauberte Sie aus Ihrem Schrank ein Pen Levemir, das ich testen sollte , also am morgen spritzen. Wiedervorstellung heute. Ergebnis: von morgens bis zu meiner ersten und einzigen Mahlzeit um 17.00 Uhr waren die Werte gleichbleibend gut. Beim heutigen Termin mußte ich aber nochmal die sehr hohen Werte ab dem Essen zur Sprache bringen. Ich spritze ja davor 7IE Apidra, nach 3 Stunden bin ich im Unterzucker, und ab dann steil nach oben bis 280, auch wenn ich ganz auf das Apidra verzichte, das selbe nur ohne Unterzuckerung. So war Ihr Vorschlag, am Nachmittag auch nochmal Levemir zu spritzen, aber vor dem zu Bett gehen weiterhin das Insuman-Basal. Hatte ich aber bereits ausprobiert, mit dem Ergebnis, das sich die Wirkkurve des Levemir und Insuman in der Nacht überschneiden, und ich gegen 02.00 Uhr aufwache weil ich im Unterzucker war. Auf Grund deiner Ratschläge ein Langzeit-Basal zu versuchen, habe ich mich mal intensiv mit den ganzen Basal-Insulinen beschäftigt (Wirkdauer und Wirkkurve), und habe Ihr den Vorschlag gemacht, mal entweder Tresiba oder Toujeo zu testen, daraufhin sie meinte, an Tresiba hätte sie auch gedacht, ich könnte aber auch Toujeo haben. Ich habe mich heute erst mal für Tresiba200 entschieden. Also hat sie wieder ein Pen aus dem Schrank gezaubert und mir mitgegeben. In 10 Tage ist der nächste Termin.
    Ich soll mit 50 IE anfangen, kommt mir bischen viel vor?
    Also erstmal vielen Dank, auch an die anderen Forum-Mitglieder, ist schon ne feine sache wenn sich soviel geballte Kompetenz an einer Stelle tummelt. :-) Ich werde weiter berichten.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 02.03.2020 20:44:26 | IP (Hash): 1792078437
    Hallo Jens,

    wie viel Basalinsulin hast du denn jetzt verteilt über den Tag (also früh Levemir, nachmittag Levemir und Abends Insuman) insgesamt gespritzt?

    Tresiba 200 hat den Vorteil, dass es doppelt konzentriert ist. Das bedeutet, wenn du 50 IE spritzt, dann hat dies allerdings nur das Volumen von 25 IE (eines normal konzentrierten Insulins wie Levemir) hat aber trotzdem die Wirkstärke von 50 IE. Also du musst die Einheiten nicht irgendwie umrechnen. Man darf solche Insuline nur in den entsprechenden Fertigpens anwenden, weil diese bei ihrer Skala die veränderte Volumenmenge beachten.
    Du kannst es dir so vorstellen, dass normalerweise in einem Tropfen Wasser ein Tropfen Insulin drin wäre (also 100 Konzentration), jetzt mit 200 Konzentration wäre in jedem Tropfen Wasser 2 Tropfen Insulin. Du brauchst egal wie deine 2 Tropfen Insulin (also gleiche Dosis Einheiten), nur einmal sind es 1 Tropfen Wasser (200 Konzentration) und einmal 2 Tropfen Wasser (100 Konzentration), also bei ersteren deutlich weniger Flüssigkeit insgesamt.
    Hoffe, das ist verständlich.

    Ich selbst hatte jetzt ein halbes Jahr Toujeo 300, vorher Lantus. Meine Werte sind deutlich stabiler ohne Essen und nach dem Sport brauche ich nicht Unmengen an Kohlenhydraten um nicht abzusacken. Das allerpositivste war allerdings bei mir, dass mir Lantus höllisch gebrannt hat und jetzt mit Toujeo ist es weg. Auch weil es halt deutlich weniger Volumen hat. Leider kann man weder mit Toujeo noch mit Tresiba flexibel mal die Basaldosis hoch und runter schrauben, um einen veränderten Insulinbedarf abzufangen. Bei Typ2 vielleicht nicht so wichtig, bei mir war das jetzt aber nur noch ein Chaos. Zu niedrig, zu hoch, bis eine Änderung da war, waren die Werte wieder anders.. So dass ich zum Schluss gar nicht mehr angepasst habe, weil es nicht ging.

    LG July
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    am 02.03.2020 21:10:16 | IP (Hash): 1685477095
    Hallo July,
    bis jetzt, heißt seit 14 Tagen haben wir ja erst das Levemir getestet, 20 IE Levemir morgens und abends so um die 45-50 IE Insuman.

    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende
    Gruß Jens
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    am 02.03.2020 21:31:36 | IP (Hash): 1929086184
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.

    Für Tresiba ist eine andere Information wichtig: Tresiba wirkt mindestens 42 Stunden. Deshalb tritt die richtige Weirkung erst nach 2...3 Tagen ein, weil die Wirkungen der einzelnen Dosen sich erst addieren müssen. Durch diesen Wirkmechanismis wirkt Tresiba sehr gleichmäßig, was für die meisten Typ2-Diabetiker gut und wertvoll ist.

