Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Kann ich je wieder „normal“ essen?

  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 15.08.2021
    am 09.09.2021 06:13:15 | IP (Hash): 1592350600
    Hallo zusammen!

    Hier eben die Vorgeschichte:

    Im Sommer 2018 habe ich mein drittes Kind entbunden. In dieser Schwangerschaft entwickelte ich eine Schwangerschaftsdiabetes, welche ich mit viel Bewegung und Ernährungsumstellung gut im Griff hatte-ich benötigte kein Insulin.
    Nach der Geburt stillte ich. Die BZ Werte waren erstmal okay. HBA1C lag immer um 5.4-5.6. habe ich vereinzelt nachgemessen lagen sie immer im Prädiabetischen Bereich.
    Anfang des Jahres war ich beim Endokrinologen. Ergebnis: Hyperinsulinämie.
    Ich habe jetzt ca 8 kg abgenommen, mit Ernährungsumstellung und Sport/Bewegung. Meine Werte waren gut. Mein Nüchternwert ging von durchschnittlich 107 auf zwischen 82 und 94 runter, und selbst wenn ich mir einen Schokoriegel gönnte blieben sie gut. Ich bin im Kaloriendefizit und habe mir gestern ein Bratwurstbrötchen gegönnt. 2,5 Stunden danach war mein Wert noch bei 130.

    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder such mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Ach so. Ich versuche am Tag nicht über 150g Kohlenhydrate zu kommen. Esse wesentlich gesünder mit mehr Obst und vor allem Gemüse, trinke mehr Wasser und grünen Tee.

    Wenn ihr noch was wissen wollt, fragt einfach ☺️
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 3764
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.09.2021 09:03:06 | IP (Hash): 2054801245
    Watermelon89.41 schrieb:
    Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder auch mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Hallo Wassermelone,

    vielleicht kannst du das, wenn du die restlichen 45kg geschafft hast, vielleicht auch nicht. Das musst du dann sehen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Sachen deinen BZ auch dann noch nach oben schießen lassen.

    So weit die schlechte Nachricht, es gibt aber auch eine gute. Als Ausnahmen kannst du dir solche Sachen auch leisten, wenn sie deinen BZ stark ansteigen lassen. Du musst nur aufpassen, dass die Ausnahmen nicht zur Regel werden. Wenn du deinem BZ nur selten mal höhere Ausflüge erlaubst, dann wird dabei nichts Schlimmes passieren.

    Weiter Erfolg beim Abspecken, Rainer
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Anfänger
    Punkte: 0
    Beiträge: 2
    Mitglied seit: 15.08.2021
    am 09.09.2021 09:08:47 | IP (Hash): 1592350600
    Rainer schrieb:
    Watermelon89.41 schrieb:
    Kann ich je wieder „normal“ essen?
    Ich muss noch ungefähr +/- 45kg abnehmen. Da habe ich Hoffnung, dass sich das alles normalisiert. Und dass ich dann immer mal wieder auch mal eine Pizza oder Nudeln essen kann, OHNE das der BZ krass nach oben schießt.

    Hallo Wassermelone,

    vielleicht kannst du das, wenn du die restlichen 45kg geschafft hast, vielleicht auch nicht. Das musst du dann sehen. Wahrscheinlicher ist, dass diese Sachen deinen BZ auch dann noch nach oben schießen lassen.

    So weit die schlechte Nachricht, es gibt aber auch eine gute. Als Ausnahmen kannst du dir solche Sachen auch leisten, wenn sie deinen BZ stark ansteigen lassen. Du musst nur aufpassen, dass die Ausnahmen nicht zur Regel werden. Wenn du deinem BZ nur selten mal höhere Ausflüge erlaubst, dann wird dabei nichts Schlimmes passieren.

    Weiter Erfolg beim Abspecken, Rainer



    Danke für Deine Antwort!
    Nein, diese Ausnahmen sollen Ausnahmen sein. Geburtstage oder wenn man mal ausgeht. Das war tatsächlich vorher meine Standardernährung. Ich fühle mich mit der jetzigen Ernährung so viel besser als mit der vorigen. Das passt schon. Ich würde ja gerne testen wie ich eine kleine Portion Vollkornnudeln vertrage, habe aber da echt Angst.

    Gut, dann bin ich mal optimistisch dass sich dass im schlanken Zustand normalisiert-auch wenn die Wahrscheinlichkeit scheinbar etwas kleiner ist 😊
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 226
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 09.09.2021 09:15:57 | IP (Hash): 1040372874
    Hi,

    das NOrmal gibt es nicht. Normal ist für jeden was anderes.

    Du kannst auch euch jetzt Nudeln und Pizza essen, da macht eben dann die "Dosis" das Gift.

    Mit weniger Gewicht machst du es deinem Stoffwechsel auf jeden Fall erheblich einfacher. Wie gut sich das dann alles einpendelt kann dir jetzt aber niemand sagen.

