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Diabetes Typ 2 ohne Übergewicht
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am 11.12.2021 00:02:15 | IP (Hash): 81480552
Hallo in die Runde!
Ich habe vor 2 Wochen leider die Diagnose bekommen. Nehme jetzt Metformin 500, meine Hausärztin betreut mich erstmal, einen Termin beim Diabetologen steht noch aus für Anfang 2022. Ich habe schon viel gelesen im Netz, in Bücher…. die Sache die mich veranlasst jetzt eine Frage zu eröffnen ist: ich lese überall „ mehr bewegen“, „Gewicht reduzieren“ …. Aber was mache ich mit BMI 21, im Schnitt 7000 Schritte pro Tag, 20 km Fahrrad pro Tag. Esse kaum Zucker, vegetarisch, viel Gemüse, kaum Alkohol.
Die hohen Blutzuckerwerte machen mir so Angst dass ich seit der Diagnose nochmal 2 Kilo abgenommen habe…. Und Hunger habe ich fast permanent.
Hat jemand Tipps für mich?
LG, Mamamomi -
am 11.12.2021 00:14:00 | IP (Hash): 1105760145
Wie hoch sind denn HbA1c und die Blutzuckerwerte?
Wie alt bist Du (circa)?
500mg Metformin pro Tag?
Lg Hape
Bearbeitet von User am 11.12.2021 00:14:34. Grund: ungefähre Angabe reicht -
am 11.12.2021 07:29:36 | IP (Hash): 1478240829
Mamamomi schrieb:
Hat jemand Tipps für mich?
Hallo Momi,
ich würde mir an deiner Stelle ein BZ-Messgerät besorgen und den BZ im Auge behalten. So lange die Erhöhung noch einigermaßen vertretbar ist, reicht der Termin beim Diabetologen im Januar. Der wird die richtige Diagnose stellen, wobei er sicher auch Typ1-Diabetes oder LADA überprüfen wird, und dich entsprechend behandeln.
Falls dagegen der BZ stark ansteigt, dann bleibt nur die Bahandlung als Notfall beim Diabetologen oder die Notaufnahme. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass du Typ1-Diabetes hast und eine Ketoazidose entwickeln könntest. So eine Ketoazidose solltest du möglichst vermeiden.
Wie hoch ist denn dein BZ bei deiner Ärztin gewesen? So lange der BZ unter 300 oder nur kurz darüber bleibt, brauchst du so einen Notfall nicht zu befürchten.
Gegen den Hunger kannst du übrigens verstärkt Fett und Eiweiß essen. Die lassen den BZ nur wenig ansteigen und machen auch lang anhaltender satt. Außerdem kannst du, weil du kein Übergewicht befürchten musst, mehrere kleine Mahlzeiten am Tag einnehmen.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.12.2021 07:31:17. Grund: BBCodes -
am 11.12.2021 07:42:01 | IP (Hash): 81480552
Ich bin 49 Jahre alt.
Der Langzeitwert war 6,7
Das mit den kleineren Mahlzeiten habe ich auch schon gemerkt, dass das etwas besser ist , auch der Hunger ist so etwas besser zu besänftigen.
Ein BZ Geröt hat meine Hausärztin mir gegeben und ich messe 4 mal täglich. Metformin soll ich morgens nehmen, 1 Tablette.
der Nüchterwert ist immer etwa 120, nach brotmahlzeiten ist es bei 180-200, bei kohlenhydratarme Mahlzeiten niedriger, so um die 140… da habe ich dann aber dieses ständige Hungerproblem 😬 -
am 11.12.2021 08:43:32 | IP (Hash): 1478240829
Hallo Momi,
bei solchen harmlosen Werten kannst du ganz in Ruhe den Termin beim Diabetologen abwarten. Für mich sieht es auch nicht nach einem sich schnell entwickelnden Typ1-Diabetes aus, bei dem es gefährlich werden könnte.
Probiere es mal mit mehr Fett, das hilft wirklich beim satt werden. Für dich als Veganerin kämen Kokosöl, Olivenöl und solche Sachen in Frage, die du geschickt in deine Mahlzeiten einbauen musst, so dass es dir noch schmeckt.
Alles Gute und die notwendige Ruhe bis zum Diabetologentermin, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.12.2021 08:44:23. Grund: BBCodes -
am 11.12.2021 08:46:55 | IP (Hash): 1139811695
Hallo Mamamoni,
ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.
Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.
Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.
Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.
Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank. -
am 11.12.2021 08:53:32 | IP (Hash): 81480552
Danke Rainer für deine ausführliche Antworten! Ich werde versuchen noch mehr Eiweiß in der Nahrung einzubauen, esse zB zum Frühstück Joghurt mit Haferflocken und Beeren… der Joghurt wird jetzt durch Quark ersetzt, mal schauen ob es dann länger sättigt.
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am 11.12.2021 08:58:37 | IP (Hash): 81480552
Wunsch2021 schrieb:
Hallo Mamamoni,
ich habe zwar noch keine Diagnose (OGTT steht wegen Stillen noch aus), aber ich habe auch BMI so um den 21 herum.
Meine Ärztin (Diabetologin) hat GAD-Antikörper bei mir bestimmen lassen sowie C-Peptide und Insulinausschüttung im Nüchternzustand. Es gibt erstmals keinen Anhaltspunkt für Typ 1 bzw. Lada-Diabetes. Weitere Untersuchungen folgen.
Ich komme ursprünglich aus China. Dort ist mindestens einer von 10 an Diabetes erkrankt und im größten Forum für Diabetiker dort habe ich gelesen dass die meistens bei der Diagnose eher normalgewichtig bzw. untergewichtig sind. Also die meisten haben einen BMI von 20-21 bei der Diagnose von Typ2 Diabetes. Und trotzdem viele von denen starke Insulinresistenz.
Dort sind viele Ärzte der Meinung dass diese Volksgruppe teilweise „skinny fat“ sind. Also teilweise haben sie Fettleber bei BMI 19 oder so. Und Muskel-Training hat sich bewiesen und wirkt oft besser und effektiver wie zum Beispiel schnelles Laufen usw.
Vielleicht kannst du dich mal melden wenn du dann beim Diabetologen warst. Vielen Dank.
Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?
Und ja, Muskeltraining mache ich auch; ich bewege mich im Alltag viel weil ich auch eine rheumatische Erkrankung habe und ich die Schmerzen im Becken nur durch Bewegen in Schach halten kann.
Von den anderen Diabetes Arten hat meine Hausärztin nichts gesagt, bin mal gespannt ob Der Diabetologe dann weitere Untersuchungen machen wird.
Meine größte Sorge ist nicht noch weiter anzunehmen 😩 -
am 11.12.2021 09:53:48 | IP (Hash): 1478240829
Mamamomi schrieb:
Fettleber? Das hört sich nicht schön an… wie merkt man das?
Eine nichtalkoholische Fettleber (NAFL) kommt auch bei uns Europäern nicht nur bei Übergewichtigen, sondern manchmal auch bei Schlanken vor. Allerdings wesentlich seltener als bei Asiaten. Ich bin auch gespannt, was dein Diabetologe bei dir diagnostiziert.
Lass dir aber dadurch nicht noch zusätzliche Angst davor einjagen, mehr Fett zu essen. Ursache für so eine NAFL sind in den meisten Fällen zu viele KH, nicht zu viel Fett, ähnlich wie bei einer Gänsestopfleber. Wenn du zum Frühstück auf Quark umstellst, dann nimm lieber nicht die fettreduzierte Variante. Der normale Quark mit seinem Eiweiß und Milchfett sättigt wirklich besser.
Beste Grüße, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.12.2021 09:57:28. Grund: BBCodes -
am 11.12.2021 10:49:46 | IP (Hash): 1044731888
Die Herausforderung ist noch ein bisschen gemeiner, denn wann eine Leber wieviel Fetteinlagerung dazu nutzt, mehr Glukose auszugeben als verbraucht wird, weiß bislang niemand. Das kann bei 20 % Fettleber sein oder bei 80 % oder auch überhaupt nicht. Die meisten Menschen mit Fettleber haben und entwickeln keinen Diabetes.
Ob die eigene Leber zu denen gehört, die zu Diabetes neigen, lässt sich praktisch nur ausprobieren mit Leberfasten = pro Tag nur 600-800 kcal. Nach 7-10 Tagen müsste sich eine völlige Normalisierung des Blutzuckers einstellen, wenn die unnormale tatsächlich vom Fett in der Leber verursacht wurde. - Und wer dann wieder bei KHs zuschlägt, vor allem auch bei Obst mit schön viel Fruchtzucker, hat das Fett dann sehr schnell wieder zurück und natürlich auch den höheren BZ :(
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 11.12.2021 10:52:53 | IP (Hash): 1139811695
Du hast da Recht Rainer. Auch bei uns vermuten die Ärzte dass Fettleber eher von zu viel KHs kommt.
