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Neu und unsicher was BZ Spitzen angeht
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am 28.02.2022 19:27:19 | IP (Hash): 1184939585
Ich war damals in einer ähnlichen Situation. Habe einen Typ3c, der ähnlich wie ein Typ 1 Lada ist.
Abasaglar und Sport ging bei mir gar nicht, auch bei so geringen Mengen. Ich habe schon häufiger Berichte von Abasaglar/Lantus gelesen, wo jeglicher Sport nicht verhinderbare Hypos ausgelöst hat. War bei mir ähnlich, mit dem Wechsel des Basalinsulins lief es dann wie es sollte. Muss bei dir natürlich nicht so sein, aber Abasaglar ist dafür bereits bekannt.
Die hohen Spitzen nach dem Essen sind tatsächlich für deine restlichen Betas nicht so gut. Es gibt auch Berichte von anderen Typ1 Lada die berichten, dass nach den hohen Blutzuckerspitzen gerne mal eine Hypo gekommen ist. Das ganze kann man mit geringen Mengen Bolusinsulin tatsächlich verhindern. Wichtig wäre dafür unbedingt ein Boluspen mit 0,5 IE Schritten. 1 IE Schritte sind da zu grob. -
am 28.02.2022 19:31:12 | IP (Hash): 1184939585
hjt_Jürgen schrieb:
Du hast oben vermutet, dass Du Deinen höher als gesunden BZ schon über Jahre hast.
Worauf stützt Du die Vermutung? Und wenn dem so wäre, würde das eher für einen Typ 2 sprechen.
Was für ein Arzt oder Facharzt hat Dir mit welchen Untersuchungsergebnissen den Typ 1 diagnostiziert?
Einen Typ1 der fehldiagnostiziert mit Typ2 Diabetes wurde, ja gibt es häufig. Aber ein Typ2 der versehentlich als Typ1 diagnostiziert wurde, ist eine extreme Seltenheit.
Und ja, Typ1 Lada entwickelt sich häufig auch über Jahre und einige berichten schon vorab von diabetesbedingten Symptomen, die mit Insulin weggingen. -
am 28.02.2022 19:41:05 | IP (Hash): 2104708867
Oh, das ist ja toll, dass Du ähnliches berichtest!!
Man muss sich echt erstmal neu sortieren und das Leben neu ausrichten, Wahnsinn.
Klar- ein mini Bolus wäre sicher schlau - eigentlich war meine Hoffnung, möglichst lange ohne auszukommen - aber der "Beta-Schutz" sollte ja eigentlich wichtiger sein...
Scheinbar muss man echt sein eigener Arzt sein und bei seinem Arzt einfach sagen, was man möchte - die Gedanken um die genaue Medikamentierung und Marschrute muss man scheinbar selber machen... -
am 28.02.2022 20:00:34 | IP (Hash): 691491297
NewbieTyp1.1 schrieb:
Oh man es tut mir Leid- mein Log in funktioniert ums Verrecken nicht mehr - daher neu angemeldet.... geht ja gut los mit mir :( Entschuldigt!!!
Zitat Manchmal is das so. Mich hat der Apparat vor vielen Jahren auch nicht mehr rein gelassen. Bis dahin Jürgen, seitdem hjt_Jürgen ;)
Wenn Du einige Blutabnahmen hattest, musst Du einige sehbehinderte Ärzte unterhalten, denn die Blutzuckerwerte werden da seit über 20 Jahren von den Labors immer automatisch mitgeliefert. - Gratuliere zur Gyn!
Aber zur Sache:
Wie Du an der gesunden Kurve sehen kannst, verläuft bei einigen der BZ völlig gesund im niedrigen Bereich zwischen 50 und 60 mg/dl. Weil meiner das auch macht, mag ich beim Libre u.ä. Geräten die Alarme nicht, die spätestens ab 70 einsetzen und häufig nachgepiekst gerne noch deutlich höher.
