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Ketogene Ernährung und Diabetes-Typ 1

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    Mitglied seit: 01.02.2021
    am 01.02.2021 21:57:01 | IP (Hash): 1019160116
    Hallo,
    Ich kann dir in Bezug auf dein Interview leider nicht weiterhelfen, aber ich wollte dich und deinen Freund beglückwünschen, dass ihr die Ernährungsumstellung trotz fehlender Garantie sozusagen, trotzdem durchgezogen habt und vor allem, dass es gewirkt hat. Respekt, dass ihr das gemacht habt. Hoffentlich ermutigt das andere auch vielleicht einmal kleine Dinge zu verändern, um zu sehen, ob sich nicht doch irgendwie Verbesserungen einstellen.

    Viel Glück noch bei deiner Bachelorarbeit 👍
    LG
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    am 08.02.2021 14:53:52 | IP (Hash): 2062706550
    Hallo Julchen,
    ...besteht dein Interesse noch?
    Bin Typ-1-Diab. und versuche mich seit einem halben Jahr ketogen zu ernähren.
    Gewichtsreduktion geglückt, aber; HbA1c nur wenig gesunken: immer noch postprandiale BZ-Spitzen trotz KH-freier Mahlzeiten. ...
    Liebe Grüße, Stefan
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    am 08.02.2021 15:03:52 | IP (Hash): 1671175427
    Glückwusch zur Gewichtsreduktion! Berücksichtigst Du beim Bolus die FPEs (Fett-Protein-Einheiten) ?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 08.02.2021 15:24:43 | IP (Hash): 2062706550
    Danke, Jürgen.
    Das ist ganz schwierig. Hatte erst jetzt, mittags, einen schnellen Anstieg, als hätte ich KHs gegessen, dabei waren sicher keine drin. Ein anderes Mal esse ich eine gute Portion Mandeln und es tut sich - Stunde(n) später - gar nichts.
    Kennst du das?
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    am 08.02.2021 15:45:55 | IP (Hash): 2062706550
    Generell ist die Vorausberechnung der Bolus-IE sehr kritisch, weil meine Insulinempfindlichkeit sehr stark von der Bewegung nach der Mahlzeit abhängt. Und dann kommt noch der "Faktor X" dazu - schwierig.
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    am 08.02.2021 17:35:31 | IP (Hash): 1671175427
    Erinnert mich an mein erstes INSULINER-Leben mit 12-14 BEs nach Doctor’s Orders. Wobei ich mir die Geschichte noch dadurch erschwert hab, dass ich gehorsam immer erst zur nächsten Mahlzeit gemessen hab. Was da in der Zwischenzeit alles wie beeinflussen kann, hab ich ja gar nicht mitgekriegt.
    Im einzelnen:
    20-30 Minuten Bewegung in der ersten halben bis Stunde nach dem Bolus verdoppelt bei mir dessen Wirksamkeit. Danach macht dieselbe Menge an Bewegung nur noch 30-20 mg/dl weniger oder auch gar nix.
    Und dann hat mich ziemlich lange fürchterlich irritiert, dass manche BE bei mir wie ne halbe wirkt und ne andere wie anderthalb. Klar hab ich da lange Zeit gedacht und mir auch vom Dok einreden lassen, dass ich mich nur verschätzt hätte. Und klar kam Verschätzen noch dazu, z.B. gerne bei vielen Wurst- und Kombifleischsorten und Burgern usw, wo selbstverständlich jede Menge Zucker drin sein kann oder’n halbes Brötchen.
    Meine Abhilfe:
    Statt BE und FPE berechnen/schätzen konkrete Benennungen der Portionen auf dem Teller und Einrichten der passenden Bolusmengen nach Beobachtung: Wenn nach Bolus-Auslauf höher als beim Spritzen, war’s zu wenig. Wenn dann wie beim Spritzen, hat’s gepasst.
    Das selbstverständlich in nem fortlaufenden Protokoll mit Einträgen von möglichst allem, was meinen BZ beeinflussen kann. War früher rein technisch komplizierter, weil ich das immer erst auf nem Zettel oder auch in meinem löchrigen Hirn zwischengespeichert und anschließend hier am Schreibtisch eingetragen hab. Mache ich längst in nem fortlaufenden Google-Doc, das ich hier am Moni lesen und bearbeiten kann und am Handy in Küche und Esszimmer und im Restaurant (wenn's denn wieder mal offen ist) immer dabei hab.

