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Oberkante/Unterlippe :( Und eine Frage

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    am 27.05.2020 08:12:38 | IP (Hash): 1475798696
    Moinsen :)

    Ja, meine Schulter hat auch ganz schön gemeckert gestern - und mein Titel hier sollte besser heißen: Oberkante/Unterlippe und 100 Fragen ;)

    Kranke Kasse war mein erstes Grinsen heute, bin an Fasching die letzten Jahre als Runzel-Rapunzel und Kranke Schwester unterwegs - nüchtern tatsächlich eine Leistung, lach...

    So, jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: Ich danke nochmals sehr für die guten einfachen Erklärungen :)) Da ich zwar die Grammatik und die Satzstellung noch gut beherrsche, könnte man/frau meinen, ich verstehe Dinge auch gut. Leider ist das nicht mehr so. Habe mehrere posttraumatische Belastungsstörungen, die mein Denkvermögen beeinträchtigen, deshalb auch die Therapeutin. Plus mein Alter und die Suchtmittel, die sicher auch einige "systemrelevante" Gehirnzellen geschreddert haben :(( So lese ich inzwischen "Fachinformationen" über was auch immer am liebsten in "leichter Sprache" - gut, dass es die gibt!

    So schrieb Rainer zum Beispiel weiter oben, dass Glimerpirid "ein Billigheimer" ist und nicht das Insulin. Hatte, bevor ich hier schrieb, verschiedene Seiten zum Insulin spritzen im Internet durchforstet, aber oft schon nach wenigen Sätzen kapituliert :(

    Womit ich mir schon immer schwer tue, ist rechnen. Das wird wohl eine größere Sache mit den KE, KH, gKH und so :(

    Habe mir schon einen Zettel gemacht mit Fragen für den 8.6. und werde hier im Forum bis dahin ab und an lesen, bestimmt finde ich nützliche Dinge :)

    Auch interessant fand ich dein Beispiel mit dem Kuchen: Heißt das, man/frau ist dann auch freier in der Menge des Essens und vor allem WELCHE Lebensmittel man zu sich nimmt?? Zucker kommt in meinem Leben schon Jahre fast nicht mehr vor (ausser Bitterschoki) :(

    Toll fände ich, wenn eine/r oder mehrere von euch noch was zum messen schreiben. Die Dokumentation finde ich auch richtig wichtig! Da ich all die Jahre nur ab und zu mal 14 Tage gemessen habe, hatte ich Tabellen angelegt und explizit notiert, wann ich was gegessen hatte, Ruhe- und Sportzeiten, welche Medis, seelische Belastungsmomente und so.

    Mein Zuckerarzt hat ein großes Pieksding-Auslesegerät (Akkucheck??) in der Praxis stehen und konnte auch problemlos das Libregerät mit seinem PC auslesen.

    Ich würde sooo gerne beim Messen mischen. Libre allein ist zu teuer und nur pieksen lässt die Seele weinen.

    Oder muss ich mir da in "den Hintern treten" wegen der Dokumentation? :(

    Liebe Grüße und einen schönen Tag für euch :)

    Ichso - die jetzt erst mal 'ne kleine Runde Ausdauersport im Wohnzimmer macht :))
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    am 27.05.2020 12:29:50 | IP (Hash): 867315931
    Fingerpieks ist standardmäßig vor jeder Mahlzeit, zusätzlich häufig auch direkt vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen. Das sind die Standardpunkte, nach denen der Arzt Dich einstellt.

    Hintergrund:
    Insulin senkt bei uns allen den BZ, aber bei 100 Leuten um 100 z.T. seeeehr verschiedene Werte. Was bei Dir wann am Tag für z.B. 12g KH=1 BE einigermaßen passt, muss also vorsichtig über Wochen ausprobiert werden.
    Dieses Ausprobieren ist bei uns Typ 2 deswegen etwas langwieriger als bei Typ 1, weil wir ja noch eine erhebliche eigene Insulinproduktion haben. Die ist bei jedem Typ 2 anders und reagiert auch individuell sehr verschieden auf Entlastung durch das gespritzte.
    Es wird also immer mit Dosen angefangen, mit denen der Arzt sicher ist, dass die den BZ nur wenig beeinflussen. Diese Dosen werden in kleinen Schritten nach und nach erhöht, bis sie passen.

