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Insulineinstellung - Fragen

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    am 11.01.2022 10:56:03 | IP (Hash): 1219188843
    Hallo Community,

    ich befinde mich nach wie vor noch in der Insulineinstellung, da mich meine Werte ab und an doch zum Nachdenken anregen.

    Derzeit bin ich so eingestellt, dass ich direkt vor der Mahlzeit meinen BZ messe und dann entsprechende Einheiten vom Mahlzeiteninsulin spritze. Von Wert X bis Wert Y z. B. 7 Einheiten, vom Wert z - Wert a z. B. 8 Einheiten usw.
    Mir ist aufgefallen, dass dies ja nur den momentanen Zuckerwert berücksichtigt, aber nicht die KH, die ich zu den Mahlzeiten zu mir nehme. Um 2 Stunden nach der Mahlzeit noch im Rahmen zu bleiben mit den BZ-Werten, ist eigentlich momentan nur eine Gemüsesuppe drin. Gibt der Chef aber nach einer 16 Stunden Schicht am Wochenende eine Pizza zur Stärkung aus, wäre ich ja selbst Schuld, wenn ich dann mein verdorrtes Gemüse aus der Brotdose esse.
    Allerdings sind die BZ-Spitzen dann auch nicht mal mehr mit zusammengekniffenen Augen zu übersehen, die daraus folgende Mattigkeit, Müdigkeit und die Wüste im Mund, läßt sich dann auch nicht ignorieren.

    Wie bekomme ich das meiner Diabetologin beigebracht, dass sich mein KH-Gehalt in den Mahlzeiten mal stark unterscheiden kann, die sich dann mit dieser Spritztechnik nur zur nächsten Low-Carb-Mahlzeit ausgleichen läßt, dazwischen aber für zum Teil sehr hohe Werte sorgt?

    Mahlzeiteninsulin ist Actrapid und Langzeitinslulin zur Nacht ist Lantus (12 Einheiten), wobei ich dort auch schon mal selbst korrigiere. Ist der gemessene Wert sehr hoch (bei 200) spritze ich 12 Einheiten, alles drunter 10 Einheiten, um nicht den nächsten Morgen in den Unterzucker zu fallen.

    Viele Grüße
    Laurana
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    am 11.01.2022 20:03:38 | IP (Hash): 736341518
    Du hast das Libre und siehst Deinen kompletten BZ-Verlauf. Wenn Dein BZ nach dem Essen und dem Ansteigen dann sinkt und schließlich mit dem Sinken auf etwa der Höhe aufhört, auf der Du vor dem Essen gespritzt hast, hat die Spritzmenge zum Essen gepasst. Wenn höher, hast Du zu wenig gespritzt, wenn niedriger zu viel.

    Klar lässt sich immer erst im Nachhinein sehen, wie gut gepasst oder wie weit daneben. Deswegen empfiehlt sich zur gleichen Tageszeit das gleiche Essen, bis Start- und Auslaufhöhe passen. Dann kann man sehen, wie viele IEs eben zu dieser Tageszeit für 1KE oder 1BE passen und das als Grundlage für die anderen Tageszeiten und für andere KH-Mengen nehmen und da halt ebenso austesten. Das ist schon die ganze Raketenwissenschaft :)

    Was sagt denn Dein Libre zum Nachtverlauf? Wann ist der am tiefsten und wie "tief"?

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    Bearbeitet von User am 11.01.2022 21:07:49. Grund: Ergänzung
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    am 11.01.2022 20:43:57 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Laurana,

    ich empfehle Dir, bei Deinem Diabetologen dringend nach einer Schulung zu fragen. Ich kann Dir nur erzählen, dass Pizza so gar nicht geht. 2 Stunden nach Essen geht Dein BZ noch, aber gerade bei Pizza saust er nach 3 - 4 Stunden astronomisch in die Höhe. Ansonsten kann man den BZ gut durch entsprechende Mahlzeiten lenken. Das dauert und man muss erst mal ausprobieren, was geht und was nicht. Vollkornprodukte wie Vollkornnudeln, Vollkornreis (allerdings eingeschränkt wegen der Kohlehydrate, aber nicht ganz darauf verzichten) und V-Brote, dann vorzugsweise Hähnchenfleisch, Hähnchenwurst, fettarmen Käse und vieeeel Gemüse, Kartoffeln,. Zucker ganz einsparen, auf Süßstoff umsteigen, keinen Kuchen. Damit bekommst Du zunächst einmal Deinen BZ in den Griff. Du hast nicht geschrieben, seit wann Dein Diab. bekannt ist und seit wann Du Insulin nimmst. Musst Du auch Tabletten nehmen? Deine 8 Einheiten hören sich nicht viel an.

    Ich bekam am Anfang Tabletten und Langzeit- sowie Mahlzeiteninsulin. Das Insulin konnte ich nach kurzer Zeit absetzen, und die Tabletten konnte ich in der Zwischenzeit auch reduzieren.

