Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Plötzlich kein Sättigungsgefühl mehr
-
am 10.03.2022 23:00:41 | IP (Hash): 1813138473
Hallo Leute.
Ich möchte jetzt nicht (noch einmal) meine ganze Geschichte erzählen und versuche mich daher etwas kurz zu halten. Bei mir wurde vor ca. 2 Jahren Typ 2 festgestellt. Ich bekam das ganze mit Intervallfasten sehr gut in den Griff und habe 20 Kg abgenommen. Dann gab es einen Rückfall. Das war zu dem Zeitpunkt, wo ich gegen Corona geimpft wurde (Biontech). Ich habe wieder 15 Kg zugenommen. Ende letzten Jahres das der Schock beim Arzt. Blutwerte wieder viel schlechter. Dann habe ich mich wieder zusammengerissen und erneut 15 Kg abgenommen.
Mitte Januar bekam ich dann meine 3. Biontech-Impfung und seit dem, fällt es mir wieder schwer das Intervallfasten durchzustehen. Ich wiege zwar aktuell 90Kg, aber ich werde einfach nicht richtig satt.
Ich esse teilweise soviel, dass ich schon schmerzen bekomme, aber kein Sättigungsgefühl.
Das hatte ich nach der 1. und 2. Biontech-Impfung für mehrere Monate und jetzt seit der 3. Biontech-Impfung wieder............... mein Arzt lacht mich aus (in diesem Zusammenhang).
Genau bis zur Spritze, konnte ich problemlos 23 Stunden fasten und mir hat 1x Mahlzeit völlig gereicht. Jetzt reichen gefühlt nicht einmal 5 Mahlzeiten. Ich habe einfach immer Hunger.
Ich halte zwar irgendwie durch, aber so ist das Leben eine qual. -
am 11.03.2022 00:26:24 | IP (Hash): 365013022
Mit den Impfungen gegen Corona haben all Deine Erfahrungen und Empfindungen nichts zu tun.
Da gibt es einen zeitlichen Zusammenhang, aber keinen kausaler Zusammenhang.
Mit Hungergefühl und Sättiung hat eine Impfung nichts zu tun. -
am 11.03.2022 08:51:36 | IP (Hash): 1040372874
Hi,
ausschließen kann man nix, ich denke aber auch nicht das es an der Impfung liegt.
ich hatte auch Biontech und Moderna Impfungen und kann nicht Vergleichbares berichten.
Deine sehr radikalen Umstellungen und Ernährungsweisen in den letzten Monaten/ Jahren könnten da eher ein Grund dafür sein das da bei der "Steuerung" was durcheinander geraten ist.
Langfristig muss man da einfach eine ausgewogene Ernährung anstreben. Nichts extremes, weder extrem wenig noch extrem viel.
Ist natürlich leichter gesagt als getan, ich kämpfe da auch gerade damit.
Gruß Tobias -
am 11.03.2022 09:17:57 | IP (Hash): 455308166
Hape schrieb:
Mit den Impfungen gegen Corona haben all Deine Erfahrungen und Empfindungen nichts zu tun.
Da gibt es einen zeitlichen Zusammenhang, aber keinen kausaler Zusammenhang.
Mit Hungergefühl und Sättiung hat eine Impfung nichts zu tun.
Bislang gibt es praktisch nur beobachtete zeitliche Zusammenhänge, und die meisten davon sind nicht mal systematisch zusammengetragen und hinterfragt und ergründet, sondern schlicht mehr oder weniger häufig zur Sprache = meistens Schreibe gekommen. Dabei werden besonders gefährliche und dann besonders häufig genannte Auffälligkeiten zuerst untersucht - und auch da oft genug ohne endgültiges Ergebnis.
Und gesteigertes Hungergefühl beim Fasten ist nun nix, was besonders viele Menschen betrifft und so besonders viele Menschen neugierig auf ne mögliche Begründung machen könnte.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 11.03.2022 09:35:02 | IP (Hash): 72970431
Turbotobi schrieb:
....
Deine sehr radikalen Umstellungen und Ernährungsweisen in den letzten Monaten/ Jahren könnten da eher ein Grund dafür sein das da bei der "Steuerung" was durcheinander geraten ist.
....
