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Wie schnell wirkt Metformin?
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am 28.02.2022 11:39:23 | IP (Hash): 1867881337
Hallo :)
Seit letzter Woche habe ich (31) die Diagnose Diabetes (wahrscheinlich Typ 2).
Bei Entdeckung hatte ich einen BZ Wert von 23.5 mmol/l bzw. 423 mg/dl. Der HbA1c lag bei 14 mmol/l.
Weil ich nur noch wenig Eigeninsulin hatte (wie viel weiss ich nicht), vermutete man zuerst Typ 1. Da ich Symptome wie Durst aber schon über 2 Jahre hatte und seit 3 Jahren an Gewicht verliere ( Bei 165 cm von 70 auf jetzt 48 Kilo) hiess es dann doch Typ 2. Das würde aber heissen, dass ich bereits seit vielen Jahren unbemerkt Diabetets hatte und meine Bauchspeicheldrüse vor 3 Jahren anfingm immer weniger Insulin zu produzieren und ich dadurch abnahm (sehr langsam, 20 Kilo über 3 Jahre hinweg).
Nun bekomme ich 16 EH Tresiba (Lanwirksames Insulin) und seit 3 Tagen 500 mg Metformin.
Das Insulin hat relativ schnell angeschlagen, seit ich Metformin dazu nehme, hat sich aber nicht mehr viel getan. Nüchternwerte zwischen 8 mmol/l (144 mg/dl.) und nach dem Essen trotz kompletter Ernährungsumstellung auch schon mal 17 mmol/l (306 mg/dl.)
Sollte das Metformin nach 4 Tagen nicht bereits angeschlagen haben? Ich mache mir extreme Sorgen, dass mein Körper schon so kaputt ist, dass ich nie mehr etwas essen kann, ohne dass die Werte gleich so hoch gehen, kann sich das auch wieder ändern?
Hätte ich wirklich seit 10 Jahren oder mehr den Diabetes nicht erkannt, wäre das ja fatal. Ich war für kurze Zeit leicht übergewichtig (BMI 26 für etwa 3 Jahre). Gegegssen habe ich nicht extrem ungesund aber auch nicht sehr gesund und vor allem zu viele Süssgetränke zu mir genommen.
Gibt es hier überhaupt noch Hoffnung?
Liebe Grüsse Honigbiene -
am 28.02.2022 12:00:08 | IP (Hash): 691491297
Metformin schlägt nicht an, sondern bremst von der zuvielen Glukose-Ausgabe der Leber. Die Einstiegsdosis bremst höchst wenig und soll lediglich für ne möglichst beschwerdefreie Gewöhnung sorgen. 2.000 ist die Dosis, mit der meistens die größtmögliche Wirkung erreicht wird. Bei vielen ist die messbar, bei vielen aber auch nicht.
Beide Medikationen können nur marginal beeinflussen, wie hoch Dein BZ mit dem Essen ansteigt. Das kannst Du nur wesentlich mit der Portionsgröße der KHs begrenzen. Daumendrück.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 28.02.2022 12:11:09 | IP (Hash): 1867881337
Lieber hjt_Jürgen
Vielen Dank für die Klärung! Da muss ich wohl noch einges lernen...
Wird das denn immer so bleiben? Also wenn man mal auf so hohen Werten war für längere Zeit, kann man dan nichts mehr essen, ohne dass der BZ explodiert oder "erholt" sich der Körper ein Stückweit davon?
Liebe Grüsse -
am 28.02.2022 12:17:07 | IP (Hash): 1040372874
Hi,
wie Jürgen schon geschrieben hat, du kannst die Dosis von Metformin noch deutlich steigern.
Aber natürlich in Rücksprache mit deinem Arzt und langsam im verlauf mehrerer Tage.
Das Metformin baut dann einen entsprechenden Wirkstoffspiegel auf.
Die Wirkung von Metformin ist aber eher moderat, ganz ohne Anpassung deiner Ernährung wird es wahrscheinlich nicht gehen, zumindest nicht wenn du möglichst lange ohne Mahlzeiteninsulin auskommen willst.
Süssgetränke dazu zählen auch Säfte sind z.b. absolutes "Gift" für dich aber das weißt du ja wahrscheinlich schon.
Wurden bei dir andere Diabtes typen ( z.b. Typ3 ) schon ausgeschlossen.
