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    am 25.12.2020 19:29:05 | IP (Hash): 1024013249
    Okay, gut. Also der Zielwert von 120 sagt, dass dein Blutzucker vor einer Mahlzeit und nach Wirkzeit des Apidras bei 120 sein soll.
    Da das ganze nie auf einen exakten Wert genau passt, habe ich mir persönlich angewöhnt, eine Toleranz von +-10mg/dl zu halten. Du kannst am Anfang auch eine Toleranz von +-20mg/dl einhalten. Heißt, dein Blutzucker ist perfekt, wenn vor der Mahlzeit und nach der Wirkzeit von Apidra bei 100-140mg/dl liegt. Da brauchst du dann nichts machen, für den Blutzucker an sich. Also du brauchst nichts zusätzlich essen und auch nichts korrigieren.

    Sonst sieht man du hast eine Korrekturregel von 50. Heißt, Der Diabetologe hat angenommen, dass 1 Einheit Insulin deinen Blutzucker um ca. 50mg/dl senken wird. Es ist Standard mit einer 50er oder 40er Regel anzufangen. Ob das passt, musst du austesten.
    Heißt, wenn du nix essen möchtest, aber dein Blutzucker zu hoch ist, kannst du deine Korrektur nur für den Blutzucker wie folgt berechnen: Aktueller Blutzucker - Blutzuckerzielwert /50.
    Bspw. du bist deinem Beispiel heute mit 280 vor dem Essen würde das ganze wie folgt funktionieren 280-120/50=3,2 Einheiten; vermutlich hast du einen Pen mit ganzen Schritten, dann würde ich hier rein für den Blutzucker 3 Einheiten Apidra spritzen. Und so kannst du das mit der Formel bei jedem beliebigen Blutzuckerwert korrigieren ohne zusätzlich was essen zu müssen. Wichtig, die letzte Apidra-Gabe sollte mindestens 3-4 Stunden her sein, da man nicht in der Wirkzeit eines aktiven Apidras korrigieren sollte, da ja der Blutzucker noch sinken könnte durch das aktive Apidra.

    So und dann kannst du schauen, wenn du das mit dem Korrigieren ohne Mahlzeit mehrfach an unterschiedlichen Zeiten (Morgens-Mittags-Abends) machst, ob das mit der 50er Regel passt. Wenn du nach Wirkzeit des Apidras (also nach 3-4 Stunden) deutlich unter 120 landen, dann solltest du die Korrektur entschärfen, also statt 50mg/dl annehmen, dass 1 Einheit um 60mg/dl den Blutzucker senkt. Bist du nach 3-4 Stunden immer noch deutlich über 120, dann solltest du die Korrektur verschärfen. Also es statt mit 50 mit 40mg/dl versuchen. Es kann wie gesagt sein, dass du morgens bspw. 40 brauchst, dagegen mittag und abends 50 passt, oder halt morgens 50 passt, du aber mittags 60 brauchst. Etc. Das musst du halt austesten.

    So das wäre das Korrigieren ohne Mahlzeit.
    Jetzt zur Mahlzeit, ich würde jetzt mal die 8 IE für eine Mahlzeit ansetzen (120-170er) ohne Korrektur, wie in deinem Plan steht. Ob das funktioniert oder nicht, kannst du erst austesten, wenn dein Blutzucker vor der Mahlzeit in deinem Zielbereich liegt. Dann wiegst du dein Essen exakt ab und berechnest deine Kohlenhydrate für deine Mahlzeit, am leichtesten fällt das Ermitteln der tatsächlichen Faktoren bei einem standardisierten Produkt, z.B. du nimmst Knäckebrot (da steht i.d.R. auf der Rückseite , wie viele Kohlenhydrate eine Scheibe hat), mit einem nicht-Kohlenhydrathaltigen Belag (Butter,Margarine, Wurst, Hartkäse..) und dann errechnest du die Kohlenhydrate für die Mahlzeit fürs Knäckebrot und spritzt deine 8 IE. Dann schaust du, ob der Blutzucker stark fällt, dann war die Menge an Insulin für diese Kohlenhydratmenge zu hoch. Oder du bist nach der Mahlzeit nach 3-4 Stunden weit über dem Ausgangswert, dann war die Menge an Insulin zu niedrig. Und so musst du dass dann auch für jeden Zeitpunkt (morgens-mittags-abends) einzeln testen.
    Das dauert, aber nur so, kannst du die für dich passenden Einheiten für verschiedene Mahlzeiten und für verschiedene Blutzuckerlevels herausfinden.