Das sehe ich ganz genauso. Wenn Du weiter abnehmen möchtest, wäre ein geringeres kcal-Defizit m.E. die bessere Wahl. Vor allem, wenn Dein Körperfettanteil (der ominöse KFA) bereits niedrig (unter 12...15 %) ist. Gewähre Deinem Körper regelmäßige "Refeeds" und Diätpausen.
LG
-
am 11.03.2022 22:21:19 | IP (Hash): 455308166
Welche kcal Menge pro Tag bei einem einzelnen Menschen zum Gewichthalten ausreicht und wie viel mehr zur Zu- und wie viel mehr zur Abnahme, geht nicht nach Tabellen zu ermitteln, sondern ausschließlich mit der Waage. Denn die einen sind super Energieverwerter und brauchen nur Hausnummer die Hälfte von der Menge, die schlechte Futterverwerter brauchen, um ihr Gewicht zu halten.
Konkret zum Abnehmen kann man sich nun jede Woche 100 kcal weniger als in der vorherigen Woche einverleiben, bis sich die Anzeige der Waage südwärts bewegt. Das dann erreichte Tagesbudget kann man dann erstmal beibehalten, bis die Waage bei diesem neuen isokalorisch = Futtermenge-passt-zu-Gewicht das Sinken beendet. Wenn dann erst 1 kg runter ist und man 10 loswerden will, muss man das Spiel dann halt noch 9 mal wiederholen.
Und von da an kann man sich nicht wieder die normale Menge wie vor dem Abnehmen einverleiben, sondern die Menge, mit der die Anzeige der Waage beim 10. kg weniger zu sinken aufgehört hat, ist das neue Normal.
Wir mit Prädiabetes oder Typ 2 haben können unseren Defekt dabei sehr zielführend nutzen. Denn unser BZ zeigt an, ob wir gerade auf dem angestrebten Weg sind, oder davon mit großen Schritten abzukommen drohen, lange bevor die Waage in sichtbare Bewegung gerät :)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.03.2022 01:39:41 | IP (Hash): 1813138473
Heute wieder...
Ich war absichtlich bei Burger King und habe 3 große Burger gegessen + etwas Pommes. 2 Stunden später hatte ich wieder richtig Hunger, obwohl ich in meinem Magen spüre, dass dieser nicht leer ist. Es will sich kein richtiges Sättigungsgefühl (wie sonst) einstellen. Ich scheine körperlich satt zu sein, aber eben ohne das Gefühl dafür.
Ich faste zwar 23 Stunden, esse aber absichtlich nicht das gesündeste Zeug.
Beispiel:
1x Frosta Tortellini Rahmspinat (800g) + 250g Magerquark mit 30g Mehrkomponenten-Eiweiß und 1x EL Chia-Samen + 2x große Tassen Kaffee (Vollautomaten) mit Milchschaum
Normalerweise werde ich davon so extrem satt, dass ich problemlos bis zu 28 Stunden fasten kann.
HbA1c lag zuletzt (vor 3 Wochen) bei 5,1%. Ich wiege rund 90Kg und nehme nicht mehr ab. Bauch ist voll mit Viszeralfett. Alle anderen Körperstellen haben gut abgebaut, bis auf den Bauch... -
am 12.03.2022 08:58:03 | IP (Hash): 2057594013
Hast Du dir denn schon mal den Luxus einer BZ Messung so um ne Stunde nach soner Fressorgie geleistet?
Nachtrag:
Mir will der Sinn Deines Einmalstopfens am Tag nicht einleuchten. Wenn Du auf einmal so viel isst, wie normal auf 3 Mahlzeiten verteilt, machst Du nix mit Fasten, sondern - sorry - nur Blödsinn.
UND wahrscheinlich hättest Du sehr viel später wieder Hunger gehabt, wenn Du die Brotverpackung von Deinen 3 Börgern weggelassen hättest. Denn alle Welt weiß, dass sich nach vielen KHs schnell wieder Hunger einstellt, auch wenn der Bauch noch recht voll ist.
Erklärt wird das immer mit dem besonders großen Insulinumsatz, den die vielen KHs provozieren. Und wo Du da ja nix besonders anstrengendes außer essen tust, sorgt das viel Insulin in Deiner Leber auch gleich dafür, dass das meiste von dem Brot gleich in Fett umgewandelt und in die Schwimmhilfen eingelagert wird, die Du beklagst.
