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Diabetes festgestellt Hilfe

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 5
    Mitglied seit: 21.03.2020
    am 21.03.2020 10:07:22 | IP (Hash): 1742181895
    Hallo, ich bin der Michael und bin 32 Jahre alt und bei mir wurde Diabetes festgestellt. Es fing an mit plötzlich trockenen Mund und ständigen Wasserlassen. Bin dann zum Arzt und dort wurde einerhöhter Blutzuckerwert festgestellt. Der Arzt hat mich dann zum Krankenhaus überweisen damit ich dort eingestellt werde. Mir wurde Blut abgenommen im KH und 3 Tage versucht meinen Wert runter zu kriegen. Ständig über 300mg. Als Medikament bekam ich 500er metformin 1-0-1 und zu jeder Mahlzeit sollte ich Insulin spritzen. Leider hat es auf die kurze Zeit gesehen nicht ganz gepasst meinen Wert schön langsam runter zu bekommen, weshalb ich mach 3 Tagen entlassen wurde mit nem Wert von 250 ich sollte die weitere Einstellung mit dem Hausarzt vornehmen. Ist wohl leider aufgrund der aktuellen Lage so das „unnötige“ Patienten erstmal entlassen werden. Jedenfalls bekam ich für den nächsten Tag meine Medikamente mit und ne Insulin Spritze. Ich sollte nun morgens 1000 metformin und abends 500 und halt zwischen den Mahlzeiten Insulin. Achja die Ernährungsdame im KH hat mir noch jardiance mir gegeben 10mg die meinte vielleicht hilft das und ich könnte auf Insulin verzichten wenn die Werte damit runter kommen. Jedenfalls habe ich am nächsten Tag die 1000 und die jardiance eingenommen und hatte komische Nebenwirkungen am Tag etwas herzrasen und mein Kopf hat so geklopft ganz komisch. Jedoch kamen meine Werte runter immer zwischen 100-200 und ich habe die jardiance nicht mehr eingenommen, wegen den Nebenwirkungen. Und seit paar Tagen nehme ich nur noch mittags die halbe metformin also 500 und abends die 1000, kaum bis keine Nebenwirkungen manchmal Magenprobleme al Durchfall sonst gehts gut. Jedenfalls wollte ich mich hier mal bei erfahrenen Diabetikern informieren. Mir wurde nie 100% gesagt ob ich Typ 2 oder doch vielleicht 1 bin. Wenn die Medikamente oral funktionieren und meine Werte damit sich etwas zurück halten ist es dann 100% Typ 2? Bin mir da noch etwas unsicher. Und ich wollte fragen wie bei euch die Werte so sind.
    Ich bin morgens immer nüchtern knapp unter 200 also 160-170-180 obwohl ich nach 20 Uhr nichts mehr einnehme außer ne Kleinigkeit vor der Tablette. Meine Mahlzeiten sind sowieso etwas anders da ich kein Frühstücker bin und meistens erst am Mittag was esse und dort dann die erste Tablette einnehme. Von der Zeit bis zum Abendesse sinken meine Werte immer bis 100 weil ich zwischendurch nie was esse. Also habe ich am Tag nur 2 Mahlzeiten wo ich aber versuche dann genug zu essen. Das metformin zügelt auch etwas das Hungergefühl was ich gut finde.

    Sind so schwankende Werte zwischen 100-200 in Ordnung oder sollten es immer die gleichen sein zu jeder Tages Zeit? Will mich nicht verrückt machen und ungern auf Insulin zurück greifen. Hab mal irgendwo gelesen das man nicht unbedingt die Werte eines gesunden haben muss wenn man immer zwischen 100-200 pendelt oder? Würde mich sehr über Erfahrungen und antworten freuen.

    Lg

    Michael
  • Rang: Erweitertes Mitglied
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 21.03.2020 15:38:29 | IP (Hash): 766285680
    Hallo Michael,

    das sind viele Fragen, ich versuche mal, ein paar davon zu beantworten.

    Ob du Typ2-Diabetes oder Typ1, davon aber dann nur die sich langsam entwickelnde Form LADA hast, lässt sich allein von deinem Verlauf her nicht beantworten. Solange dein BZ in der beschriebenen Weise besser wird, brauchst du auch keine schnelle Antwort. Langfristig solltest du das aber von deinem Arzt oder bei einem Diabetologen mit einem Antikörpertest abklären lassen.

    Das dein BZ nur langsam nach unten geht, ist gut und richtig. Studien haben ergeben, dass eine schnelle Senkung die Gefahr von Schäden, besonders an Augen und Nerven erhöht. Wenn bei dir nur mit Metformin, entsprechender Achtsamkeit beim Essen und möglichst regelmäßiger Bewegung die BZ-Werte weiter sinken, dann kommst du vielleicht damit aus. Die Nüchternwerte sinken übrigens als letztes, daran brauchst du dich erst mal nicht zu stören. Ob das ausreicht, musst du sehen, wenn die Werte nicht weiter nach unten gehen. Falls dann noch weitere Medikamente gebraucht werden, ist Metformin (in der höheren Dosis von 2000 mg) plus Jardiance nicht verkehrt. Bei Jardiance dürftest du aber nicht so schnell aufgeben und müsstst dir schon ein paar Tage Zeit zum Eingewöhnen geben. Die starken Nebenwirkungen können eventuell dadurch gekommen sein, dass damit der BZ zu stark abgesenkt wurde. Wenn du erst mal insgesamt bessere Werte hast, passiert das vielleicht nicht mehr.

