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Aktuelle Schwangerschaft (9.SSW)

  • Rang: Anfänger
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    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 20.07.2020
    am 20.07.2020 07:16:32 | IP (Hash): 379616826
    Hallo zusammen,

    ich bin ganz neu hier. Ich weiß seit ca. 4 Wochen, dass ich schwanger bin und bin noch ganz am Anfang. Bin nun gerade in der 9. SSW. Nun suche ich Menschen, die sich gerade in der gleichen Situation befinden und mit denen man sich vielleicht etwas intensiver Austauschen kann. Ich habe mir bereits mehre Themen durchgelesen und auch mehrfach gelesen, dass viele die gleichen Ängste und Sorgen teilen. Nur leider sind es meist ältere Beiträge und ich persönlich würde es schön finden jemanden oder ein paar mehr Menschen zu finden, die sich aktuell in der gleichen Lage befinden.
    Ich freue mich natürlich auch über alle Antworten von Leuten, die bereits diese wunderschöne Zeit selbst schon erlebt haben! :)
    Ich kann zu mir noch sagen, dass ich mit einem HbA1C von 7,0 schwanger geworden bin. Ich glaube mittlerweile liegt er deutlich drunter, allerdings habe ich erst im September wieder einen Termin bei meiner Ärztin, die diesen Wert misst.
    Mit meiner Diabetologin, die ich aktuell alle 2 Wochen sehe habe ich mich nun darauf geeinigt, dass ich während der Schwangerschaft auf eine Pumpe umsteige. Sie hat nun den Antrag auf eine ganz neue Pumpe (?) gestellt ,die mit dem CGM verbunden ist. Ich benutze aktuell noch den FreeStyle Libre 2 Sensor, aber mit der Pumpe soll ich dann auch auf das CGM umsteigen. Hat jemand anderes auch diese Pumpe? Und ich habe ein wenig Sorgen, dass ich nicht weiß wo ich die Nadel dann direkt ansetzen soll, wenn der Bauch wächst?! Im Bein wirkt mein Insulin leider sehr, sehr schlecht und langsam.
    Meine Werte spielen aktuell etwas verrückt. Die ersten Wochen habe ich es geschafft nicht einen Wert über 200 zu haben, sodass meine Diabetologin mit mir den insulinbedarf senken wollte. Hierzu sollte ich vielleicht noch sagen, dass ich in dieser Zeit 2 1/2 Wochen krankgeschrieben war. Ab dem Tag bei meiner Diabetologin musste ich wieder arbeiten. Nun habe ich aber mehrfach Werte über 200, obwohl ich die Einstellung weiterhin nicht abgesenkt habe und sogar mehr auf die Spritz.-Ess-Abstände achte. Bei jedem Wert, der zu hoch ist macht man sich natürlich extreme Sorgen, dass das Auswirkungen hat.
    Manchmal macht sich sogar schon die Angst einer Fehlgeburt breit, weil ich mich Frage ob es normal ist, dass mein Insulinbedarf bereits in der 9 SSW schon ansteigt. Hat hier jemand ähnlich Erfahrungen gemacht?

    Sorry für den langen Text. Aber ich hoffe es meldet sich vielleicht jemand und kann mir irgendwie helfen!

    Liebe Grüße :)
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    Mitglied seit: 21.06.2020
    am 20.07.2020 19:14:57 | IP (Hash): 1350852154
    Hallo :)

    Herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! :D

    Die ersten 9 Wochen sind überstanden und damit auch das größte Risiko einer Fehlgeburt. Jetzt heißt es die nächsten paar Wochen zu überstehen. Wobei "überstehen" nicht das passende Wort dafür ist. Viel kann ich dir zu deinem Diabetes in der SS nicht sagen, da ich selbst "nur" einen Schwangerschaftsdiabetes hatte bzw. habe. Inwiefern sich da die Angaben und die Messwerte zu einem Diabetes, der vorher schon da war, unterscheiden, kann ich nicht sagen. Aber so viel, dass jede Schwangerschaft ein Auf und Ab der Hormone mit sich bringt. Die Hormone, die während der Schwangerschaft von deinem Körper produziert werden, hemmen die Wirkung des Insulins - was mit unter zur Folge hat, dass die Blutzuckerwerte plötzlich höher liegen. Lass dich davon nicht unterkriegen! Da bei dir der Diabetes bereits bekannt ist, kann ggf. auch eine geeignete Anpassung des Insulins für dich noch gefunden werden bevor du entbindest. Da bei vielen Schwangerschaften erst im letzten Drittel die Blutzuckerwerte hinsichtlich eines Diabetes untersucht werden, schafft man es oftmals nicht eine geeignete Dosierung zu finden und die geborenen Kinder fallen dann oftmals zu schwer aus. Aber hier kann ich dir vielleicht die Angst davor etwas nehmen, denn der Frauenarzt macht idR alle 4 Wochen eine Untersuchung, in der die Größe und das Gewicht des Kindes bestimmt werden. In Zusammenarbeit mit dem Diabetologen kann rechtzeitig erkannt werden, ob das Kind auffällig groß oder schwer ist. Wenn das der Fall sein sollte, kann man dies mittels weiterer Anpassung der Therapie noch oftmals einrenken.

    Ich denke es ist nicht weiter schlimm, wenn die nächste Messung des HBA1c Wertes erst im September vorliegt. Schließlich hast du ja auch die Werte der Echtzeitmessung. Wenn du deine Diabetologin alle 2 Wochen siehst, kannst du mit ihr ja direkt besprechen, was für Werte du im Rahmen der Schwangerschaft nüchtern bzw. eine Stunde nach den Mahlzeiten anstreben solltest. Ggf. kann dir ja auch eine Schulung hinsichtlich der Ernährung helfen.

    Versuche dich auf jeden Fall erstmal zu entspannen und Stress zu meiden. Ich weiß, das ist nicht gerade einfach, aber es hilft enorm sich nicht über alle möglichen Komplikationen zu belesen und mit den eigenen Symptomen zu vergleichen. Denn Stress führt ebenfalls zu Ausschüttung von Adrenalin, was wiederum die Wirkung des Insulins beeinträchtigt.

    Viele Grüße und viel Erfolg :)

    Just be happy and smile!
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    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 23.07.2020 16:06:05 | IP (Hash): 2076481817
    Hallo,

    zu Schwangerschaft kann ich dir leider nichts sagen.

    Aber zur Pumpe kann ich dir was sagen. Entweder meint deine Ärztin die Medtronic 670G mit dem Guardian Sensor, oder aber sie meint die Pumpe die erst seit letzter Woche in Dtl verordnet werden darf, die T-Slim X2 mit passenden Dexcom G6. Wobei hier anscheinend es noch Probleme mit der Übernahme der Krankenkassen gibt.
    Kannst dich ja mal ein wenig über beide Pumpen informieren.
    Bei Schwangerschaft werden soweit ich das immer lese, Pumpe und CGM deutlich einfacher genehmigt. Habe selbst damit keine Erfahrung.

    Zu deinem hohen Werten, ich glaube, dass der Stress denn du dir damit machst, deutlich größere Auswirkungen auf dein Kind hat, als der kurzfristig höhere Wert. Du gibst dir ja sehr viel Mühe. Man kann einfach nicht immer alle hohen Werte verhindern. Ist leider so, dafür spielt viel zu viel mit rein. Deshalb nicht zu viel Stress machen.
    Mit Pumpe kannst du dann auch sehr viel flexibler auf den ändernden Bedarf reagieren.
    Ich weiß nicht, welches Insulin du nutzt. Vllt wäre ein schnelleres Insulin wie Fiasp momentan besser geeignet, wenn du schnell ansteigst trotz SEA.

    Wenn du merkst, du kannst nicht arbeiten, dann spreche das klar bei deinem Arzt an. Du solltest Zeit haben, dich auf deinen BZ konzentrieren zu können. Weiß gar nicht, ob jetzt in der Corona-Krise nicht sogar für Schwangere eine Krankschreibung viel einfacher zu bekommen ist.