    Klar kann auch noch zu vielen anderen Zeiten am Tag interessant sein zu wissen, in welcher Höhe und wie die eigene BZ-Schlange sich gerade bewegt.
    Aber z.B. zur möglichen Verkleinerung der Insulindosen nutzbar wird das erst, wenn die gute Standardeinstellung nach dem obigen Schema passt.

    ----------------------------------------------
    Seit über 10 Jahren leben immer mehr Menschen völlig gesund mit ihrem Diabetes Typ 2, mit sehr viel weniger Medikamenten, als für ihre DDG-normale Behandlung, oder sogar völlig ohne.
    Sie testen immer mal wieder, welche Portionen von welchem Essen am besten in ihren gesunden Blutzucker-Rahmen (in der Spitze etwa ne Stunde danach max 140-160 mg/dl) passen und wann am Tag welche Bewegungsanteile und richten sich meistens danach. Geht am einfachsten schon mit Prädiabetes!
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    am 27.05.2020 21:48:59 | IP (Hash): 1703586077
    Ichso schrieb:


    Meine Frage ist dazu: Kann man/frau feststellen lassen, wieviel Eigeninsulin man noch hat? Obwohl jetzt beim schreiben merke ich gerade wieder, dass ich wohl ein "Schlupfloch" suche. Denn du hattest ja im zweiten Beitrag geschrieben, je eher desto besser umstellen...



    Mal kann das C-Peptid im Blut messen lassen. Wobei C-Peptid vorhanden nur ansagt, dass deine Bauchspeicheldrüse noch etwas produziert und wenn absolut kein C-Peptid vorhanden ist, dass die Bauchspeicheldrüse nicht mehr funktioniert. Ist insbesondere ein Typ1 Thema. Du hast ja 100% noch Eigeninsulin. Von der Höhe des C-Peptidwertes kann man aber nicht automatisch auf die Höhe des Eigeninsulins schließen.
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    am 27.05.2020 22:11:45 | IP (Hash): 1703586077
    Ichso schrieb:
    Moinsen :)

    So, jetzt wieder zurück zum Wesentlichen: Ich danke nochmals sehr für die guten einfachen Erklärungen :)) Da ich zwar die Grammatik und die Satzstellung noch gut beherrsche, könnte man/frau meinen, ich verstehe Dinge auch gut. Leider ist das nicht mehr so. Habe mehrere posttraumatische Belastungsstörungen, die mein Denkvermögen beeinträchtigen, deshalb auch die Therapeutin. Plus mein Alter und die Suchtmittel, die sicher auch einige "systemrelevante" Gehirnzellen geschreddert haben :(( So lese ich inzwischen "Fachinformationen" über was auch immer am liebsten in "leichter Sprache" - gut, dass es die gibt!

    Womit ich mir schon immer schwer tue, ist rechnen. Das wird wohl eine größere Sache mit den KE, KH, gKH und so :(

    Auch interessant fand ich dein Beispiel mit dem Kuchen: Heißt das, man/frau ist dann auch freier in der Menge des Essens und vor allem WELCHE Lebensmittel man zu sich nimmt?? Zucker kommt in meinem Leben schon Jahre fast nicht mehr vor (ausser Bitterschoki) :(

    Toll fände ich, wenn eine/r oder mehrere von euch noch was zum messen schreiben. Die Dokumentation finde ich auch richtig wichtig! Da ich all die Jahre nur ab und zu mal 14 Tage gemessen habe, hatte ich Tabellen angelegt und explizit notiert, wann ich was gegessen hatte, Ruhe- und Sportzeiten, welche Medis, seelische Belastungsmomente und so.

    Mein Zuckerarzt hat ein großes Pieksding-Auslesegerät (Akkucheck??) in der Praxis stehen und konnte auch problemlos das Libregerät mit seinem PC auslesen.

    Ich würde sooo gerne beim Messen mischen. Libre allein ist zu teuer und nur pieksen lässt die Seele weinen.

    Oder muss ich mir da in "den Hintern treten" wegen der Dokumentation? :(



    Eine gute weitere Seite für Erklärungen ist diabetesinfo.de. Dort gibt es unterschiedliche Niveaus (Einstieger, Fortgeschritte, Profis). Ich würde mich an deiner Stelle mal dort einlesen.