    Die Anfangsdosis von 50IE würde ich auch für ein bisschen hoch halten. Weit daneben liegt es aber wahrscheinlich nicht, schließich hast du bisher ja sogar 65...70IE am Tag gespritzt. Wenn du vorsichtiger herangehen willst, als deine Ärztin es empfiehlt, dann könntest du auf 40IE zurück gehen, viel weniger wäre wahrscheinlich nicht sinnvoll. Bei der ersten Dosis würde noch nichts passieren, weil, wie oben beschrieben, für die ersten 24 Stunden höchsten die Hälfte ankommt. Wenn dein BZ bereits am erst3en Tag fast bis auf normal absinkt, dann war die Dosis zu hoch. Damm spritzt du einfach die nächsten 2 Tage nicht und fängst danach mit einer niedrigeren Dosis von vorne an.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 02.03.2020 21:47:41. Grund: .
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    am 02.03.2020 21:45:33 | IP (Hash): 1792078437
    Rainer schrieb:
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.[/i]



    Hallo Rainer,
    das ist nicht richtig. Tresiba gibt es sowohl in normaler 100IE/ml Konzentrierung als auch in 200 IE/ml Konzentrierung. Diese hat Jens, da er Tresiba200 geschrieben hat und somit ist es stärker konzentriert.
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.03.2020 00:09:44 | IP (Hash): 927509326
    Konzentration in den heutigen handelsüblichen Fertigpens spielt eigentlich da keine Rolle: Die Einheiten werden da in der Skala berücksichtigt per Volumen.
    Anders bei Refill = Ampullen
    für Pen, verwendbar für unterschiedliche Insuline.
    ~
    Hallo Jens,
    deine Basaleinheiten sind m. E. sehr hoch mit 20 + 50 Einheiten morgens/abends je Tag ((Levemir bzw. Insuman), ist mein 7 d-Bedarf)).
    Tut nicht wirklich was, um deine Mahlzeiten abzufangen, wie ein entsprechendes schnelles Insulin, was du berechnen kannst - und schon kennst.

    Bearbeitet von User am 03.03.2020 00:37:28. Grund: ~
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    am 03.03.2020 11:20:38 | IP (Hash): 1792078437
    Ich bin da ein wenig mit meinem Blickwinkel drangegangen. Wenn sowieso schon 50 IE Insuman gespritzt werden, ist es egal ob jetzt 50 oder 25 IE vom Volumen her Tresiba gespritzt werden. Du bist es ja gewöhnt.
    Mit meinen paar Einheiten, wie etliche Diabetiker, hätte ich Angst vor solchen Mengen (auch was das mit dem Gewebe macht, etc.) und deshalb mein Hinweis, dass 50 IE Einheiten Tresiba sich zwar viel anhören, aber durch die zweifache Konzentration ja doch weniger Volumen hat. Aber die Angst hast du ja nicht.

    Basaleinheiten von 70 Einheiten am Tag sind für einen Typ2er doch nicht ungewöhnlich. Geht ja auch noch höher. Und mit Tresiba wirst du wahrscheinlich durch die gleichmäßige Wirkung auch noch weniger brauchen. Am Anfang war ich auch immer irritiert von den Mengen. Aber man darf es einfach nicht mit Typ1, Typ3 vergleichen. Ich mit meinen ca. 15 Einheiten Insulin insgesamt..
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    am 03.03.2020 16:49:45 | IP (Hash): 1579799679
    July95 schrieb:
    Rainer schrieb:
    Hallo Jens,

    das was July beschrieben hat, gilt für Toujeo, nicht für Tresiba. Tresiba ist genauso konzentriert, wie Lantus, Levimir und adnere Insuline, nämlich mit 100IE/ml. Toujeo wäre mit 300IE/ml stärker konzentriert.[/i]



    Hallo Rainer,
    das ist nicht richtig. Tresiba gibt es sowohl in normaler 100IE/ml Konzentrierung als auch in 200 IE/ml Konzentrierung. Diese hat Jens, da er Tresiba200 geschrieben hat und somit ist es stärker konzentriert.

    O.k., da hast du bei Tresiba200 Recht.

    Trotzdem ist die Information, dass sich bei Tresiba die volle Wirkung erst nach 3 Tagen aufbaut und durch die überlappende Wirkung sehr gleichmäßig wirkt, wesentlich wichtiger als die Info zur Konzentration - so sehe ich das zumindest.
    Bearbeitet von User am 03.03.2020 17:10:35. Grund: .
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 03.03.2020 19:34:53 | IP (Hash): 927509326
    Hallo Jens,
    vor lauter Angst vor Unterzucker hast du dich wieder für Medikamente und wirklich große Mengen Basal-Insulin entschieden.
    Mein Rat ist, es doch noch mal mit dem Mahlzeiteninsulin zu versuchen.
    Mit KLEINER Dosierung abends ev., ohne dich unbedingt mit allen Kleinigkeiten dazu befassen zu müssen, nur als direkte Einflussregulierung auf Blutzuckerwerte.

    Tresiba mag ich eben deshalb wegen 3 d-Aufbau, sogen. 24 h-Basal auch nicht.
    Levemir ist da so eher meins (mo + ab), da kann ich anhand des Aufstehwertes schon sehen, ob Abendosis gepasst hat.
    Tagesdosis schon schwieriger ~ ~ ev. Korrektur-Rapid notwendig ~ dann vorsichtig erhöhen.
    Gruß Elfe