    Nur Mut, es geht, man muss das alles erst auch lernen. Wenn Du Hunger zwischendurch hast, esse Nüsse (bitte ohne Salz) oder auch mal eine Karotte. Obst nur bis zum Mittag von wegen Fruchtzucker.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 00:04:09 | IP (Hash): 77128888
    Hallo Biggi,

    ich wundere mich immer wieder, dass du so große Probleme mit Pizza hast, ich habe die nicht. Allerdings mag ich Pizza auch nur vegetarisch. Für den Teig nehme ich Dinkel-Vollkornmehl, das funktioniert gut mit Hefe, rolle ihn recht dünn aus, Pizzaiola ohne Zucker drauf und belege ihn dick mit verschiedenen Gemüsesorten. Obendrauf noch dünn Emmentaler (ich weiß so gar nicht italienisch, aber er ist halt mein Lieblingskäse). Ich denke, es würde sicher auch kein Problem sein, da noch mageren Schinken oder ähnliches draufzulegen. Damit hält sich mein Zuckerwert in Grenzen.

    Vielleicht kommst du mit der Version auch klar...es wäre doch ein echter Verlust auf Pizza zu verzichten ;-)
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    am 12.01.2022 10:38:10 | IP (Hash): 1515891051

    Hi Zuckerle,

    ich habe Pizza bezüglich BZ gar nicht ausprobiert, in der Schulung hat die Diabetes-Ernährungsberaterin nur ausdrücklich davor gewarnt. Und einige Teilnehmer haben das bestätigt. Es kann durchaus sein, dass es nicht bei jedem gleich ist. Da ich aber soundso kein Pizzafan bin, ist es für mich kein Verlust, darauf zu verzichten. Interessant ist, dass Du mit Dinkelvollkorn klar kommst. Dinkelvollkornprodukte wären auch nicht so ideal, besser wäre Weizenvollkorn. Da siehste mal - grins. Aber ich denke, das kann man ja dann mit einer Messung ausprobieren.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 11:07:07 | IP (Hash): 77128888
    Ach so @Biggi...ich dachte, diese immer wiederkehrende Warung vor Pizza beruhe auf eigener Erfahrung.

    Vermutlich dürfte es ziemliche egal sein, ob Dinkel- oder Weizenvollkornmehl, hauptsache Vollkorn.
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    am 12.01.2022 11:13:39 | IP (Hash): 1515891051
    Huhu Zuckerle,

    glaube ich nicht, Dinkel wäre nicht so leicht verdaulich. Genauso Dinkelöl sollte man nicht nehmen, besser Oliven- oder Rapsöl. Ich habe vieles von dem Lehrinhalt ausprobiert und bei mir trifft alles zu. Ich denke aber, nachdem ich hier so lese, dass einiges doch von Diabetiker zu Diabetiker schwankt.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 12:19:01 | IP (Hash): 77128888
    Ja Biggi, das stimmt, Dinkel ist nicht so leicht verdaulich wie Weizen, was aber positiv zu bewerten ist. Dinkel ist genau genommen eine Weizenart, allerdings ist der Spelz so fest verwachsen, dass man ihn nur durch abschleifen vom Korn trennen kann. Deshalb ist Dinkel in der Regel als Vollkornprodukt verfügbar. Bekanntlich lassen Vollkornprodukte den Blutzucker weniger bzw. langsamer ansteigen. Schon alleine deshalb ist er für uns die bessere Wahl.

    Von Dinkelöl habe ich noch nie gehört...auch die Tante Google kennt das nicht. Auch ich verwende Oliven- und Rapsöl, aber auch das leckere regionale Frankenöl, das ist ein kaltgepresstes Sonnenblumenöl, das in meinem Fall nur einen Transportweg von ca. 30 km hinter sich hat...und lecker ist es auch noch...
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    am 12.01.2022 14:33:38 | IP (Hash): 1006758803
    also ich kann euch diese Seite empfehlen https://steinerfood.com/ preislich natürlich etwas teurer aber wenn man die KH sieht, und schmecken tut es auch...kann es in Toaster üder auch überbacken, bei bofrost gibt es Brötchen die haben 9g KH

    Mfg
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    am 12.01.2022 14:48:29 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Hanu,

    interessant, die Seite. Ich habe oft die Brötchen von Bofrost - Eiweißbrötchen. Ansonsten esse ich Knäckebrot - Vollkorn -, schmeckt mir und lässt BZ auch nicht doll ansteigen. Aber die Seite von Dir werde ich gründlicher durchlesen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 14:52:20 | IP (Hash): 1219188843
    Hallo biggi,