    Und dann hab ich mir ein Spiel draus gemacht, das mich alten Sack immer noch beim Ehrgeiz gepackt und super in der Spur hält. Wenn ich im Auslauf sehe, dass der Bolus gepasst hat, notiere ich mir zum Messwert einen Wow!-Punkt. Und wenn der nächste Bolus wieder gepasst hat, notiere ich mir dafür nicht einen, sondern zwei Wow!-Punkte usw. usw. Bis die Reihe von einem unpassenden Wert beendet wird und mit nem neuen passenden wieder neu startet.
    Geht beim alten Sack natürlich auch deswegen einfacher, weil sich in meinen Tagen vieles auch an Essen regelmäßig wiederholt. Aber mit den Jahren der Übung funktioniert mein Spiel auch dann meistens ganz zufriedenstellend, wenn aus irgendeinem Anlass mal deutlich außer der Reihe anders und viel gegessen und wenig bewegt wird ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 08.02.2021 23:06:48 | IP (Hash): 2062706550

    hjt_Jürgen schrieb:
    Erinnert mich an mein erstes INSULINER-Leben mit 12-14 BEs nach Doctor’s ...
    Meine Abhilfe:
    Statt BE und FPE berechnen/schätzen konkrete Benennungen der Portionen auf dem Teller und Einrichten der passenden Bolusmengen nach Beobachtung: Wenn nach Bolus-Auslauf höher als beim Spritzen, war’s zu wenig. Wenn dann wie beim Spritzen, hat’s gepasst.


    ...
    Wie ich sehe, hast du es nicht einfacher gehabt, nur weil die vielen Kohlenhydrate durch Fett und Eiweiß ersetzt waren. Das ist schade, aber Realität.
    Ich nehme Fiasp für meine Boli und überlege, für die FPEs ein langsamer wirksames Insulin zu nehmen - wie machst du das? Da ich meine Patchpumpe nicht mehr verwende, sondern zu Pens zurückgegangen bin, kann ich nicht einfach "verzögern" wie bisher.
    Danke für deine ausführliche obige Antwort.
    Bearbeitet von User am 08.02.2021 23:07:48. Grund: vertippt
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    am 09.02.2021 10:06:47 | IP (Hash): 1128275226
    Weiter oben schreibst Du von schnellem Anstieg wie KHs, wo Du davon ausgehst, dass keine drin waren, und von Mandeln, die bei Dir nix machen. Bei mir auch nicht.
    Sagt mir, dass ich an Deiner Stelle meine BZ-Reaktion auf die verschiedenen Speisen erst einmal systematisch austesten würde. Also nicht einfach nur nach der Analyse auf dem Beipack oder in Kalorien mundgerecht, sondern "was bewirken ganz konkret in meinen normalen Mengen Mandeln (Vorsicht! Geschmacklich behandelte können KHs mitbringen!), Schnitzel, Eier, meine Lieblingswurst, die Sorten Käse, die ich gern aus der Hand esse, ... bei mir?"
    Dazu wenigstens 3mal gleiche Mengen mit gleichem Vorlauf zur etwa gleichen Zeit am Tag und davon dann den Spitzenwert - bei mir meistens nach etwa 1 Stunde auch mit LCHF (hab ich Jahre gemacht) - und dann der Auslauf. Der Bolus hat ausgewirkt, wenn der BZ nach dem Absinken wieder flach verläuft oder ansteigt.
    Also nicht, ich hab morgens den Faktor und multipliziere damit …, sondern ich hab das konkrete Essen auf dem Teller, und für die Portion und Zusammensetzung brauche ich nach meinen Tests ...
    So hab ich jedenfalls die Wirkprofile bei mir von allem, was ich normal esse, so umfassend ausgetestet, dass ich mich super und mit erträglich wenigen Ausreißern danach richten kann.

    Wenn ich die Wirkung von meinem Apidra verzögern und damit z.B. die Wirkkurve von meinem Lantus nachbauen will, verteile ich die jeweilige Gesamtmenge auf entsprechend viele Stunden- bis 2-Stunden-Schritte.
    Und auch hier gehe ich nicht nach den angegebenen Wirkkurven und -zeiten für Apidra oder nach irgendwelchen ärztlichen Vorgaben, sondern nach den Verläufen, die ich bei mir zu den verschiedenen Tageszeiten mehrfach ausgetestet habe.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 09.02.2021 10:10:29. Grund: Ergänzung