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Langzeitinsulin Abends Unterzuckerung

  • Rang: Anfänger
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    Mitglied seit: 26.10.2020
    am 26.10.2020 09:09:44 | IP (Hash): 260214886
    Hallo.
    Mein Vater hat Diabetes 2 und bekommt Actraphane 30 als Langzeit-Insulin. Morgens 24 und abends 14 Einheiten. Gestern Abend war er allerdings unterzuckert mit 67 mg/dL und ich wusste nicht ob ich überhaupt spritzen sollte.
    Habe 10 E gespritzt und ihn gut essen lassen. Später am Abend nochmal etwas Honig, da ich Angst hatte, er würde in der Nacht Hypoglykämisch. Heute Morgen lag der Wert bei 114.
    Frage: Hätte ich abends überhaupt nicht spritzen sollen? Wenn doch, wieviel?
    Danke für die Rückmeldung.
    Pegaflo
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    am 26.10.2020 14:57:13 | IP (Hash): 1619604229
    Actraphane ist eine Mischung aus Actrapid (4-8) und Protaphane (8-24), also aus kürzer und länger wirkendem Insulin. Die Werte in Klammern sind aus dieser Übersicht https://www.diabetes-news.de/uebersicht-insulin-praeparate . Bei der einen wirkt Actrapid als 4 Stunden, beim anderen 8 und bei vielen dazwischen, und je nach Einheitenanzahl auch noch wieder mehr oder weniger lang. Und genauso beim Protaphane. Und meistens wirken alle Insuline umso weniger intensiv, je länger sie wirken.

    Das soll Dich jetzt nicht verwirren, sondern Dir nur vor Augen führen, dass wir Deine Frage so nicht beantworten können. Denn wir haben keine Ahnung, wie das Insulin normal bei Deinem Vater wirkt. Die Frage gehört also zuerst an den behandelnden Arzt.

    Ist das Actraphane eigentlich das einzige Zuckermedikament, das Dein Vater nimmt?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    Mitglied seit: 26.10.2020
    am 26.10.2020 18:39:03 | IP (Hash): 260214886
    Erst einmal, vielen lieben Dank für die zeitnahe Antwort.

    Es ist das einzige Medikament gegen Diabetis, dass er nimmt.
    Aber es ist für mich schon einmal sehr interessant, mehr über die Wirkung dieses Medikaments von Ihnen zu erfahren.

    Meinem Vater geht es heute Nachmittag wieder gut, daher werde ich genau diese Frage auch noch einmal mit dem Arzt besprechen.

    Nochmals vielen Dank.
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    am 26.10.2020 19:15:18 | IP (Hash): 1619604229
    Also in Foren wie diesem sind wir alle per Du ;)

    Vielleicht bei der Gelegenheit auch mit dem Arzt besprechen: Insulin halte ich auch bei uns Typ 2 für die beste Medikation, weil wir unseren Blutzucker damit ohne Nebenwirkungen sehr genau in dem Rahmen steuern können, den wir haben wollen. Das geht allerdings nur, wenn wir selbst messen und zum Essen passend spritzen können. Diesen Vorteil können wir nicht (mehr) nutzen, wenn wir uns nur nach der Einstellung des Arztes richten können und Hilfe beim Spritzen brauchen.

    Wo Dein Vater noch recht wenig Insulin für den Blutzucker meistens eher an 100 als an 200 mg/dl zu brauchen scheint, wäre vielleicht ein anderes Medikament günstiger, das zwar den Blutzuckeranstieg nach dem Essen niedriger hält, aber keine Unterzuckerung verursachen kann, z.B. Victoza. Dann bräuchtest Du dir um nächtliche Unterzuckerungen keine Gedanken zu machen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.