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Wie ist das mit den Hypos?

  • Thomas

    Rang: Gast
    am 08.09.2008 21:44:16
    Jürgen, erzähl doch mal was neues - oder glaubst Du in einem DM Forum ist es angebracht der Allgemeinheit zu verkünden das zuviel Insulin Hypos macht? Das wäre so als wenn Du in einem Fotografie Forum verkündest wenig Licht macht dunkle Bilder.

    Gruss Thomas
  • Grünkohl

    Rang: Gast
    am 08.09.2008 22:35:25
    >>Aufhören ist bei allen bisher marktüblichen
    BZ-Senkern erst dann, wenn die eingenommene
    Menge ausgewirkt hat, völlig unabhängig vom
    BZ-Ergebnis.<< Richtig, dass BZ-Ergebnis ist
    sekundär, sollte aber primär sein, zumindest
    was die Menge der BZ-Senker anbelangt.
    Sonst sind Hypos vorprogrammiert (auch mit
    excellentem Schweineinsulin!!) und das muss
    ja wohl nicht sein - es gibt keine "zufälligen"
    Hypos! Sondern nur unbedacht mit BZ-Senkern
    (welche ausser Insulin gibt es denn?) DMler.
    Gruß G. von Grünkohl
  • franzie

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 00:06:21
    * grübel * ob thomas und jürgen vielleicht mal nicht streiten?

    LG von franzie
  • dee

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 00:31:51
    Nein - sie kommunizieren nur, allerdings auf
    unterschiedlichen Level *grins* ohne es zu merken.
    Nücht für ungut - immer schön beim Thema bleiben.
  • franzie-

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 00:49:40
    anonym verstehe ich nicht. Ich denke es geht um den Diabetes was soll das provozieren mit dem tagebuch?

    LG von franzie-
  • Dm

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 08:08:29
    ...hier meinen wohl einige ihren "Grünkohl" zum Thema abgeben zu müßen -zu welchem Zweck frage ich mich ?
    Um Betroffene zu verarschen bez. das wichtige Thema unberechtigter Weise zu einem "Null-Thema" zu degradieren?
    ...das auch noch von DiabetikerInnen,die morgen selbst betroffen sein könnten ?
    Soviel Dekadenz und Ignoranz stellen alleine schon einen Straftatbestand dar bez. beweisen,das die Ergebnisse der PISA-Studie wahre Bände sprechen ! von Dm
  • Dm

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 12:25:54
    Beispiel :

    Der Fall:

    RTW und das NEF werden auf die Autobahn zu einem VU gerufen. Am Unfallort wurde die Verletzte von einem zufällig vorbeifahrenden Notarzt mit zwei großlumigen Zugängen und zwei Ringer und einer Haes-Infusion versorgt. Pat. soweit wach nach Überschlag mit PKW. Patientin vorversorgt, soweit stabil, direkterTransport in das nahegelegene Kreiskrankenhaus. Hierbei trübt die Pat. ein. Vitalwerte normal. Beim Eintreffen im KH zeigt die Pat. links eine stark erweiterte Pupille, Atmung unauffällig SpO2 99% .Nach dem Schädelröntgen krampft und aspiriert die Pat. im Schockraum und wird im RTW notfallmäßig intubiert,da der Chefarzt der Chirurgie die Verlegung in die Neurochirugie veranlasst hat. (eine Intubation im Kreiskrankenhaus mit der Begründung eines kurzen Transportweges ablehnt). CT ohne Befund. Labor wird abgenommen, alle Werte o.k., bis auf den BZ von 20mg/dl. Therapie wie bekannt, Extubation nach 10min. Der Fehler war der Verzicht der Blutentnahme und des Blutzuckertest, der sonst immer mitgemacht wird, hier wurde aufgrund der Vorversorgung durch einen fremden Arzt aber darauf verzichtet.

    Kommentar:

    Klassischer Fall des sog. "rule-based error". Eine Situation (hier schwerer Verkehrsunfall mit neurologischer Symptomatik) trifft ein Engramm im Gehirn mit der Schlußfolgerung "SHT". Hier liegt eine Ausnahme vor, die Patientin hat nur eine Hypoglykämie (Verkehrsunfall möglicherweise dadurch bedingt) und es wird eine normalerweise richtige, in diesem Fall aber falsche Regel angewendet - die Therapie und Diagnostik eines SHT.

