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zuckerfreie Bonbons und Kaugummi
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am 12.02.2020 12:41:50 | IP (Hash): 1356264270
Hallo!
Auf allen zuckerfreien Bonbons habe ich unter den Angaben für die Nährwerte immer die Angabe gefunden "Kohlenhydrate 97g pro 100g", obwohl die Bonbons zuckerfrei sind.
Beeinflussen zuckerfreie Bonbons den Blutzuckerspiegel?
Für zuckerfreie Kaugummis gilt dasselbe. Dort steht meist 70g / 100g oder ähnliche Werte.
Beeinflussen zuckerfreie Kaugummis den Blutzuckerspiegel?
Gibt es Bonbons, die den Blutzuckerspiegel nicht bzw. kaum beeinflussen, sodass man kein Insulin spritzen muss?
Sind zuckerfreie Bonbons und Kaugummis bei einer Abnehmdiät sinnvoll?
Vielen Dank! -
Elfe
Rang: Gastam 12.02.2020 19:29:32 | IP (Hash): 13924027
Hallo Daniel,
durchaus sind zuckerfreie Bonbons und Kaugummi eine Alternative.
Zuckerfrei bedeutet, kaum Zucker drin.
Ersetzt wird so Süßschmeckendes durch Zuckerersatzstoffe und Süßstoffe.
Dabei auch weitere Nährwertangabe-Tabelle und Zutatenliste ansehen.
Beispiel: Kohlenhydrate 94 g, davon Zucker 0,5 g.
So ein Bonbon kann so Geschmack auf Süßes schon gut stillen, Kaugummi auch.
Gruß Elfe -
am 12.02.2020 19:39:19 | IP (Hash): 1345528919
Naja, aber für Kh 94g muss Mensch halt spritzen, und wie ich's verstehe, geht es wohl eher um Süßes mit möglichst wenig Insulinbedarf, oder?
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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am 12.02.2020 20:28:10 | IP (Hash): 1226303288
Die 94g Kohlenhydrate liegen in Form von Zuckeralkoholen wie z.B. Maltit vor.
Für die braucht man kein Insulin.
Sie enthalten aber durchaus Kalorien und können bei nur wenig zuviel heftigen Durchfall auslösen. -
am 12.02.2020 20:38:49 | IP (Hash): 1345528919
Ich bin mir sehr sicher, dass damit der BZ durchaus auch steigt. Wieviel konkret, wird selbstverständlich wieder individuell sein und ebenso individuell, in welchem Rahmen man den Anstieg zulassen will.
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Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
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am 12.02.2020 20:47:37 | IP (Hash): 1226303288
Schon, aber wirklich nur wenig und sehr langsam... -
Elfe
Rang: Gastam 13.02.2020 17:17:23 | IP (Hash): 1570380433
hjt_Jürgen schrieb:
Ich bin mir sehr sicher, dass damit der BZ durchaus auch steigt. Wieviel konkret, wird selbstverständlich wieder individuell sein und ebenso individuell, in welchem Rahmen man den Anstieg zulassen will.
Nö, stimmt nicht.
Zuckeraustauschstoffe gehören zwar chemisch gesehen zu den Kohlenhydraten,
sind aber andere Moleküle und können nicht in Glukose zerfallen.
https://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/suesse-zusatzstoffe-zuckeraustauschstoffe-und-suessstoffe -
am 13.02.2020 17:48:25 | IP (Hash): 1982792627
Dumm, dass der BZ auch mit Fett oder/und Eiweiß ansteigt, obwohl die auch nicht zu Glukose zerfallen.
Ich finde, dass jeder, den sone Frage plagt, einfach ein paar kleine Testreihen machen sollte und so am besten rausfinden könnte, was da in seinen Rahmen passt :)
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Bearbeitet von User am 13.02.2020 17:50:24. Grund: Ergänzung -
Elfe
Rang: Gastam 13.02.2020 18:08:48 | IP (Hash): 1570380433
Hat andere Gründe, wie du auch wissen müsstest, besonders per Umgang mit externem Mahlzeiteninsulin.
Dich wirklich mal mit Ernährungsgrundlagen zu beschäftigen, fällt dir schwer einschl. BE und KHs.
Ertappe mich bisweilen erinnert an Filmzitat: "Wat is ne Dampfmaschin"
Sorry wg. Lachanfall gerade
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am 13.02.2020 18:18:01 | IP (Hash): 1982792627
Finde Deine Antwort trotzdem gut ;)
Aber konkret zur Sache:
ALLES, was wir mit Diabetes messen und wiegen und rechnen und berücksichtigen und spritzen, ist für nix anderes gut als dafür, den BZ in dem Rahmen zu halten, den wir jeweils ganz persönlich haben wollen.
