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Meine Diabeteswerte
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am 15.04.2021 14:44:50 | IP (Hash): 385273895
Super. Ich drücke Dir die Daumen!
Gruß,
Biggi -
am 16.04.2021 11:55:20 | IP (Hash): 272377061
Guten Morgen :)
Manche Lebensstationen ähneln sich, andere differieren stark. Das war wohl das Erste, was ich für den Diabetes beim Mitlesen schnell verstand. OMAD war mir bis dato völlig unbekannt. Aber ich finde es spannend, von deinen Erfahrungen damit zu lesen, El Diabetiko.
Als ich die Diagnose bekam, hatte ich über 30 Monate hinweg jeweils schon ein Kilo Gewicht reduziert und dachte, ich ernähre mich halbwegs gesund (fast ausschließlich Gemüse und Obst, wenig Fleisch und wenn, dann i. d. R. Geflügel, grundsätzlich selbst gekochte Gerichte, wenig Zucker, kaum Süßigkeiten, kein Alkohol...).
Monate zuvor zog ich mir eine Sportverletzung zu und konnte bereits seit über einem Vierteljahr nicht bzw. kaum ordentlich laufen, als Typ 2 entdeckt wurde. Schockiert war ich aber vor allem, als ich die Höhe meiner Leberfett- und Blutzuckerwerte im Vergleich gesehen habe. Für die gab es - über die fehlende Bewegung hinaus - für mich so überhaupt keine Erklärung. Bis ich in einem Artikel über die Sache mit den Früchten und der Leber stolperte.
Ich habe mich bis zu diesem Tag wirklich sehr massiv von Obst ernährt und mir ehrlicherweise keinerlei Gedanken darüber gemacht, wie schädlich das für mich sein könnte.
Neben dem Früchtekonsum gab es (gefühlt) gar nicht so viel, das ich essenstechnisch ändern konnte. Ich verzichtete sofort weitestgehend auf Beilagen und Brot. Das tat mir anfangs wegen der Kartoffeln leid, ist aber nicht weiter dramatisch. Ansonsten ernähre ich mich mittlerweile bewusst Low Carb und probiere hier jede Menge aus.
Mich an regelmäßigere Mahlzeiten zu gewöhnen, war eher eine Challenge. Aber durch das Spritzen musste ich das zwangsläufig schnell lernen. Dem Freigeist in mir war das wenig recht. Aber Disziplin hat mich hier wirklich weiter gebracht, und nach 2 Wochen durfte ich den festen Spritzplan ad acta legen und lernte den Korrekturfaktor kennen. Damit habe ich mich erstmals wieder etwas freier gefühlt.
Wobei ich sagen muss, dass ich mit der Diagnose keinen Moment gehadert habe. Darüber bin ich im Nachhinein sehr glücklich. Ich konnte dadurch die Unsicherheiten, die zwischendurch aufkamen, ganz gut meistern. Und wenn nicht, gab es ja dieses Forum. :-)
Eure Beiträge haben mir wirklich sehr geholfen.
Angefangen beim Zubehör über die biologischen Basics, Medikamenten-Infos, Ernährungserfahrungen bis hin zum BZ-Messverhalten - ich habe hier so viel Wichtiges rausgezogen.
Mit dem Kauf meiner ersten Pen-Tasche hat buchstäblich alles angefangen sich zu ordnen. Und damit konnte ich richtig losmarschieren. Manchmal habe ich mich mit Mitte 40 wie ein Schulkind gefühlt. ;-)
Mit den Augen einer Erwachsenen wollte ich meinem eingeschlagenen Weg einfach nur eine bessere Richtung geben.
Dass dies eine lebenslange Aufgabe bleibt, ist mir - bei aller Freude meiner Ärzte über das schon Erreichte - bewusst. Und ich habe meine eigenen Herausforderungen in all dem: das Absetzen des Insulins jeweils direkt vor Weihnachten und Ostern, das Finden einer Balance zwischen (dem sich verringernden) Messzwang und (der wirklichen) Messnotwendigkeit, die Frage nach der wirklich richtigen Medikation ... Es bleibt spannend.
Beim Check nach 4 Monaten waren meine Cholesterinwerte und Triglyceride wieder im guten Normbereich. Das habe ich auch durch die endlich wieder mögliche Mobilität (Ergometer, lange Outdoortouren) erreicht. Weitere 18 kg Gewichtsreduktion sind mir seither mit all dem gelungen.
Ich fühle mich besser, und das spornt mich an. Der Diabetes war letztlich nicht der Grund für einen Wechsel meines Lebenswandels. Den hatte ich schon vorher eingeleitet. Aber ich sehe ihn als notwendige Korrekturmaßnahme. Das gibt ihm - für mich persönlich wichtig - einen positiven Sinn.
