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Weiß nicht weiter
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am 17.11.2020 17:03:27 | IP (Hash): 638102332
Hallo
mir wurde vor 3 Wochen wegen Diabetes/Blutvergiftung der Unterschenkel unterhalb des Knies amputiert.
Vor einigen Wochen war ich noch arbeiten, hab nix außer einiger Krämpfe bemerkt, dachte länger keine Sport gemacht - und nun das
Bin verzweifelt - weiß nicht weiter - grausam - bin 49 erst - was gilt nun bei der Ernährung usw.
Wo fange ich an - musste auch gerade spritzen lernen
Bearbeitet von User am 17.11.2020 17:06:18. Grund: zugefügt -
am 17.11.2020 20:27:06 | IP (Hash): 894795624
Nach Deiner Skizze war das ein ganz schön tiefes Loch, in das Du da geplumpst bist. Und wenn es in Deiner Nachbarschaft einen SoVD oder VDK gibt, dann findest Du da sehr kompetente Hilfe in allen einbeinigen juristischen und sozialen und technischen Fragen.
Aus eigener Errollung kann ich Dir versichern, dass das Leben im Rolli ganz schön mobil sein kann. Und Du kannst ja auch noch Dreibein! Hey, spätesten am Klo ist das ein riesiger Vorteil gegenüber all den Querschnitten um Dich rum in der Reha, und von denen sind viele seeehr viel jünger!
Mit Insulin (Kurzwirksam zum Essen und langwirksam für die Grundversorgung) hast Du die einzige Medikation praktisch ohne Nebenwirkungen und mit der Möglichkeit, Deinen Blutzucker in dem Rahmen zu steuern, in dem Du den haben willst. Klar muss man dafür einiges lernen. Aber bevor ich Dich dazu hier jetzt vollschreibe, lass doch mal lesen, welche Werte Du bei Deinem Zucker jetzt do jeden Tag misst und was Du wann am Tag dafür spritzt? Ja klar, ich bin neugierig ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 18.11.2020 11:50:23 | IP (Hash): 1897013955
Moin Nullpunkt,
scheiße, wenn ich das hier so sagen darf. Das wünscht sich niemand, was Dir passiert ist. Aber jeder von uns trägt sein Schicksal. Ich bin ganz bei Dir, weil auch ich noch nicht wieder meine Mitte gefunden habe. Ich habe "nichts weiter als das Gefühl, wie ein Betrunkener zu laufen, da meine Nerven durch PNP Schaden genommen habe. 30 m, dann pausieren und wieder 30 m. Zudem habe ich keine Gefühle in den Händen und lasse alles fallen. Das Landesversorgungsamt verweigert mir 100 % und die Kennung AG, der MDK den Pflegegrad III. Ich befinde mich in einem tiefen Loch und sehe noch kein Licht am Ende des Tunnels.
Auch mir hat Jürgen versucht zu helfen, wobei ich mich derzeit noch schwertue seinen Rat anzunehmen, wissentlich, dass mir im Grunde genommen nichts anderes überbleibt.
Sein Rat, Mitglied im SoVD oder VDK zu werden, ist Gold wert. Diesen Rat gebe ich auch allen Freunden.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 19.11.2020 16:24:25 | IP (Hash): 403044571
11.11.2020 180 90 179
12.11.2020 158 133 143
13.11.2020 177 88 170
14.11.2020 159 144 208
15.11.2020 170 148 115
16.11.2020 175 84 172
17.11.2020 190 82 200
18.11.2020 157 110 164
19.11.2020 157 114
morgens/mittags/abends
Messen Spritzen zu den Mahlzeiten und abends 20 Langzeitinsulin
Was hat es mit SoVD oder VDK auf sich
Bearbeitet von User am 19.11.2020 16:28:47. Grund: zugefügt -
am 19.11.2020 22:42:34 | IP (Hash): 182730532
VdK ist als Verein der Kriegsversehrten zu deren Interessenvertretung nach WK1 gestartet. Wg Gezänk um die Vergangenheit im großmächtigen Reich hat sich nach WK2 ein Teil in SoVD abgespalten.