    Welche Werte du dir langfristig als Ziel nimmst, musst du ganz allein für dich entscheiden. Je näher die an die Werte von Stoffwechselgesunden 70 ... 140 rankommen, desto geringer ist dein Risko für diabetische Folgeerkrankungen. Im Internet kannst du für jeden BZ-Bereich Begründungen finden, das hilft dir also nicht viel weiter. Aber für diese Entscheidung hast du noch ganz viel Zeit, da brauchst du dich jetzt noch nicht verrückt machen zu lassen.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 09.04.2020 15:04:28. Grund: .
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    am 31.03.2023 22:17:25 | IP (Hash): 137752812
    @Rainer
    Wenn schnellere größere Absenkungen des BZ häufiger zu den von dir angeführten Schäden führten, müssten sich diese mit bariatrischen OPs und der immer nach einer Woche von einem Tag auf den anderen folgenden Absenkung des Nüchtern-BZ von häufig weit über 200 mg/dl auf 100 und weniger besonders häufen. Klar könnten sich jetzt die Operateure und Nachsorger verschworen haben und solche diabetischen Schäden systematisch verschweigen, oder?

    @Michael
    Bariatrische OPs verkleinern oder umgehen den Magen, damit sich schwergewichtige Menschen mit Typ 2 von einem Tag auf den anderen nur noch sehr wenig einfüllen können. Das sind in aller Regel morgens+mittags+abends je 200 kcal Optifast oder Almased oder… Das hat vor gut 15 Jahren Prof. Taylor an ner großen Klinik in Newcastle mit freiwilligen OP-Anwärtern ohne OP ausprobiert, also einfach ohne Messer nur mit den 600 kcal/Tag. Und siehe da, auch die hatten von einem Tag auf den anderen nach ner Woche nüchtern statt 200 und mehr mg/dl nur noch um 100 und weniger. Und 6-7 Wochen weiter in der Spur konnten sie auch ne Scheibe Brot essen, ohne dass ihr BZ gleich wieder über 140-160 ansteigen wollte.

    Das ist aus meiner Sicht ein super Einstieg. Wenn du Typ 1 LADA hast, kann das nicht schaden. Und wenn deiner ein Typ 2 ist, hast du ihn damit in der vollständigen Remission. Du wirst dann messen können, dass KH-Portionen, mit denen du heute in der Spitze um ne Stunde nach dem Einverleiben noch 200 angezeigt bekommst, nur noch bis 120 oder 130 reichen.

    Klar kannst du das dann als Heilung feiern und jede Menge KHs inputten, und dann wird dein BZ halt nach und nach wieder immer höher ansteigen und bei Gelegenheit bei derselben Menge KHs, bei der in der Remission 120-130 in der Spitze nach dem Einverleiben auf dem Tacho standen, wieder 200 und mehr anzeigen.
    In der Art gibt es übrigens auch jede Menge Magen-Operierte, die 3 Jahre weiter wieder wenigstens genauso viel essen können wie vor der OP. Die haben einfach gnadenlos immer mehr eingefüllt und damit den Bereich in ihren Wänsten passend dafür gedehnt, der sich da dehnen ließ. Und natürlich auch wieder mit voll entwickeltem Typ 2.

    Klar kannst Du einfach so weitermachen wie bisher. Nur ist die übliche Behandlung halt so angelegt, dass der Typ 2 eine progrediente Krankheit ist, die mit den Jahren also für den BZ in gleichbleibender Höhe immer mehr Medis braucht.

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    7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
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    am 31.03.2023 22:49:29 | IP (Hash): 55973858
    Ich rate meist nicht zum Diabetologen, sondern meine, dass ein "normaler Internist" reicht.
    In Deinem Fall würde ich aber doch zu einem Diabetologen raten.
    M.E. sollte geklärt werden, ob du Typ 1 oder Typ 2 oder LADA hast.

    Hast Du einen Arztbrief aus dem Krankenhaus mitbekommen.
    Der wäre natürlich für einen behandelnden Arzt sehr wertvoll.
    Bearbeitet von User am 01.04.2023 10:21:11. Grund: Ergänzung
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    am 03.04.2023 10:42:39 | IP (Hash): 9566469
    danke!
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    am 03.04.2023 10:43:41 | IP (Hash): 9566469
    https://telegra.ph/
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    am 04.04.2023 21:26:14 | IP (Hash): 661543329
    Die Dia Engel sind täglich von 10:00 - 22:00 Uhr per
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