    meine Geschichte ist kurz und bündig: Seit 2016 als normalgewichtiger Typ 2 eingestuft mit HbA1c 10,4 und 320 nüchtern BZ, nach einer umfangreichen Metformin-Therapie von 2016 - 2017 dann von 2017 - 2020 in Revision gegangen, heißt, keine medikamentöse Therapie mehr. Hab den BZ mit Sport und Ernährung in Schach gehalten.
    Sport mußte ich berufsbedingt Mitte 2019 stark zurückschrauben von voher 4 Stunden täglich auf ca.1 h täglich runter. Damit stieg dann der HbA1c leider wieder auf 7,9. Metformin wurde wieder eingesetzt, aber nach 9 Monaten Dauerdurchfall mit anschließendem Reizdarm und steigenden HbA1c-Wert auf 8,1 wurde Metformin abgesetzt und erst mal Langzeitinsulin angesetzt. eDann kam Mahlzeiteninsulin am Abend 0-0-1hinzu, dann Mahlzeiteninsulin für Morgens 1-0-1 und schlußendlich auch noch für Mittags 1-1-1.
    Kurz vor der Insulintherapie hatte ich es nochmal über die Ernährung versucht, in dem ich alle KH weggelassen habe, also keine Kartoffeln, Reis, Brot, Nudeln. Dies führte aber dazu, dass ich Heißhungerattacken auf alle möglichen Brotsorten oder Nudelgerichte bekam. Also esse ich wieder KH, wenn auch nicht soviel wie Nicht-Diabetiker...
    Mit der Ernährung kenne ich mich bestens aus. Aber berufsbedingt kann es mal mehr, mal weniger stark vorkommen, dass ich eine Wochenendschicht einschieben muß, deren Ende unbekannt ist. In der Regel resultieren diese aus Notfällen, wenn wieder mal ein System ausfällt (ich arbeite in der IT). Dann muß man in der Regel schnell vor Ort sein und das Ende des Einsatzes ist meistens unbekannt.
    Wir haben einen lieben Chef, der dann Essen für die betroffenen Kollegen ausgibt und alle lieben Pizza. Und offen gestanden kann ich nach 8 Stunden Einsatzzeit und knurrendem Magen nicht daneben sitzen und zugucken auch wenn die Schulung besagt, dass Pizza nicht gut ist.. Aber soviel Selbstbeherrschung lege ich dann selten an den Tag, zumal die nächste Mahlzeit auch dann noch in den Sternen stehen kann. . Den Job wechseln möchte ich auch nicht! Er macht Spaß und ich kann meine Kinder gut mit druchbringen.
    Nur stören mich dann diese argen BZ-Spitzen, mit denen ich dann den nächsten Tag noch zu kämpfen habe. Denn zum einen ist mein BZ vor diesen (Pizza)Mahlzeiten meist auf 90 runter, so dass ich laut Plan kein Insulin spritzen soll, aber selbst nach der halben Pizza, komme auch ich, leider in astronomische Höhen (von 200 - 380 war alles schon dabei), mit deren Nachwirkungen ich noch am nächsten Tag zu kämpfen habe.

    Beim HbA1c sieht man diese Spitzen nicht unbedingt. Der letzte Ende November lag bei 7,4, woraufhin das Mittagsinsulin noch hinzugefügt wurde. Laut letztem Sensor, der bis Samstag lief, bin ich aber zu 90 % derzeit im grünen Bereich und nur ca. 1 % im roten Bereich, Der Rest ist gelb..

    Die letzten Werte vom 7.1. an sind allesamt im roten und gelben Bereich. Aber ich hab am 6. 1. auch den Booster bekommen. Das sollte sich diese Woche wieder normalisieren. Ist schon bekannt von den ersten beiden Impfungen.. Zwei Stunden nach der Impfung hatte ich BZ von 350 ohne Mahlzeit! Ich wollte die schon fragen, ob die mir KH gespritzt haben^^.

    Mach ich mir zuviel Gedanken bei den 'Entgleisungen'? Unbekannt ist aber leider auch, wieviel Eigeninsulin ich noch produziere. Das es weniger als normal ist, ist aber schon mal klar.

    Mit meiner Diabetologin bin ich erst mal recht schwammig verblieben. Ich soll doch entsprechend den Werten selbst an der Schraube drehen.. Wieviel hat sie mir nicht gesagt. Soll ich experimentieren? Wie? Den nächsten Termin hab ich im März, nach dem neuen HbA1c-Wert, der Ende Februar wieder kommt.

    Meine Familie besteht zwar aus Typ Lada Diabetikern, aber die richten sich nach den Diabetologen und befassen sich gar nicht groß damit. Mein Vater ist mit der Weile eh Dement und er spritzt immer die gleiche Menge Insulin, weil er auch tag ein, tag aus die gleiche Menge isst. Mein Bruder macht das so wie ich, nach BZ-Wert vor den Mahlzeiten ohne Korrekturinsulin. Für ihn ist das zu stressig und kompliziert und er nimmt ab und an höhere Spitzen in Kauf.

    Grüße
    Laurana
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    am 12.01.2022 15:44:07 | IP (Hash): 436912684
    Schaust Du noch mal zurück auf meinen ersten Beitrag und schreibst, was Dir darin noch dazu fehlt, damit Du selbst rausfinden kannst, wie viele Einheiten Insulin Du für wie viele Pizzen brauchst?

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    am 12.01.2022 15:45:48 | IP (Hash): 77128888
    Hallo Hanu,

    das Brot, die Brötchen von Matthias Steiner machen durchaus Sinn, wenn du in Österreich lebst. Für alle anderen würden diese Brötchen mehrere Hundert, bis zu 1.000 km, durch die Gegend gefahren, was ihnen eine katastrophale Co2-Billanz einbringt. Das ist aus meiner Sicht schlichtweg abzulehnen.

