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Probleme mit Freelibre 3

  • Lena8107

    Rang: Gast
    am 07.06.2022 15:48:04 | IP (Hash): 1159660143
    Ja, die stabilen Verläufe sprechen für eine gute Eigenproduktion.
    Als ich noch, wenn auch nur wenig, eigenes Insulin hatte, war‘s bei mir ähnlich und auch wirklich einfacher zu steuern.
    Ich kenne 2 Typ 2 Diabetikerinnen (Geschwister), die seit über 20 Jahren mit Tabletten auskommen. Eine von Beiden musste eine zeitlang Basalinsulin zur Nacht spritzen, aber die Bauchspeicheldrüse hat sich wieder gut erholt und nun reichen wieder die Tabletten.
    Ich kenne auch einen, der nach 30 Jahren Typ 2 Diabetes weiterhin ohne Insulin klarkommt.


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    am 07.06.2022 18:07:52 | IP (Hash): 2093552438
    Hallo,
    auch nach über 40 Jahren Typ1 brauche ich an einen ganz normalen Tag 4-6 Messungen. Morgens, vor Mittag und Abendessen vor dem Schlafengehen und wann immer ich mich in den Straßenverkehr begebe...

    Weniger Messen geht nur, wenn einem höhere Werte und häufige tiefe Hypo egal sind. Für sicher und normnah (HbA1c kleiner gleich 6,5%) habe ich immer eher 8 Messungen gebraucht (auch vor 30 Jahren).
    Wie Lena schon schrieb, jeder Tag ist anders... und die Auswirkungen von Schlafmangel, Stress, Hormonen, Essen sind auch irgendwie immer anders...

    An "normalen" Tagen fällt mein Blutzucker z.B. auf dem Weg in Büro um ca 20mg/dl. Und dann gibt es Tage da sind es 40mg/dl und machmal steigt er sogar an...

    Ich kenn ja nun auch noch Zeiten mir "Urin kochen" und Blutzucker messen nur alle 4 Wochen. Die Werte waren damals deutlich höher und die Hypos echt fies...
    Zu der Zeit ging man davon aus, dass Typ1er oft nicht älter als 30 Jahre werden...

    Und ja, die Technik ist sehr hilfreich und ich bin froh Pumpe, CGMS und Loop zu haben und natürlich fasziniert mit die Technik als Softwarentwicklerin auch...
    Mit "Urin kochen" und angeschliffenen Mehrwegkanülen würde ich aber wahrscheinlich auch schon nicht mehr halbwegs gesund durchs Leben gehen.

    Meine Motivation mich vor 22 Jahren für eine Pumpe zu entscheiden, war damals einzig und allein ein extremer Dawn, dem nur mit Insulin jeden Morgen um 5Uhr beizukommen war - muss man aber nicht dauerhaft haben. Morgenwerte über 250mg/dl aber auch nicht... Heute weiß ich, dass ich diese Entscheidung früher hätte treffen sollen. Damals fand ich Insulinpumpen schrecklich und hatte immer die Monsterdinger im Kopf die am Diabeteszentrum in Quakenbrück getestet wurden (in den 1990er Jahren).
    Bearbeitet von User am 07.06.2022 18:17:24. Grund: Ergänzung
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    am 07.06.2022 18:21:26 | IP (Hash): 698751778
    July95 schrieb:
    Wärst du ein Typ1er würde ich jetzt sagen, dass dein Basal-Bolus-Verhältnis so definitiv nicht ausgewogen ist. 50:50 bis 40:60 werden empfohlen. Du hast 14 IE Basal mit 26 IE Bolus, also 1:2, da du ja eher LowCarb dich ernährst müsste dein Bolus nochmal deutlich niedriger sein.

    Entweder du hast tatsächlich ein falsches Verhältnis und spritzt eigentlich zu wenig Basal, dafür zu viel Bolus. Oder wahrscheinlicher produziert deine Bauchspeicheldrüse doch noch einen gewissen Anteil zur Basalrate selbst dazu. Das würde auch deine deutlich stabileren Werte erklären.


    Vor der Leberentfettung hatte ich mit 40 IE Basal und 40-50 IE Bolus wohl so eine "ordentliche" Verteilung. Da hatte ich auch noch ein ausgeprägtes Dawn Phänomen, wo ich dem BZ super ab so 5-6 Uhr super beim Klettern von 70-80 mg/dl auf 160-170 um 8-8.30 zuschauen konnte.
    Ab Woche 1 mit 600-800 kcal pro Tag von einem Tag auf den nächsten nur noch 10 IE Basal und kein Dawn mehr. War damit lange bei 18-22 Einheiten gesamt pro Tag und hab dabei 25 kg abgeschmolzen. Dabei war der wenigere Bolusbedarf durchgängig eher der geringen Futtermenge geschuldet und allenfalls sehr geringfügig einem niedrigeren BE-Faktor. Die Idee, dass der am Gewicht hinge, halte ich seitdem für ein Narra-Tief.

    Dass da bei mir auch noch ein bisschen eigenes Insulin mithelfen und mir die BZ-Steuerung erleichtern könnte, halte ich für möglich. Nur wie erkläre ich mir dann, dass diese Hilfe mit etwas häufigerem Überschreiten des gesunden Bereichs komplett verschwindet und sich erst nach dem strikten Einhalten dieses Bereichs für wenigstens ne Woche bis zwei wieder einstellt?

