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Wie schnell wirkt Metformin?
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am 28.02.2022 14:48:18 | IP (Hash): 1243581351
Es ist schon mal sehr gut, dass Du überhaupt Dimensionen angibst. Das ist hier oftmals nicht der Fall, und man muß rätseln.
Nun meine Meinung.
Ein Hba1c von 14% bedeutet, daß Du einige Zeit lang mit einem mittleren Blutzucker von 380mg/dl herumgelaufen bist , z.B. mit einem Nüchternblutzucker von 250mg/dl und mit über 500mg/dl nach der Mahlzeit.
Ich meine, dass da Dein jetziger NBZ von 141mg/dl und 300mg/dl nach der Mahlzeit schon eine enorme Verbesserung ist, die Du eigentlich auch schon körperlich spüren müsstest.
Mit Steigerung des Metformin von 500mg auf 1000mg dürfte sich das nochmal verbessern. Dauert ca. eine Woche, bis die neue Dosis ihre Wirkung entfaltet.
Die Traumwerte der alten Hasen hier können bei Deinen Ausgangswerten derzeit noch nicht Dein Maßstab sein.
Bearbeitet von User am 28.02.2022 14:49:19. Grund: Tappfuhler -
am 28.02.2022 14:51:58 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Honigbiene,
keine Angst, Dein Blutzucker pendelt sich durchaus ein. Ich hatte vor 14 Monaten eine BZ-Wert von 516, kam als Notfall ins Krankenhaus, bekam Langzeitinsulin und Mahlzeiteninsulin, zusätzlich Metformin und Jardiance. Metformin wurde eingeschlichen, erst 500, dann 2 x 500, dann 3 x 500. Durch Ernährungsumstellung gelang es mir, das Insulin abzusetzen und auf 2 x 500 gr. Metformin zu reduzieren. Aber: das alles hat über ein viertel Jahr gedauert. Metformin kappt lediglich die Blutzuckerspitzen nach einer Mahlzeit und das Jardiance sorgt dafür, dass die Nieren überschüssigen Blutzucker mit dem Urin ausscheiden und nicht wieder in den Blutkreislauf leiten.
Ich habe meine Ernährung total umgestellt, wenig Kohlehydrate (nicht ganz verzichten, nur in Form von Vollkornprodukten) und vieeeel Gemüse und Salate. Dazu vorzugsweise pflanzliche Öle und Fette. Das alles geht aber nicht von heute auf morgen.
Bei meiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach 8 Tagen war mein Nüchternblutzucker immer noch bei über 240, hat sich dann aber relativ schnell durch die ernährungsumstellung eingependelt. Im Krankenhaus bekam ich immer nur Diätessen, also keine diabetesgeeigneten Mahlzeiten.
Ich drücke Dir die Daumen.
Gruß,
Biggi -
am 06.03.2022 14:35:00 | IP (Hash): 1867881337
Hape schrieb:
Es ist schon mal sehr gut, dass Du überhaupt Dimensionen angibst. Das ist hier oftmals nicht der Fall, und man muß rätseln.
Nun meine Meinung.
Ein Hba1c von 14% bedeutet, daß Du einige Zeit lang mit einem mittleren Blutzucker von 380mg/dl herumgelaufen bist , z.B. mit einem Nüchternblutzucker von 250mg/dl und mit über 500mg/dl nach der Mahlzeit.
Ich meine, dass da Dein jetziger NBZ von 141mg/dl und 300mg/dl nach der Mahlzeit schon eine enorme Verbesserung ist, die Du eigentlich auch schon körperlich spüren müsstest.
Mit Steigerung des Metformin von 500mg auf 1000mg dürfte sich das nochmal verbessern. Dauert ca. eine Woche, bis die neue Dosis ihre Wirkung entfaltet.
Die Traumwerte der alten Hasen hier können bei Deinen Ausgangswerten derzeit noch nicht Dein Maßstab sein.