    Dass dein Plan nicht funktioniert ist kein Wunder. Man isst ja nicht immer gleich viel und somit variiert die Menge, die du an Insulin benötigt. Esse ich jetzt nur einen kleinen Joghurt mit etwas Obst hat dieser vllt 2 KE, (für die Vereinfachung häufig wird anfangs angenommen 1 IE für 1 KE) dann wären es 2 IE Insulin hierfür . Wenn ich jetzt allerdings einen großen Teller Nudeln esse mit 8 KE zur gleichen Zeit, dann müsste ich 8 IE spitzen.
    Also schon ein Unterschied und wenn jetzt der Spritzplan 6 IE sagt, würde theoretisch für den Joghurt 4 IE zu viel gespritzt worden (heißt 4 IE senken den Blutzucker um die Korrekturregel, bspw. bei 50er Korrekturregel, würde theoretisch der Blutzucker um 200mg/dl sinken), bei den Nudeln wären 2 IE zu wenig (heißt der Blutzucker steigt für diese 2 IE zu wenig um die Korrekturregel, bspw. bei 50er Korrekturregel, wäre man 100mg/dl über dem Zielwert). So darum siehst du warum der Spritzplan nicht gut funktioniert. Das funktioniert nur, wenn man immer genau die gleiche Menge an Kohlenhydraten zu sich nimmt. Wenn man weniger oder mehr essen will, funktioniert der Plan nicht.
    Bei unterschiedlichen Kohlenhydratmengen und so einem Plan ist es wie Würfeln, passt es jetzt oder passt es nicht. Also würde ich echt schauen, dass du die Sache mit dem Kohlenhydratrechnen hinbekommst.

    Besorge dir dafür eine gute Kohlenhydrat-Tabelle im Internet und versuche bei jeder deiner Mahlzeit mal das Berechnen der Kohlenhydrate, dafür musst du dein Essen abwiegen. Berechnen musst du Stärkebeilagen (Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot, Knödel, ...) zuckerhaltige Dinge (Marmelade, Honig, Nutella, Kaba, Zucker in den Kaffee,...) Obst, flüssigere Milchprodukte (Joghurt, Milch, Frischkäse,... aber keinen Hartkäse, Feta, Mozzarella). Nicht berechnen brauchst du am Anfang: Eiweiß wie Fisch, Fleisch, Wurst, sowie Öl, Butter und Gemüse.

    Das klingt am Anfang alles furchtbar kompliziert, aber das bekommst du hin ;)
    Als Lohn für die ganze Mühe hast du dann eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dein Blutzucker genauso sich verhält, wie du es erwartest. Was du momentan machst, ist nur Rätselraten oder Würfeln. Daher wird es auf Dauer einfach nur anstrengend sein, da es selten mal passen wird.
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    am 25.12.2020 19:57:42 | IP (Hash): 2145942656
    OK das mit der Korrektur hab ich gut verstanden. Wenn ich jetzt z. B 250mg Zucker habe, und 1ei apidra Spritze. Und es wirkt mit 50mg z. B... Bedeutet das, das diese 50mg einmalig sind bzw das mein Zucker auf 200mg fällt solange die Wirkung aktiv ist? Oder bedeutet das, daß es noch mehr sinken könnte?

    Deswegen viel der Blutzucker zu schnell, weil ich zuwenig gegessen habe. Also muss ich es abwiegen. Könnte man z. B erst spritzen wenn man gegessen hat? Ich hab 200mg Zucker, ich esse jetzt was fettiges und messe nach einer Stunde und der Wert liegt bei 320. Wenn ich dann spritzen würde zu Korrektur, dann könnte ich den Zucker auf 150 bringen. Ist das keine Lösung? Weil der Zucker wäre dann nur 1 Stunde erhöht, dann würde ich gegen spritzen und ihn auf normalwert bringen. Und dieser norm wert bleibt dann 3 bis 4 Stunden. Geht das nicht?

