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    am 22.05.2021 14:34:48 | IP (Hash): 1294367575
    Guten Nachmittag,

    ich war neulich bei einem neuen Arzt und der machte dann erstmal ein Blutbild - Routine quasi.

    Als ich die Werte abholte, war der Wert für den Blutzucker erhöht - nicht wahnsinnig, aber doch im Bereich des Diabetes (nüchtern 134mg/dL).

    Da ich mit Ärzten grundsätzlich nichts zu tun haben möchte und mich lieber selbst informiere, bevor mir etwas unnötiges eingeredet wird, hab ich mir zwei verschiedene Glukose-Messgeräte besorgt und mehrmals täglich meinen Blutzuckerwert geprüft.

    Nunja, was soll ich sagen ... am niedrigsten ist er 2h nach dem Aufstehen, wenn ich noch nüchtern bin (150mg/dL). Direkt nach dem Aufstehen sowas (170mg/dL) und 2h nach dem Essen größer 200md/dL.

    Nachdem, was ich gelesen habe, sieht das überhaupt nicht gut aus.

    Interessanterweise wäre ich da nie von selbst darauf aufmerksam geworden, obwohl das deutlich behandlungsbedürftig ist.

    Mein Plan ist nun erstmal mehr Sport zu machen und meine Fettleber loszuwerden (BMI 35, laut einem Fettleber-Rechner hab ich eine Score von 95/100) (Anfangs per Formula-Diät, dann einen Wechsel zu Diabetes-gerechter Ernährung), um meine Insulinresistenz zu senken.

    Was denkt ihr, ist das ein Plan oder sollte ich sofort zum Arzt rennen?

    VG
    Karatsuber


    Bearbeitet von User am 22.05.2021 14:35:55. Grund: vertipper im namen am ende
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    am 22.05.2021 15:04:14 | IP (Hash): 1575634980
    Willkommen im Club! Glückwunsch zum Plan! Setz ihn "einfach" um! Nach ner guten Woche Leberfasten mit 600 kcal + 200 Gemüse/Salat pro Tag wirst Du morgens nüchtern unter 100 und 3-4 Wochen auch nach dem deutlich niedrigere Spitzen messen. Zeit genug zum Überlegen, wie Du dann den neuen Karatsuber weiter füttern willst ;)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 22.05.2021 15:47:44 | IP (Hash): 1362309093
    Ja das ist das gemeine am Zucker man merkt ihn sehr lange nicht und kann erste Symptome auch leicht übersehen.

    Das positive ist man kann aus eigener Kraft sehr viel erreichen.
    Und bei dir ist es es wohl noch in einem recht frühen Stadium, da helfen Ernährung und Bewegung besonders gut.

    Wenn du das mit der hardcore Diät schafft ist das kein schlechter Einstieg.
    Es geht aber auch 'nur' mit umstellen der Ernährung, das ist schon schwierig genug vor allem weil es man es ja auf Dauer machen muss.
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    am 22.05.2021 15:47:47 | IP (Hash): 1362309093
    Ja das ist das gemeine am Zucker man merkt ihn sehr lange nicht und kann erste Symptome auch leicht übersehen.

    Das positive ist man kann aus eigener Kraft sehr viel erreichen.
    Und bei dir ist es es wohl noch in einem recht frühen Stadium, da helfen Ernährung und Bewegung besonders gut.

    Wenn du das mit der hardcore Diät schafft ist das kein schlechter Einstieg.
    Es geht aber auch 'nur' mit umstellen der Ernährung, das ist schon schwierig genug vor allem weil es man es ja auf Dauer machen muss.
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    am 22.05.2021 18:32:21 | IP (Hash): 1575634980
    Turbotobi schrieb:
    Wenn du das mit der hardcore Diät schafft ist das kein schlechter Einstieg.
    Es geht aber auch 'nur' mit umstellen der Ernährung, das ist schon schwierig genug vor allem weil es man es ja auf Dauer machen muss.


    Meine persönliche Erfahrung sagt:
    Etwas weniger essen und nach und nach abnehmen und nach und nach damit den BZ in gesündere Regionen senken hat bei mir wenigstens 10mal nicht funktioniert. Hab zwar öfter mal 10 kg abgenommen, aber damit immer nur so viel Insulin eingespart, wie ich in der Zeit weniger gegessen hab, also damit nicht wirklich an der Schraube für den Insulinbedarf gedreht. Und das Abnehmen war echt mühsam.

    Dagegen hat Hardcore vor so um 7 Jahren super funktioniert:
    Im ersten Schritt mit 600 kcal/Tag plus Salat nach ner Woche den Basalbedarf auf 25% verringert, also das Insulin, das unabhängig vom Essen notwendig ist. Und mit dem messbaren Erfolg zum Einstieg hat das Weitermachen allein schon tatsächlich sowas wie Spaß gemacht. DANN sind auch die Pfunde sichtbar geschmolzen. Das hat zwar nichts mehr am Insulinbedarf verringert, aber eben am zu vielen Gewicht, das ich eh schon länger hatte loswerden wollen.
    Mit dem Erreichen des Abschmelzziels von 25 kg nach so um 3 Monaten dann die Umstellung auf das neue Normal für den so viel leichteren Jürgen. - 5 von den verlorenen Kilos haben mich inzwischen wiedergefunden.
    Aber die Verringerung des Grundbedarfs an Insulin ist bis heute geblieben. Und ich mag manchmal träumen und mir vorstellen, dass ich heute noch keine Insulin und überhaupt keine Medis für meinen gesunden BZ bräuchte, wenn ich mit meiner Diagnose vor gut 30 Jahren so gestartet wäre.

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    am 22.05.2021 19:33:58 | IP (Hash): 1140658217
    Ich finde deinen Plan, den Diabetes selbst in den Griff bekommen zu wollen, super. Das kann dir auch der Arzt nicht abnehmen.

    Dennoch würde ich an deiner Stelle schon zum Arzt gehen, dass du die offizielle Diabetes-Diagnose erhälst. Damit bist du dann in engmaschigerer Kontrolle. Jedes Quartal den Langzeitzucker, sowie in regelmäßigen Abständen insb. Augen- und Fußkontrolle.
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    am 22.05.2021 21:55:52 | IP (Hash): 792853294
    karatsuber schrieb:
    Was denkt ihr, ist das ein Plan oder sollte ich sofort zum Arzt rennen?

    Hallo karatsuber,

    dein Plan ist sehr gut und erfolgsversprechend - ich wünsche dir viel Erfolg.

    Zum Arzt kannst du trotzdem gehen und den Diabetes diagnostizieren lassen. Das sichert dir die regelmäßige Überwachung und Überprüfungen, auf die du als Diabetiker Anspruch hast. Ob du die alle wahrnehmen willst, kannst du immer noch entscheiden. Nur von deinem Plan darfst du dich vom Arzt nicht abbringen lassen.

    Alles Gute, Rainer