Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Das 1. Mal Insulin

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.10.2021 21:15:53 | IP (Hash): 1058999687
    HeikeOV schrieb:
    Dass eine gesunde Gewichtsreduktion und eine angemessene Ernährung einen positiven - bzw. in diesem Fall eher negativen Einfluss - auf die Insulinmenge haben kann, ist da kein Widerspruch...


    Nee, reizt nur zum Verdacht auf eine "sehr kompetente" ärztliche Anleitung bzw. oder/und auf ein interessantes Verständnis von gesunder Ernährung ;)
    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.10.2021 21:23:11 | IP (Hash): 1058999687
    biggi119 schrieb:
    Und Typ 2 sollte am anfang höchstens zur schnelleren BZ-Reduktion bei sehr hohen Werten gespritzt werden.


    Sorry, aber das ist absolut sinnfrei! Typ 2 bekommt nur deswegen nicht gleich Insulin, weil Typ 2 auch über Jahre und auch mit miesestem BZ - zur Not auch über 1000!!! mg/d - ohne Insulin überlebt! Typ 1 in aller Regel nur wenige Tage bis wenige Wochen oder bestenfalls Monate, von LADA u.ä. mal abgesehen.

    Dass wir mit Typ 2 unseren BZ bis zur ICT nicht zu messen brauchen, hat nur damit zu tun, dass das für die Kostenträger kurzfristig billiger ist.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • specki

    Rang: Gast
    am 11.10.2021 21:26:50 | IP (Hash): 1487376100
    laaaaaaaaaaaaaaaach
    ich bin aber nicht "nett" falls du das noch nicht gemerkt hast
    soll ich noch mehr obst holen?(blöd kicher)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 593
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 11.10.2021 21:28:53 | IP (Hash): 1515891051

    Irrtum Jürgen, mit zunehmendem Alter verringert sich bei Typ 2 die körpereigene Insulinproduktion. Und wenn es so weit ist, muss man Insulin zuspritzen. Hat überhaupt nichts mit Kosten zu tun.

    Spritzt man von Anfang an, hat man später keine medikamentöse Steigerungsmöglichkeit.

    Das kannst du in einschlägiger Fachliteratur nachlesen. Das gleiche höre ich von meinem Diabetologen und meiner Hausärztin, zwei sehr kompetente Menschen.

    Gruß,
    Biggi
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 593
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 11.10.2021 21:29:42 | IP (Hash): 1515891051
    Du siehst auf Deinem Foto aber etwas breit aus - gggg.

    Und jetzt geh ich Nachrichten gucken Martina.

    Gruß,
    Biggi
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.10.2021 21:47:28 | IP (Hash): 1058999687
    Auf der anderen Seite, ich meine, ich hätte irgendwo gelesen, Pflegeberuf. Sorry, aber da ist Hopfen und Malz ….
    Eine meiner Töchter ist studierte Pflege-Lehrerin - und akzeptiert inzwischen meinen gesund gesunden BZ und nicht den diabetisch gesunden. Da gilt nur morgens+mittags+abends nach Doktors Orders. Also praktisch so wie ne feste technische Einstellung. Passt zu der Spritzvorgabe, nach der dann versucht wird, passend Nutella-Brötchen zu essen.

    Klar ist das meilenweit von unserer ICT entfernt, wo wir für das Insulin nach den KHs dosieren, die wir essen wollen. Aber das müsste eigentlich in ner INSULINER-Schulung gelernt werden und auch, wie man die Mengen/Faktoren selber anpasst. Und hatte ich nicht auch irgendwo gelesen, dass unser Sabine sone Schulung absolviert hat?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8855
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 11.10.2021 21:56:42 | IP (Hash): 1058999687
    biggi119 schrieb:

    Irrtum Jürgen, mit zunehmendem Alter verringert sich bei Typ 2 die körpereigene Insulinproduktion.


    NICHT, wenn Du Deinen BZ im gesunden Rahmen von nüchtern bis max 100 mg/dl und in der Spitze nach dem Essen meistens unter 140 mg/dl hältst. Da verringert sich zwar mit den Jahren alles, aber beim Zucker nix nennenswert.
    Nimm Helmuth, der ist 74 wie ich und noch neu diagnostiziert und kriegt sein Insulin gemessen, und das liegt mit Sicherheit immer noch ÜBER der Menge, die beim gesunden Menschen im selben Alter für gleichen BZ erforderlich ist. Und das heißt: es wird immer noch deutlich mehr Insulin produziert, als notwendig. Denn Insulin hat im Blut eine Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. 2 Einheiten haben ohne jeden Funktionsverbrauch nach 5 Minuten nur noch die Wirkung von 1 Einheit. Und wenn da im Blut bei nem Typ 2 mehr gemessen werden, dann muss dessen Pankreas dafür sehr viel mehr ausgeben!