    Ist jetzt nur herumgespinne.. Aber vielleicht geht sowas.

    Wenn ich Spritze bevor ich esse, dann weiß ich nicht wie hoch mein Blutzucker wird nach dem Essen. Aber wenn ich gegessen habe, dann habe ich den exakten Wert nach einer Stunde und kann dann genau gegen spritzen.

    So habe ich mir das gedacht. Dann renne ich 1 Stunde mit erhöhten Zucker rum aber dann kann ich ihn richtig senken.
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    am 25.12.2020 20:09:17 | IP (Hash): 2145942656
    Ich schreibe das, weil ich nicht regelmäßig esse. Manchmal esse ich den ganzen Tag nur eine Mahlzeit und manchmal esse ich zweimal am Tag.

    Morgens esse ich meist nichts... Mittags so wie heute, hatte ich auch keinen Hunger deswegen habe ich nur ein paar Gabeln Kartoffelsalat gegessen. Ich keine routine drin, das ist ein grosses Problem. Und so esse ich schon seit 20 Jahren oder länger.

    Es kommt auch öfters vor, daß ich den ganzen Tag nichts esse und abends zu Bürger King fahre. Und das ist dann mein Essen für den Tag. Ich esse kein Gemüse, Obst ziemlich selten. Schokolade dafür aber öfters mal. Wenn ich nichts esse bleibt mein Zucker meist bei 160 bis 170. Aber auch wenn ich nichts esse, ist er manchmal bei 200 bis 230. Mein Stoffwechsel denkt bestimmt auch das ich nicht richtig ticke... Weil da kann sich gar nichts anpassen. Ich habe es schon versucht zu essen obwohl ich kein Hunger habe, aber ich musste dann brechen, weil ich mich geekelt habe. Ich kann nichts essen, wenn ich kein Hunger habe. Und der Hunger kommt wie er Lust hat.
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    am 25.12.2020 20:41:46 | IP (Hash): 557451948
    Warum willst du bei 250 nur auf 200 mg/dl korrigieren? Du kannst da ruhig auf 120 mg/dl gehen. Bei 120mg/dl ist immer noch ein guter Puffer drin, gefährlich werden Unterzuckerungen erst bei unter 60. Bzw. bei einigen erst ab unter 50.
    Ich hatte am Anfang auch Angst vor Unterzuckerungen und war dann in einem speziellen Unterzuckerungstraining (spezielles Schulungsprogramm). An einer Unterzuckerung stirbt man i.d.R. nicht! Es gibt seltene Fälle, wo das ganze tödlich ausgeht. Unterzuckerung im Straßenverkehr, in einer Unterzuckerung in einen Bach/Fluss gefallen, bei bekannten Krampfleiden, etc. Sonst ist eine Unterzuckerung nicht tödlich. Es gibt bestimmte Gegenspieler zum Insulin, die der Körper hat. Allen voran Glukagon, und dann weiter Cortisol und Adrenalin. Diese Stresshormone werden ausgeschüttet, wenn der Blutzucker zu tief geht und sorgen dafür, dass der Blutzucker von selbst wieder steigt. Selbst bei Bewusstlosigkeit könnte sich der Körper soweit wieder helfen, dass man wieder aufwacht. Allerdings dauert das ganze eine Weile, daher sollte man bei Unterzuckerungen dem Körper helfen, indem man was isst um schneller aus der Unterzuckerung (und der darausresultierenden erhöhten Unfallgefahr für Stürze, Verletzungen, etc.) herauszukommen.
    Ich selbst hatte jetzt schon zweimal einen Blutzucker von 40 bzw. 41. Das war nicht schön, aber selbst da bin ich nicht bewusstlos geworden. Also da kann ich dir echt deine starke Angst nehmen. Natürlich sollte man nicht leichtfertig Unterzuckerungen provozieren oder absichtlich dann nichts essen.