UND zu viel davon bleibt auch gleich in der Leber und sorgt dort dafür, dass immer mehr zu viele Glukose ausgegeben wird, damit Dein Dok bei Gelegenheit wieder einen angestiegenen HbA1c vermelden kann.
Auch Intervallfasten hat für uns mit Typ 2 nur dann einen direkten Nutzwert, wenn wir damit weniger BZ und so weniger Insulinbedarf machen.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 12.03.2022 17:57:13. Grund: Nachtrag -
am 12.03.2022 20:06:44 | IP (Hash): 2105431859
Ich habe heute bis 17.08 Uhr gefastet und nur Wasser und Tee (Grüner Tee und Löwenzahn-Tee) getrunken.
17.08 Uhr bis 18.17 Uhr =
- 1x Teller Frosta Tortellini Rahmspinat (800g)
- 1x Schüssel Magerquark (250g) mit 30g Mehrkomponenten-Eiweiß und 1x EL Chia-Samen und etwas Milch
- 2x große Tassen Kaffee (Vollautomaten) ohne extra Zucker aber Milchschaum
20.01 Uhr = 143 mg/dL
Ich habe mir aber um 19.13 Uhr noch eine Tasse Kaffee gegönnt. :D
-
am 12.03.2022 20:44:40 | IP (Hash): 2057594013
Die 143 an die 3 Stunden nach dem Essen sagen, dass Deine Betas da noch volle Pulle Insulin rausschmeißen müssen. Die volle Pulle wird erst unter 100 mg/dl nennenswert weniger.
Dumm an voller Pulle: da wird unter dem BZ-Druck mit den Monaten und Jahren immer mehr intaktes Proinsulin rausgeschmissen. Das sind die Produktions- und Speicher-Moleküle. Da hängen immer 1 Teil Insulin und 1 Teil C-Peptid zusammen. Für's ordentliche Funktionieren werden Insulin und C-Peptid bei der ordentlichen Ausgabe geteilt. Dann hat das Insulin seine volle BZ-Wirksamkeit. So lange es als Proinsulin mit dem C-Peptid zusammenhängt, braucht es 5-10 dieser Zusammenhänger für diese BZ-Wirksamkeit von 1 ordentlich geteilten!
Und noch dümmer: die intakten (die Bezeichnung finde ich fürchterlich irreführend) Proinsuline-Moleküle haben zwar nur den 5. bis 10. Teil an BZ-Wirksamkeit vom ordentlich geteilten Insulin, aber den VOLLEN an Fettwirksamkeit: Sie sorgen genauso wie das ordentlich geteilte Insulin dafür, dass möglichst kein Fett verbraucht und vom neuen Essen möglichst viel zu Speicher-Fett umgewandelt und eingelagert wird!
Zurück zu den 143: Mit der Spitze jeweils um ne Stunde nach jedem Essen in ungefähr der Höhe sinkt häufig der Nüchternwert zwischen den Mahlzeiten und auch morgens auf um 100 oder sogar noch ein bisschen weiter darunter :)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.03.2022 21:00:14 | IP (Hash): 2105431859
Ich vermute, dass die 143 von heute am Kaffee liegen. Meine Frau hat das Teil so eingestellt, dass da ordentlich viel Milch rauskommt. Habe heute schon 3 große Tassen getrunken gehabt vor der Messung. Ich muss wieder mit Kaffee aufhören.......
Bis zu meiner 3. Impfung, habe ich übrigens das gleiche wie jetzt auch gegessen, aber mit dem Unterschied, dass ich 1. abgenommen und 2. richtig satt wurde. -
am 12.03.2022 21:12:24 | IP (Hash): 808939335
Selbst wenn da was mit der Impfung zusammenhängen sollte, würde Dir sone Erkenntnis doch heute nicht weiter helfen. Wie ich Dich verstehe, willst Du mit möglichst wenig bis keinen Medikamenten zu nem möglichst gesunden Blutzucker kommen.
Wenn Du meinst, dass die Milch im Kaffee so großen Einfluss auf Deinen BZ hat, miss doch einfach mal wenigstens 4-5 Stunden nach dem letzten Essen und nach dem letzten von diesen Kaffees o.ä. Deinen BZ, gönne dir dann so einen Kaffee und miss um ne Stunde weiter wieder Deinen BZ und vergleiche: Die Differenz von vor dem Kaffee und ne Stunde nach dem Kaffee geht auf den Kaffee !