Vielen Dank für deine Antwort. Ja das ist schon so, dass ich wohl leider sehr sehr lange so damit rumgelaufen bin, deshalb mache ich mir auch etwas sorgen, dass sich der Diabetes schon so weit entwickelt hat, dass ich nicht mehr auf normale Werte komme ohne zusätzliches Insulin, da ich ja offenbar laut Arzt auch wenig Eigeninsulin hatte. Seit dem ersten Tag, an dem ich 16 Einheiten Tresiba (langwirksames Insulin) bekommen habe, lagen meine Nüchternwerte zwischen 180 und 225 mg/dl. Daran hat sich leider in den letzen Tagen trotz mittlerweile 1500 mg Metformin zusätzlich nichts geändert. Vielen Dank, dann muss ich wohl noch etwas abwarten.
Liebe Grüsse -
am 06.03.2022 14:38:06 | IP (Hash): 1867881337
biggi119 schrieb:
Hallo Honigbiene,
keine Angst, Dein Blutzucker pendelt sich durchaus ein. Ich hatte vor 14 Monaten eine BZ-Wert von 516, kam als Notfall ins Krankenhaus, bekam Langzeitinsulin und Mahlzeiteninsulin, zusätzlich Metformin und Jardiance. Metformin wurde eingeschlichen, erst 500, dann 2 x 500, dann 3 x 500. Durch Ernährungsumstellung gelang es mir, das Insulin abzusetzen und auf 2 x 500 gr. Metformin zu reduzieren. Aber: das alles hat über ein viertel Jahr gedauert. Metformin kappt lediglich die Blutzuckerspitzen nach einer Mahlzeit und das Jardiance sorgt dafür, dass die Nieren überschüssigen Blutzucker mit dem Urin ausscheiden und nicht wieder in den Blutkreislauf leiten.
Ich habe meine Ernährung total umgestellt, wenig Kohlehydrate (nicht ganz verzichten, nur in Form von Vollkornprodukten) und vieeeel Gemüse und Salate. Dazu vorzugsweise pflanzliche Öle und Fette. Das alles geht aber nicht von heute auf morgen.
Bei meiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach 8 Tagen war mein Nüchternblutzucker immer noch bei über 240, hat sich dann aber relativ schnell durch die ernährungsumstellung eingependelt. Im Krankenhaus bekam ich immer nur Diätessen, also keine diabetesgeeigneten Mahlzeiten.
Ich drücke Dir die Daumen.
Gruß,
Biggi
Vielen Dank für deine Antwort. Ich versuche auch, so wenige Kohlehydrate wie möglich zu essen, das fällt mir aber noch ein bisschen schwer. Zudem mache ich mir eben Sorgen, dass es schon zu spät sein könnte, da meine Bauchspeicheldrüse offenbar schon zu wenig Insulin produziert. Aber deine Geschichte macht mir ein bisschen Mut, dass es doch noch klappen könnte. Vielen Dank :)
Liebe Grüsse -
am 06.03.2022 20:09:17 | IP (Hash): 1515891051
Hallo Honigbiene,
wenn Dich der Hunger plackt, iss Nüsse, Walnüsse, Erdnüsse oder Cashew, aber ohne Salz.
Nur Mut, ich habe gestern gerade meine Listen über die Anfangszeit durchgelesen (schreibe mir immer die Werte auf) und es hat bei mir bis März (also über drei Monate) gedauert, bis ich das Insulin erst reduzieren und dann absetzen konnte. Und dann waren meine Werte aber noch lange nicht so wie jetzt. Das hat nochmals ein paar Monate gedauert.
Also verliere nicht den Mut.
Gruß,
Biggi -
am 06.03.2022 21:10:46 | IP (Hash): 1867881337
biggi119 schrieb:
Hallo Honigbiene,
wenn Dich der Hunger plackt, iss Nüsse, Walnüsse, Erdnüsse oder Cashew, aber ohne Salz.
Nur Mut, ich habe gestern gerade meine Listen über die Anfangszeit durchgelesen (schreibe mir immer die Werte auf) und es hat bei mir bis März (also über drei Monate) gedauert, bis ich das Insulin erst reduzieren und dann absetzen konnte. Und dann waren meine Werte aber noch lange nicht so wie jetzt. Das hat nochmals ein paar Monate gedauert.
Also verliere nicht den Mut.
Gruß,
Biggi
Hallo Biggi
Vielen Dank für deine Antwort. Es ist wirklich toll, dass du das mit der Ernährung so geschafft hast! Hast du denn gar keine KH mehr gegessen oder einfach wenige und wenn dann Vollkorn?