    Wie gesagt, neben den KE-Rechnen kann man insb. am Anfang erstmal mit einem Spritzplan anfangen. Dann lernst du erstmal wie dein Körper überhaupt auf Insulin reagiert und dann kannst du ja nach und nach lernen, wie viel deine Lieblingsprodukte an Kohlenhydrate haben. So viel verschiedenes isst man am Tag ja doch nicht. Ich habe eine selbstgeschriebene KH-Liste am Kühlschrank mit meinen Lieblingsprodukten und meiner normalen Portionsmenge schon ausgerechnet. Aber nach wenigen Wochen ist das sowieso im Kopf drin. Zudem habe ich auf der Liste auch das Leergewicht von verschiedenen Pfannen, Töpfen, Schüsseln zum Abwiegen beim Kochen.

    Man ist etwas freier mit dem Essen, aber alles was viele schnelle Kohlenhydrate hat (Reis, normales Brötchen, Obstkuchen, etc.) macht unschöne Spitzen im Verlauf und man sollte diese Produkte weiterhin meiden, bzw. nur wirklich als Ausnahme in Maßen essen. Jedoch bspw. eine fettreiche Torte ist für den BZ weniger ein Problem, nur fürs Gewicht..

    Zur Dokumentation: beim Libre kann man mit Lesegerät oder mit der zugehörigen kostenlosen Handy-App scannen. Letztere bietet die Möglichkeiten, freie Kommentare wie Sport, welche Mahlzeit, etc. eingeben. Lesegerät ist da sehr eingeschränkt. Beides kann auf der entsprechenden kostenlosen Cloud LibreView ausgelesen werden. Das funktioniert meines Wissens aber nur am PC. Der Arzt kann nur das Lesegerät auslesen; die Handy-App lädt die Daten automatisch an die LibreView Cloud hoch, man muss dann seine LibreView Account für die Arztpraxis freigeben, dass die Praxis die Werte auslesen kann. Ohne PC wird das aber bei dir ja schwierig..
    Ich verwende neben LibreView noch SiDiary, das ist ein elektronisches Tagebuch, was Daten aus verschiedenen Geräten (BZ-Gerät, Libre-Kurve aus LibreView, Pumpendaten) zusammenführt. Da gibt es eine kostenlose PC-Version. Aber auch eine Handy-Version, die glaube ich zumindest kostenpflichtig ist. Da wirst du aber sehr wahrscheinlich ohne PC natürlich nicht die Daten zusammenführen können.

    Was ich dir in deiner Situation vllt empfehlen kann ohne PC, ist die App MySugr. Die gibt es kostenlos, wenn du das Accu Chek Guide (BZ-Messgerät) nutzt. Ich habe selbst das Accu Chek Guide und bin damit sehr zufrieden. Wenn du mit dem Accu Chek Guide misst, kannst du das so koppeln, dass die Daten automatisch in der MySugr App erscheinen. Zudem kannst du Mahlzeitenphotos, Kommentare wie Sport, etc. eintragen. Dann könntest du das ganze als PDF deiner Praxis schicken. Die Libre Daten gibst du dann entweder selbst in die App mit ein. Oder aber du hast halt zwei Wochen Lesegerät, was die Praxis ausliest und zwei Wochen MySugr App Ausdruck.

    Das sind die Apps und Softwaren die ich ausprobiert habe. Es wird sicher noch andere geben, außer beim Libre.

    LG
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    am 27.05.2020 22:47:12 | IP (Hash): 1176515109
    Ichso schrieb:
    Meine Frage ist dazu: Kann man/frau feststellen lassen, wieviel Eigeninsulin man noch hat?
    Obwohl jetzt beim schreiben merke ich gerade wieder, dass ich wohl ein "Schlupfloch" suche. Denn du hattest ja im zweiten Beitrag geschrieben, je eher desto besser umstellen...

    Hallo Duso,

    meine Einschätzung ist nur eine grobe Vermutung aus der Ferne. Wenn du mit deinen Mediakamenten, mit angepasster Ernährung, regelmäßiger Bewegung und bereits erreichter kräftiger Abnahme nur noch auf ein HbA1c von 8% kommst, dann hast du nicht mehr so sehr viel Eigeninsulin. Dafür, dass es eine Insulintherapie mit Basal- uns Mahlzeitinsulin gut unterstützt, reicht es ganz bestimmt noch.