Und wenn ne Tüte zuckerfreie Bömse beim Fragesteller den BZ gar nicht anhebt oder nur in seinem üblichen Nüchternrahmen wie z.B. 100-140mg/dl, braucht er dafür nicht zu spritzen. Wenn höheres Anheben oder/und niedrigerer persönlicher Rahmen, muss er halt entsprechend spritzen, wenn der Fragesteller keine entsprechend große Ausnahme machen will.
Dafür muss niemand was von Ernährungslehre oder BEs oder KEs oder was auch immer verstehen ;)
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Bearbeitet von User am 13.02.2020 19:29:55. Grund: Erweiterung -
Elfe
Rang: Gastam 14.02.2020 16:28:31 | IP (Hash): 1570380433
Hallo Jürgen,
schön, daß du mein Zitat auch humorvoll angesehen hast ;-)
Bleibe aber grundsätzlich bei meiner Aussage:
Was sind Kohlenhydrate und welche sind Blutzuckerrelevant !
Erleichtert schon Auswahl bei Einkauf und speziell bei 'zuckerfreien' Bonbons sind so gut wie keine andere Kohlenhydrate drin (ev. so bisschen Pseudo-Obst zu sehen an Mini-Zucker-Mengenangabe) und erhöhen kaum den Blutzucker.
Anderer Vorteil dieses Süßschmeckende:
Konsum dauert länger, als wenn man ratzfatz z.B. Schokolade o.a. isst.
Im übrigen sind KHs aus Gemüse (roh & TK) ebenfalls nicht BZ-relevant
(Ausnahme Hülsenfrüchte dann gekocht bzw. Konserven).
Das erübrigt so manche Testerei und falsche Interpretation zur errechneten KH-Portion.
Dennoch, so manche Aussagen der Schulung bzgl. 50 g Portion Nüsse nicht gegenspritzen zu sollen, kann ich persönlich auch nicht bestätigen - BZ steigt, wenn auch später.
Auch zu diesen damaligen 'Diabetes'-Produkten mit erhöhtem Fruchtzuckeranteil und diesen nicht mit Insulin gegenspritzen zu dürfen, passte auch nicht.
Gruß Elfe -
am 21.02.2020 17:52:44 | IP (Hash): 385587603
Hi guten Abend, der menschliche Körper ist eben tricky:
Bekommt er wenig bis keine KH´s, produziert er sie sich selbst. Statt Glykolyse startet er eine Gluconeogenese, d.h. er wandelt sich dann Proteine und Fett in Glucose um, oder baut Muskelmasse ab, wobei dann leider Ketone übrig bleiben, die man dann im Urin messen kann...
Rein wissenschaftlich ist es tatsächlich nicht erwiesen, dass zuckerfreie Bonbons und Kaugummis den BZ ansteigen lassen.
Allerdings setzt allein schon der Vorgang des Kauens, bzw. Lutschens Verdauungsenzyme (Alpha-Amylasen) im Speichel frei, was nichts anderes heißt: Der Körper ist in freudiger Erwartung von Nahrung. Kann also doch sein, dass sich bei Diabetikern da was tut beim BZ. -
Elfe
Rang: Gastam 21.02.2020 19:07:26 | IP (Hash): 157877759
Tricky stimmt ;-)
Theorien über Thesen … .
Zuckerfreies lässt den BZ nicht ansteigen, weil da eben der Zucker fehlt.
Speichel-Freisetzen hat ja per Flüssigkeit für Hals und gegen Hüsteln (Erkältung oder Kino/Vorstellung schon was gutes :-)).
Was da so im Speichel drin ist bzgl. KH-Spaltungsenzym Amylase !? So what. -
am 21.02.2020 19:17:24 | IP (Hash): 385587603
Hallo Elfe:
Es gibt nicht umsonst den Ausspruch: "...das Jemandem das Wasser im Mund zusammenläuft" beim Anblick von leckerem Essen. Immerhin produziert die Leber dann auch schon Galle...
Aber man muss es einfach austesten, es gibt hundert andere Gründe, warum BZ steigt oder fällt, wer weiß das schon genau... -
Elfe
Rang: Gastam 22.02.2020 18:27:37 | IP (Hash): 157877759
Hallo Ataura,
ja, stimmt schon mit dem Speichel.
Aber: Ist nur die erste Stufe der Verdauung. Wer genügend Geduld hat, kann ja mal lange auf Stück Brötchen herumkauen, schmeckt dann irgendwann mal süß, da die Stärke in Zucker aufgespalten wird.
Aber die Aufspaltung der Kohlenhydrate (Stärke) findet eine Etage tiefer statt: Im Dünndarm.
Da treffen Galle und Enzyme der Bauchspeicheldrüse zusammen.
Da meine Bauchspeicheldrüse komplett versagt, muss ich diese per Medikament ersetzen:
Da ist an zweiter Stelle auch noch Amylase aufgeführt (1. Fettaufspalter und 3. wenig zu Eiweiß).
Gruß Elfe