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Spritzen vom Morgengupf/ Erfahrungen

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    Mitglied seit: 09.03.2020
    am 16.04.2020 17:28:01 | IP (Hash): 1952550324
    Hallo Rainer,

    danke Dir, ich schreibe gerne hier weiter, hier steht ja schon alles von mir auch wenn es nicht mehr zu Morgengupf passt. In einigen Foren werden die Mods dann ja relativ schnell sauer bzw. wollen es besser sortiert haben, was ich auch verstehen kann.

    Mein Tresiba hat leider nur 2er Schritte. Sonst wäre ich bei 3 gewesen :-) Aber ich glaube vier funktioniert gut. Werde aber beim nächsten Quartalstermin im Mai mal nachhaken. Sonst läuft Tresiba sehr gut bei mir.

    Ich habe ja nicht mal die Torte gegessen sondern nur die paar Löffel Füllung aber das hat schon gereicht. Nächster Tag war echt nicht schön und dann kam auch noch der Hunger dazu, den ich sonst gar nicht mehr kenne. Ich muss mich abends (einzige Mahlzeit am Tag außer einen doppelten BPC am späten Vormittag) teilweise ganz schön zwingen was zu essen. WEil vom Hunger her bräuchte ich nicht. Passt aber gut in den Tageablauf, da habe ich Zeit und ich koche gerne. Aber die Ausflüge zu den KHs werde ich jetzt noch mehr meiden.

    Xylithaltige Süssigkeiten habe ich ganz am Anfang als ich aus dem Krankenhaus kam bestellt um wenigstens mal ab und an was zu naschen. Da war ich nur bei LC und habe mich zu Keto gesteigert. Ich vertrage keine Nüsse bzw. bei zwei Handvoll habe ich sehr große Chancen auf 8-10 Tage heftigste Bauchschmerzen und von daher wäre das ganz gut. Aber die meisten habe ich eh verschenkt und jetzt will ich auch gar nicht mehr unbedingt. Früher konnte es nicht süss genug sein und jetzt ist mir die 99% Schoki schon zu süss bzw. ein zwei Stückchen okay und dann kommt sie weg. Das aber auch nur wenn ich tagsüber sparsam war mit KH und vielleicht einmal die Woche.

    Ich brauche die Süssstoffe auch ganz selten aber habe letztens Fatbombs probiert und wollte auch etwas backen. Da wäre es halt schön.

    Kannst Du vielleicht noch was zu meiner Anfängerfrage mit spritzen bei KHs im Sollbereich sagen. Ist zwar für mich eher hypothetisch aber im Krankenhaus wurde gesagt, für jede BE spritzen. Wenn ich aber bei 80 Starte und eine kleinen Einheit Xylit-Bons (1 Handvoll) esse, dann werde ich so bei 160 bis 180 liegen. Allerdings schon relativ schneller Anstieg aber auch genauso schneller Fall hinterher ohne Bolus. Sollte man den trotzdem spritzen? Klar, schneller Anstieg ist sowieso nicht so toll und auch den bei zwei Handvoll habe ich vom Kopfgefühl gemerkt. Werde es also sowieso lassen aber das würde mich noch interessieren..

    Ich bedanke mich recht herzlich für die vielen Infos die ich mir eigentlich vom Krankenhaus bzw. den Ärzten erwartet hätte. Ok, im Krankenhaus hatte ich noch andere Sorgen und war froh, dass die Ketoazidose schnell weg war und mein DiaDoc wird nächsten Monat auch ordentlich gelöchert.
    Bearbeitet von User am 16.04.2020 17:30:20. Grund: Korrektur Sinn / Threads durch Foren ersetzt im zweiten Satz.
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    am 16.04.2020 20:05:42 | IP (Hash): 1600609152
    auf was Du von Deinem DiaDoc dann berichten wirst, bin ich voll gespannt???

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 16.04.2020 20:58:23 | IP (Hash): 1559310044
    Hallo Stephan,

    sorry, ich hatte nicht mehr auf dem Schirm, dass du Tresiba 200 spritzt. Der Pen mit der doppelten Konzentration ist eigentlich für Diabetiker gedacht, die hohe Dosen spritzen müssen. Bei denen sind die 2er Schritte völlig in Ordnung. Wenn du dann bei der nächsten Ladung Tresiba 100 bekommst, dann kannst du auch in 1er Schritten verändern. Aber wenn die 4IE bei dir gut passen, dann ist ja alles okey.

    Ich glaube, dass es fast jedem Neudiabetiker so geht, dass er sich am Anfang schlecht informiert fühlt. Mir ging es auf jeden Fall auch so. Mit der Zeit wirst du dir, wenn du dran bleibst, viel Wissen und einen eigenen Standpunkt erarbeiten. Den eigenen Standpunkt halte ich für besonders wichtig, weil es gerade bei Diabetes viele unterschiedliche Meinungen darüber gibt, wie man am besten mit dieser Störung umgehen soll. Aus meiner Sicht bist du auf einem guten Weg, ich wünsche dir weiter so viel Erfolg.