    Wenn du ein Schlupfloch suchst, dann wäre so ein wöchentlich zu spritzender GLP-1-RA (Trulicity, Ozempic) auf jeden Fall etwas, über das du mit deinem Arzt reden könntest. Die Wirkung ist ähnlich der von Xelevia, nur etwas kräftiger. Xelevia bräuchtest du dann nicht mehr zusätzlich und Glimepirid solltest du sowieso versuchen los zu werden. Wahrscheinlich senkt Trulicity oder Ozempic deinen BZ nicht mehr ausreichend. In diesem Fall könntest du ergänzend Basalinsulin spritzen. Das beides sollte dann bei dir für einen guten BZ ausreichen. Mit nur Basalinsulin hast du das ganze Drumherum von einer Insulintherapie nicht am Hals. Du würdest dann nur täglich zu einer festen Zeit eine festgelegte Insulindosis spritzen. Den BZ selbst messen solltest du trotzdem von Zeit zu Zeit, aber nur zur Erfolgskontrolle.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.05.2020 22:47:38. Grund: .
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    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 30.05.2020 09:13:34 | IP (Hash): 231723148
    Ach Mensch, ihr seid klasse 🤗

    Habe gestern angefangen, meinen Blutzucker zu messen, mit den Teststreifen. Das Gerät heißt Contour XT (Akkucheck hatte die Apotheke nicht). 50 Streifen für 27,- Euro würde bei 8×täglich messen (nüchtern, vor 3 Mahlzeiten, 2 Stunden nach drei Mahlzeiten und vorm schlafen) 135 Euro monatlich bedeuten. Krass! Aber wichtig ist ja jetzt erstmal, was hinten rauskommt - Zitat von "Birne Helmut Kohl" ;)

    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Bitte schreibt nicht, dass das super schlimm ist, ich bin schon geschockt :(((

    Die Ernährungsberaterin am 8.6. wird bestimmt erfreut sein über die Messungen, dann kann die "Schlange" (sehr gutes Bild! Lieben Dank dafür) besser gebändigt werden.

    Und wegen dem zweigleisigen Messen: da das vom Preis her egal ist und ich die ausführliche Erklärung von July wegen PC, Apps, Geräten usw. leider nicht verstanden habe - ist es illusorisch, dass ich zwei Systeme kapiere :(( Schaffe es noch nicht mal, einen 2StundennachdemEssen-Reminder einzustellen, obwohl in der Beschreibung von Contour steht, das man das kann. "KopfmeetsTischplatte" :(

    Whatever... Frühstückszeit ;) Bin gespannt, was mein guter Vollkornhaferbrei mit der Schlange macht...

    Der Anfang ist auf jeden Fall getan: Ich kämpfe (wieder mal!) um mich 💜

    Ich wünsche euch einen superschönen Tag :))

    Ichso - die froh ist, dass sie wenigstens eine Waage hat, die die Teller und Töpfe beim Kochen vorher abziehen kann. Das wird noch was! Aber die Idee mit den Lieblingskh als Liste am Kühlschrank ist sehr gut :) Plus das Buch Kalorien mundgerecht für die Handtasche, die bei mir mein geliebter Rucksack ist, lächel...
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    am 30.05.2020 10:01:46 | IP (Hash): 664728984
    Ichso schrieb:
    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Glückwunsch zu dem guten 1. Schritt zur BZ-Messung. :=)

    Deine Werte waren so zu erwarten bei deinem HbA1c von 8%. Mit der BZ-Selbstkontrolle schaffst du es ganz bestimmt, mit den Werten weiter runter zu kommen. Lass dir dabei Zeit, die hast du. Solange die Richtung richtig ist und die Werte weiter sinken, ganz du stolz auf dich sein. Was du mit Ernährung und Sport nicht mehr hinbekommst, musst du mit Diabetesmedikamenten machen. Man darf sich nur nicht alleine auf die Medikamente verlassen, was du ja auch nicht machst.

    Du musst nicht regelmäßig so viel messen, das hältst du als Selbstzahler auch nicht lange durch. Die Nüchternwerte reichen z.B. wöchentlich. Vor dem Essen (außer mal stichprobenweise) macht das Messen ohne Insulintherapie auch wenig Sinn. Die Erfahrung nach dem Essen ist für dich wichtig. Wenn du eine bestimmte Mahlzeit 3 mal ausprobiert hast und immer etwas ähnliches rausgekommen ist, dann brauchst du die auch nicht mehr regelmäßig zu überprüfen.