Ich weiß nicht, ob meine Geschichte hier irgendetwas beitragen kann. Aber ich wollte gern ein Beispiel für die Hilfe zur Selbsthilfe geben, die von vielen im Forum geleistet wird.
Allen noch einmal vielen Dank für die Unterstützung, die auch die Stillen unter uns durch Euch erhalten!
1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.04.2021 12:48:57 | IP (Hash): 1122654478
Ich finde Ziele ganz wichtig. Am besten in kleinen Schritten.
Ich habe mir vorgenommen, die Sache mit dem OMAD mit erreichen von 89,9 Kg neu zu bewerten. Das einzige was mich vorher davon abhalten könnte wäre, wenn ich anfangen würde, mich schlecht zu fühlen (wegen OMAD).
Heute ist mein 12. Tag ganz ohne Süßkram. Es ist schwer, wird aber besser.
Gestern zeigte mir die Waage nach meinem 5 Km Spaziergang (kurz vor dem Essen) genau 92,7 Kg an. Noch knapp 3 Kg, dann schaue ich weiter... -
am 16.04.2021 14:16:53 | IP (Hash): 385273895
lach, dann mach mal weiter und viel Erfolg. Das schaffst Du auch noch.
Gruß,
Biggi -
am 17.04.2021 08:56:18 | IP (Hash): 2102259335
El_Diabetiko schrieb:
Ich finde Ziele ganz wichtig. Am besten in kleinen Schritten.
Ich habe mir vorgenommen, die Sache mit dem OMAD mit erreichen von 89,9 Kg neu zu bewerten. Das einzige was mich vorher davon abhalten könnte wäre, wenn ich anfangen würde, mich schlecht zu fühlen (wegen OMAD).
Heute ist mein 12. Tag ganz ohne Süßkram. Es ist schwer, wird aber besser.
Gestern zeigte mir die Waage nach meinem 5 Km Spaziergang (kurz vor dem Essen) genau 92,7 Kg an. Noch knapp 3 Kg, dann schaue ich weiter...
Ich wünsche dir dafür alles Gute.
Du kennst deinen Körper am besten und merkst, was gut für ihn ist und in welchem Tempo. Das Neubewerten ist ein wichtiger Punkt. Berichte doch gern davon, ich würde gern lesen, wie es für dich weitergeht.
Wenn ich 16:8 schaffen könnte, wäre das schön. Durch die immer wieder veränderte Medikation und Mobilität ist bei mir noch keine Kontinuität da, konnte keine dauerhafte Routine entstehen. Jetzt gerade ist mein Ziel, meinen Körper und die BZ-Werte ohne das Basalinsulin (Lantus) kennenzulernen. Ich habe mich parallel auf 14:10 eingependelt. Da meine Nüchternwerte sich mit dem Morgen aber immer sehr schnell nach oben pegeln, kann ich nicht so spät frühstücken, wie ich es für 16:8 gern würde. Der Käsewürfel-Tipp von Rainer hilft da ein wenig.
Bearbeitet von User am 17.04.2021 12:18:57. Grund: Zitationskorrektur - danke Rainer :) -
am 17.04.2021 09:08:07 | IP (Hash): 2010151010
El_Diabetiko schrieb:
Mein einziges Problem ist, dass sich meine Gedanken, oft um Süßkram drehen. Ich möchte am liebsten einen Esslöffel voll Nutella verdrücken, aber ich darf nicht.
Hallo Diabetiko,
die gute Nachricht ist, dass dieses Verlangen mit der Zeit immer schwächer wird. Die schlechte, dass das eine Weile dauern wird, bei mir war es etwa ein halbes Jahr. Für manche Sachen, die ich vorher sehr gemocht habe, ist auch danach der Appetit noch manchmal aufgeflackert. Nach einem Jahr war aber auch das vorbei. Die Sachen, die dir heute normal süß vorkommen, werden dir dann wahrscheinlich viel zu süß schmecken, so dass du automatisch nur noch kleine Mengen davon isst.
Nach meiner Erfahrung und auch aus den Erfahrungen von anderen Low Carbern darfst du in der Abgewöhnungsphase keine Ausnahmen machen und auch nicht auf Zuckerersatzstoffe zurück greifen. Danach, wenn du clean bist, sind Ausnahmen in entsprechend kleineren Mengen durchaus möglich. Wenn du dir dann mal 2 ... 3 Stückchen gönnst, dann kann es auch die ganz süße Milchschokolade sein. Ich nehme mir dann viel Zeit und lasse solche Sachen ganz langsam und genüsslich auf der Zunge zergehen. Von Zeit zu Zeit kleines Stück Mohnkuchen, am besten mit (nicht extra gesüßter) Sahne, oder ein Löffelchen Nutella dürften dann auch kein Problem sein.
Weiter viel Erfolg, Rainer
Bearbeitet von User am 17.04.2021 12:45:15. Grund: .