Gruß Tobias -
am 28.02.2022 12:26:29 | IP (Hash): 1867881337
Ja, das werde ich auf jeden Fall noch machen. Der Arzt meinte ich solle mit 500mg am Tag angfangen und dann mit 1000 mg weitermachen.
ich versuche momentan schon alles, meine Ernährung umzustellen (wenige KH, kein Zucker, wenn Süssgetränke, dann nur Zero). Ich frage mich nur, ob es überhaupt möglich ist, nur mit Medikamenten, wenn meine eigene Insulinproduktion schon so tief ist und die hohen Werte machen mir extreme Sorgen!
Ich glaube nicht, das müsste ich beim nächsten Artztermin einmal nahfragen.
Liebe Grüsse -
am 28.02.2022 13:07:22 | IP (Hash): 1040372874
Hi,
das ist leider alles sehr individuell.
ich hatte ähnlich hohe Werte wie du musste Anfangs dann neben Metformin dann auch Langzeitinsulin spritzen.
Durch Gewichtsabnahme ( geht bei dir ja gar nicht mehr) und Umstellung der Ernährung konnte ich nach wenigen Monaten auf Insulin verzichten und derzeit probiere ich ob und wie stark ich das Metformin reduzieren kann.
Du bist aber wesentlich jünger als ich und ich hatte deutlich mehr Übergewicht als du.
Daher meine Frage ob das mit Typ 2 schon 100% bestätigt ist.
Typ 2 kann man in einem gewissen Rahmen durch sein Verhalten verbessern, Bei Typ 1 und Typ 3 ist das weniger möglich. -
am 28.02.2022 13:24:52 | IP (Hash): 1169570211
Honigbiene schrieb:
Nun bekomme ich 16 EH Tresiba (Lanwirksames Insulin) und seit 3 Tagen 500 mg Metformin.
Das Insulin hat relativ schnell angeschlagen, seit ich Metformin dazu nehme, hat sich aber nicht mehr viel getan.
Hallo Honigbiene,
500mg Metformin ist erst mal nur eine homöopathische Dosis, die kann noch nicht viel bewirken. Für die Verträglichkeit ist es aber ganz wichtig, dass du das Metformin langsam einschleichst. Dein Arzt wird die Dosis schrittweise erhöhen, wahrscheinlich bis auf 2*1000mg täglich. Dann wirst du bestimmt eine Wirkung sehen, besonders auf die Nüchternwerte.
Deine Ernährungsumstellung hilft ganz bestimmt, aber auch dabei brauchst du etwas mehr Geduld.
Alles Gute und viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 28.02.2022 13:25:05. Grund: BBCodes -
am 28.02.2022 14:04:54 | IP (Hash): 1243581351
Honigbiene schrieb:
Hallo :)
Seit letzter Woche habe ich (31) die Diagnose Diabetes (wahrscheinlich Typ 2).
Bei Entdeckung hatte ich einen BZ Wert von 23.5 mmol/l bzw. 423 mg/dl. Der HbA1c lag bei 14 mmol/l.
Nüchternwerte zwischen 8 mmol/l (144 mg/dl.) und nach dem Essen trotz kompletter Ernährungsumstellung auch schon mal 17 mmol/l (306 mg/dl.)
Hallo,
darf ich nochmal nachfragen, wie die Dimension des HbA1c war?
14 mmol/l ist nicht möglich. Es gibt für HbA1c nur die Dimensionen "%" oder die Dimension ""mmol/mol Hb." -
am 28.02.2022 14:21:25 | IP (Hash): 1867881337
Das ist ja super, dass du durch Ernährungsumstellung so viel bewirken konnstest!
Ich glaube, das ist noch nicht ganz geklärt. Augrund des sehr niedrigen C-Peptids (irgendwas von 122 wurde mir gesagt, kenne aber da die Einheiten nicht), dachte man zuerst an Typ 1 und wollte mich gleich ins Krankenhaus schicken zur Einstellung. Als ich dann aber sagte, dass ich die Symptome wie Durst, häufiger Harndrang und Gewichtsabnahme bereits seit 2.5 Jahren habe, hat der Arzt während dem Gespräch die Meinung geändert und meinte dann doch Typ 2.
Eventuell sollte ich wegen einem ANtikörpertest fragen? -
am 28.02.2022 14:24:29 | IP (Hash): 1867881337
Hallo :)
Entschuldige, ich habe vom Arzt einfach die Mitteilung bekommen, der HbA1c würde bei 14 liegen. Mit den Einheiten kenne ich micht nicht aus. Dann sind es wahrscheinlich 14%.
Liebe Grüsse