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 12.03.2022 21:49:16 | IP (Hash): 2105431859
Mit dem Kaffee bin ich mir sicher. Ich "spüre" wenn mein Blutzucker nach oben oder unten entgleist. Wenn mein BZ höher ist, wird mir warm um den Kopf. Das passiert ab 2 großen Tassen Kaffee, aber das vergeht auch relativ schnell.
Aktuell nehme ich 1x 1000mg Metformin direkt nach dem Essen. Ansonsten bekomme ich nichts gegen mein Typ 2.
Hauptsächlich möchte ich abnehmen. Ich möchte es auf 60 bis 70 Kg schaffen. Aktuell sind es 90Kg, aber trotz 23 Stunden Fastenzeit, nehme ich nicht mehr ab. Bis auf 90Kg ging es zügig und dann kam die 3. Impfung und die Probleme............ -
am 12.03.2022 22:22:35 | IP (Hash): 808939335
Metformin bremst die Zuckerausgabe der Leber den ganzen Tag über. Mit Deinem Essen gibst Du da schon mächtig Gas.
Hier hast Du ne gesunde BZ-Kurve von vor zu nach dem Essen https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar und aus der eigenen Erfahrung würde ich sagen, dass Du mit Deinem BZ in diesem gesunden Rahmen sehr viel leichter abnehmen kannst, als in Deinem jetzigen deutlich darüber.
Am schnellsten geht gesunder BZ bei den meisten Menschen in Deiner Situation mit 600 kcal Tag. Schon nach 1 Woche wachen die meisten dann schon mit völlig gesundem BZ auf und brauchen dafür auch kein Metformin mehr. Dann hast Du zwar noch nicht nennenswert abgenommen, aber keinen so riesigen Insulinumsatz mehr.
Und 6 Wochen weiter können die meisten auch wieder kleine Mengen KHs essen, ohne das ihre BZs über die Gesund-Kurve ansteigt. Und dann haben die meisten auch schon ne gute Menge abgenommen. Remission nach Professor Taylor ist da ein Stichwort für Google und DiRECT Study.
Und ok, es liegt am Booster - aber was hilft Dir das Klagen darüber? Daumendrück für gutes neues Gelingen!
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 13.03.2022 21:05:49 | IP (Hash): 1813138473
Heute noch einmal das selbe gegessen.
Kurz vor dem Essen = 86 mg/dL
Essen =
- 1x Teller Frosta Tortellini Rahmspinat (800g)
- 1x Schüssel Magerquark (250g) mit 30g Mehrkomponenten-Eiweiß und 1x EL Chia-Samen und etwas Milch
- 2x große Tassen Kaffee (Vollautomaten) ohne extra Zucker aber mit Milch (viel Milchschaum)
2 Stunden nach Essen-Ende = 171 mg/dL
Morgen probiere ich es noch einmal ohne Kaffee, aber mit dem selben Essen. -
am 13.03.2022 21:33:12 | IP (Hash): 295485626
Super Ansatz! Vielleicht misst Du zusätzlich auch 1 Stunde nach dem Essen?
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 13.03.2022 22:01:25 | IP (Hash): 1813138473
Jetzt noch einmal 1 Stunde nach der Messung (also 3 Stunden nach dem Essen-Ende) = 119 mg/dL -
am 13.03.2022 22:28:18 | IP (Hash): 295485626
Ich hatte gemeint, dass Du bei der angekündigten Wiederholung vom Essen schon 1 Stunde nach dem Essen misst, weil der Wert meistens die Spitzenlast anzeigt, die man seinen Betas aufbürdet.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 13.03.2022 22:53:40 | IP (Hash): 1813138473
Ich habe das schon verstanden, kann die Messung (1 Stunde nach dem Essen-Ende) aber nicht nachholen. Daher noch eine Messung 3 Stunden nach dem Essen-Ende.
Morgen mache ich das mal, aber ohne Kaffee. -
am 14.03.2022 11:02:58 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Welche kcal Menge pro Tag bei einem einzelnen Menschen zum Gewichthalten ausreicht und wie viel mehr zur Zu- und wie viel mehr zur Abnahme, geht nicht nach Tabellen zu ermitteln, sondern ausschließlich mit der Waage. Denn die einen sind super Energieverwerter und brauchen nur Hausnummer die Hälfte von der Menge, die schlechte Futterverwerter brauchen, um ihr Gewicht zu halten.