    Wenn du Rezepte für KH-arme Nachbauten von Brot, Brötchen, Pizza, Gebäck, ... haben willst, dann guck doch einfach mal hier https://forum.lchf.de bei den Rezepten nach. Vielleicht findest du dabei das eine oder andere, was für dich gut passt.

    Deine Frage zum Bolus: Wenn dein BZ nach einer Mahlzeit ohne Bolus wieder auf den Ausgangswert zurück kommt, dann dürftest du dafür natürlich nichts spritzen. Das gespritzte Insulin käme dann zur Wirkung des Eigeninsulins und des Basalinsulins dazu und würde den BZ zu weit absenken. Die BZ-Spitzen dazwischen kannst du nicht mit mehr Insulin abfangen. Wenn du die Spitzen vermeiden willst, dann darfst du nichts essen, was solche Spitzen verursacht. Wenn so etwa nur gelegentlich vorkommt, dann brauchst du dir darüber aber keine großen Gedanken zu machen.

    Beste Grüße, Rainer
    Bearbeitet von User am 16.04.2020 21:01:16. Grund: .
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    Mitglied seit: 09.03.2020
    am 16.04.2020 21:47:36 | IP (Hash): 1952550324
    Danke euch sehr,

    genau, auf Humalog und Tresiba bin ich im Krankenhaus eingestellt worden. Humalog gab es immer mit typischen Dosen zwischen 6 und 10 Einheiten und Tresiba gab es erst am letzten Tag mit 8 Einheiten. Vorher habe ich ein anderes bekommen, ich glaube es war Abasaglar oder irgendwas anderes mit A.
    Habe dann beim Dia-Dog natürlich das Bekannte nachbestellt. Gespräch war ja auch nicht so lang da ich gerade frisch aus dem KH kam. Hat halt ein wenig geplaudert wie die letzten Monate so waren, Sono gemacht, was im Krankenhaus versäumt wurde und mir dringend weitere Untersuchungen der Pankreas angeraten, da es ja auch Karzinom oder Pankreatitis sein könne. Lipase war oder ist eventuell jetzt ja auch etwas erhöht aber MRT hat nix ergeben. Hab halt noch Zysten in Leber, Milz und Niere aber nix weltbewegendes. Ganz sicher bin ich mir immer noch nicht, habe aber keine Beschwerden mehr. Ich vermute für mich ein wenig auf leichte Pankreatitis aber nix genaues weiß man. Der Radiologe beim MRT meinte nur, dass so alles in Ordnung wäre aber er eine Entzündung auch nicht ausschließen könne.
    Beim Insulin wollte ich eh nach kleineren Abstufungen fragen aber habe jetzt wohl einen Jahresvorrat an Insulin im Kühlschrank liegen. Nehme es aber mit den 4 Wochen auch nicht so genau und wechsel eher nach 2 Monaten die Pens, da die dann ja immer noch fast voll sind.
    Eingelesen und eine Ernährungsschulung (DGE) mit KHs ;-) habe ich vor etwa 8 Jahren ja schon gut gemacht, dort aber natürlich alles Typ2. Spritzen und Medikamente und Hypos und dieses ganze Basiswissen habe ich damals nicht gebraucht und jetzt im Krankenhaus habe ich zwar 2 Wochen Schulung mitgemacht aber war auch dort in der Typ2 Schulung weil die Diagnose erst am letzten Tag auf Typ1 umgestellt wurde, da dann erst die Antikörperlaborberichte da waren. Die Schulung war nicht schlecht aber da ich mit Insulin noch überhaupt keine Erfahrung hatte, fehlten mir dort auch ein wenig die passenden Fragen. Die kommen erst in der Anwendung selbst und im Krankenhaus unter Laborbedingungen beim Essen passten alle Faktoren usw. sofort und wurden glaub ich gar nicht großartig geändert. Ich glaub am Anfang 2-1-2 und jetzt müsste ich sogar schauen weil ich keins mehr spritze. Ich glaub entlassen wurde ich mit 2-1-1.5. Wobei ich direkt nach der Entlassung auch von 3 auf 2 Mahlzeiten umgestellt habe und am Wochenende später aufgestanden bin. Da war für mich als Anfänger schon problematisch, was dann der richtige Faktor war. Zudem war in den 2 am Morgen auch wohl ein versteckter Morgengupf mit eingerechnet.
    Dafür habe ich aber schon im Krankenhaus, so gut es mit den Augen noch ging, mich ins Internet gestürzt und hier und in anderen Forum Wissen gesaugt was mir auch sehr geholfen hat und mich dann ja auch zu ketogener Ernährung gebracht hat. Generell habe ich mit ausprobieren und Selbsterfahrungen machen keine Probleme und das habe ich ja auch anfangs noch deutlich mehr gemacht, im Moment will ich aber in Ketose bleiben und dadurch fallen halt einige Experimente weg. Auch sehe ich die Ärzte eher als Berater und nicht als allwissende Weißkittel an. Klar Respekt usw. schon aber laut meinem Krankenhaus und auch der Ernährungsberaterin beim DiaDoc müsse ich ja mindestens 12 BE am Tag essen was ich direkt nach Entlassung einfach auf vielleicht 4-6 reduziert habe und dann nach ein paar Wochen wurde ich mutiger und fand schnell den Weg zum ketogenen. Laut Krankenhaus müsste ich dann ja schon tot sein oder mindestens eine schwere Keto hinter mir :-)