    Als Selbstzahler kannst du deine Teststreifen nicht in der örtlichen Apotheke kaufen. Du musst mindestens einen online Preisvergleich machen. Ersteigern bei E.ay funktioniert auch gut, wenn du auf da Verfallsdatum achtest. Du kannst aber auch ein Gerät mit preiswerten Teststreifen kaufen. Früher waren die Billiggeräte nicht zuverlässig genug. Das hat sich offensichtlich geändert. Ich schicke dir mal ein PN mit günstigen Gerät und Streifen, das ich selbst verwende und mit dem ich zufrieden bin. Dein Arzt wird dir vielleicht auch einmalig 50 Teststreifen verschreiben, frage ihn danach.

    Weiter viel Erfolg, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.05.2020 11:50:31. Grund: .
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    am 30.05.2020 19:19:19 | IP (Hash): 1316966927
    Ichso schrieb:
    Ach Mensch, ihr seid klasse 🤗

    Habe gestern angefangen, meinen Blutzucker zu messen, mit den Teststreifen. Das Gerät heißt Contour XT (Akkucheck hatte die Apotheke nicht). 50 Streifen für 27,- Euro würde bei 8×täglich messen (nüchtern, vor 3 Mahlzeiten, 2 Stunden nach drei Mahlzeiten und vorm schlafen) 135 Euro monatlich bedeuten. Krass! Aber wichtig ist ja jetzt erstmal, was hinten rauskommt - Zitat von "Birne Helmut Kohl" ;)

    Die Werte sind eher blöd :( Gestern Mittag vor dem Essen 206, 2 Std später 230, abends 170, zwei Std später 276 und zur Bettzeit halb eins nachts 271, heute morgen nüchtern halb acht waren es 225.

    Bitte schreibt nicht, dass das super schlimm ist, ich bin schon geschockt :(((

    Die Ernährungsberaterin am 8.6. wird bestimmt erfreut sein über die Messungen, dann kann die "Schlange" (sehr gutes Bild! Lieben Dank dafür) besser gebändigt werden.

    Und wegen dem zweigleisigen Messen: da das vom Preis her egal ist und ich die ausführliche Erklärung von July wegen PC, Apps, Geräten usw. leider nicht verstanden habe - ist es illusorisch, dass ich zwei Systeme kapiere :(( Schaffe es noch nicht mal, einen 2StundennachdemEssen-Reminder einzustellen, obwohl in der Beschreibung von Contour steht, das man das kann. "KopfmeetsTischplatte" :(

    Whatever... Frühstückszeit ;) Bin gespannt, was mein guter Vollkornhaferbrei mit der Schlange macht...

    Der Anfang ist auf jeden Fall getan: Ich kämpfe (wieder mal!) um mich 💜

    Ich wünsche euch einen superschönen Tag :))

    Ichso - die froh ist, dass sie wenigstens eine Waage hat, die die Teller und Töpfe beim Kochen vorher abziehen kann. Das wird noch was! Aber die Idee mit den Lieblingskh als Liste am Kühlschrank ist sehr gut :) Plus das Buch Kalorien mundgerecht für die Handtasche, die bei mir mein geliebter Rucksack ist, lächel...



    Hallo,

    das mit den Teststreifen ist so, wenn du Insulin spritzt, wird ein Teil der BZ-Streifen von der Krankenkasse übernommen. Bei Basalinsulin ca. 50-100 Streifen. Bei festen Spritzplan ca. 200 Streifen im Quartal.
    Das Contour XT ist Preisstufe A2. Also teurer als bspw. das Accu Chek Guide mit Preisstufe B. Der Arzt verschreibt dir dann später nur Teststreifen der Preisstufe B. Die höheren Preisstufen A2 und A1 sind insbesondere Pumpenträger und CGM-Trägern vorenthalten, wo das Messgerät mit Pumpe oder CGM gekoppelt ist. (ein CGM misst ähnlich wie das Libre, nur sieht man den Wert sofort und es kann kalibriert werden, dafür kostet es nochmal deutlich mehr und wird nur in sehr bestimmten Situationen übernommen). Also schau, dass du gleich ein billiges BZ-Messgerät (bezieht sich auf die Kosten der Blutzuckerstreifen) findest und dich daran gewöhnst, sonst musst du dich später umstellen. Und natürlich sparst du dann jetzt schon an den Teststreifen etwas.