    So, und nun zu deinen Fragen, du spritzt das Insulin, es hat insgesamt eine Wirkdauer von 4 Stunden (bei höheren Dosen, kann das ganze auch deutlich länger andauern!).
    Wenn du spritzt, hat das Insulin keine Wirkung, die man mit einer geraden Linie beschreiben könnte. Sondern, das Insulin macht einen Berg. Nach dem Spritzen dauert es, bis die Wirkung einsetzt (je mehr Insulin du spritzt, umso länger dauert der Wirkeintritt), meist sind es bei kleineren Mengen so ca. 10-20 min, dann macht das Insulin einen Wirkhöhepunkt, in welcher Zeit es sehr gut wirkt, bei mir dauert es ca. 1,5 Stunden, bis dahin senkt es den Blutzucker am stärksten, dann fällt die Wirkung immer mehr ab. Daher senkt es dann den Blutzucker weniger stark.
    Hier ist eine gute Grafik, die den Wirkverlauf von NovoRapid super darstellt. Von Apidra habe ich leider keine solche Grafik befunden, allerdings verhält sich NovoRapid und Apidra ähnlich.

    http://www.mein-diabetes-blog.com/2-monate-fiasp-meine-erfahrungen/
    Abbildung 2: die gestrichelte Linie stellt NovoRapid dar, da siehst du schön den Wirkeintritt, Wirkhöhepunkt und das langsame Auslaufen der Wirkung

    Daher solltest du keine Angst haben, wenn nach einer Korrektur innerhalb der ersten 1-1,5 Stunden der Blutzucker recht stark sinkt. Das soll er auch. Jedoch sollte er nach der Wirkzeit auf den Zielwert kommen. Wenn er deutlich drunter lag, dann ist dein Korrekturfaktor einfach noch zu hoch. Das musst du ja austesten.

    Zu deiner anderen Frage zwecks nach dem Essen spritzen, du läuft dann nur den Blutzuckerspitzen hinterher. Habe in der letzten Klinik jemanden kennengelernt, der das so gemacht hat. Mit 30 Jahren Dialyse, Gefühlsstörungen in den Füßen, etc. Das ist sicher kein Ziel von dir.
    Du musst bedenken, du spritzt ja nicht und der Blutzucker sinkt sofort ab. Sondern du läufst mit dieser Methode min. 3 Stunden mit deutlich zu hohen Werten rum. Je höher der Blutzucker ist, desto länger dauert es, bis der Blutzucker wieder im Normalbereich kommt.
    Da du einen Typ1 Lada hast, hast du momentan noch Restfunktion. Jedoch diese kann irgendwann versieben. Dann kommst du ohne Insulin nicht mehr nur auf 300+ nach dem Essen, sondern schnell mal auf 600+ und diese runterzubekommen, ist extrem schwierig.
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    am 25.12.2020 20:52:43 | IP (Hash): 557451948
    Ich esse auch nicht regelmäßig. Dazu ist die ICT da.
    Dein Basalinsulin solllte den Blutzucker einigermaßen stabil halten, auch wenn du nichts isst.
    Und wenn du deine persönlichen Faktoren bestimmt hast, kannst du je nach belieben Essen wann und wie viel du willst. Du musst nur den Kohlenhydratanteil ermitteln und deine passenden Faktoren kennen. Das ganze passt, soweit keine externen Faktoren (Stress, Krankheit, Sport, Verdauung verlangsamt/verschnellt,... vorliegen). Diese muss man dann zusätzlich berücksichtigen. Aber das lernt man mit der Zeit auch.

    Heute gab es bei mir nur zweimal etwas, da ich keinen großen Hunger hatte.
    Gestern abend war ich bei 150 vorm Schlafengehen, also habe ich entsprechend korrigiert. Die ganze Nacht und Vormittag war ich stabil bei 90-100, dann gab es am späten Mittag einen Joghurt mit ganz viel Obst und etwas Knäckebrot, 4 KE, dafür passend gespritzt. Blutzucker stieg bis 150, dann nach 3 Stunden war ich wieder bei 110, nach 4 Stunden perfekt bei 100.
    Jetzt gibt es Abendessen, 6 KE sogar mit viel Reis, dafür spritze ich jetzt auch passend nach meinem BE-Faktor und ich vermute stark, dass ich einen Spitze unter 160 haben werde, trotz 5 KE Reis. So ist es jedenfalls sonst.