    Klar ist aber auch, jeder Körper und jeder Diabetes ist anders und man muss schon seinen eigenen Weg finden. Wenn meins wirklich Lada ist, wo ich auch von ausgehe, dann wird sich das natürlich auch immer mal wieder ändern und vermutlich brauche ich dann auch mal höhere Dosen.
    Da bin ich übrigens meinem Hausarzt, dem Gastroenterologen und auch dem Diabetologen dankbar, dass sie mich mit LC und letztendlich auch keto nicht niedergemacht haben sondern dies nach den Blutwerten sogar unterstützt haben und sagten, ich soll bloß so weiter machen wenn es gut geht und ich das könne. Was mich da noch gewundert hat, eigentlich soll man bei Keto ja erstmal 4-5 Monate keine Blutwerte anschauen. Bei mir waren sie aber schon nach ein paar Wochen bombastisch. Ich werde glaub ich versuchen Anfang Mai nur Langzeitwert zu machen und ein Quartal später dann mal wieder alles.
    Abgenommen habe ich mit LC bzw. leicht angelehnt an Schlank im Schlaf damals auch gut, allerdings auch Sport bis zum Abwinken. Aber mit den Jahren kommt man halt leider oft bei alten Gewohnheiten an und da die Werte ja immer recht gut waren, habe ich es auch mit LC nicht mehr so ganz ernst genommen, gerade Süßigkeiten waren mein Problem. Nicht oft aber dann rein was ging.
    lchf.de habe ich auch schon viel und oft gelesen und mir auch Rezepte besorgt. Generell bin ich schon sehr lange tief in der BBQ Szene unterwegs und koche und grille usw. ausgesprochen gerne und das kommt mir jetzt auch zur Hilfe.
    Pizza, Brot usw. vermisse ich komischerweise gar nicht, ich koche jeden Abend und hab vieles umgestellt, esse deutlich mehr Gemüse als früher, oft Fisch, Fleisch nicht jeden Tag, vielleicht 4x die Woche und Bio eh schon oft, hab im Herbst noch ein Bentheimer Schwein in die Truhe bekommen. Kuchen wollte ich Ostern aber schon backen, hatte mir ein schönes Keto-Käsekuchen-Rezept rausgesucht aber dann kam der Besuch und die Verlockung war einfach zu groß :-)
    Einzig was ich mit dem Holzbackofen im Garten mal mache wenn Brot und Pizza flach fällt, wird noch interessant. Spanferkel z.B. :-)
    Insgesamt hat sich mein Geschmacksempfinden natürlich auch deutlich verändert und da bin ich froh drüber. Einzig Wasser habe ich noch so meine Probleme mit, bin leider noch bei Aspartamhaltigen Lightdrinks, die ich aber auch schon reduziere und auf Wasser und Tee umstelle. Insgesamt bin ich aber super zufrieden mit dem Weg bis jetzt, mein Diabetes ist für mich kein Monster, habe ich mich im KH direkt mit abgefunden und es im Januar noch auf meinen Lebensstil zurückgeführt, der ja auch für Typ2 sprach. Aber stören oder sonstige Probleme habe ich nicht, klar ein paar Fragen aber bis auf eine sowieso längst nötige Ernährungsumstellung und das abendliche Spritzen ist nix anders. Außer ich lebe bewusster und gesünder was ja nur positiv ist.
    Danke noch für die Bolus/Erklärungen. Ich habe es mir wohl gedacht aber wollte es dann doch lieber nochmal hören. Technisch bin ich mittlerweile auch bestens ausgestattet, habe das Libre schon vor ein paar Wochen mit Xdrip+ und Nightscout gekoppelt und wenn es dann wirklich mal nötig ist kann ich direkt an den Closed Loop. Nein, quatsch, aber ich bin sehr technisch orientiert und da gehört Datenmaterial natürlich zu.
    So, sorry für die lange Antwort, ich glaube das liegt an Corona und der Isolation im Homeoffice.

    Schönen Abend und vielen Dank nochmals, ihr helft mir echt weiter. Top.

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    am 16.04.2020 22:58:03 | IP (Hash): 1600609152
    Hey, Der Diabetologe wird Dir den DiaDoc nachsehen, sich vielleicht sogar ein bisschen international oder wenigstens auf dem Stand - Englisch ist halt heute die Medizinsprache - gebauchpinselt fühlen, aber Dia-Dog sollte er besser nicht lesen ;)

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    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 16.04.2020 23:11:36 | IP (Hash): 1952550324
    Da war ich wohl etwas zu schnell :-)
    Der Arzt scheint ganz okay zu sein und wird es mir nach sehen. Mein alter Diabetologe hört leider dieses Jahr auf und ich war lange nicht mehr da. Daher jetzt ein anderer.
    Und berichten werde ich dann selbstverständlich auch.