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  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 4
    Mitglied seit: 10.01.2020
    am 24.02.2020 21:38:42 | IP (Hash): 1462877544
    Hallo Zusammen,

    ich habe seit Weihnachten letzten Jahres Diabetes Typ 1. Im Nachhinein muss ich sagen, dass die zwei Monate VOR Entdeckung der Diabetes quasi mit zu den belastendsten meines Lebens gehörten - damit meine ich nicht die typischen körperlichen Symptome. Ich rannte quasi von der einen psychische Ausnahmesituation in die Nächste. Höhepunkt war dann letztendlich die Diabetes Typ 1 Diagnose.

    Nach Entdeckung kam ich sehr schnell mit der Krankheit und allem was dazu gehört klar. Habe schnell wieder Sport getrieben und war innerhalb kürzester Zeit sehr gut eingestellt. Die Ärzte verwiesen auf die Remissions/Honeymoon-Phase - und das es noch schwieriger werden würde. Soweit so gut. Januar bis Mitte/Ende Februar musste ich nur sehr wenig Insulin zu mir nehmen, Faktor 0,7 - 0,4 - 0,7 (Novorapid); Basal 3 - 3 (Levemir).

    ...Jetzt ist etwas verrücktes passiert ... Seit ein paar Tagen benötige ich überhaupt kein Insulin mehr. Meine Glukoseverläufe (FreeStyle Libre 2 - regelmäßige Gegenkontrolle mit Blut) verlaufen wie bei einem völlig gesunden Menschen. ... Zusätzlich verwirrt mich die Diagnose der Laborwerte, nach Entdeckung. "...ein Risiko für die Entwicklung eines autoimmunen Diabtetes mellitus in den nächsten 5 Jahren kann angenommen werden" ... Wenn ich mir das jetzt durchlese .. meine Werte beobachte... verwirrt mich das alles! Zudem weiß ich von mir selbst, dass der/mein Körper in psychischen Ausnahmesitauationen schon einmal verrückt spielen kann... auch wenn die Wahrscheinlichkeit quasi gen "Null" geht, dass es eine Fehldiagnose sein könnte (auch wenn der Gedanke sehr angenehm ist), wollte ich mal in die Runde Fragen, ob er ähnliches schon einmal gehört hat, oder es evtl. doch im Bereich des Möglichen sein kann (ähnlich wie bei Schwangerschaftsdiabetes)... und ob bei jemanden die Remissionsphase ähnlich verlief und wenn ja - wie lange?

    LG
  • Rang: Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 24
    Mitglied seit: 12.10.2015
    am 25.02.2020 09:19:55 | IP (Hash): 1144081136
    Hallo,

    ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen aber ich kenne das auch.
    Ich hatte damals (seit 22 Jahren Typ 1) eine Remissionsphase. Kam nach ein paar Wochen nachdem ich die Diagnose Typ 1 erhalten habe.
    Begonnen hat sie mit ständigen Unterzucker. Dann habe ich reduziert bis ich fast kein Insulin mehr gespritzt habe. Die Zuckerwerte waren dann wieder im Normalbereich. Leider hat die Phase nur für wenige Wochen angehalten (Genauen Zeitraum habe ich leider nicht mehr im Kopf). Dann kam eine Phase wo ich ständig die Insulingabe erhöhen musste.

    Gruß Zockerin1971
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 26.02.2020 17:20:21 | IP (Hash): 157877759
    Hallo Slider,
    selber hatte ich keine Remission - das körpereigene Insulin wurde weniger und muss kontinuierlich mit Dosissteigerung ersetzt werden.
    Du schreibst nicht, wie alt du bist ~
    Bei mir war's mit 40 Jahren LADA und später obendrauf noch 3c.

    BZ-Werte liegen so oder so im Fokus bei der Insulineinstellung.
    Im Gegensatz zu dir, habe ich zu Anfang NUR Novorapid als Mahlzeiteninsulin bekommen.
    Die Anfangsfaktoren waren 1/1/1 und wurden dann heruntertitriert auf 1/0,75/1,25.
    Basalinsulin kam erst nach ca. 1 Jahr dazu mit Protaphan mit 4 Einheiten abends und Umstellung auf erstes klares Basalinsulin Levemir auch nur per Abenddosis - mit Grund: Nüchtern-BZ-Wert.
    Habe zwischenzeitlich mal bereits Mittag 1ne Einheit Levemir gespritzt, um vor Autofahrt nach Hause abends keinen Unterzucker zu riskieren.
    (Immer noch so, wenn kein Essen mit Novorapid möglich ist, BZ-Anstieg mit Levemir moderat entgegen steuern.)

    Die SUMME der Wirkung von den Insulinen Bolus/Basal sind zu berücksichtigen.
    Und diese per Dosis auseinander zu halten, ist echt nicht einfach.
    Um Basal per 'Untergrund' zu dosieren, einen Basal-Test durchführen.
    Da lässt man eine Mahlzeit weg um deren Wirkung auszuschließen und misst BZ nur aufgrund der Basaldosis.

    Soweit die Theorie.
    Bei mir zeigt sich Morgen-Basal nicht so wirklich gut und lasse dann Frühstück und Mittagessen weg.
    Wenn die Dosis zu hoch ist, sehe ich das daran, daß nachmittags der BZ sinkt.

    Fehldiagnose oder nicht, wirst du im weiteren Verlauf sehen.
    Fokus liegt dabei auf den BZ-Werten, wie auch immer du das hinbekommen magst.
    Vermuteter Typ 1 ist in sofern 'besser', m. E., da die ärztliche Betreuung da engmaschiger & Beratung ausführlicher ist.
    Gruß Elfe