Liebe Grüsse -
am 06.03.2022 21:28:22 | IP (Hash): 1270600484
Eigentlich würde ich gern schreiben wollen, dass der einfachere Weg wäre, mit dem Insulin aus dem Pen zum gesunden Blutzucker zu kommen, und dann immer mehr so zu essen, dass in der Spitze um ne Stunde nach dem Essen 140 mg/dl nicht überschritten werden und immer mehr vom Insulin raus zu lassen - bis am besten keins mehr für den gesunden BZ nötig ist.
Begründung:
Im gesunden BZ-Rahmen funktioniert das an eigener Regelung, was noch funktionieren kann, am besten. Und so geht das Normalisieren auch am einfachsten und schnellsten.
Nur:
Ich hab zu viele mit Typ 2 erlebt, die da irgendwo auf dem Weg zum gesunden BZ beschlossen haben, dass jetzt gesund genug ist, und das Insulin dann einfach rausgelassen haben. Und die dann halt über die Monate wieder munter ansteigende Werte beobachten und beklagen konnten. - So konsequent wie Biggi weiß ich bis heute niemanden.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 06.03.2022 22:00:03 | IP (Hash): 1243581351
Hallo,
da Du ja mit 48kg bei 165cm beinahe untergewichtig bist, - hast Du zumindest den großen Vorteil kalorientechnisch nicht vorsichtig sein zu müssen.
Hoffentlich magst Du Rührei mit Speck, das hat quasi gar keine Kohlenhydrate.
Und bei Nüssen solltest Du aufpassen, dass es kein "Studentenfutter" mit Rosinen ist, die Rosinen sind natürlich eine Kohlenhydratbombe. -
am 07.03.2022 17:31:52 | IP (Hash): 1867881337
hjt_Jürgen schrieb:
Eigentlich würde ich gern schreiben wollen, dass der einfachere Weg wäre, mit dem Insulin aus dem Pen zum gesunden Blutzucker zu kommen, und dann immer mehr so zu essen, dass in der Spitze um ne Stunde nach dem Essen 140 mg/dl nicht überschritten werden und immer mehr vom Insulin raus zu lassen - bis am besten keins mehr für den gesunden BZ nötig ist.
Begründung:
Im gesunden BZ-Rahmen funktioniert das an eigener Regelung, was noch funktionieren kann, am besten. Und so geht das Normalisieren auch am einfachsten und schnellsten.
Nur:
Ich hab zu viele mit Typ 2 erlebt, die da irgendwo auf dem Weg zum gesunden BZ beschlossen haben, dass jetzt gesund genug ist, und das Insulin dann einfach rausgelassen haben. Und die dann halt über die Monate wieder munter ansteigende Werte beobachten und beklagen konnten. - So konsequent wie Biggi weiß ich bis heute niemanden.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Danke Jürgen für den Tipp! Ich werde diese Möglichkeit auf jeden Fall einmal mit Arzt besprechen. Leider bin ich bisher "nur" bei meinem Hausarzt, der das ganze ziemlich locker sieht. Ich werde ihn aber sowieso nach einer Überweisung zu einem Diabetologen fragen.
Ja das mit dem Essen und der Umstellung ist schon nicht ganz einfach. Ich bewundere wirklich alle, die das so konsequent schaffen.
Liebe Grüsse -
am 17.03.2022 13:56:48 | IP (Hash): 1867881337
Hallo Zusammen
Vielen Dank für all eure Tipps! Leider bin ich im moment noch nicht weiter, kann erst nächste Woche zu einer Fachabteilung für Endokrinologie und Diabetologie.
Mittlerweile bin ich aber fast sicher, dass ich doch Typ 1 habe bzw. LADA. In Kombination sprechen diese Anzeichen für mich eher für Typ 1: Alter 31, BMI 20, niedriger C-Peptid Wert, niemand in der Familie, Schilddrüsenantikörper, Metformin hilf nichts, Basalinsulin machte sehr viel aus (Nüchternwert innerhalb von 3 Tagn von 24 mmol/l auf 11 mmol/l), Laut alten Blutwerten von einem Spitalbesuch war vor 6 Jahren noch alles gut.
Natürlich werde ich es erst nächste Woche wissen, aber für mich scheint es eigentlich relativ klar.
Werde aber trotzdem versuchen, eure Tipps bezüglich Ernährung umzusetzen :)
Liebe Grüsse