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1007
    Mitglied seit: 26.10.2015
    am 12.10.2021 19:48:35 | IP (Hash): 652002656
    @Biggi:
    Deine Behauptung war, dass frühzeitig mit Insulin zu beginnen ein Risiko wäre, weil damit Möglichkeiten der Therapie-Verbesserung fehlen würden.

    Im Umkehrschluss bedeutet das, dass alle Typ1er keine Möglichkeiten haben ihre Therapie zu verbessern. Und das ist Blödsinn!
    Mit Insulin habe ich eine Vielzahl von Variationen über verschiedene Therapieformen (CT, ICT, CSII, ...) verschiedene Insuline (Mischinsuline, Normalinsulin, Analoginsulin, NPH-Isuline, UltraFast Insuline, diverse Langzeitinsuline). Dann kann ich dien Zahl der Injektionen und die Insulinmenge variieren usw, usw, ...
    Ich mach den Zirkus jetzt seit über 40 Jahren mit, und alle paar Jahre kommt was neues und besseres. Angefangen habe ich mit CT, über ICT und CSII betreibe ich jetzt ein ClosedLoop-System. Und auch ohne was wirklich neues lässt sich vieles optimieren. Aber das bedeutet Beobachten und Lernen - immer wieder auf's neue.

    Ein Typ2er, der die Eskalationsstufe der Tabletten überspringt, lässt halt eine oder zwei Stufe aus. Die Behauptung, dass irgendwann eh Insulin notwendig wird, kommt von dir.

    Wenn jemand sagt, ich möchte diese Tabletten nicht, kann man das auch einfach akzeptieren. Es nimmt sie Euch ja keiner weg.

    Kosten:
    Metformin ca 20 Euro pro Quartal, mit Insulin sind es schnell 400 Euro, die auf's Arzneimittelbudget gehen. Da wird ein wirtschaftlich denkender Arzt natürlich erstmal zu Metformin raten. Und die Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen verlangen (nicht zu unrecht) eine möglichst kostengünstige Versorgung. Die Chancen eines Typ2ers auf eine Insulinpumpe sind deshalb sehr gering...

    Und die meisten wollen natürlich auch lieber Tabletten als Insulin, einfach aus Angst aber auch Bequemlichkeit. Eine langsame Eskalation der Behandlung kann da psychologisch von Vorteil sein.
    Dazu wird seit einigen Jahren eine extreme Angst vor Hypos geschürt, obwohl sich diese inzwischen sehr zuverlässig durch FGM und CGMS-Systeme verhindern lassen und mit Insulin bekommt man im Allgemeinen zumindest ein FGM. Mit Sensor eine so schwere Hypo hinzubekommen, dass man Fremdhilfe braucht, ist schon eine besondere Leistung aber natürlich nicht ganz unmöglich.

    Ich hätte z.B. meine Blutdruckmedis lieber in einer fein dosierbaren Variante zum Spritzen, statt einmal an Tag entscheiden zu müssen, ob und wieviel ich brauchen werde.
    Bearbeitet von User am 12.10.2021 19:51:42. Grund: .
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 593
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 12.10.2021 20:33:21 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Heike,

    ich habe nie behauptet, dass dies notwendigerweise sein muss. Ich schrieb "es kann sein ..."

    Ich bekam am Anfang zu den Tabletten auch Insulin, aber nur, weil ich einen HbA1c-Wert von 12,5 hatte. Durch Ernährungsumstellung konnte ich innerhalb 1/4 Jahr sämtliches Insulin absetzen und hatte nach 1/2 Jahr einen Hb... von 5,5.

    Bei Typ-1-Diabetikern kann ich nicht mitreden, da kenne ich mich nicht aus. Aber es ging ja hier um Typ 2.

    Gruß,
    Biggi
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 593
    Mitglied seit: 10.01.2021
    am 12.10.2021 20:35:52 | IP (Hash): 1515891051
    Übrigens wollte mein Diabetologe nicht, dass ich so schnell vom Insulin runterkomme. Er hatte absolut keine Probleme, dies zusätzlich zu verordnen. Ich habe ihn überrascht ... lach. Keine meiner Ärzte ist zum Schlechteren seiner Patienten auf dem Spartripp, sonst wären sie nicht mehr meine Ärzte.

    Gruß,
    Biggi