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Prüfung auf Diabetes anhand der Blutwerte

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    Mitglied seit: 13.02.2020
    am 13.02.2020 20:12:11 | IP (Hash): 1699406345
    Hallo,

    ich bin neu im Bereich Diabetes und bei mir geht es um den Verdacht von Polyneuropathie mit bereits deutlichen Symptomen, die sich wöchentlich verstärken. Vor dem Termin beim Neurologen bat ich den Allgemeinarzt mich auf Diabetes zu testen, um das als Ursache auszuschliessen. Leider bin ich mit diesem Ergebnis jetzt erstmal auf mich alleingestellt und weiss nicht einmal, ob der Arzt für die Blutabnahme wirklich alles notwendige prüfen lassen hat. Die Schwester konnte mir keine sichere Aussage geben, was konkret getestet wurde.

    Es wurden etwa 20 verschiedene Werte ermittelt und davon unter anderem GGT (15, Bereich kleiner als 55) sowie HBA1-M (37,71, Bereich 21,3-43,2).

    Im Netz habe ich immer nur oGGT und HBA1-C gefunden. Ist obiges denn das gleiche?? Sämtliche gemessenen Werte sind innerhalb des angegebenen Bereiches, HBA1-M ist im oberen Bereich und das obwohl ich seit 2 Wochen vor der Blutabnahme auf Zucker so gut wie möglich u. Alkohol komplett verzichte.

    Wie ich schrieb, für mich ist diese Thematik ganz neu
    Danke für jeden Hinweis!
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    am 13.02.2020 20:29:59 | IP (Hash): 1169480839
    Hallo,

    GGT ist ein Leberwert, hat also für eine Diabetesdiagnose wenig Aussagekraft.
    Bei einem OGTT wird nüchtern der Blutzucker gemessen und dann muss man 75gr Glukose trinken, dann wird ggf. nach einer Stunde, auf jeden Fall nach 2 Stunden Blut abgenommen um den Blutzuckerwert zu bestimmen. Das wurde sicher nicht gemacht.

    Der HBA1C ist ein Durchschnittswert, der anzeigt, wie hoch der Blutzucker im Durchschnitt die letzten 8-12 Wochen war. Dieser Wert kann in % angegeben werden, Ref. ist sowas wie 4,8-5,9% oder als mmol/mol mit Ref. z.B. 29-41 mmol/l. Ich habe mal die Referenzbereiche von dem Labor meiner Diabetologin genommen. Jedes Labor hat ein wenig Abweichung.
    Von dem her, wird es meiner Meinung nach bei dir schon der HbA1C Wert sein nur halt nicht in % sondern in mmol/mol. Bei mir stehen immer beide dabei. Bei dem in mmol/mol steht HBbA1CM dabei. Vllt wird bei deinem Arzt einfach das C weggelassen.

    LG
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    am 13.02.2020 21:04:37 | IP (Hash): 1955652771
    Hallo Suchender,

    ich vermute auch, dass sich hinter deinem ominösem HBa1M das HbA1c verbirgt. Der Wert von 37,7 mmol/mol entspricht einem HbA1c von 5,6% und das würde "kein Diabetes" bedeuten. Meistens werden beide Werte angegeben, vielleicht entdeckst du auch noch die 5,6 irgendwo.

    Ansonsten musst du noch nach "Glukose" suchen, die wurde bestimmt auch gemessen.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 13.02.2020 21:05:12. Grund: .
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    am 13.02.2020 21:19:26 | IP (Hash): 1699406345
    Vielen Dank July95 und Rainer. Das hilft mir schon mal weiter!

    dann wurde oGTT wohl nicht gemessen. Bei meinen Laborwerten gibt es neben HBA1-M auch HBA1 (Bereich 4,1 - 6,1), was wohl der von dir angesprochene prozentuale Wert ist. Von allen aufgelisteten Werten konnte ich BZIS nicht auflösen, vermute aber entspricht das BZ (Glukose im venösen Plasma), bei mir am oberen Grenzbereich (102 bei Bereich 74 - 106). Laut einer Internetseite zu solchen Laborwerten wäre da ab 126 Diabetes wahrscheinlich u. der Test zu wiederholen. Alle anderen Werte habe ich aufgelöst u. da ist nichts mit Glukose.