Ehrlich? An Deiner Stelle würde ich drauf verzichten, denn bei Deinen Insulinmengen sind ernsthafte Hypos deutlich unter 40-30 mg/dl völlig ausgeschlossen. Und wenn Du bei 70 schon wieder hochfutterst und damit Deinen BZ dann wieder über 100 schiebst, haben Deine restlichen Betas nie Gelegenheit, sich zwischendurch ein bisschen auszuruhen.
Dein Libre zeigt Dir schön die jeweilige Verlaufskurve an. Damit hab ich mich z.B. zu mehr intensiverer Bewegung direkt nach dem Essen motiviert, vor allem nach etwas mehr an KH.
Weil meine alten Beine infolge Polio nicht mehr funktionieren, drücke ich mich hier vor dem Moni im Schreibtischsessel auf den Armen in den Stand. Schön langsam hoch und wieder runter und wieder hoch und wieder… jeweils 10 mal. Und nach 20-25 solcher 10er Grüppchen konnte ich während meiner Librezeit schön sehen, wie der Aufstieg irgendwo zwischen 120 und 140 aufhörte und die Kurve in die Waagerechte überging. Ohne meine Stehaufmännchen erst ne gute halbe Stunde weiter und bei 180-200.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 28.02.2022 20:27:40 | IP (Hash): 2104708867
Ja ich mache im Moment immer 50 Kniebeugen nach dem Essen 😅 es ist halt einfach ein Prozess, Sicherheit mit den neuen niedrigeren Werten zu bekommen… würdest du mir raten das Thema Bolus proaktiv bei meiner Ärztin anzusprechen?
Spricht etwas gegen einen frühen Bolus oder sollte ich das möglichst herauszögern?
Toll, dass du deine Wege zu Bewegung findest um deine Einschränkungen herum!
Viele Grüße! -
am 28.02.2022 20:43:56 | IP (Hash): 1184939585
Der Libre ist eine enorme Erleichterung. Jürgen kam selbst damit nicht klar, ich würde aber an deiner Stelle nicht darauf verzichten. Wichtig wäre, dass du auch hin und wieder blutig gegenmisst um das System kennenzulernen. Der Libre zeigt den Blutzucker um ca. 15min verzögert gegenüber der blutigen Messung an, weil es nicht den Blutzucker sondern den Gewebezucker misst. Diese Verzögerung muss man beachten. Aber sonst ist der Libre - wenn er gut misst - eine sehr gute Hilfe.
Mit Bolusinsulin hat man halt prinzipiell eine etwas höhere Hypogefahr als nur mit Basalinsulin. Aber da es bei dir sein kann, dass deine Beta-Reste auf Hochtouren die PP-Spitzen runterdrücken wollen, können sie dich auch in eine Hypo führen. Da ist also auch ohne Bolusinsulin Hypo-Risiko dabei. Da du ja sowieso einen Libre Sensor hast, würdest du ja im Falle der Fälle ja gewarnt werden.
Ansonsten wirst du mit Lada Diabetes über kurz oder lang nicht um Mahlzeiteninsulin umherkommen. Aber je besser man die Reste unterstützt, umso länger kann die Restfunktion auch erhalten bleiben. Und selbst nur ein wenig Restfunktion stabilisiert bei vielen (nicht allen) den Blutzucker doch merklich.
Für die Praxis ist natürlich zusätzlich Bolus-Insulin und mehr Pennadeln teurer. Allerdings ein guter Arzt sollte dich bei diesem Schritt unterstützen. -
am 28.02.2022 20:50:47 | IP (Hash): 2104708867
Genau, mir gibt es Sicherheit zu wissen, wenn kein Alarm, dann alles ok 😆 bei Alarm messe ich Blutig gegen und sitze im Zweifel aus. Die Verzögerung hab ich auch schon gemerkt… der libre erleichtert mich sehr- ich muss nur wenn ich mehr Erfahrung habe sehen, ob ich nachts den Alarm deaktiviere - ich hab oft Fehlalarm wenn ich mal wieder die Gewebsflüssigkeit wegquetsche😁 -
am 28.02.2022 21:00:49 | IP (Hash): 691491297
Gelernt hab ich über viele Jahre, dass intensivere Verbrennung nach dem Essen den zuvielen Zucker im/aus dem Blut verbrauche und verbrenne.