    Wenn du das Accu Chek Guide oder ein anderes billiges Blutzuckermessgerät testen willst, solltest du die Herstellerseite des jeweiligen Herstellers besuchen. Bspw. bei Accu Chek ist das Roche. Einfach den Namen des Blutzuckermessgerätes googeln, dann findest du das. Die meisten Firmen schicken Diabetikern kostenlos ein BZ-Messgerät zum Testen zu, dann musst du nur später einen Feedback-Bogen ausfüllen und darfst das BZ-Messgerät behalten. Ich schicke dir den Link für die Seite von Accu Chek Guide als Nachricht, sonst wird es wahrscheinlich hier als Werbung gelöscht...

    Zu deinen Messungen, solange du kein Insulin spritzt, brauchst du nicht vor der Mahlzeit messen und auch nicht vorm Schlafengehen. Sondern hin und wieder sogenannte Tagesprofile machen, heißt Nüchtern und 2-Stunden nach jeder Mahlzeit messen. Macht 4 Messungen und das auch nicht täglich.

    Wenn du dann Insulin spritzt, musst du vor jeder Mahlzeit messen für die Anpassung der Insulindosis, zudem vor dem Schlafengehen, dass du dort nicht zu tief bist. Und hin und wieder mal nach der Mahlzeit oder in besonderen Situationen (vorm Sport, vor jeder Autofahren, bei Krankheit, bei körperlichen Symptomen einer Über-o. Unterzuckerung). Macht mind. 4 Messungen am Tag, häufig mehr. Wer bspw. auf die Arbeit mit dem Auto fährt, sind es täglich zwei Streifen mehr.

    LG
  • Elfe

    Rang: Gast
    am 31.05.2020 02:14:49 | IP (Hash): 842816318
    Hallo Du-so,
    das Contour XT mit entsprechenden Sensoren benutze ich auch (auch entsprechende Lanzetten zum Fingerpieks).
    Ja, die sind verhältnismäßig kostspielig.
    Lt. Auskunft des Versandhändler (beruht auf Verhandlung der Krankenkasse mit diesem) tun sich die Markenhersteller in Qualität nicht viel). Da ist eher Ort der Herstellung ausschlaggebend: Accu-Chek in Süddeutschland Roche in Süddeutschland (deine Wohngegend ? Vermute ich mal wg. Wort 'Fasching').

    Kohlenhydrate einschätzen ist gar nicht schwer :-)
    Die Bezeichnung BE bezieht sich auf 12 g Kohlenhydrate in 100 g Lebensmittel,
    die Bezeichnung KE bezieht sich auf 10 g Kohlenhydrate in 100 g Lebensmittel.
    Bevorzuge selber die 10 g:
    Bedeutet, bei abgepackten Lebensmitteln - wie Brot, Fertigprodukten z.B. - die Nährwert-Tabelle zu lesen: Angaben Kohlenhydrate per 100 g
    Und dann einfach eine Stelle abstreichen + dann die Kohlenhydrat-Einheit-Menge parat :-) mit Wiegewaage

    Blutzucker messen macht schon Sinn, aber nicht so, wie das deine 'Ernährungsberaterin' das erklärt °~°
    Die erklären eher wo sind Kohlenhydrate drin, mehr nicht !
    Medikamenten-Anwendung und wie oft wann messen, ist Entscheidung des Arztes !!

    Vor dem Essen zu messen ist in sofern sinnvoll, daß du einschätzen kannst:
    Schon zuvor 200 als Basis + Essen obendrauf = Unterschied durch essen

    Mit Mahlzeiteninsulin (muss ich) kann ich die 200 mit zusätzlichen Einheiten berücksichtigen, was dir zur Zeit nicht möglich ist.
    Deine Blutzuckerwerte aufschreiben, mit deinem Arzt besprechen + fragen: Und nun !?

