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    am 31.01.2022 17:46:06 | IP (Hash): 1381599705
    Hallo,

    habe heute vom Diabetologe Humalog (Kurzzeitinsulin) verschrieben bekommen.

    Soll es vor kohlehydratreichem Essen bei Bedarf 1 bis 2 Einheiten spritzen.

    Meine Frage nun:

    Der Pen hat 300 Einheiten. Wie ist nun das händling.
    Wie lange ist der Pen verwendbar ohne Kühlung.
    In der Beschreibung steht was von 4 Wochen.

    Michael
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    am 31.01.2022 17:54:04 | IP (Hash): 699695789
    Probier's einfach aus. Wenn es nicht mehr wirkt, wirkt es nicht mehr. Mehr kann dabei nicht passieren. Die Aufregung um Kühlung kann ich nicht nachvollziehen.

    Die Menge vom Insulin hat übrigens zum Essen gepasst, wenn nach dem Auswirken von beidem so 3-4 Stunden weiter - praktisch vor dem nächsten Essen - wieder der BZ wie vor dem Essen gemessen werden kann.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 31.01.2022 20:05:04 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo Michael,

    ich hatte am Anfang nach Bekanntwerden meines Diabetes auch Humalog, musste so zwischen 2 - 4 Einheiten vor den Mahlzeiten, je nach gemessenem BZ, spritzen. Natürlich war der Pen nach 4 Wochen nicht aufgebraucht. Ich sollte ihn wegwerfen und einen neuen nehmen. Die noch nicht gebrauchten Pen sind im Kühlschrank aufzubewahren, der benutzte dann nicht. Ohne Kühlung sind die Reserve-Pen nicht so lange haltbar, deshalb ab in den Kühlschrank.

    Gruß,
    Biggi
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    am 01.02.2022 11:23:21 | IP (Hash): 433128625
    Hallo Michael,

    Du kannst Insulin monatelang ungekühlt lagern, wie du ja leicht selbst erproben kannst. Die Panik, die in zweitklassigen Schulungen bezüglich der Insulinkühlung verbreitet wird, ist völlig unberechtigt. Denke an die Hunderten oder Tausenden diabetischen Backpacker, die oft monatelang oder ein ganzes Jahr mit ihrem Rucksack unterwegs sind, ohne ihr Insulin jemals zu kühlen, und das in tropischen und subtropischen Regionen. In der Praxis verliert Insulin bei Körpertemperatur im Monat weniger als 1% an Wirkung. Selbst nach einem halben Jahr in heißen Gegenden gibt es zwar einen Wirkungsverlust von 3-5%, das ist aber so wenig, dass du nichts davon merken wirst. Dies ist auch der Grund für die restriktiven Angaben auf den Beipacktexten. Die EMA verlangt Angaben zur 100%-igen Wirksamkeit des Insulins und diese ist nur bei Kühlschranktemperatur gegeben. Für die Praxis ist diese 100%-ige Wirksamkeit aber völlig belanglos.

    LG Geri

    LG Geri
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    am 01.02.2022 12:39:33 | IP (Hash): 778737023
    Du solltest vor jeder Insulingabe den Pen mit 1-2 IE entlüften, also Insulineinheiten abgeben und dann schauen, ob diese herauskommen. Ich hatte zweimal in meiner kurzen ICT-Karriere vor der Insulinpumpe die Situation, dass beim Nadelaufstecken das hintere Heil umgebogen ist und nicht in den Pen/Patrone reingestochen war und somit dann kein Insulin kam. Es gibt auch mal verstopfte Nadeln, daher ist dieser Test sinnvoll.

    Ansonsten kannst du den Pen locker 4 Wochen ohne Kühlung benutzen, da passiert nix. Offiziell steht 4 Wochen, Erfahrungen zeigen allerdings, dass das Insulin auch später noch gut wirkt. Ich hatte damals Fiaps und Abasaglar nur vier Wochen verwendet, Toujeo (hier jedoch 450IE im Pen) 6 Wochen, dann habe ich zur Sicherheit lieber einen neuen Pen benutzt.