    Aber selbst wenn es nicht 100% in den Gesunden Bereich zurück geht, ich persönlich bin der Meinung das man sich auch mal Blutzuckerspitzen erlauben kann ohne das man deswegen massive Gesundheitliche Probleme befürchten muss. Einmal in der Woche eine (ganze) Pizza mit entsprechender Blutzuckerspitze über 200 wird dich nicht umbringen auch nicht langfristig gesehen.

    Das Problem ist dann eher das man dann schnell auch wieder in "normales" Essverhalten zurückfällt.

    Und je häufiger der BZ den gesunden Bereich verlässt umso höher das Risiko das er ihn dann über kurz oder lang wieder dauerhaft verlässt.

    Grundsätzlich würde ich daher sagen, du isst JETZT normal, aber natürlich darf man sich auch mal was "gönnen" aber es darf eben nicht mehr zum Standard werden.

    Gruß Tobias

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 3764
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 09.09.2021 09:17:39 | IP (Hash): 2054801245
    Watermelon89.41 schrieb:
    Ich würde ja gerne testen wie ich eine kleine Portion Vollkornnudeln vertrage, habe aber da echt Angst.

    Probiere es aus - Angst brauchst du dabei wirklich nicht zu haben.

    Alles Gute, Rainer
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 142
    Mitglied seit: 29.07.2020
    am 09.09.2021 14:22:25 | IP (Hash): 1487376100
    hmmmm wo fange ich an


    alsooooo erstmal zur wassermelone

    nein, du und eigentlich jeder andere hier kann bzw sollte nie wieder "normal" essen
    (was auch immer "normal" ist? das zeug von dem man krank und übergewichtig wurde?)

    außer man will weiterhin krank und übergewichtig bleiben, dann schon.
    (kann jeder für sich entscheiden)


    zu rainer:
    "ausnahmen" wirst du bei einem adipösen grad 3 menschen nicht hinbekommen
    niiiie und schon garnicht auf dauer.never ever
    damit kenn ich mich rein zufällig aus lol
    letztes jahr hatte ich noch einen BMI von 40+

    einem alkoholiker bietest du auch keinen gelegentlichen schnaps an


    und nix anderes ist das nur in dem fall mit lebensmitteln bzw kohlehydraten.
    es ist eine sucht von der es keine "heilung" gibt.

    sobald dieser mensch seiner sucht was "gönnt"
    ist der drops genauso gelutscht wie bei einem alkoholiker.

    es gibt nicht umsonst eine milliarden "diäten"industrie
    die gäbe es nicht wenn jeder nur in maßen essen würde.

     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 83
    Mitglied seit: 28.08.2021
    am 09.09.2021 15:09:48 | IP (Hash): 281481309
    specki schrieb:

    nein, du und eigentlich jeder andere hier kann bzw sollte nie wieder "normal" essen
    (was auch immer "normal" ist? das zeug von dem man krank und übergewichtig wurde?)

    außer man will weiterhin krank und übergewichtig bleiben, dann schon.
    (kann jeder für sich entscheiden)



    Sehe ich auch so. Ohne die Ernährung dauerhaft umzustellen und sich eine diabetesgerechte Ernährung anzugewöhnen , dabei heraus zu finden was einem schmeckt und gut tut, wird es nicht gehen.

    Eine Ernährungumstellung hat wohl dann funktioniert, wenn man "das alte normale" erst gar nicht mehr will und dem "alten normalen" nicht hinterher trauert, weil man eine neue Ernährung gefunden hat, die einen auch glücklich macht, bzw. Glücksgefühle vermittelt und sättigt.
    Auf wesentlich gesünderem Wege.

    "Der Weg ist lang ... wenn man "Glück" hat..."
    Nach Vorne sehen, statt dem Vergangenem nachtrauern... auf dem hoffentlich noch langem Weg der vor einem liegt.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 226
    Mitglied seit: 18.11.2020
    am 09.09.2021 16:08:56 | IP (Hash): 633108556
    Im Gegensatz zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin und "richtigen" Drogen kann man das Essen eben nicht komplett weg lassen.

    Und ob es Sinn macht das eine Extrem durch ein anderes Extrem zu tauschen!?

    Das man nicht wieder in ein Essensmuster verfallen darf das einem viele Kg zu viel eingebrockt hat und (vielleicht) auch nicht ganz unschuldig ist an Diabetes sollte selbstverständlich sein.

    Wer sich ausgewogen und Gesund ernährt kann sich aber auch als Diabetiker vereinzelte Ausreiser erlauben ohne das man deswegen gleich mit einem Beim im Grab steht.

    Am Ende muss jeder individuell für sich einen Weg finden mit dem der Langfristig Leben kann.
    Wenn dazu eben auch mal eine Pizza oder Pasta gehört dann ist das eben so.
    Besser als wenn man sich Jahrelang zu etwas zwingt was man vielleicht gar nicht möchte, denn dann ist die Gefahr groß das das Pendel irgendwann wieder in die Gegenrichtung schlägt.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 791
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 09.09.2021 18:43:54 | IP (Hash): 2140105154
    Die Frage ist, was du unter "normal" verstehst.