Wo wir schon lange keinen Krieg und damit herzlich wenig militärisch Verletzte hatten, vertreten beide Vereine inzwischen meistens sehr aktiv die Interessen von uns Menschen mit Behinderungen. Beide Vereine haben sich häufig strategisch interessant auf Lücke in D entwickelt. Selten beide an einem Ort in direktem Wettbewerb, sondern häufige hier der eine und da der andere. Auf ihren Programmen steht praktisch deckungsgleich, dass sie Menschen mit Behinderungen aus deren Löchern raus helfen wollen ins möglichst aktive weitere Leben. Das reicht von gedanklichen Anstößen, was "gehen" könnte, bis hin zur fachspezifischen juristischen Info und Unterstützung der verschiedensten möglichen Ansprüche auf Hilfen zum Ausgleich des persönlichen Härtefalls.
Beim Google kannst Du jede Menge ausführlichere Info dazu finden und auch die jeweiligen Geschäftsstellen und Ansprechpartner in Deiner Nähe.
Nachtrag:
Auf onmeda im Diabetes Forum findest Du klausdn, dem vor vielen Jahren ein halbes Bein abhanden gekommen ist und der Dir sicher mit jeder Menge an Erfahrungen weiterhelfen kann.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 20.11.2020 10:21:53. Grund: Nachtrag -
am 20.11.2020 11:23:36 | IP (Hash): 1213061726
Moin Nullpunkt,
wenn man als Mensch vor schwierigen Entscheidungen im Leben steht, dann ist es immer besser einen Partner im Boot zu haben. Auf Dich kommen sehr viele Dinge zu, wie eine anstehende Verrentung, Beantragung von Schwerbehinderung mit den Kennzeichnungen, wie im Ausweis möglich, eventuelle Umschulungen, Wohnberechtigungsschein usw. Das kann kein Laie wissen.
Der Mitgliedsbeitrag kostet ca. 7 € im SoVD und VDK. Solltest Du beispielsweise Gelder aus Sozialhilfetöpfen beziehen müssen, könnte der Beitrag durch Anrechnung auf 0 € sinken.
Viel Erfolg!
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 28.11.2020 15:51:59 | IP (Hash): 210163759
Hallo Nullpunkt,
ich glaube, dir geht es um die Begrifflichkeiten, bzw. Abkürzungen, damit habe ich mir in diesem Forum auch sehr schwer getan.
SOVD = SozialVerband Deutschland
VDK = Verband der Kriegsversehrten
Was Jürgen mit WK1 und WK2 meint, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
Da es 75 Jahre nach Kriegsende kaum noch Kriegsversehrte gibt, versteht sich der VDK als Sozialverband für Menschen mit Einschränkungen ganz allgemein. Dabei sind sie allerdings nur mäßig erfolgreich.
Eine Beratung zum Thema Sozialrecht brauchst du meiner Meinung nach schon, und zwar bald. Da deine Operation erst drei Wochen her ist, gehe ich davon aus, dass du entweder noch in einer Klinik oder auf Reha bist. In beiden Fällen sollte es einen Sozialdienst geben. Diese Leute kommen zu dir aufs Zimmer, sie beraten dich, informieren dich was dir zusteht, helfen bei der Antragsstellung und mit den Formularen. Auch wissen sie, wo man was beantragt.
Mit 49 stehst du noch mitten im Berufsleben und bist vermutlich (und hoffentlich) Mitglied in einer Gewerkschaft - diese sind die besten Adressen zu Arbeits- und Sozialrecht. Möglicherweise stehen ja bald auch noch andere Theman an, Umschulung oder ähnliches.
Ich wünsche dir baldige Genesung und viel Erfolg beim Umgang mit der neuen Lebenssituation.
das Zuckerle -
am 28.11.2020 16:35:06 | IP (Hash): 1365757340
Zuckerle schrieb:
Was Jürgen mit WK1 und WK2 meint, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
So aus dem Zusammenhang würde ich sagen: Weltkrieg1 und Weltkrieg 21 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.11.2020 20:23:32 | IP (Hash): 210163759
HeikeOV schrieb:
Zuckerle schrieb:
Was Jürgen mit WK1 und WK2 meint, entzieht sich auch meiner Kenntnis.
So aus dem Zusammenhang würde ich sagen: Weltkrieg1 und Weltkrieg 2
menno...überall diese neumodische Abkürzungswut...kaum einer spricht noch ganze Sätze und beim Schreiben wird abgekürzt und abgekürzt...
Bearbeitet von User am 28.11.2020 20:24:44. Grund: Tippfehler -
am 28.11.2020 21:18:20 | IP (Hash): 348556343
lol ;)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.