Allerdings habe ich auch keine Ahnung woran man Fettleber sieht. Ich meine wie die Diagnose gestellt wird, an bestimmten Parametern im Blut oder eher Ultraschall?
Und bekanntlich essen wir in China wesentlich weniger Fleisch wie hier aber sehr viel KHs. Dafür aber viel mehr Diabetiker.
Ich habe vor etwa 1,5 meine Ernährung umgestellt, esse nun weniger KH, mehr Eiweiß und Fett. Mein Gesamt-Cholesterin ist von 200 auf 160 gesunken. Immer noch nicht so gut, ich weiß aber im Rahmen.
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am 11.12.2021 11:01:09 | IP (Hash): 1139811695
Übrigens habe ich auch eine Zeit lang viel abgenommen. Vielleicht weil ich sehr oft gemessen habe und bei höherem Wert habe ich nicht getraut zu essen. Auch aktuell wenn ich sehe dass mein Wert nach vier Stunden nach einer Mahlzeit immer noch nicht unter 100 ist, da kriege ich Panik und esse weniger. Andererseits denke ich dass das Leben nicht nur um Zucker drehen soll. Klar sollte man achtsam sein aber man sollte trotzdem sich womöglich gut ernähren und das Essen genießen. Wenn du die selbe Erfahrung gerade machst wie bei mir, würde ich nicht ständig messen. Alles Gute! -
am 11.12.2021 11:05:38 | IP (Hash): 1478240829
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Bearbeitet von User am 11.12.2021 11:07:18. Grund: doppelt -
am 11.12.2021 11:06:20 | IP (Hash): 1478240829
Hallo Wunsch,
feststellen kann das ein geübter Arzt im Ultraschall.
Ein bisschen kann man mit dem FLI vermuten, allerdings passt der vermutlich nicht allzu gut für Schlanke:
https://rechnersammlung.de/fli
Neben den Körpermaßen sprechen hohe Triglyceride und ein hoher Leberwert Gamma GT für eine nichtalkoholische Fettleber oder anders herum: bei niedrigen TG und niedrigem GGT ist eine Fettleber eher unwahrscheinlich.
Bei Mamamomi liegt aber eher LADA oder MODY auf der Hand. Sie sollte diesbezüglich erst einmal die Untersuchungen des Diabetologen abwarten.
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.12.2021 12:04:03. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 11.12.2021 12:09:23 | IP (Hash): 81480552
Wunsch2021 schrieb:
Übrigens habe ich auch eine Zeit lang viel abgenommen. Vielleicht weil ich sehr oft gemessen habe und bei höherem Wert habe ich nicht getraut zu essen. Auch aktuell wenn ich sehe dass mein Wert nach vier Stunden nach einer Mahlzeit immer noch nicht unter 100 ist, da kriege ich Panik und esse weniger. Andererseits denke ich dass das Leben nicht nur um Zucker drehen soll. Klar sollte man achtsam sein aber man sollte trotzdem sich womöglich gut ernähren und das Essen genießen. Wenn du die selbe Erfahrung gerade machst wie bei mir, würde ich nicht ständig messen. Alles Gute!
Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….
LG, Momi -
am 11.12.2021 12:13:28 | IP (Hash): 81480552
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Bei Mamamomi liegt aber eher LADA oder MODY auf der Hand. Sie sollte diesbezüglich erst einmal die Untersuchungen des Diabetologen abwarten.
Lieber Rainer, darf ich fragen ob du einen medizinischen Hintergrund hast? Du scheinst dich richtig gut auszukennen :-)
Fetthaltiger Quark steht jetzt auf dem Speiseplan!
LG, Momi -
am 11.12.2021 12:17:57 | IP (Hash): 81480552
Ups, konnte dich nicht zitieren und jetzt ist ein Teil von deiner Antwort in meinem Beitrag kopiert worden.
Was ich noch fragen wollte: diese Diabetesformen LADA und MODY, findet einen Diabetoligen so etwas Standard bei der Ananmese heraus oder muss das extra untersucht werden? -
am 11.12.2021 15:16:41 | IP (Hash): 1478240829
Mamamomi schrieb:
Was ich noch fragen wollte: diese Diabetesformen LADA und MODY, findet einen Diabetoligen so etwas Standard bei der Ananmese heraus oder muss das extra untersucht werden?