    Backwaren kaufe zumindest ich nur beim ortsansässigen Handwerksbäcker. Normale Weißmehlbrötchen haben pro 100 g ca. 52 kh, Vollkornbrötchen ca. 42 kh. Ein Brötchen wiegt je nach Bäcker zwischen 30 und 55 g.

    Die von bofrost sind Eiweißbrötchen. Diese enthalten sehr viel Fett, habe aber noch nicht nachvollzogen, welches Fett sie haben (herkömmliches Eiweißbrot enthält minderwertiges Palmfett). Außerdem noch Protein, wahrscheinlich aus genmanipuliertem Soja. Dazu kommt auch hier wieder die negative Co2-Billanz, weil jene Rohstoffe eben erst mal um den halben Erdball gekarrt werden.

    Ich für meinen Teil denke sehr genau darüber nach, welche Lebensmittel ich einkaufe. Das sind wir vor allem jenen schuldig, die auch nach uns noch auf dieser Erde leben wollen, bzw. müssen.

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    am 12.01.2022 16:07:36 | IP (Hash): 1219188843
    sry, hjt_Juergen,

    hatte ich glattweg übersehen. Nachts lande ich gg. 4 Uhr am tiefsten Punkt zwischen 90 und 100. Nach dem Aufstehen gg. 6.30 Uhr ist er in der Regel wieder zwischen 120 und 140. (Die 25 g Gehirnfutter von der Leber).

    Dann esse ich was gg. 8 Uhr und spritze 2 Einheiten laut Plan, lande dann aber ca. gg. 9 Uhr bis ca. 11 Uhr bei 200 - 250. Also haben die Einheiten hinten und vorne nicht gepasst. Zum Mittag gg. 13 Uhr stehe ich dann aber bei 130 - 140, esse Mittag (meist mit 20- 30 g KH) + 2 Einheiten und lande dann bis ca. 16 Uhr bei 200. Abendessen ist meistens 19 Uhr. Manchmal esse ich aber Nachmittags noch mal einen Snack, so gg. 16 Uhr, spritze aber nicht. Je nach Hunger, Kohlrabi, Möhre oder auch mal einen kleinen Apfel, was gerade so Haus und Hof zu bieten haben. Zur Not auch nochmal eine Vollkornschnitte mit Tomate.. Vor dem Abendessen lande ich dann unterschiedlich hoch. Ohne Snack oder mit Gemüse bei 120 - 150, mit KH-.Snack durchaus auch mal bei 250. Zum Abendessen kommen bei 250 dann meistens 7 Einheiten zum Einsatz, bei 120 4 Einheiten, so dass ich dann vor dem zu Bett gehen aber immer gut bei 160 liege.
    Mit den 12 Einheiten Lantus lieg ich aber meiner Meinung nach genau richtig.

    Ich glaub, ich seh den Unterschied, ich sollte gleich zum Frühstück mit 4 Einheiten, statt 2 anfangen, um die so hoch ansteigende Kurve zu kappen.
    Danke Dir. Ich werde es morgen gleich mal erst zur Sicherheit mit 3 Einheiten versuchen. Das Libre warnt ja bei zu niedrig, falls ich es nicht selbst merken sollte. Die kleine 0,5 Cola steht im Kühlschrank bereit.

    Viele Grüße
    Laurana
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    am 12.01.2022 16:40:37 | IP (Hash): 436912684
    Laurana schrieb:
    Nachts lande ich gg. 4 Uhr am tiefsten Punkt zwischen 90 und 100.


    super

    Laurana schrieb:
    Nach dem Aufstehen gg. 6.30 Uhr ist er in der Regel wieder zwischen 120 und 140. (Die 25 g Gehirnfutter von der Leber).


    die Begründung halte ich für Mühtoss. Noch auf der Bettkante 2 Einheiten Actrapid könnten für weniger bis keinen Anstieg sorgen. Ausprobieren!
    Und wenn Du für Essen gegen 8 die 2 Einheiten um 7.30 spritzt, könnte passieren, dass der Anstieg danach schon nicht gaaanz so hoch ansteigt. Ausprobieren!

    Laurana schrieb:
    Dann esse ich was gg. 8 Uhr und spritze 2 Einheiten laut Plan, lande dann aber ca. gg. 9 Uhr bis ca. 11 Uhr bei 200 - 250. Also haben die Einheiten hinten und vorne nicht gepasst. Zum Mittag gg. 13 Uhr stehe ich dann aber bei 130 - 140


    Die Einheiten haben immerhin im Wirkauslauf für 130-140 gepasst. So lange braucht Dein Actrapid nun mal, um mit dem -frühstück fertig zu werden. Spätestens beim nächsten Termin solltest Du nach Novorapid oder noch besser nach Fiasp fragen. Die wirken deutlich schneller.