Konkret zum Abnehmen kann man sich nun jede Woche 100 kcal weniger als in der vorherigen Woche einverleiben, bis sich die Anzeige der Waage südwärts bewegt. Das dann erreichte Tagesbudget kann man dann erstmal beibehalten, bis die Waage bei diesem neuen isokalorisch = Futtermenge-passt-zu-Gewicht das Sinken beendet. Wenn dann erst 1 kg runter ist und man 10 loswerden will, muss man das Spiel dann halt noch 9 mal wiederholen.
Und von da an kann man sich nicht wieder die normale Menge wie vor dem Abnehmen einverleiben, sondern die Menge, mit der die Anzeige der Waage beim 10. kg weniger zu sinken aufgehört hat, ist das neue Normal.
Wir mit Prädiabetes oder Typ 2 haben können unseren Defekt dabei sehr zielführend nutzen. Denn unser BZ zeigt an, ob wir gerade auf dem angestrebten Weg sind, oder davon mit großen Schritten abzukommen drohen, lange bevor die Waage in sichtbare Bewegung gerät :)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Einspruch, Euer Ehren! Die Waage (alleine) ist kein ideales Maß (no pun inteded!) zur Bewertung des Fortschritts (=Gewichtsabnahme) oder der Fettzunahme, sondern lediglich ein Teil des Puzzles, das vor allem noch zu Beginn - je nach angestrebtem "Grad" des Fettverlustes - eine gute Aussagefähigkeit besitzt, die sie aber mit der Zeit einbüßt. Ab einem gewissen Punkt ist jedenfalls das Maßband m.E. zu bevorzugen, zumal die Waage ja immer das gesamte Gewichte jenes Individuums anzeigt, das da eben gerade auf ihr steht, während das Maßband - wenn auf nüchternen Magen gemessen - bezüglich Fettab-/zunahme nicht "lügt". Denn woher weiß ich denn, ob die 1 kg "Mehr" auf der Waage auf Fett, Glykogen-/Wassereinlagerungen oder doch nur Darminhalt durch's viele Essen übers Wochenende zurückzuführen sind?
Ich z.B. hätte mit meinem wenig essen vor ca. einem Jahr und der dementsprechenden Abnahme meiner Muskelmasse dann ja mit meinen ca. 5 kg Gewichtsverlust von 83 auf 78 kg (bei ca 1,83 Meter Körpergröße) binnen zwei, drei Wochen einen guten Erfolg eingefahren, wenn es nach der Waage ging, obwohl aufgrund der unsinnigen Durchführung dieser "Null-Diät" das Gegenteil der Fall war. Mit sehr viel Training und mehr Protein habe ich jetzt auf ca. 90 kg zugenommen. Dementsprechend stehe ich jetzt trotz nach wie vor vorhandenem kcal-Defizit - bezogen auf den dank Waage ermittelbaren BMI - schlechter da, als vormals. Aber bin ich jetzt mit meinem ausgeprägten täglichen Kraft- und Ausdauertraining und mehr (Muskel)Masse wirklich "ungesünder" als vor einem Jahr mit mangelhafter Nährsoff-Zufuhr, weniger Muskeln und "normalem" BMI? ;)
Bearbeitet von User am 14.03.2022 11:04:49. Grund: . -
am 14.03.2022 12:16:59 | IP (Hash): 353860082
@Mitgllied: Du kannst einem die Schreibe im Beitrag umdrehen ;)
1. Ich habe der Waage keine Ideal-Funktion zugeschrieben, sondern lediglich eine zuverlässigere, als den Tabellen.
2. Ich habe vor allem auf den BZ hingewiesen, der uns mit Prädiabetes und Diabetes Typ 2 unübertroffen zeitnah anzeigt, wann wir uns im fettfröhlichen Bereich mit hohem Insulin-Umsatz bewegen = möglichst viele KHs in Fett umwandeln und das Fett möglichst unangreifbar gespeichert halten - und wann in dem mit weniger Insulin-Umsatz und damit günstiger für’s Fett-Abnehmen = Fett-Verbrauchen.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 14.03.2022 15:08:43 | IP (Hash): 1570514866
- 1x Teller Frosta Tortellini Rahmspinat (800g)
Das sind ohne den Quark gut 125 KH
und den Zucker dann auf die Milch im Kaffee schieben.