Hallo Momi,
das muss extra untersucht werden, wobei Der Diabetologe mit seinem großen Erfahrungsschatz wahrscheinlich eine Vermutung hat und in dieser Richtung genauer nachsieht.
Vermutlich wird er das C-Peptid bestimmten lassen und dein Blut auf die für Typ1-Diabetes zuständigen Antikörper untersuchen lassen, um LADA zu bestätigen oder auszuschließen. Das ist die wichtigste Untersuchung, weil du mit LADA eine andere Therapie benötigst. Wenn er LADA ausschließen kann, dann sieht er mit den Werten auch etwas über eine mögliche Insulinresistenz, die häufig mit einer nichtalkoholischen Fettleber verknüpft wäre. Warte ab, was die Untersuchungen bringen und welche Diagnose der Diabetologe anhand der Werte und seiner Erfahrungen stellt. Bis dahin ist alles offen, die Typ2-Diagnose deiner Hausärztin hat nicht viel zu sagen. Lass dir unbedingt Kopien der Laborberichte geben und sammle die. Wenn du dann Fragen zu den einzelnen Werten hast, kannst du sie hier im Forum beantworten lassen.
So wie du deinen BZ bisher im Rahmen hältst, machst du alles richtig und brauchst weder Angst noch ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn es nicht immer perfekt funktioniert oder wenn du dir bewußt eine Ausnahme leistest. Ich bin übrigens kein Fachmann, sondern nur langjähriger Diabetiker mit gesammelten Erfahrungen zu meinem Diabetes und vom Austausch mit anderen Diabetikern.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 11.12.2021 15:37:20. Grund: BBCodes -
am 11.12.2021 16:51:54 | IP (Hash): 1044731888
Mamamomi schrieb:
Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….
Was ich bei Euch beiden nicht verstehe: Warum wollt Ihr die Augen vor höherem BZ zumachen = Kopf in den Sand stecken = besser nicht wissen=messen? Ihr könnt doch ganz normal essen und beobachten, wie Euer BZ damit u.U. immer höher ansteigt, auch wenn Ihr Normalgewicht haltet, und dann dafür Medis bekommen, dass Ihr ihn in dem Bereich halten könnt, den Ihr haben wollt. Aber auch das geht ausschließlich mit Messen.
Und nicht nach "der Arzt hat gesagt, viermal," sondern so häufig, wie Ihr am Verlauf seht, dass Messen notwendig ist!
Ich halte Messenkönnen und sich so gesund danach richten Können, wie man das will, für ne wahnsinnig tolle Möglichkeit, und mir fehlt echt jedes Verständnis dafür, wie jemand darauf verzichten können und sich dafür unbedingt krummlegen will.
Wenn Ihr messt, dass Euer BZ bei dem Essen, dass Ihr mögt und wollt, nur mit Medis zu halten geht, braucht doch niemand dafür ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann eben passend Medi nehmen und gut, oder warum vielleicht nicht? Was ist da, was ich aus meinen Opa-Augen vielleicht übersehe?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 11.12.2021 17:54:11 | IP (Hash): 1124237365
Hallo Jürgen,
tatsächlich mache ich seit einem Jahr nichts anderes als mit weniger KHs und Bewegungen die endgültige Diagnose und die Medis-Einnahme hinauszuschieben. Obwohl mein Nüchternwert innerhalb dieses Jahres trotz weniger KHs und Bewegungen von 99 auf 109 und mein Langzeitzucker von 5,3 auf 5,7 gestiegen ist.
Es ist manchmal schon anstrengend, weil ich zu Hause zwei Kleinkinder habe (1 und 3). Und auch bin ich mir nicht sicher was eine langfristige Kohlenhydratearme Ernährung evtl. welche gesundheitliche Schäden mitbringt. Aber insgesamt lebe ich in dem einen Jahr viel bewusster wie früher. Ich bewege mich viel mehr und esse so gut wie gar nichts süßes mehr (davor jeden Tag zumindest eine große Tafel Schokolade und ununterbrochen Süßigkeiten, kiloweise Obst und selten Gemüse). Daher denke ich dass die aktuelle Lebensweise zwar nicht ganz ausgewogen ist (wegen weniger KH), jedoch gesünder wie vorher ist.