    (Quelle:Standards in der Notfallmedizin)


    Meine Meinung:
    Hier hätte die Patientin an einer Hypoglykämie versterben können -dazu kommen noch Schock sowie evtl. weitere,nicht immer offensichtliche Verletzungen.

    Wenn es diese Problematik nicht geben würde,würde in der Notfallmedizin nicht dafür geübt mit Fallbeispielen !






    von Dm
  • Tom

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 14:59:32
    *schreikrampf* jetzt hab ich in die Tastatur gebissen...habt Erbarmen bitte:-) von Tom
  • wolfmen

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 20:52:58
    An alle teilweise dummen Kritiker von Jürgen,

    freut Euch, dass es so einen Menschen mit solchem excellenten und profunden Wissen gibt. Meiner Meinung nach ist Jürgen kompetent und die Ratschläge die er gibt, werdet Ihr von keinem Diabetologen erfahren. Erkennt es endlich mal an, dass er helfen und nicht mit seinem Wissen prahlen will.
    Wolfmen von wolfmen
  • Thomas

    Rang: Gast
    am 09.09.2008 21:12:52
    Hallo Tom,

    Wikipedia
    Umgang mit Wahn

    Der Umgang mit Wahn ist teilweise von beträchtlichen Ängsten geprägt, denn das Verhalten als &#8222;wahnsinnig&#8220; empfundener Menschen erscheint häufig als unkalkulierbar.

    Es ist für Außenstehende aussichtslos, einen Betroffenen von seiner wahnhaften Überzeugung abbringen zu wollen. Für den Erkrankten besteht eine &#8222;Wahngewissheit&#8220;, er braucht keine Beweise für seinen Wahn. Gegenbeweise werden unerschütterlich ignoriert oder in den Wahn eingefügt. Es ist ja gerade das Kennzeichen des krankhaften Wahns, dass sich dieser vom Betroffenen nicht rational überprüfen lässt oder die subjektive Wahngewissheit stärker als alle gegenteiligen Belege wirkt.

    Man sollte im Umgang mit Betroffenen also den Wahn weder angreifen, noch sich auf den Wahninhalt einlassen und so tun, als ob er real sei (dies kann allenfalls zu einer kurzfristigen Entspannung führen). Stattdessen sollte man anerkennen, dass der Wahninhalt für den Betroffenen eine Realität darstellt, und dass dieser dadurch meistens sehr belastet und geängstigt ist. Neuere Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass das Herstellen eines Realitätsbezuges im Umgang mit Wahnkranken durchaus zu einer beginnenden Distanzierung vom wahnhaften Erleben beitragen kann. Insofern muss die Definition als &#8222;unerschütterliche Überzeugung&#8220; neu gefasst werden.

    Medizinische Behandlung

    Eine Behandlung ist auf Grund der fehlenden Einsicht nicht immer einfach (Therapieresistenz). Gelegentlich kann ein Patient durch Angehörige oder den Arzt trotz Uneinsichtigkeit dennoch zur Behandlung motiviert werden.

    Wenn eine Eigen- oder Fremdgefährdung besteht und keine Einwilligung zur Behandlung vorliegt, kann diese zwangsweise erfolgen. Die psychiatrische Behandlung ist je nach diagnostizierter zugrunde liegender Erkrankung (z. B. Schizophrenie, Depression, Manie) unterschiedlich. Von großer Wichtigkeit ist daher die genaue Abklärung der Diagnose mit Differenzialdiagnose.

    Prinzipiell kommen in der Psychiatrie bei Wahn unterschiedlicher Art Neuroleptika auf Grund ihrer antipsychotischen Wirkung in Frage. Bei Erkrankungen wie Manie oder Depression erfolgt dies dann meist zusätzlich zur antimanischen oder antidepressiven Medikation. Mit Hilfe von Neuroleptika lässt sich oft eine rasche Besserung der Wahnsymptomatik erzielen. Bestimmte Wahnformen, wie z. B. Wahn im Rahmen einer anhaltenden wahnhaften Störung, können aber auch weitgehend therapieresistent sein.

    Teilweise besteht auch eine so genannte doppelte Buchführung, d. h. der Patient hält am Wahn fest (und meint beispielsweise, er würde von außerirdischen Wesen verfolgt), hat aber gleichzeitig eine gewisse Krankheitseinsicht, begibt sich selbst in Behandlung und nimmt seine Medikamente regelmäßig.

    Gruss Thomas