    Einfach weil ich mich soweit mit meinem Blutzucker auseinandergesetzt habe, dass ich weiß, wie stark welche Lebensmittel meinen Blutzucker wann ansteigen lassen. Und genauso weiß ich genau, wann mein Insulin den persönlichen Wirkhöhepunkt hat und wann die Wirkung einsetzt.

    Und das ganze kannst du auch lernen. Es ist etwas Arbeit dahinter. Allerdings lohnt es sich doch. Wie gesagt, man kann alles essen, auch mal nachts einen großen Teller Nudeln oder McDonalds. Man muss dafür aber sehr genau herausfinden, wie man es machen muss. Ggf. geht es am Anfang schief, dann muss man halt nochmal was essen oder später korrigieren. Dann versucht man es wieder und wieder. Und irgendwann wird es perfekt ;)
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    am 25.12.2020 21:05:51 | IP (Hash): 557451948
    Wobei man natürlich auch sagen muss, wenn man keine Kohlenhydrate-Exzesse macht, bleibt das ganze natürlich auch deutlich überschaubar, als wenn man jetzt 15 bis 20 KE reinstopft. Eben weil das entsprechende Insulin dann immer länger wirkt und halt auch verzögert eintritt. Zudem tut natürlich auch der Magen-Darm-Trakt nicht diese 15-20 KE sofort und gleichmäßig verarbeiten.

    Und bei McDonalds Exzessen oder ähnlichem fettigen Essen, wäre es dann ggf. auch notwendig, wenn du die Grundlagen soweit verstanden hast, dass du dich dann mit der Berechnung von FPEs auseinandersetzt. Das bedeutet grob, dass auch Eiweiß und Fett vom Körper in Kohlenhydraten umgewandelt werden und daher diese auch ab einer bestimmten Menge blutzuckerrelevant sind. Diese muss man dann jedoch anders berücksichtigen als normale Kohlenhydrate. Aber das geht jetzt zu weit.
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    am 25.12.2020 21:06:42 | IP (Hash): 2145942656
    Danke für alles... Jetzt muss ich wenigstens nicht mehr so ne Panik haben. Das ist das Problem wenn die Diabetologin einen nicht richtig aufklärt. Ich wusste das alles nicht, auch mit der Unterzuckerung, ich ging davon aus das man dann gleich ins Koma fällt und dann wars das.

    Also das mit den spitzen hinterher rennen ist also nicht ratsam. Dann werde ich mich langsam rantasten was das Mahlzeit insulin angeht. Bevor ich das basal bekommen habe hatte ich einen Wert von 9.2 Hbac1. Jetzt nach drei Monaten mit basal, war er bei 10.3. Meine Diabetologin meinte das es jetzt schon soweit ist das ich kein Insulin mehr produziere. Die haben mir Blut abgenommen und das Ergebnis bekomme ich am 5. Januar, da habe ich wieder ein Termin. Und wegen diesen 10.3 Wert, hat sie mir am selben Tag das Libre 2 und die spritzen gegeben.

    Das mit den 250 auf 200... Sollte nur ein Beispiel sein, das ich es verstehe wie eine Einheit apidra wirkt. Aufjedenfall ist das top von dir, hast es richtig gut beschrieben und sehr geholfen. Ich wusste echt nicht wie ich heute mittag reagieren sollte... Jede Minute ging der Wert runter und dieser Scheiss Pfeil hat mich irre gemacht.... Ich hab bestimmt 10 Traubenzucker und kekse hab ich auch noch gegessen... Weiß nicht mehr ganz genau wieviel, weil ich Panik hatte das es jetzt so bleibt mit dem sinkenden Zucker.

    Ich muss mich nur dazu zwingen regelmäßiger zu essen, aber das ist echt schwer ohne hunger Gefühl zu essen. Ich bekomm dann richtig Ekel davor.

    Eine super Hilfe.... Top top.