    Wenn deine frühere "normale" Ernährung aus 3 Marmeladen-Brötchen und O-Saft zum Frühstück, Mittag Nudeln/Pizza und abends Wurst- und Käsebrote bestand, dann wird es schwierig. Das ist mit Diabetes in dieser Form nicht wirklich praktikabel.

    Aber, andererseits heißt es nicht, dass man strikt auf alle Kohlenhydratbeilagen verzichten muss. Sinnvoll kombiniert mit reichliche Gemüse und Eiweiß, sowie anschließender Bewegung kann man sicher dennoch viele Gerichte essen, ohne dass der Blutzuckerspiegel extrem ansteigt. Das musst du einfach ausprobieren, indem du dir die genaue Speisezusammensetzung notierst und deinen Blutzucker beobachtest.

    Für mich persönlich, ist die Tellermethode sehr gut geeignet, um trotz externen Insulins (habe Typ3c/Typ1 daher benötige ich unbedingt Insulin) meine Blutzuckerspitzen nicht zu stark ansteigen zu lassen. Das bedeutet eine Mahlzeit bei mir besteht aus 50% Gemüse, 25% Eiweiß und 25% Kohlenhydratbeilage, am liebsten bei mir tatsächlich Nudeln, da sie bei mir den Blutzucker nicht zu stark ansteigen lassen. Andere haben hingegen mit Kartoffeln bessere Erfahrungen gemacht, das musst du ausprobieren.

    Bei Nudeln, Reis und Kartoffeln hilft es übrigens diese einen Tag vorher vorzukochen und dann am nächsten Tag aufgewärmt zu essen. Durch das Kochen und wieder abkühlen bildet sich resistente Stärke, die den Blutzucker weniger stark ansteigen lässt.

    Ausnahmen finde ich persönlich total wichtig, auch für die Psyche und Motivation dabeizubleiben an der langfristigen Ernährungsumstellung. Wichtig ist halt, dass es wirklich Ausnahmen bleiben.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 83
    Mitglied seit: 28.08.2021
    am 09.09.2021 21:47:10 | IP (Hash): 281481309
    Turbotobi schrieb:
    Im Gegensatz zu Suchtmitteln wie Alkohol, Nikotin und "richtigen" Drogen kann man das Essen eben nicht komplett weg lassen.



    Vorab gesagt, was ich jetzt ausführe ist allgemein gemeint und eben nicht speziell auf Wassermelone gemünzt.

    Eßstörungen gehören zu den Suchterkrankungen.
    Wenn bei einem schwer übergewichtigen Menschen eine Eßstörung vorliegt, kann er auch nichts anderes tun wie jeder andere Süchtige. Die Wahrscheinlichkeit das einem massiven Übergewicht eine Eßstörung zugrunde liegt ist jedoch sehr hoch. Er muß sich von seinem Suchtmittel fern halten, will er seine Suchterkrankung stoppen, denn eine Heilung gibt es bei keiner Suchterkrankung.
    Ob nun mit oder ohne Diabetes oder sonstigen Erkrankungen.
    Es ist egal ob man nun auf Schnaps, Nikotin, sonstige Drogen
    oder z.B. Snickers oder Chips, etc. abfährt.
    Das wäre dann bereits ein Rückfall, wenn sich ein Süchtiger seinen Stoff "mal gönnt".
    Es hat auch nichts mit extrem zu tun, wenn jemand die Suchtstoffe meidet, die ihn triggern
    und sein Suchtgedächtnis wieder aktivieren. Damit einen erneuten Suchtdruck auslöst und sich geradewegs in einen Kontrollverlust hinein begibt.
    Der Mensch muß Nahrung zu sich nehmen, da führt kein Weg dran vorbei.
    Er muß dabei aber nicht genau jene Dinge essen, nach denen er süchtig ist.
    Zumeist ist das die Verbindung von Fett und Zucker oder Fett und Salz in allen möglichen Kombinationen. Oft verpackt als Kuchen, Pizza, Snickers, Hamburger und Pommes
    und was es da noch so alles gibt.

    Turbotobi schrieb:
    Und ob es Sinn macht das eine Extrem durch ein anderes Extrem zu tauschen!?



    Was genau ist denn mit Extrem gemeint ?
    Die Dinge zu meiden die einem nachweislich nicht gut tun ?



    Turbotobi schrieb:

    Am Ende muss jeder individuell für sich einen Weg finden mit dem der Langfristig Leben kann.



    Da stimme ich voll und ganz zu.
    Was eben nicht ohne Nahrungsumstellung geht, was immer auch eine Änderung seines Eßverhaltens bedeutet.



     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.