    Vollkornhaferbrei !?
    Weiche nur den Leinsamen in Wasser ein, zum Quellen.
    Ansonsten Haferflocken und Milch (flüssigen Süßstoff dazu).
    Wiege diese aus mit Waage*, mit Tara-Funktion = Auf Null stellen jeweils - Teller, Haferflocken, Milch.
    *Angebot Discounter

    Selber mit Mahlzeiteninsulin, messe ich nicht so oft.
    Vor den Mahlzeiten und erst 3 Stunden nach den Mahlzeiten, um zu sehen, wie sich die Mahlzeit ausgewirkt hat und muss ich was tun.
    Die 3 Stunden beruhen auf Wirkungskurve des kurzwirkendes Insulins und Erkenntnissen zur Verdauung.
    Eine Hauptmahlzeit beinhaltet verlangsamende Bestandteile bezüglich Übergang der Kohlenhydrate in die Blutbahn (die wir als Blutzucker messen): Fett, Eiweiß, Ballaststoffe.

    Habe kein Libre ~
    Glaube & brauche ich nicht.
    Trendpfeil - soso.
    Wie erkennt denn dieses Ding, was ich gegessen habe (Kohlenhydrate - Blutzucker steigt) und wieviel Insulin noch später zur Wirkung kommt !?
    Zumal, Blutzucker messen Oberarm zur Fingerkuppe, bedingt eine Zeit-Verzögerung !
    Und selbst mit Mahlzeiten-Insulin 'darf' ich erst nach 3-4 Stunden reagieren.
    Entspricht durchaus sowohl als auch bezüglich, was uns per Ernährung allgemein empfohlen wird.

    Gruß Elfe
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
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    Mitglied seit: 27.06.2015
    am 31.05.2020 17:40:34 | IP (Hash): 1146896683
    Hallo Ichso,
    ich: 73, männl., seit 30 Jahren Diabetiker Typ 2, 4x spritzen am Tag ( und lebe immer noch, und jeden Tag besser)
    warum:
    Der Diabetes ist mein Diabetes, er gehört zu mir wie mein rechter fuß und meine linke Hand; ich habe mit ihm einArrangement abgeschlossen: ich behandle ihn - er bleibt mir erhalten und erleichtert mein Leben,
    also !!! es ist meiner, nur meiner und wir mußten Freunde werden
    Klingt alles komisch nicht, aber erleichtert mir ungemein 4 -6x Blutzuckermessen, 4x spritzen an jedem Tag -und seit ca. 10 Jahren ist mein Hba1C stabil bei 6,2 - 6,4 ( meine Hausärtztin flippt jedes Quartal fast aus bei diesen Werten bei einem so Ollen wie mir )

    Mein Tipp für Dich: Internet , Seite: www.accu-check.de , = Herstellerseite von Roche/Mannheim, dort für den (!!!) kostenlosen Test von Blutzuckermessgeräten registrieren und Du bekommst ein BMM-Gerät "geschenkt", mit Beginn der Insulinspritzung verschreibt Dir der Hausarzt die benötigten Sensoren,
    ( nicht abwimmeln lassen von wegen Beschränkungen auf ein bestimmte Anzahl !!! )
    Mein Gerätetipp:
    1.) Accu-Check Mobile: in einer Kassette sind 50 Messstreifen integriert, Stechhilfe ist am
    Gerät befestigt
    2.) Accu-Check Guide: klein und schnell, mit Sensorauswurftaste

    lebe mit Deinem Diabetes, arrangiere Dich mit ihm

    PS.: vom FreeStyleLibre 2 würde ich Dir derzeit abraten, ersten wird Deine KK nicht gleich zahlen wollen, zweitens und das ist viel wichtiger: Du mißt nicht den Blutzuckergehalt Deines Blutes sondern den Zuckergehalt (meine Bezeichnung) der Gewebeflüssigkeit. Beide unterscheiden sich wesentlich in ihren aussagen und zeitlichen Wirkungen, habe den FSL seit 3 Jahren und habe ca. 1 Jahr gebraucht um die unterschiedlichen Meßwerte richtig deuten zu können, habe dazu fast ein 1/2 Jahr immer parallel gemessen und Unmengen an Potokollen geführt.
    Fange mit dem FSL an, wenn Di Deinen HbA1C im Griff hast - mein Tipp


    Bearbeitet von User am 31.05.2020 17:46:03. Grund: Ergänzungen