Das ist doch ein Witz
______________
—————————————-
Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0 Stand 01/22 (ich arbeite weiter daran) -
am 14.03.2022 16:53:14 | IP (Hash): 81480552
[quote=El Diabetiko;116242] Bauch ist voll mit Viszeralfett. Alle anderen Körperstellen haben gut abgebaut, bis auf den Bauch...[/quote]
Da hilft eher Muskeltraining als Kalorienverzicht.
Beim Durchlesen deine Beiträge El Diabetiko musste ich mich immer wieder fragen…. Warum möchte jemand das machen? 23 Stunden fasten und dann sich mit Fastfood so den Bauch vollschlagen dass einem schon übel wird beim Durchlesen….. verstehe ich nicht. -
am 14.03.2022 17:26:53 | IP (Hash): 353860082
Wenn ein schwer übergewichtiger Mensch Typ 2 hat und sich den Magen verkleinern oder umgehen lässt, kann er nach der OP nur um 600 kcal pro Tag aufnehmen. Auf drei kleine Tassen/Gläser/Mahlzeiten verteilt. Mehr passt erstmal nicht rein.
Und ne Woche nach der OP wird seit nun so um 20 Jahren recht regelmäßig gemessen, dass der Nüchternzucker von einem auf den anderen Tag plötzlich ohne Medis im völlig normal gesunden Bereich verläuft.
Seit gut 10 Jahren weiß alle Welt, dass derselbe BZ-Erfolg sich auch völlig ohne Skalpell einstellt, einfach nur mit den 600 kcal pro Tag.
In dieser Zeit haben diese Menschen allenfalls wenige Gramm von ihrem viszeralen Fett abgeschmolzen und auch nicht plötzlich gewaltig an Muskeln zugelegt.
Und das sagt eindeutig, dass weder viszerales Fett noch Glukose-Grundumsatz für den diabetisch höher als gesunden BZ verantwortlich sind.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 14.03.2022 19:32:18 | IP (Hash): 81480552
Hallo Jürgen, meine Bemerkung bezog sich eigentlich auf das Bauchfett im Allgemeinen. Bauchfett ist schnell „angegessen“ aber lässt sich leider schlecht „wegessen“…. Und das musste El Diabetiko leider feststellen.
Wie das Bauchfett den Blutzucker beeinflusst darüber gibt es im Übrigen nicht nur deine Theorie die behauptet es keinen Einfluss haben soll. Es gibt viele Mediziner die davon ausgehen dass die viszerale Fettzellen eigenständige Entzündungsverursacher sind was dann sehr wohl den Blutzucker in die Höhe treibt.
Bauchfett zu reduzieren wäre demzufolge nicht nur aus ästhetischen Gründen sonder auch gesundheitlich zu empfehlen. -
am 14.03.2022 20:18:38 | IP (Hash): 353860082
Mamamomi schrieb:
Wie das Bauchfett den Blutzucker beeinflusst darüber gibt es im Übrigen nicht nur deine Theorie die behauptet es keinen Einfluss haben soll. Es gibt viele Mediziner die davon ausgehen dass die viszerale Fettzellen eigenständige Entzündungsverursacher sind was dann sehr wohl den Blutzucker in die Höhe treibt.
Bauchfett zu reduzieren wäre demzufolge nicht nur aus ästhetischen Gründen sonder auch gesundheitlich zu empfehlen.
Nicht meine Theorie, sondern seit den entsprechenden Arbeiten von Prof. Taylor, Newcastle, nachgewiesene und jederzeit beliebig wiederholbare und nachmessbare und weltweit bekannte Praxis. Für den genialen Durchbruch wurde der Prof in 2012 von der weltweiten Kollegenschaft damit geehrt, dass er die Banting Memorial Lecture zu dem Thema halten durfte.
Und mal davon ab: Immer schon hat die BZ-Normalisierung ne Woche nach ner bariatrischen OP eingesetzt, und das passiert auch heute noch so zuverlässig, dass nicht wenige Mediziner so eine OP schon für Schwergewichte und nicht nur für extreme Schwergewichte befürworten.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 14.03.2022 23:11:43 | IP (Hash): 1813138473
Ich konnte meinen BZ heute nicht messen. Die vermeintlich volle Teststreifen-Dose, war komplett leer.