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    am 29.12.2020 17:26:53 | IP (Hash): 2145942656
    Bekomme diese Scheiss Werte nicht in den Griff. Ich renne die ganze Zeit mit über 300 Zucker rum nach dem essen. Obwohl ich sogar nach dem Essen nochmals Spritze um den Wert zu drosseln. Gar nichts hilft. Erst nach 4 Stunden fällt er unter 200 wenn ich mal Glück habe. Und wenn ich dann Hunger habe, beginnt das gleiche Spiel von vorne. Also mit 300 er Werte.... Die gleichen Werte hatte ich ohne Medikamente, dann brauch ich den Dreck auch nicht mehr.

    Ein Teller spaghetti Bolognese um 13 Uhr... Und jetzt habe ich 341 Zucker. Habe mit 169 9 Einheiten gespritzt, gegessen und jetzt dieser Scheiss wert. Hab vor einer halben Stunde jetzt nochmals 3 Einheiten gespritzt und es tut sich nichts. Für was soll der Scheiss gut sein, das sind exakt die Werte die ich hatte bevor ich überhaupt Medikamente genommen habe. Wo liegt den da die Logik. Soll ich 20 Einheiten spritzen oder wie soll das funktionieren.
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    am 29.12.2020 17:53:22 | IP (Hash): 720133712
    Nutze auch Apidra. Für einen Teller Spaghetti würde ich mit Start bei mir normal um 100 mg/dl locker 20 Einheiten veranschlagen und mich nicht wundern, wenn der BZ nach dem Essen um 12 Uhr um 13 über 200 wäre und um 14 auch noch und um 16 langsam wieder unter 200 und um 17 wieder um 100, wenn die 20 IEs gepasst hätten.

    Mit dem Teller Nudeln zäumst Du Dein Pferd am Schwanz auf. Normal ist der Start mit kleinen und zuverlässig wiederholbaren Mengen, so wie mit einer normalen Scheibe Graubrot mit 2 BE, und damit die passende Menge Apidra ausprobieren. Wenn die steht, dann ausprobieren, ob die doppelte Menge oder mehr oder weniger für 2 Scheiben von dem Brot. Und getrost berücksichtigen, dass größere Mengen KHs auch dann zu höheren und längeren BZ-Ausflügen führen, wenn das Apidra passt und der BZ mit dem Wirkauslauf nach 3-4 Stunden wieder auf der Höhe von vor dem Essen ankommt.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 29.12.2020 19:31:15 | IP (Hash): 2145942656
    Ich ging davon aus, daß dieses apidra aufjedenfall wirken soll. Ich habe es nochmals gespritzt und der Wert ging nicht runter. Jetzt habe ich Hunger und getraue mir nichts zu essen weil ich immernoch 291 habe.

    Jetzt muss ich hungern... So war das nicht geplant. Es war geplant das ich essen soll was ich will und dazu Spritze, und der Wert nicht mehr über 250 kommt. Aber ich kann machen was ich will, gestern habe ich 2 aufback Brötchen gegessen mit Mettwurst. Ausgang war 160... Habe dann 9 Einheiten gespritzt und 2 Stunden später wieder über 300.

    Bei zwei brötchen? Soll ich jetzt nur noch hasenfutter essen das der Wert stabil bleibt.

    Warum wirkt dieses Zeug nicht wenigstens ein bisschen. Wer spritzt denn 20 Einheiten bei 2 Brötchen? Das macht doch bestimmt keiner von euch oder? Aber wie es aussieht muss ich wohl bei allem 20 Einheiten spritzen. Ich kann nicht essen wie jemand mit 70 Kilo. Ich hab 110 Kilo, ich habe bodybuilding gemacht und habe mir meine Masse jahrelang angefressen und naposim dabei genommen. Ich kann nicht von gemüse leben ich brauche kh zum trainieren.

    Sogar nach dem Training geht der Wert nicht runter. Ich habe zwar keine Beschwerden oder muss oft pinkeln, daß gibt es nicht mehr bei mir. Der Körper macht sich nicht mehr bemerkbar wenn der Zucker hoch ist.

    Meine Diabetologin meinte, das sich der Körper an so hohe Werte irgendwann gewöhnt. Toll, daß bringt mir auch nichts wenn die langzeitfolgen beschissen sind.