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Passen die Werte zusammen? Nüchtern normal, ogtt schlecht

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    am 13.03.2021 07:57:47 | IP (Hash): 1833860172
    Ich glaube, ich weiß langsam, worauf du hinaus willst. Du suchst jemand, der dir bestätigt, dass du gar keinen "richtigen" Diabetes hast.

    Möglicherweise hast du recht und ein neuer Test würde einen 2-Stunden-Wert von 198 ergeben. Auf Grundlage der festgelegten Diagnosekriterien könnte dir dann dein Arzt die Diagnose "kein Diabetes" verpassen. Aber was hättest du dabei gewonnen? Deine erhebliche Störung der Glukosetoleranz hast du nach wie vor am Hals, du hättest also zumindest eine weit fortgeschrittenen Prädiabetes.

    Natürlich darfst du die Augen zu machen, dich für gesund halten und in Ruhe abwarten, bis daraus ein "richtiger" Diabetes geworden ist. Was hast du dabei gekonnt? Freue dich lieber darüber, dass die Störung so zeitig erkannt wurde, dass ein Zurückdrehen noch relativ einfach möglich ist. Die Diagnose sichert dir dabei, dass dein Arzt deine Werte regelmäßig überprüfen darf, was er ohne Diagnose nur in größeren Abständen machen dürfte.

    Zu deiner Nudelmahlzeit: Wenn du nach so einem Essen auch ein zweites und ein drittes Mal so gute BZ-Werte hast, dann ist es für deinen Speiseplan geeignet. Eine nähere Begründung brauchst du für die guten Werte trotz hoher KH-Last nicht zu finden, bei dir ist das eben so. Lass alles das weg, was den BZ bei dir höher antreibt und du lebst trotz deinem Diabetes oder Prädiabetes gesund.

    Viel Erfolg dabei, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 13.03.2021 08:10:21. Grund: .
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    am 13.03.2021 09:34:41 | IP (Hash): 974223626
    Rainer schrieb:
    Ich glaube, ich weiß langsam, worauf du hinaus willst. Du suchst jemand, der dir bestätigt, dass du gar keinen "richtigen" Diabetes hast.
    [/i]



    Nein Rainer, so ist das nicht, ich möchte das meine Werte einfach zusammenpassen, ob das nun Prä oder nach Definition schon Diabetes ist spielt für mich dabei keine Rolle. Ich suche sonst so lange nach Erklärungen bis das für mich verständlich erscheint.

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    am 13.03.2021 10:28:03 | IP (Hash): 1343061330
    Hallo,

    morgens 3 Scheiben Toast ..., 2 zu viel und dafür z. B. eine Tomate, ein Stückchen Gurke oder ähnliches und Dein BZ wäre zw. 140 und 160 gewesen. Statt Toast wäre Vollkornbrot (1 Scheibe) auch viel besser.
    Abends hat wahrscheinlich das Tzatziki ausgeglichen, weil Pommes treiben normalerweise.
    Du musst auf die Zusammenstellung Deiner Mahlzeiten achten. auch abends fehlt mir Grünzeugs, wenn ich das so lese.

    Gruß,
    Biggi
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    am 13.03.2021 11:53:04 | IP (Hash): 1833860172
    Mexx79 schrieb:
    .. ich möchte das meine Werte einfach zusammenpassen, ...

    So wie der BZ bei dir verläuft, so musst du es akzeptieren. Da hilft keine Diskussion mit uns und schon gar keine Diskussion mit deiner BSD.

    Versuche heraus zu finden, was für dich passt. Das scheint ja bei dir noch sehr viel zu sein. freue dich einfach darüber. Etwas kannst du dich ja an den allgemeinen Empfehlungen lang hangeln: weniger KH und mehr Fett und Eiweiß, Vollkornprodukte etc. Was davon für dich stimmt, kann dir nur dein BZ-Messgerät sagen. Nudeln, besonders al dente gekocht, können übrigens bei manchen Überraschungen auslösen.

    Du brauchst trotzdem jetzt nicht wild drauf los zu messen. Wenn du einmal für ein Essen herausgefunden hast, dass es für dich geeignet ist, dann brauchst du das nicht immer wieder zu überprüfen.
    Bearbeitet von User am 13.03.2021 16:34:26. Grund: .
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    am 13.03.2021 13:40:27 | IP (Hash): 1931865341
    Mexx79 schrieb:
    Ich suche sonst so lange nach Erklärungen bis das für mich verständlich erscheint.


    Wenn ein gesunder Mensch keine Glukose isst, gibt seine Leber immer so viel Glukose aus ihrem Speicher (so um ein halbes Pfund) ins Blut in den Ganzkörper-Vorlauf, wie die Zellen seines Organismus daraus abgenommen haben, wie also im Rücklauf weniger ist. Also praktisch just in time immer so viel, wie gebraucht wird.
    Wenn der Sensor (sehr vereinfachter Ausdruck) am Vorlauf diabetisch defekt ist, lässt er - mit der Zeit gern zunehmend - immer mehr zu viel Glukose raus. Damit fallen vor allem die immer höheren Nüchtern-BZs auf.
    Wenn neu gegessene Glukose nach ner halben bis Stunde im Dünndarm ankommt und durch die Darmwand ins Blut auf dem Weg in die Pfortader und die Leber aufgenommen wird, bestellen Hormone die passende Menge Insulin, die dann praktisch mit der Glukose zusammen per Pfortader in die Leber gespült wird. Die Glukose wird dort zum größten Teil gespeichert oder/und zu Fett verarbeitet.
    Diabetisch ist auch der Nachrichtenweg von den Hormonen zu den Beta Zellen gestört, so dass die weniger Insulin ausgeben, als für die Glukose in der Spitze passen würde.
    Schließlich neigen beim werdenden Typ 2 schon im völlig gesunden BZ-Bereich die Betas dazu, sich vom BZ über 80-100 schnell gestresst zu fühlen und einen Teil des Insulins ungeteilt als Proinsulin auszugeben. Im Produktionsmolekül hängen C-Peptid und Insulin noch zusammen und haben zusammen immer nur 10% von der Blutzuckerwirkung, die das Insulin nach der ordentlichen Teilung hat. Um dieselbe Zukerwirkung wie 1 Teil Insulin zu schaffen, braucht es also 10 Teile Proinsulin. Auf diese Weise verstärken sich Stress und immer mehr Proinsulin praktisch von selbst.
    Und dazu gibt es noch weitere bekannte und noch unbekannte Einflüsse, für die noch mal so viel Text notwendig wäre.

    Langer Schreibe kurzer Sinn: 1 Zuckerwert lässt sich beim Typ 2 auf mehrere verschiedene Weisen erklären, und noch mehr, wenn Du auch noch alle Kombinationsmöglichkeiten davon berücksichtigst. Deswegen kann WARUM zu hoher BZ? keine zielführende Frage sein, sondern nur, WIE geht bei mir gesunder BZ? Das systematisch ausprobieren und eingewöhnen, und dann reicht ab und zu mal mit nem Fingerpieks überprüfen, wie passen Du noch in Deiner gesunden Spur bist. Daumendrück!

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 13.03.2021 13:44:35. Grund: Korrektur