    So weit erstmal. Damit könnte zum Mittag auch wieder um 90-100 in der Libre Kurve ein sichtbares Stück näher gekommen sein. Daumendrück :)

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    am 12.01.2022 17:05:25 | IP (Hash): 1006758803
    @Zuckerle

    ich hab so ein Paket zum probieren gestern morgen bestellt, heute morgen lag es vor meiner Haustüre, der Versand erfolgt aus der Nähe von Koblenz, einfach mal die Nährwerte von den Brötchen lesen :-) wenn sie so euf co2 bedacht sind, dann informieren Sie sich mal wo teilweise die Lebensmittel herkommen :-)

    Zuckerle schrieb:
    Hallo Hanu,

    das Brot, die Brötchen von Matthias Steiner machen durchaus Sinn, wenn du in Österreich lebst. Für alle anderen würden diese Brötchen mehrere Hundert, bis zu 1.000 km, durch die Gegend gefahren, was ihnen eine katastrophale Co2-Billanz einbringt. Das ist aus meiner Sicht schlichtweg abzulehnen.

    Backwaren kaufe zumindest ich nur beim ortsansässigen Handwerksbäcker. Normale Weißmehlbrötchen haben pro 100 g ca. 52 kh, Vollkornbrötchen ca. 42 kh. Ein Brötchen wiegt je nach Bäcker zwischen 30 und 55 g.

    Die von bofrost sind Eiweißbrötchen. Diese enthalten sehr viel Fett, habe aber noch nicht nachvollzogen, welches Fett sie haben (herkömmliches Eiweißbrot enthält minderwertiges Palmfett). Außerdem noch Protein, wahrscheinlich aus genmanipuliertem Soja. Dazu kommt auch hier wieder die negative Co2-Billanz, weil jene Rohstoffe eben erst mal um den halben Erdball gekarrt werden.

    Ich für meinen Teil denke sehr genau darüber nach, welche Lebensmittel ich einkaufe. Das sind wir vor allem jenen schuldig, die auch nach uns noch auf dieser Erde leben wollen, bzw. müssen.


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    am 12.01.2022 20:13:03 | IP (Hash): 1515891051
    hallo Hanu,

    ich denke, Du bist vor allem nicht richtig insulinmäßig eingestellt. Vor allem schein Dir Deine Diabetologin keine Schulung angeboten zu haben, in der Du lernst, Deine Einheiten (Mahlzeiteninsulin) je nach Verzehrmenge und Gehalt richtig zu berechnen.

    Bei Deinen Werten zeigt sich im übrigen (bis 380) ganz deutlich, was Pizza anrichtet. Wäre es Dir denn nicht möglich, Dir etwas, was Du gerne isst, bei Überstunden mitzunehmen?

    Kommt dieser "Pizza"-Einsatz nur selten, geht es ja noch, aber auf Dauer sind diese Mahlzeitenspitzen sehr schädlich. Da musst Du nochmals mit Deiner Diab. reden. Sie soll Dir genauere Anweisungen geben und eine Schulung anbieten. Macht sie das nicht ..., es gibt noch andere Diabetologen.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 20:29:01 | IP (Hash): 436912684
    Hey, wir schreiben hier mächtig durcheinander. Den Thread hier hat Laurana aufgemacht, und noch ein paar Beiträge weiter können wir wirklich nicht mehr auseinander halten, wer wem worauf gerade geantwortet hat.

    Bitte, hanu, fang einen eigenen Thread mit Deinem Thema an. Danke!

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    am 12.01.2022 20:29:18 | IP (Hash): 77128888
    Hallo Hanu, genau weil ich mich informiere, wo die Lebensmittel herkommen achte ich darauf, was ich kaufe. Brot oder Brötchen aus Koblenz kämen für mich auch nicht in Frage, das sind ca. 250 km...warum sollte man Backwaren so weit transportieren? Zum Glück gibt es in Deutschland noch in fast jedem Ort ortsansässige Bäckereien. Es gibt nur sehr wenig Lebensmittel, die man nicht regional kaufen kann, ich aber nicht darauf verzichten möchte, das sind Zitrusfrüchte, Oliven, Kaffee und Salz...mehr fällt mir gerade nicht ein.

    Mir ist nicht nur der Co2-Abdruck wichtig, ich finde auch, man sollte die kleinen Handwerksbetriebe unterstützen. Es sind sowieso schon so viele verschwunden...ich hoffe es bleiben noch genug übrig.

    Aber es muss natürlich jeder selbst entscheiden, wieviel er beitragen möchte...
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    am 12.01.2022 21:01:28 | IP (Hash): 1515891051

    Zuckerle, Du sprichst mir aus der Seele, darum liebe ich unsere hiesigen Märkte so.

    Ob jetzt aber mein Knäcke aus Skandinavien kommt (grins)? Ich habe hier noch keinen Bäcker gefunden, der anständiges Vollkornbrot macht. Aber so ziemlich alles andere hole ich vor Ort.

    Gruß,
    Biggi
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    am 12.01.2022 21:04:27 | IP (Hash): 1013029052
    Hallo Laurana,
    die Schulung ist wirklich wichtig, damit du das Insulin an dein Essen anpassen kannst. Und dann ist mit etwas Übung auch Pizza gar nicht so schwierig zu insulinieren. Die Kohlenhydrate kommen ja eben nicht alle auf einmal an, sondern eher zu lange.

