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Wrkungsdauer Fiasp

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    am 08.06.2021 14:07:46 | IP (Hash): 461121732
    Bitte um Erklärung, warum bei passendem eingehaltenem SEA die Wirkung von Fiasp "sofort" eintritt (nach dem Essen keine BZ Erhöhung).
    Beim spritzen nach dem Essen oder allgem. hohem BZ die Wirkung erst nach ca. 2.5 Std. eintritt.
    Danke
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    am 08.06.2021 15:28:47 | IP (Hash): 363004421
    Weil Insulin bei hohem BZ schlechter wirkt.

    Wenn du bei der 2. Variante nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Insulin brauchst, dann dürfte das die passende Erklärung sein.
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    am 08.06.2021 15:43:30 | IP (Hash): 380616993
    Woran siehst Du "keine Erhöhung"?
    Woran siehst Du, wann die Wirkung eintritt?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 09.06.2021 08:40:51 | IP (Hash): 461121732
    Danke für Eure Antworten, mit denen ich leider nichts anfanagen kann.
    Da Insulin bei höheren Werten nicht wirkt sollte man hier nun wirklich nicht verbreiten!
    Den Verlauf und die Wirkung des BZ sehe ich durch meine Eversense (wenn auch nicht genau) und durch messen.
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    am 09.06.2021 09:47:11 | IP (Hash): 1044732916
    Bei standardmäßig über 12 von 24 Stunden deutlich über 200 mg/dl habe ich über Jahre um 40 % mehr Insulin gesamt in 24 Stunden gebraucht, als anschließend über Jahre mit nur noch max 140-160 in den Spitzen nach dem Essen und postabsorptiv 70-100. Bei gleichem Essen und gleichem Bewegungspensum.

    Sagt mir, dass Insulin bei gesund niedrigeren BZ-Werten deutlich mehr wirkt, als bei höheren.

    Eine Erklärung dafür liefern z.B. die Insulinrezeptoren, von denen die meisten Verbraucherzellen mehrere hundert haben und ne Menge abschalten, wenn sie ausreichend Glukose aufgenommen haben, sehr häufig halt bei höherem BZ.
    Und bei T1 kommt dann bei höherem BZ noch die Möglichkeit der Lipolyse hinzu, mit der für die BZ-Senkung um z.B. 100 mg/dl auch 2 oder 3 mal soviel Insulin oder noch mehr notwendig sein kann, wie ohne mehr oder weniger unkontrolliertere Fettlösung.

    Wenn die Insulinwirkung zeitlich direkt mit dem BZ-Anstieg zusammenpasst, steigt der BZ ganz einfach gar nicht erst so hoch an, wie wenn man das Insulin der Erhöhung hinterherschickt.
    Mit passendem SEA hast Du daher seeeehr viel eher wieder Deinen Ausgangswert, als mit jeder Form von späterem Spritzen.

    Und beim Blick auf Deinen Eversense Scan berücksichtigst Du sicher, dass die Anzeige dort gegenüber dem Fingerpieks tatsächlich locker um 15-20 Minuten nachgeht. Wobei sie bei schnellerem Ansteigen oder Sinken programmbedingt auch durchaus mehr oder weniger gewaltig vorgehen kann.

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    Bearbeitet von User am 09.06.2021 09:47:55. Grund: Ergänzung
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    am 10.06.2021 19:47:56 | IP (Hash): 1905362628
    Die Erfahrung, dass FIASP bei hohen Werten schlechter wirkt, habe viele gemacht - ich auch. Ich verwende inzwischen Lyumjev, funktioniert bei mir deutlich besser.

    Rainer hat nicht geschrieben, dass das Insulin bei hohen Werten nicht wirkt. Er hat geschrieben, dass es schlechter wirkt und das ist einfach bei vielen so und eigentlich auch unter Typ1ern bekannt. Hohe Werte über längere Zeit erzeugen eine vorübergehende Resistenz.

    Um einen Wert von 140-150mg/dl zu korrigieren, reich meist eine Korrektur mit dem normalen Faktor bei mir aus. Bei einem Wert von 200mg/dl ist meist eine zweite Korrektur notwendig.

    Woraus schließt du, dass das Insulin ohne SEA nicht wirkt? Hast Du ausprobiert, was ohne Insulin passiert? Ich vermute das FIASP bremst den Anstieg schon, die Kohlenhydrate sind aber einfach schneller. Und nach eine Stunde mit hohen Werten sind die Resistenzen da, und dem FIASP geht dann die Puste aus.
    Bearbeitet von User am 10.06.2021 20:03:03. Grund: .
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    am 20.06.2021 08:31:05 | IP (Hash): 1623923321
    DANKE Euch für die Ausführungen, aber zurück zur Ausgangsfrage:
    Warum wirkt Fiasp, gespritzt vor dem Essen, (mit richtigem SEA) "sofort" d.h. ohne BZ Anstieg und
    beim spritzen nach dem Essen erst nach ca. 2-3 Stunden?
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    am 20.06.2021 09:47:27 | IP (Hash): 825868287
    "Wenn die Insulinwirkung zeitlich direkt mit dem BZ-Anstieg zusammenpasst, steigt der BZ ganz einfach gar nicht erst so hoch an, wie wenn man das Insulin der Erhöhung hinterherschickt."
    Hatte ich Dir oben geschrieben, und das gilt für alle Bolus-Insuline. Wenn Du meinst, da mit Fiasp ne Besonderheit entdeckt zu haben, die nur dabei vorkommt, ließe sich die erstmal mit nem Vergleich mit z.B. Novorapid überprüfen. Und wenn das Novo beim Hinterher-Spritzen tatsächlich deutlich schneller wirkt, würde ich - nein, würde ich nicht den Hersteller fragen. Das hab ich oft genug ohne jedes Ergebnis gemacht. Also würde ich mich halt schlicht nach meinen Beobachtungen richten und passend vor dem Essen spritzen ;)

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    am 20.06.2021 14:49:44 | IP (Hash): 825868287
    Nachtrag:
    Mir erleichtert die Überlegung das Akzeptieren von auffälligen Besonderheiten, dass die Glukose, die wir essen, ja NIE 1:1 direkt in den Kreislauf gelangt. Die geht nämlich nach der Aufnahme durch die Dünndarmwand direkt in unseren zentralen Versorgungs-Hub, die Leber. In der Leber wird sie zusammen mit dem genau dann dort zur Verfügung stehenden Insulin verarbeitet, also z.T. in den Glykogenspeicher der Leber eingelagert und z.T. auch in Triglyceride zur Speicherung in den Schwimmhilfen umgewandelt.

    Gesund gelangt dann am Leberausgang nur immer so viel Glukose in den Ganzkörper-Umlauf, wie darin unmittelbar maximal gebraucht werden kann, also in der Spitze für wenige Minuten 120-140 mg/dl.
    Mit Diabetes richtet sich die Ausgabe in den Ganzkörper-Umlauf nach der Menge vom ordentlich funktionierenden Insulin, die die Leber für die Verarbeitung jeweils aktuell hat. Und das gilt nicht nur für das körpereigene, sondern auch für das aus Pen und Pumpe.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.