Ich gehe innerlich schon davon aus dass meine Diagnose in den nächsten zwei Jahren dann steht. Aber wenn ich noch ein paar Monate mehr ohne Medikamente leben kann, warum nicht. Ich bin erst 38:)
Innerlich geht’s mir schon besser, muss ich sagen dass ich weiß ich bekomme dann Medikamente und es bedeutet kein Ende wenn ich mit Ernährung und Bewegung nichts mehr bewirken kann.
Herzlichen Dank für deine Worte! Es berührt mich immer wieder dass du und Rainer für uns Fremde so viel Zeit nehmt. Also wirklich vielen Dank! -
am 11.12.2021 18:20:49 | IP (Hash): 81480552
hjt_Jürgen schrieb:
Mamamomi schrieb:
Liebe Wunsch, genauso ergehst mir zur Zeit, ständig Angst die BZ Werte in die Höhe zu jagen aber dann zu wenig zu essen und Hunger zu haben. Messen muss ich jetzt erstmal bis zum nächsten Arzttermin, sie möchte die Werte sehen. Hoffe auch dass ich dann ein wenig Entwarnung bekomme und nicht mehr so oft messen brauche weil der Essens-Stress ist schon sehr hoch gerade….
Was ich bei Euch beiden nicht verstehe: Warum wollt Ihr die Augen vor höherem BZ zumachen = Kopf in den Sand stecken = besser nicht wissen=messen? Ihr könnt doch ganz normal essen und beobachten, wie Euer BZ damit u.U. immer höher ansteigt, auch wenn Ihr Normalgewicht haltet, und dann dafür Medis bekommen, dass Ihr ihn in dem Bereich halten könnt, den Ihr haben wollt. Aber auch das geht ausschließlich mit Messen.
Und nicht nach "der Arzt hat gesagt, viermal," sondern so häufig, wie Ihr am Verlauf seht, dass Messen notwendig ist!
Ich halte Messenkönnen und sich so gesund danach richten Können, wie man das will, für ne wahnsinnig tolle Möglichkeit, und mir fehlt echt jedes Verständnis dafür, wie jemand darauf verzichten können und sich dafür unbedingt krummlegen will.
Wenn Ihr messt, dass Euer BZ bei dem Essen, dass Ihr mögt und wollt, nur mit Medis zu halten geht, braucht doch niemand dafür ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann eben passend Medi nehmen und gut, oder warum vielleicht nicht? Was ist da, was ich aus meinen Opa-Augen vielleicht übersehe?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Hallo Jürgen, ich habe erst mit Medis angefangen seit etwas über eine Woche und habe außer eine Tablette Metformin keine Möglichkeit die BZ Werte „tablettenmäsig“ zu beeinflussen.
Ich wünsche mir sehr dass sich meine Angst für hohe BZ-Werte bald beruhigt und die Mahlzeiten wieder zu einem unbeschwerten, schönen Moment am Tag wird….
Dabei schließe ich mich Wunsch an und bedanke mich sehr für‘s Mit-überlegen. Deine Anregung essen zu genießen nehme ich mit in den Sonntag!
LG, Momi -
am 12.12.2021 09:55:36 | IP (Hash): 976093414
Mamamomi schrieb:
Ich habe erst mit Medis angefangen seit etwas über eine Woche und habe außer eine Tablette Metformin keine Möglichkeit die BZ Werte „tablettenmäsig“ zu beeinflussen. Ich wünsche mir sehr dass sich meine Angst für hohe BZ-Werte bald beruhigt und die Mahlzeiten wieder zu einem unbeschwerten, schönen Moment am Tag wird….
Hallo Momi,
du hast wahrscheinlich die falsche Vorstellung, dass jede BZ-Spitze, die ein bisschen zu hoch ist, deinem Körper schaden könnte. So ist das wirklich nicht. Um Schäden anzurichten, braucht es über viele Monate und Jahre ständig zu hohen BZ. Wenn bei einmaligen Ereignissen wirklich mal Schäden in einigen Zellen angerichtet werden, dann repariert der Körper die wieder. Das kann er gut, das ist ein ganz normaler Vorgang. Bleibende Schäden entstehen erst, wenn er mit der Reparatur nicht mehr hinterher kommen kann. Insofern kannst du dir wirklich viel Zeit nehmen, um zu lernen. Wichtig ist, dass du dann lebenslang dran bleiben musst. Wenn du erst mal 6 oder sogar 12 Monate brauchst, um den BZ möglichst gut hinzukriegen, dann wäre das wirklich kein Problem.