    Ich geb zum Beispiel 30 bis 40% sofort, den Rest dann über 4-6 Stunden.
    Mit Pen und Actrapid (für Pizza super geeignet, weil sehr langsam), würde ich dann auch 30 bis 40% der geschätzten Kohlenhydrate vor dem Essen geben und den Rest dann nach 2 bis 3 Stunden...
    Dabei hängt die Verteilung von der Pizza ab , ist aber auch von der individuellen Verdauungsgeschwindigkeit abhängig.

    Aber das muss man üben, bei der fünften Pizza funktioniert das dann ohne heftige Spitze...
    Bearbeitet von User am 12.01.2022 21:11:56. Grund: Ergänzung
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    @Zuckerle

    ich kaufe diese Brötchen weil sie super wenig KH haben, die Brötchen von bofrost haben auch wenig KH, und die Brötchen sind nicht billig, aber wie du selber schon Gesagt hast, muss jeder selber für sich entscheiden :-)
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    am 12.01.2022 22:40:57 | IP (Hash): 1006758803
    @biggi119

    ich war das mit der Pizza nicht,da verwechselst du was :-)

    biggi119 schrieb:
    hallo Hanu,

    ich denke, Du bist vor allem nicht richtig insulinmäßig eingestellt. Vor allem schein Dir Deine Diabetologin keine Schulung angeboten zu haben, in der Du lernst, Deine Einheiten (Mahlzeiteninsulin) je nach Verzehrmenge und Gehalt richtig zu berechnen.

    Bei Deinen Werten zeigt sich im übrigen (bis 380) ganz deutlich, was Pizza anrichtet. Wäre es Dir denn nicht möglich, Dir etwas, was Du gerne isst, bei Überstunden mitzunehmen?

    Kommt dieser "Pizza"-Einsatz nur selten, geht es ja noch, aber auf Dauer sind diese Mahlzeitenspitzen sehr schädlich. Da musst Du nochmals mit Deiner Diab. reden. Sie soll Dir genauere Anweisungen geben und eine Schulung anbieten. Macht sie das nicht ..., es gibt noch andere Diabetologen.

    Gruß,
    Biggi

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    am 12.01.2022 22:43:48 | IP (Hash): 1006758803

    @Laurana

    hastdu eigentlich schon mal Ozempic verschrieben bekommen? wenn nicht dann würde ich mal deinen Arzt ansprechen, dadurch verspürst du keinen heiss Hunger
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    am 13.01.2022 10:08:41 | IP (Hash): 1219188843
    @hanu

    Den Heißhunger verspüre ich auch nicht, wenn ich ein wenig KH esse. Die Heißhungerattacken hatte ich nur, wo ich komplett auf KH verzichtet habe, was sich auch auf der Waage bemerkbar machte. Ich sank da ins Untergewicht und hatte dann mit mal auch Eisenmangel. Also ich denke, dass ich keine Appetitszügler benötige, sondern lediglich auf Grund des Diabetes nur die KH-Zufuhr vermindere, aber nicht ganz weglasse.
    Auf Grund von 'nicht mögen', esse ich kaum Milchprodukte (außer Mozarella) und Fleisch, und über Gemüse, wie Kohlrabi, Gurken, Weißkohl, Salat, also alles, was man auch roh ganz gut essen kann, kommt dann wohl zu wenig Brennstoff im Körper an. Für den BZ-Wert gut, aber das allgemeine Wohlbefinden leidet dann nach ein paar Wochen, die Hosen fallen nur noch runter und sieht man dann beim Bäcker die leckeren Torten, könnte man töten für so ein Stück..

    Esse ich jedoch meine Vollkornschnitten mit Gurken, Tomaten, Radieschen, Salat usw. lassen mich die Torten kalt, da ich diese eigentlich auch gar nicht mag :D

    Btw. bin ich heute wieder etwas ratlos. Ich bin gestern Abend mit 160 ins Bett (normaler Wert um diese Uhrzeit), hatte zur Nacht noch mein Lantus gespritzt und bin heute früh durch nichts wach geworden. Erst gg. 8 Uhr (haushoch verschlafen), wollte ich dann messen und seh den roten Ausschlag nach unten (gg. 6 Uhr BZ von 40).

    Mit dem Libre hatte ich aber schon 2 Fehlalarme, gerade über Nacht, die ich allerdings da gehört hatte und entsprechend Gegenmessen konnte, was sich dann als falsch herausstellte.

    Heute hab ich nichts gehört, aber auch meinen Wecker nicht, der eigentlich 6 Uhr klingelt. Somit weiß jetzt nicht, ob das ein echter Unterzucker war oder wieder nur ein falscher Alarm.
    Um 8 wo ich wach geworden bin, lag der BZ bei 119.