Ich habe die letzen Beiträge nicht richtig verstanden.
Wie kann ich meinen dicken (sehr harten) Bauch am besten loswerden?
Ich habe am Bauch definitiv abgenommen. Meine alten Hosen rutschen mir von den Hüften. Meine Kröper würde ich Stand heute als relativ normal, aber mit dicken Bauch beschreiben, wobei ich mit (enger) Jacke eigentlich nicht mehr Übergewichtig aussehen.
Am Tag meiner Hochzeit (2004) wog ich genau 53Kg. Am Tag der Typ 2 Diagnose wog ich 110 Kg. Aktuell sind es 90Kg und es geht nicht runter.
Mein Sättigungsgefühl hat sich die letzten Tage wieder etwas verbessert. Genau wie nach der 2. Spritze... -
am 15.03.2022 13:16:51 | IP (Hash): 1139626041
Hey, dann warst Du zu Deiner Hochzeit ja nur ne halbe Portion ;)
Persönlich hab ich so um 8 Wochen 600-800 kcal pro Tag gemacht, in Form von zum größten Teil Gemüse und meistens Käse, verteilt auf morgens+mittags+abends.
Nach einer Woche hatte ich von einem Tag auf den anderen nur noch ein Viertel von meinem normalen Bedarf an Basal-Insulin, also an dem Insulin, was ich unabhängig vom Essen brauche. Wenn mein Diabetes da nicht schon über 20 Jahre alt gewesen wäre und über 10 Jahre insulinabhängig, hätte ich nach dieser Woche wahrscheinlich kein Medikament mehr für meinen gesunden BZ gebraucht.
Ab etwa 14 Tagen hat sich dann deutlich ablesbarer Erfolg auf der Waage eingestellt und mich in meinem Sehr-Wenig-Essen für die nächsten Wochen super bestärkt. So gut hatte das mit dem Abnehmen vorher nie geflutscht.
Ab so etwa 8 Wochen nach Beginn meiner Wenigesserei bin ich dann langsam etwas großzügiger geworden mit meinen Futtermengen.
Bei der Zusammensetzung hab ich von da an für 3 Jahre auf viel Gemüse und Fett und Protein und sehr wenig KHs geachtet, also LCHF. Das hat meiner Frau gar nicht gefallen, außer beim auswärts Essen. Da bestelle ich seitdem immer den großen Salatteller mit Käse oder Fleisch oder Fisch, und ihr hab ich dann immer das meistens sehr leckere Brot oder Brötchen überlassen, das es dazu gibt.
Um 25 kg von 96 war meine größte Abschmelze, und ja, auch am Bauch. Die Hosen waren plötzlich alle ne gute Nummer bis 2 zu weit.
Das inzwischen ja längst nicht mehr neue normale Essen entspricht wenigstens gefühlt etwa der Hälfte vom zuvor normalen für die 96 kg. Damit sehe ich bis heute Schwankungen um 73-75 kg und fühle mich wohl. - Vielleicht is was dabei, was Du ausprobieren magst?
Und ansonsten Daumendrück für wieder weiter gutes Gelingen auf Deine Weise :)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 15.03.2022 20:55:28 | IP (Hash): 1813138473
Ich esse mit der 23 zu 1 Methode, defintiv mehr als 800 kcal pro Tag.
Egal wie oft ich am Tag essen würde, mit 800 kcal pro Tag, wäre ich wahrscheinlich nicht mehr Ansprechbar. -
am 16.03.2022 08:50:48 | IP (Hash): 72970431
Mamamomi schrieb:
Da hilft eher Muskeltraining als Kalorienverzicht.
Leider nein. Selbst wenn wir jeden Tag stundenlang die (Bauch)Muskeln beanspruchen würden, wäre das Fett ohne Kalorienverzicht anschließend immer noch da. Ohne dieses verbrennt der Körper kein überschüssiges Fett.
Dazu kommt, dass sich Fett niemals gezielt an einer Stelle verbrennen lässt, denn der Körper entscheidet selbst, wo er die Reserven (zuerst) schmelzen lässt.