    Alles Gute
    LG July
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    am 23.07.2020 22:36:03 | IP (Hash): 1462284570
    Herausforderung ist, dass in der Schwangerschaft eigentlich keine Analog-Insuline zugelassen sind. Klar weiß auch Opa Jürgen, dass viele die trotzdem nehmen, aber der mögliche bgleitende Schiss macht natürlich nicht unbedingt weniger Stress.

    Und wo ich schon dabei bin: vor gut 20 Jahren war noch guter Schwangerschafts-Standard der zuckerfreie Urin. Und wo frau den locker mit mehr Wasser strecken kann, werden da jede Menge BZ-Spitzen an 200 und auch darüber drin gewesen sein. Seit die Spitze auf 140 limitieret ist, hat es meines Wissens noch keie Studie gegeben, die damit eine deutliche Verringerung der nachfolgenden negativen Ereignisse in kausalen Zusammenhang gebracht hätte.

    Auf der anderen Seite hat mir eine alte Diabetesberaterin geschwärmt, dass werdende Mütter Spitze wären im Befolgen der mehr als gesunden BZ-Vorgaben. Klar, aus Angst um ihr Kind.
    Und warum? Weil sie's eingeredet kriegen, hab ich von nem Diabetes Prof. Früher hat man Schwangerschafts-Diabetes im Nachhinein diagnostiziert, weil das Kind einen sehr viel dickeren Kopf als normal hatte (hat sich imZeitrahmen des ersten Quartals gegeben) und nach dem Abnabeln für zwei oder drei Tage ne Glukose-Infusion brauchte.

    Daumedrück für gutes Gelingen!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. Für bis wann gesund und ab wann Prä- oder Diabetes gibt es keine organisch "harten" Fakten.
    ALLE Grenzwerte befinden sich in dem Bereich, der für eine ordentliche Diabetes-Behandlung nach DDG als gut bis sehr gut und symptomfrei gilt.

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    Mitglied seit: 20.07.2020
    am 28.07.2020 07:54:20 | IP (Hash): 379616826
    Vielen Dank für die Antwort. Und entschuldigt die späte Rückmeldung.

    Ja, ich versuche mich nicht zu verrückt zu machen. Hatte nun auch bereits einen weiteren Termin beim Frauenarzt und da sah bisher alles ganz wunderbar aus. Zum Glück. :)

    Mit der Pumpe ist es tatsächlich, die die jetzt gerade erst rausgekommen ist. Meine KK (AOK) hat sie aber sofort übernommen. Das Dexcom wird nun auch beantragt. Allerdings gehen meine Libre Sensoren noch bis 31.01.21. Da wäre irgendwie ärgerlich, wenn dann erst im Februar das Dexcom bewilligt wird, weil dort auch mein VET ist. Und die Kommunikation zwischen Messgerät und Pumpe ja schon einiges vereinfachen kann.
    Wir warten es mal ab.

    Habe nun gleich noch einen Termin bei meiner Diabetologin, die auch für ein Beschäftigungsverbot ist. Allerdings meinte mein Frauenarzt dazu nur, dass er keinen Grund für ein Beschäftigungsverbot sieht und die Diabetes Ärztin dieses ja ausstellen kann, wenn sie dafür ist. Mal schauen, was dabei gleich herauskommt.
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    Mitglied seit: 21.06.2020
    am 28.07.2020 11:31:15 | IP (Hash): 920294200
    Je nachdem wie dein Arbeitgeber ist, kann er auch ein Beschäftigungsverbot für dich ausstellen. Bei mir war das zumindest so, dass mein Arbeitgeber meine Ärztin dazu bringen wollte eins auszustellen, aber weil diese nichts stichfestes zu Papier bringen wollten - immer nur mündliche Aussagen - hat er das selbst übernommen. Aber hier weiß ich natürlich nicht inwiefern du deiner Arbeit nicht mehr nachgehen kannst und ob die Einsicht seitens des Arbeitgebers da ist..

    Just be happy and smile!
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