    Viele Grüße
    Laurana
    Bearbeitet von User am 13.01.2022 10:21:56. Grund: Ergänzung
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    am 13.01.2022 10:37:31 | IP (Hash): 33627131
    Wenn Du wirklich die 40 gehabt hättest, wärst Du wahrscheinlich mit nem Gefühl wie nem dicken Kater aufgewacht.
    Mir haben Libre 1 und 2 wenigstens jede 2. Nacht ne schöne waagerechte Linie für unter 40 ausgewiesen, wo gepiekst kein Wert unter 70. Bei manchem 1-Sensor ging das sogar schon bei 120 los. Lag nicht am Sensor, denn ich hatte dafür ne Fremd-App, die ich jeden Tag kalibrieren konnte, und mit dem die Sensorwerte dann auch mit der Verlaufsanzeige am Handy super zum Pieks gepasst haben.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 13.01.2022 13:24:33 | IP (Hash): 1219188843
    hjt_Jürgen schrieb:
    Wenn Du wirklich die 40 gehabt hättest, wärst Du wahrscheinlich mit nem Gefühl wie nem dicken Kater aufgewacht.
    Mir haben Libre 1 und 2 wenigstens jede 2. Nacht ne schöne waagerechte Linie für unter 40 ausgewiesen, wo gepiekst kein Wert unter 70. Bei manchem 1-Sensor ging das sogar schon bei 120 los. Lag nicht am Sensor, denn ich hatte dafür ne Fremd-App, die ich jeden Tag kalibrieren konnte, und mit dem die Sensorwerte dann auch mit der Verlaufsanzeige am Handy super zum Pieks gepasst haben.



    Nein, also dicken Kater hatte ich heute früh nicht. Dann schieb ich das Verschlafen mal meine Kopf- und Halsschmerzen von gestern, die aber heute wieder weg sind.

    Heißt das, dass das Problem die App ist und ich mir auch eine Fremdapp zulegen sollte? Ich habe jedoch zu dem Libre keine Teststreifen dazubekommen, Die Kontrollmessungen nach dem Anbringen des neuen Sensos führe ich noch mit meinem Contour Next durch, da ich die Teststreifen dafür noch habe.

    Viele Grüße
    Laurana
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    am 13.01.2022 15:36:22 | IP (Hash): 33627131
    Ob es heute ne passende Fremdapp für's aktuelle Libre gibt, weiß ich nicht. Bei der Umstellung von 1 zu 2 hatte Abbott einfach gemauert und dem App-Entwickler die entsprechenden Daten verweigert. Und weil ich immer wenigstens 4 Libre-Setzstellen fühlen und sehen konnte, bin ich damals komplett zurück zum Fingerpieks. Wo ich damit auf meine Art (messe meistens nur noch 1-2mal pro Tag) bestens zurecht komme, hab ich für mich auch jedes Interesse an den Sensoren verloren.

    Der Fingerpieksteil von Deinem Lesegerät ist vom Sensorteil des Apparates völlig getrennt. Für's Pieksen ist er also ein Streifenleser genauso wie Dein Contour und wird davon auch nur im üblichen Rahmen von plusminus 10 mg/dl bei 100 abweichen.

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    am 13.01.2022 17:08:00 | IP (Hash): 852881336
    Laurana schrieb:
    Hallo Community,

    ich befinde mich nach wie vor noch in der Insulineinstellung, da mich meine Werte ab und an doch zum Nachdenken anregen.

    Derzeit bin ich so eingestellt, dass ich direkt vor der Mahlzeit meinen BZ messe und dann entsprechende Einheiten vom Mahlzeiteninsulin spritze. Von Wert X bis Wert Y z. B. 7 Einheiten, vom Wert z - Wert a z. B. 8 Einheiten usw.
    Mir ist aufgefallen, dass dies ja nur den momentanen Zuckerwert berücksichtigt, aber nicht die KH, die ich zu den Mahlzeiten zu mir nehme. Um 2 Stunden nach der Mahlzeit noch im Rahmen zu bleiben mit den BZ-Werten, ist eigentlich momentan nur eine Gemüsesuppe drin. Gibt der Chef aber nach einer 16 Stunden Schicht am Wochenende eine Pizza zur Stärkung aus, wäre ich ja selbst Schuld, wenn ich dann mein verdorrtes Gemüse aus der Brotdose esse.
    Allerdings sind die BZ-Spitzen dann auch nicht mal mehr mit zusammengekniffenen Augen zu übersehen, die daraus folgende Mattigkeit, Müdigkeit und die Wüste im Mund, läßt sich dann auch nicht ignorieren.

    Wie bekomme ich das meiner Diabetologin beigebracht, dass sich mein KH-Gehalt in den Mahlzeiten mal stark unterscheiden kann, die sich dann mit dieser Spritztechnik nur zur nächsten Low-Carb-Mahlzeit ausgleichen läßt, dazwischen aber für zum Teil sehr hohe Werte sorgt?

    Mahlzeiteninsulin ist Actrapid und Langzeitinslulin zur Nacht ist Lantus (12 Einheiten), wobei ich dort auch schon mal selbst korrigiere. Ist der gemessene Wert sehr hoch (bei 200) spritze ich 12 Einheiten, alles drunter 10 Einheiten, um nicht den nächsten Morgen in den Unterzucker zu fallen.

    Viele Grüße
    Laurana



    Im Grunde gibt es eigentlich zwei mögliche Vorgehensweisen:
    Entweder du spritzt nach Plan, musst dann aber immer das gleiche an Kohlenhydraten essen pro Mahlzeit
    oder du lernst die ICT mit BE-Faktoren.