Daher hilft es nur, den Körperfettanteil insgesamt zu reduzieren. Allerdings klappt das bei vielen PatientInnen nicht so, wie man(n)/frau das gerne nach ihrer Idealvorstellung hätte, weswegen sich von denen dann doch einige gerne unter's Skalpell des Doktorchens legen. -
am 16.03.2022 08:58:05 | IP (Hash): 72970431
Mamamomi schrieb:
Hallo Jürgen, meine Bemerkung bezog sich eigentlich auf das Bauchfett im Allgemeinen. Bauchfett ist schnell „angegessen“ aber lässt sich leider schlecht „wegessen“…. Und das musste El Diabetiko leider feststellen.
Wie das Bauchfett den Blutzucker beeinflusst darüber gibt es im Übrigen nicht nur deine Theorie die behauptet es keinen Einfluss haben soll. Es gibt viele Mediziner die davon ausgehen dass die viszerale Fettzellen eigenständige Entzündungsverursacher sind was dann sehr wohl den Blutzucker in die Höhe treibt.
Bauchfett zu reduzieren wäre demzufolge nicht nur aus ästhetischen Gründen sonder auch gesundheitlich zu empfehlen.
Wo wir Fett ansetzen, nachdem wir uns zu viele Kalorien einverleibt und meist auch zu wenig Sport getrieben haben und anschließend bestrebt sind, es auf umgekehrtem Wege wieder zu verlieren, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Allerdings hat das buchstäblich greifbare Subkutane Fett unter der Haut - abgesehen von den Folgen für die individuelle Ästhetik und die möglicherweise psychische Belastung für die Person - im Gegensatz zum nicht greifbaren Fett um die Organe - das ominöse Viszeralfett - positive Effekte auf die Gesundheit. Und da gehört nach wissenschaftlichen Erkenntnissen interessanterweise zudem auch eine vergleichbar bessere Insulinwirkung dazu. -
am 16.03.2022 09:03:28 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
@Mitgllied: Du kannst einem die Schreibe im Beitrag umdrehen ;)
1. Ich habe der Waage keine Ideal-Funktion zugeschrieben, sondern lediglich eine zuverlässigere, als den Tabellen.
2. Ich habe vor allem auf den BZ hingewiesen, der uns mit Prädiabetes und Diabetes Typ 2 unübertroffen zeitnah anzeigt, wann wir uns im fettfröhlichen Bereich mit hohem Insulin-Umsatz bewegen = möglichst viele KHs in Fett umwandeln und das Fett möglichst unangreifbar gespeichert halten - und wann in dem mit weniger Insulin-Umsatz und damit günstiger für’s Fett-Abnehmen = Fett-Verbrauchen.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Das völlig ohne böswillige Absichten, lieber Jürgen. Mich verwirrte nur Deine folgende Behauptung vom 11.3., ich zitiere: "Welche kcal Menge pro Tag bei einem einzelnen Menschen zum Gewichthalten ausreicht und wie viel mehr zur Zu- und wie viel mehr zur Abnahme, geht nicht nach Tabellen zu ermitteln, sondern ausschließlich mit der Waage".
Die Waage vermag uns insofern zu täuschen, als dass sie eben "nur" das gesamte Lebendgewicht inkl. allem, was da im und am Menschen keucht und fleucht, anzeigt. Daher hat die Waage (typischerweise) zur Selbstberechnung/-einschätzung des eigenen Körperfettanteils im Gegensatz zum Maßband eine weit geringere Aussagekraft. Doch genau den Fettanteil im Körper wollen wir doch reduzieren, oder? ;)
Bearbeitet von User am 16.03.2022 09:04:32. Grund: .1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 16.03.2022 10:33:17 | IP (Hash): 426457898
Mitglied schrieb:
Mamamomi schrieb:
im Gegensatz zum nicht greifbaren Fett um die Organe - das ominöse Viszeralfett - positive Effekte auf die Gesundheit. Und da gehört nach wissenschaftlichen Erkenntnissen interessanterweise zudem auch eine vergleichbar bessere Insulinwirkung dazu.
Wenn das einen nennenswerten Einfluss auf den BZ hätte, könnte die Normalisierung des BZ nach bariatrischen OPs erst nach und nach in den folgenden Wochen und Monaten mit der Abnahme des viszeralen Fetts eintreten, macht sie aber regelmäßig schon voll umfänglich eine Woche nach der OP.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.