Dann hab ich ne alte Familienangehörige über ihre immer dementeren Jahre zuhause betreut, bis sie halt ins Heim musste. Sie hatte nen Hund und pflegte mit dem 3 mal am Tag eine ihrer festen Gassi-Runden zu gehen, langsam und mit häufigem Stehenbleiben und Quatschen mit anderen Frauchens und Herrchens.
Ursprünglich hatte sie nach den jeweiligen Mahlzeiten erst um ne Stunde in ihrem Schaukelstuhl geruht und sich dann zu ihrer Hunderunde aufgemacht. Damit hatte sie nach dem Essen ne Kurve bis 250 und mehr und nach der Hunderunde häufig immer noch über 150.
Hab ihr dann "beibringen" können, dass der Hund genauso wie sie jeweils direkt nach dem Essen aus der Hose müsste. Das hat sie damals tatsächlich "gefressen". Und damit hatte sie von da an völlig gesunden Blutzucker. Wenn sie sich nach dem Hundegang insgesamt ne gute Stunde nach dem Essen dann in ihren Schaukelstuhl setzte, war der BZ meistens um 100 bis 80. Völlig ohne Medis.
Eine Erklärung dafür ist eigentlich recht einfach mit der Halbwertzeit von Insulin im Blut. Nach 5 Minuten im Blut haben wir bei 4 Einheiten nur noch die Wirkung von 2, nach 10 Minuten nur noch von 1.
Vor dem Hintergrund ist selbstverständlich wichtig, ob das Herz in Ruhe die durchschnittlichen 5 Liter pro Minute pumpt oder mit etwas Bewegung 10 bis 15 (max um 25). Mit mehr Litern pro Minute kommt das Insulin in der Zeit seiner Wirksamkeit mit entsprechend mehr Rezeptoren in Kontakt.
Und wo mit 5 Litern pro Minute je Liter Hausnummer 0,1 mg/dl Glukose abgeliefert werden können, zusammen 0,5 mg/dl, können 15 Liter pro Minute 1,5 mg/dl bei völlig gleichem(!) BZ abliefern. De facto wirkt dieselbe Menge Insulin mit mehr Bewegung deswegen intensiver, weil sie während ihrer wirksamen Zeit mehr Aufnahmemöglichkeiten erreicht.
Zum Alarm: Wahrscheinlich wirst Du nicht um einige schlaflose Nächte rumkommen. Aber ich weil von vielen unter denen mit Typ 1, die sich TIR (Time in Range BZ in der Spitze max 170 und im Tal bis unter 70) mäßig ausrichten, dass sie ihren nächtlichen Alarm nach einigem Einüben ausstellen.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 28.02.2022 21:21:44 | IP (Hash): 691491297
NewbieTyp1.1 schrieb:
Genau, mir gibt es Sicherheit zu wissen, wenn kein Alarm, dann alles ok 😆 bei Alarm messe ich Blutig gegen und sitze im Zweifel aus. Die Verzögerung hab ich auch schon gemerkt… der libre erleichtert mich sehr- ich muss nur wenn ich mehr Erfahrung habe sehen, ob ich nachts den Alarm deaktiviere - ich hab oft Fehlalarm wenn ich mal wieder die Gewebsflüssigkeit wegquetsche😁
https://www.jadediabetes.com/ finde ich auf Dauer seeeehr viel nützlicher als alle Alarme!
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 28.02.2022 21:22:43. Grund: . -
am 28.02.2022 21:42:33 | IP (Hash): 2104708867
Im Job ist die Bewegung nach dem Essen nicht immer möglich und mich haben auch schon Kunden bei den Kniebeugen „erwischt“ 😁 aber es gibt schlimmeres…ich versuche es so oft es geht.
Time in Range aktuell: 1% über 250, 4% 180-250, 3% 54-69, def Rest in Range. Aber eben ohne „normales Essen“ wie einfache Kohlenhydrate und so.
Heute war ich den ganzen Tag in range bisher und war nicht über 160 und freue mich:)