    Ich denke, so wie ich herauslese, würdest du gerne nach BE-Faktoren spritzen.

    Im Grunde geht es so, als allererstes musst du immer die Kohlenhydratmenge in deinem Essen bestimmen. Dafür benötigst du eine Kohlenhydratliste (Handyapp, Kalorien Mundgerecht, bei Diabetespraxis, ...) und eine Waage. Zur Einfachheit wird häufig in KE (10gr Kohlenhydrate=1 KE), früher in BE (12gr Kohlenhydrate=1 BE) gerechnet.

    Die Mahlzeitenfaktoren bzw. KE-Faktoren sagen aus, wie viel du für Insulin pro gegessene 10gr Kohlenhydrate benötigst. Meist braucht man früh am meisten Insulin, mittag am wenigsten und abends dazwischen. Das Verhältnis ist in etwa 3-1-2. Ich würde vermutlich eher sehr vorsichtig anfangen und wenn es nicht passt langsam erhöhen. Bspw. als Einstiegsschema 1-0,5-0,75.
    Das würde bedeuten, isst du Morgens 10gr Kohlenhydrate (1 KE) spritzt du 1 Einheit Insulin, isst du 20gr Kohlehydrate (2 KE) spritzt du 2 Einheiten Insulin, ... Mittags 10gr Kohlenhydrate 0,5 Einheiten Insulin, 20gr Kohlenhydrate 1 Einheit Insulin, ...

    Um zuverlässig feststellen zu können, ob die Dosis gepasst hat, solltest du bei der Überprüfung der jeweiligen Dosis folgendes beachten:
    - Blutzucker vor der Mahlzeit im Zielbereich (übern Zielbereich kommt immer noch Korrekturinsulin dazu und da kann theoretisch ja auch die Menge nicht passen)
    - beim Austesten der Faktoren während der Insulinwirkzeit keine Bewegung/Sport
    - Test nicht bei Krankheit, nach Unterzuckerungen oder lange deutlich zu hohen Werten, am besten auch nicht bei Frauen in zyklusschwierigen Phasen

    Die Dosis passt, wenn nach der Wirkzeit des Insulin der Blutzucker wieder im Zielbereich gelandet ist. Actrapid als Altinsulin wirkt halt sehr langsam und deshalb würde ich mind. 5 Stunden als Wirkzeit ansetzen. Bei den neueren Analoginsulinen (Humalog, Novorapid, Lisprolog, Apidra) setzt man meist 3 Stunden an. Ich würde unbedingt fragen, ob du ein schnelleres Insulin bekommen kannst. Bei Atrapid ist zudem zu beachten, dass du dort einen zeitlichen Abstand zwischen Spritzen und Essen einhalten musst, sonst steigt der Blutzucker am Anfang sehr stark an. Dieser sog. SEA ist bei Analoginsulinen deutlich kürzer und zum Teil auch gar nicht nötig.
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    am 13.01.2022 17:19:05 | IP (Hash): 852881336
    Laurana schrieb:
    D

    Btw. bin ich heute wieder etwas ratlos. Ich bin gestern Abend mit 160 ins Bett (normaler Wert um diese Uhrzeit), hatte zur Nacht noch mein Lantus gespritzt und bin heute früh durch nichts wach geworden. Erst gg. 8 Uhr (haushoch verschlafen), wollte ich dann messen und seh den roten Ausschlag nach unten (gg. 6 Uhr BZ von 40).

    Mit dem Libre hatte ich aber schon 2 Fehlalarme, gerade über Nacht, die ich allerdings da gehört hatte und entsprechend Gegenmessen konnte, was sich dann als falsch herausstellte.

    Heute hab ich nichts gehört, aber auch meinen Wecker nicht, der eigentlich 6 Uhr klingelt. Somit weiß jetzt nicht, ob das ein echter Unterzucker war oder wieder nur ein falscher Alarm.
    Um 8 wo ich wach geworden bin, lag der BZ bei 119.



    Liegt man in der Nacht auf den Sensor kann es zu Fehlalarmen sogenannten "Kompensations-Lows" kommen, da die Gewebeflüssigkeit verdrängt wird und weniger Gewebeflüssigkeit heißt somit auch weniger Gewebezucker an der Stelle.

    Wenn ich im Nachtverlauf rote "Ausschläge" nach unten feststelle, kann ich recht gut erkennen, ob es so ein Kompensations-Low war oder eine echte Hypo. Kompensationslow, der Blutzucker rauscht ab, steigt dann von allein aber wieder ungefähr auf das gleiche Level wie vor dem Abfall.
    Richtige Hypo: beim Aufwachen ist der Blutzucker weiterhin im niedrigen Bereich oder der Blutzucker steigt nach der Hypo Anzeige stark an, und zwar deutlich über den Wert vor der Hypo. Das macht die sog. Gegenregulierung des eigenen Körpers, wenn man selbst die Hypo nicht bekämpft.

    Fremdapps wie xdrip mit patched Libre App oder mit der etwas neueren OOP2-Funktion bei xdrip oder Diabox, etc. haben auch alle das Problem mit Kompensations-Lows. Das liegt nicht an der Software, sondern am Sensor selbst.
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