    Bei mir gab es so nie Probleme, in meiner Pumpe ist das Insulin auch ca. 14 Tage und die Pumpe trage ich am Körper.
    Ich hatte allerdings zwei oder dreimal im Hochsommer letztes Jahe das Problem, dass mir mein Fiasp in der Pumpe schlecht geworden ist. Es war dann ausgeflockt, dicklich, weiß und hatte keine Wirkung mehr. Fiasp scheint da etwas empfindlicher zu sein, als andere Insuline. Sollte sowas mal passieren, unbedingt einen neuen Pen verwenden. Außerhalb vom Hochsommer halte ich das aber für sehr unwahrscheinlich.
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    am 01.02.2022 13:39:44 | IP (Hash): 1515891051
    Hallo,

    es geht hier nicht um einen angebrochenen Pen, den kann man ungekühlt nutzen, sondern um Vorratspen, also noch nicht angebrochene Pens, und die müssen gekühlt werden.

    Gruß,
    Biggi
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    am 01.02.2022 14:16:05 | IP (Hash): 433128625
    Biggi, es wäre fein, wenn du hier im Forum mit eigenen Erfahrungen dienen könntest. Welche experimentellen Untersuchungen haben dich zur Behauptung geführt, dass Vorratspens gekühlt werden müssen. Wenn du keine eigenen Erfahrungen vorweisen kannst, müsstest du zumindest die Quelle für derartige Behauptungen anführen.
    Für aktive Typ1-Diabetiker war es ein wichtiger Moment als bekannt wurde (bereits 1987), dass Insulinvorräte nicht gekühlt werden müssen, ein richtiger Gamechanger. Natürlich gebe ich meine Insulinvorräte in den Kühlschrank, wenn ich mich in der Heimat aufhalte. Ich bin aber sehr dankbar, dass das nicht notwendig ist, sonst müsste ich meine 6-8-monatigen Rucksackreisen, meist ohne Zugang zu Strom, vergessen.
    LG Geri
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    am 01.02.2022 15:33:01 | IP (Hash): 1329204220
    Hallo Geri,
    laut Berichte im Internet soll die Temperatur zwischen 6-8 Grad betragen. Im Kühlschrank, je nach Einstellung, wird das Insulin reichlich kalt. Und kaltes Insulin wirkt schlechter. Deshalb habe ich immer im Rucksack einen Ersatz-Pen, den ich überall mit hin schleppe. Wird der gebraucht dann fülle ich den mit einem neuen Pen auf. Noch nie hatte ich damit Probleme, auch im Sommer nicht.
    Wichtig ist nur das der Pen keine zu große Hitze abbekommt und dunkel verwahrt wird.
    Das ist bei meinem Rucksack der Fall.
    Da du befürchtest keinen Strom zu haben hätte ich einen Vorschlag für dich.
    Du kennst das Prinzip das ein Verletzter mit Brandwunden Aluminiumfolie zur Kühlung umwickelt wird?
    Genau das würde ich auch mit den Pens machen, schön einpacken. Das würde auch bei Hitze gut kühlen denke ich.
    Viel Erfolg.
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    am 01.02.2022 15:43:38 | IP (Hash): 557854221
    @Helmuth
    Du kennst ganz eindeutig Geri nicht... sonst würdest Du ihm keine solchen Ratschläge geben... Geri befürchtet da gar nichts!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geri_Winkler
    http://www.winklerworld.net/diabetes.php?id=1

    Da ich oft dienstlich unterwegs bin, verwende ich auch schon mal Insulin (angefangene Ampullen), dass mehrere Monate in Rucksack oder Reisetasche vor sich hin oxidiert hat... kein Problem.

    Bearbeitet von User am 01.02.2022 16:27:26. Grund: Links
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    am 01.02.2022 16:30:45 | IP (Hash): 1329204220
    naja,
    Zitat Geri:
    Ich bin aber sehr dankbar, dass das nicht notwendig ist, sonst müsste ich meine 6-8-monatigen Rucksackreisen, meist ohne Zugang zu Strom, vergessen. Zitat Ende

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