Jetzt ganz am Anfang kommt noch dazu, dass du noch gar nicht sicher bist, welchen Diabetes du hast und welche Therapie geeignet ist. Selbst wenn es ein ganz normaler Typ2-Diabetes ist, sind die 500mg Metformin nur die Einschleichdosis, die deine Ärztin schrittweise erhöhen wird. Wenn du ihr deine guten BZ-Werte zeigst, dann musst du unbedingt dazu sagen, was du alles dafür tun musstest. Ohne diese Information lässt sie es vielleicht bei der niedrigen Dosis.
Bitte nicht falsch verstehen, es ist ganz toll, dass du dir so große Mühe gibst und dabei auch so viel Erfolg hast. Dabei kannst du aber ganz ruhig und gelassen bleiben. Es geht nicht darum, jede hohe BZ-Spitze zu vermeiden. Du musst nur die richtigen Lehren aus solchen Ereignissen ziehen und langfristig die richtige Balance zwischen eigenen Bemühungen und medikamentöser Unterstützung finden.
Weiter viel Erfolg, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 13.12.2021 11:36:47. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 12.12.2021 17:30:27 | IP (Hash): 1733426085
Hallo Mamamoni, Hallo alle,
mir gehts ähnlich wie Moni! Habe im Juli die Diagnose bekommen: HBA1c: 6,7, NBZ 112. Bin und war immer schlank (170, 52 kg) und sportlich. Der Diabetologe meint, Insulinresistenz wäre unwahrscheinlich, da schlank und er sehe auch, dass ich sportlich sei. C-Peptid ist laut Labor am unteren Grenzwert.
GAD Antikörper waren aber auch negativ. Andere Antikörper hat er (noch) nicht getestet.
Ich habe auch gleich nach Diagnose mir ein BZ Testgerät besorgt. Und leider feststellen müssen, dass ich nach einem 1/2 Volkornbrötchen mit selbergemachtem Humus und ein par Heidelbeeren bei 170 lande, ohne schon satt zu sein…Gleiches Spiel bei 50 gr. Vollkornnudeln mit Ratatouille.
Also habe ich die KH Zufuhr pro Mahlzeit auf max.20 reduziert. Damit bleibe der BZ dann unter 140. Unter Hunger leide ich mit dieser Fett und Eiweißernährung nicht, Ich esse viel Sojaprodukte, und wieder mehr Fleisch und viel mehr Käse. Anfang November war mein A1c bei 5,7…. Mein Cholesterin ist aber von190 auf 237 angestiegen…. Na toll…Mal sehen was der Termin bei der Ernährungsberaterin bringt.
Metformin hab ich sofort bekommen und bin mitlerweile bei der max Dosis von 2 mal 1000gr. Gegen den krassen Durchfall den das Met mir verursacht hat habe ich ne ganze weile Luvos Heilerde genommen (immer 2hZeitversetzt zum Met). Mitlerweile hat sich mein MagendarMTRackt offensichtlich dran gewöhnt. Mein NBZ morgens ist recht konstant zw. 104 und 114. Finde ich zu hoch. Moni, Bin gespannt wies bei dir weitergeht.
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am 12.12.2021 17:43:26 | IP (Hash): 1733426085
…
Bearbeitet von User am 12.12.2021 17:44:31. Grund: sorry doppelt gesendet -
am 12.12.2021 17:43:35 | IP (Hash): 1733426085
Mamamomi schrieb:
..Joghurt mit Haferflocken und Beeren… der Joghurt wird jetzt durch Quark ersetzt, mal schauen ob es dann länger sättigt.
Statt Joghurt kannst du auch Sojajoghurtalternative nehmen. Die gibts z.B. von Alnatura mit weniger 0,5Kh pro 100gr.
Und Haferflocken sind mit knapp 60Kh auf 100gr alles andere als KH arm. Die könntest du durch eine Mischung Sojaflocken, Hanfsamen, geschr. Leinsaat, Chiasamen, Mandeln und Nüssen ersetzen. Oder google mal nach Low Carb / Paleo Müsli.
Mandelmilch ohne Zucker z.B. hat auch 0KH.
Aber wie immer bei Ernährung: auch dieses Frühstück hat bestimmt irgendwelche Nachteile🥲