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 07.06.2022 21:51:36 | IP (Hash): 493723625
    hjt_Jürgen schrieb:

    Dass da bei mir auch noch ein bisschen eigenes Insulin mithelfen und mir die BZ-Steuerung erleichtern könnte, halte ich für möglich. Nur wie erkläre ich mir dann, dass diese Hilfe mit etwas häufigerem Überschreiten des gesunden Bereichs komplett verschwindet und sich erst nach dem strikten Einhalten dieses Bereichs für wenigstens ne Woche bis zwei wieder einstellt?




    Soweit ich weiß, können die Restzellen bei Überarbeitung in Ruhe/Tiefschlaf schalten und dann produzieren sie nicht mehr mit. Werden sie wieder entlastet, dann produzieren sie wieder mit.
    Siehe auch die Honeymoon Phase bei Typ1 Diabetes nach der beginnenden Insulintherapie, wo einige Zellen erstmal wieder aufwachen und Insulin produzieren, bis die AK diese entgültig zerstören. Da du kein AK hast, können deine Restzellen weiter produzieren, solange sie entlastet werden.
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    am 07.06.2022 22:51:22 | IP (Hash): 698751778
    July95 schrieb:
    Soweit ich weiß, können die Restzellen bei Überarbeitung in Ruhe/Tiefschlaf schalten und dann produzieren sie nicht mehr mit. Werden sie wieder entlastet, dann produzieren sie wieder mit.


    Scheint mir als Erklärung gut möglich :)

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  • Lena8107

    Rang: Gast
    am 07.06.2022 23:16:16 | IP (Hash): 768477693
    Nach meiner Ketoazidose, haben sich ja ein paar Monate nach Beginn der Insulintherapie einige Betas zurückgemeldet. Die haben eine zeitlang sehr gut mitgearbeitet, zeitweise sogar so gut, dass ich kein externes Insulin mehr brauchte. Danach musste ich dann lediglich unterstützen.
    Ich habe dann gehofft, dass der Zustand für immer bleibt und mein Diabetologe hatte auch Hoffnung, dass das viele Jahre, durch die Entlastung so bleiben könnte.
    Nachts hatte ich ne gerade Linie und ich wusste, auch ohne Messen, wo ich mich gerade befinde.
    Das Ende der Phase kam dann leider doch schnell und da hat sich dann auch nichts mehr erholt.
    Ich hatte von Anfang an stark erhöhte Antikörper und die haben dann schnell alles platt gemacht.
    Ohne Antikörper, wie bei meiner Oma, kann man oft für immer auf Unterstützung durch eigenes Imsulin hoffen.
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    am 08.07.2022 21:35:38 | IP (Hash): 1075247100
    Hallo.
    Mein Sohn (13 J. Diabetes Typ1)benutzt seit 4 Tagen Libre3.
    Erste Erfahrungen sind nicht schön. Zwischen die Werte von Libre und Bluttige Messung ist ca.150 unterschied.
    Und das ständige Signal Verlust. Ich habe Nachts Angst wegen Unterzuckerung.
    Also bis jetzt leider keine gute Erfahrung.

    LG
    Kami
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    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 08.07.2022 21:57:07 | IP (Hash): 1724040747
    Schau mal auf https://www.diabetes-kids.de/ für mehr Info. Vielleicht gibt es da etwas, was Ihr noch beachten könnt. Aber vielleicht braucht Dein Sohn auch einfach nur ein anderes Gerät/Fabrikat. Auf jeden Fall findest Du dort ne Menge Erfahrung von Eltern in ähnlichen Situationen. Daumendrück :)

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    am 08.07.2022 22:27:21 | IP (Hash): 1831871773
    Kami schrieb:
    Hallo.
    Mein Sohn (13 J. Diabetes Typ1)benutzt seit 4 Tagen Libre3.
    Erste Erfahrungen sind nicht schön. Zwischen die Werte von Libre und Bluttige Messung ist ca.150 unterschied.
    Und das ständige Signal Verlust. Ich habe Nachts Angst wegen Unterzuckerung.
    Also bis jetzt leider keine gute Erfahrung.

    LG
    Kami



    Du kannst den Sensor reklamieren und einen neuen setzen, wenn der Sensor so starke Abweichungen hat. Abbott verlangt 3 Messungen (blutig ggü. Sensor) bei geraden Trendpfeil und zu unterschiedlichen Tageszeiten, nicht am ersten Tag nach dem Setzen. Da Abbott sehr streng mit den Reklamationsbedingungen ist, ist es sinnvoll erst das Okay der Hotline abzuwarten, bis man den Sensor entfernt. Aber da jetzt Wochenende ist, würde ich bei so einem Sensor nicht bis Montag warten.

    Wenn der Sensor übrigens vorzeitig abfällt, wird er ohne Probleme ersetzt.
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    Beiträge: 41
    Mitglied seit: 20.02.2019
    am 11.07.2022 08:16:12 | IP (Hash): 456744355
    Laut Website ist mein iPhone 13 Pro nicht voll kompatibel mit dem Libre3? Was soll das denn? Ich würde den gerne mal testen...

    =Don´t Panic!=

    Diabetes Typ-1 / LADA seit Februar 2019, seitdem nur jeden Abend 8 Einheiten Basal-Insulin.