    @Rainer stimmt, es sind exakt 5,6 bei mir

    Ob jetzt noch oGTT noch sinnvoll zu testen ist, muss ich mal schauen.
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    am 13.02.2020 21:33:38 | IP (Hash): 1169480839
    Suchender schrieb:
    Vielen Dank July95 und Rainer. Das hilft mir schon mal weiter!

    dann wurde oGTT wohl nicht gemessen. Bei meinen Laborwerten gibt es neben HBA1-M auch HBA1 (Bereich 4,1 - 6,1), was wohl der von dir angesprochene prozentuale Wert ist. Von allen aufgelisteten Werten konnte ich BZIS nicht auflösen, vermute aber entspricht das BZ (Glukose im venösen Plasma), bei mir am oberen Grenzbereich (102 bei Bereich 74 - 106). Laut einer Internetseite zu solchen Laborwerten wäre da ab 126 Diabetes wahrscheinlich u. der Test zu wiederholen. Alle anderen Werte habe ich aufgelöst u. da ist nichts mit Glukose.

    @Rainer stimmt, es sind exakt 5,6 bei mir

    Ob jetzt noch oGTT noch sinnvoll zu testen ist, muss ich mal schauen.



    BZiS bedeutet die Glukose im Serum, nicht im venösen Plasma. Für eine Diabetes-Diagnose wird u.a. ein Nüchtern-Glukosewert im venösen Plasma ab 126mg/dl als Grenzwert genannt. Serumwerte sind für die Diagnose nicht ausreichend, nur jeder Arzt misst bei einer allgemeinen Blutabnahme die Serumwerte. Wobei diese ja auch eine Richtung vorgeben.
    Ich würde mit deinem Arzt reden, da du schon im oberen Normalbereich bist, ob weitere Maßnahmen sinnvoll sind. Bspw. was man mit gesunder Ernährung und Sport machen kann, falls notwendig Maßnahmen um Übergewicht abzubauen. Das kann nie schaden ;)

    LG July
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    am 13.02.2020 21:52:36 | IP (Hash): 1982792627
    Aber das ist schon seeeehr unwahrscheinlich, dass so leicht erhöhter Blutzucker der Grund für die PNP sein könnte. Die meisten Menschen mit gut behandeltem Diabetes haben HBA1c um 7 statt der 5,6 und dabei keine PNP. Daumendrück, dass Ihr Linderung der Beschwerden findet!

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 13.02.2020 22:11:34 | IP (Hash): 1699406345
    Ok, Danke nochmal an alle.

    also dann vermutlich keine Diabetes (ggfs. nähere Tests), genaueres dann beim Neurologen, der sich die Werte anschaut und bewertet.

    Ob das dann so gut ist weiss ich nicht, da die Ursache zum Schrecken PNP weiter ein Rätsel ist ...

    Bearbeitet von User am 13.02.2020 22:12:45. Grund: Konkretisierung
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    am 13.02.2020 22:46:49 | IP (Hash): 1982792627
    Da wärst Du in zahlreicher Gesellschaft, denn die meisten PNPs sind bislang nicht auf ihre Ursachen zurückführbar. Und es muss auch meistens sehr umfassend ausprobiert werden, was die Beschwerden lindert und ggf. weiteres Fortschreiten begrenzt.

    Wenn Zucker Deine Hoffnung war, gibt es noch einen ganz winzeligen Funken, der allerdings fachoffiziell nirgendwo so recht gilt. Und zwar könnte sein, dass Dein Blutzucker nach dem Einverleiben von normalen Portionen an Kohlenhydraten sehr viel höhere Ausflüge als gesund macht. Diesen zeitlich kurzen höheren Ausflügen wird offiziell noch keine besondere Bedeutung beigemessen, obwohl sich Untersuchungen mehren, die damit eindeutig diabetische Folgen schon vor Überschreiten der diabetischen Diagnose-Grenzwerte begründen. Wenn das bei Dir zuträfe, müsstest Du schon eine deutliche Verlangsamung der Verschlechterung Deiner Situation feststellen können, wenn Du für 4 Wochen Low Carb isst. Denn mit weniger Carbs gibt es auch weniger hohe Blutzucker-Anstiege nach dem Essen. - In jedem Fall Daumendrück!

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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