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Spritz-Ess-Abstand und hoher glykämischer Index
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am 04.02.2020 21:57:35 | IP (Hash): 2035269569
Wie haltet Ihr es mit dem Spritz-Ess-Abstand? Ich habe schnellwirkendes Liprolog und esse vorwiegend Lebensmittel, die den BZ langsam ansteigen lassen.
Wie lange wartet ihr mit dem Essen, wenn der BZ zu hoch ist?
Ich habe manchmal so das Gefühl, dass gerade diese vollwertigen Lebensmittel schwer zu berechnen sind. Also spritze ich dann meistens vor dem Essen ein paar Einheiten, dann nochmal direkt nach dem Essen, und schaue dann mal 2 Stunden später, wie es ausgegangen ist.
Hat da Jemand Erfahrung damit? Wäre dankbar für ein paar Aspekte. -
am 04.02.2020 23:06:24 | IP (Hash): 1860275775
Um zu wissen, wie schnell Liprolog BEI EINEM SELBST und nicht nur in der allgemeinen Beschreibung wirkt, geht nix anderes, als selbst ganz konkret testen. Also z.B. morgens Hausnummer 07.00 bei nüchtern 120 mg/dl für das beabsichtigte Frühstück spritzen und dann in 10-Minuten-Schritten messen, und erst dann essen, wenn der BZ bei oder unter 110 kommt, denn erst die eindeutige Absenkung sagt, dass das Insulin zu wirken begonnen hat. Die Zeit vom Spritzen bis dahin ist der passende SEA. Kann übrigens zum Mittag und zum Abend deutlich anders sein.
Und nein, der SEA wird nicht durch einen höheren Start-BZ länger. Wenn Du mit 180 startest, sagen 160 Dir, dass das Insulin zu wirken begonnen hat, und dann kannst Du getrost mit Deinem Einverleiben beginnen, wenn Du die X Minuten vorher passend für die Portion und für die Korrektur gespritzt hast.
Mein Nüchternziel morgens sind eher 100, und mit Apidra hab ich morgens 40-50 Minuten SEA, die ich nicht so ganz einhalte. Spritze auf der Bettkante, und dann folgt erstmal die komplette Morgentoilette mit Ankleiden, alles im Sitzen schon ein bisschen länger, aber mehr als 30 Minuten kommen da selten rum, und dann frühstücke ich halt.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegunngsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 05.02.2020 10:10:10 | IP (Hash): 42069003
Ich selbst bin mein bestes "Testobjekt". Die Erfahrung zeigt aber einfach, dass es trotz gleicher Ausgangslage und gleichem Essen sehr unterschiedliche Werte gibt.
Bei mir ist die Regel: Es gibt keine Regeln, leider.
Ein Beispiel von gestern abend. Habe um 17.00 Uhr gegessen und noch einen Eiweiss-Shake zu mir genommen. Berechnet und gespritzt. Dann gegen 20.00 Uhr nochmal 2 Einheiten Bolus, da ich wie gewöhnlich ansteigenden BZ erwartet habe wegen des Eiweiss und wegen der nachlassenden Basalwirkung. Um 23.30 Uhr nochmal gemessen: oh BZ 79, Wollte nichts mehr essen und auch keinen nächtlichen Unterzucker, da hab´ich die 10 Einheiten Basal weggelassen und bin heute morgen mit BZ 80 aufgewacht.
Ein Tag vorher, gleiches Essen selbe Zeit, auch ein Eiweiss-Shake, genauso gespritzt. Gegen 23 Uhr gemessen: BZ 247, 2 Einheiten Bolus, Korrektur und 10 Einheiten Levemir Basal, morgens aufgewacht BZ 147.
Was meinst du dazu? Was meint Ihr dazu? Das macht mir das Leben wirklich schwer, ist für mich auch total unlogisch. An beiden Tagen habe ich übrigens gearbeitet und keinen Sport gemacht.