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...eben Blutzucker 397..was tun
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am 22.03.2022 23:07:04 | IP (Hash): 1398400880
Guten Abend
falls jemand hier noch liest.
Ich bin etwas verzweifelt.
Meine Mutter weiss seit gestern,dass sie D TYP 2 ist.
Sie hat 12 als den langzeit Wert und 360 im Test gehabt
Sie hat heute nach dem Abendessen ZUcker gemessen und es wurde mit 397 angezeigt.
Ihr gehts gut .Sie spaziert gerade zu Hause in der Wohnung
Metfomin soll sie nehmen halbe morgend und abends.
Insulin 8 Einheiten morgens
Sie ist Jahrgang 56
Ich mach mir wegen dem jetzigen Wert Sorgen.
Wie bekommt man diesen runter??
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am 22.03.2022 23:22:25 | IP (Hash): 85597136
Bei meiner Diagnose vor gut 30 Jahren hatte ich morgens nüchtern über 400. Nicht einmal, sondern recht regelmäßig über mehrere Jahre, wie anschließend die "Rekonstruktion" des Krankheitsverlaufs ergeben hat. Zum Dok zur Untersuchung war ich nur gegangen, weil ich beständig einfach schnell völlig schlapp war und mir das dann doch auf den Geist gegangen war. Richtige Beschwerden hatte ich damit nicht gehabt, und ich hab auch heute noch keine diabetischen Folgekrankheiten. Also lass Deine Mutter schlafen gehen und hör auf, Dir und ihr Sorgen zu machen. Da passiert jetzt nichts, was mit 100 mg/dl nicht auch passieren könnte.
Klar mach ich mir heute gesunden Blutzucker und keine 400 mehr, aber dazu morgen mehr, wenn Du dann noch magst. N8 :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.2 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 23.03.2022 00:07:46 | IP (Hash): 1398400880
Danke ich warte morgen auf mehr Infos aus dieser Gruppe...hoffe dadurch auch eine bessere Routine für sie zu erstellen mit Medis und Insulin
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am 23.03.2022 06:33:33 | IP (Hash): 896522236
Hi
ich kann mich da Jürgen nur anschließen.
Akut passiert mit den Werten gar nix, vermutlich hatte deine Mutter in der letzten Wochen und Monaten sehr häufig solche Werte und keine Problemen damit.
Also keine Panik.
Natürlich solltet ihr dann in den nächsten Tagen und Wochen daran gehen die Werte zu verbessern aber auch da gilt Zeit lassen und nix übers Knie brechen.
Gruß Tobias -
am 23.03.2022 10:20:42 | IP (Hash): 1102049374
Du skizzierst oben einen völlig normalen Behandlungsanfang mit kleinen Dosierungen. Das ist normal, denn die Medikamente wirken bei jedem Organismus anders, und der Arzt wird in den kommenden Wochen und Monaten zusammen mit Deiner Mutter lernen, wie sie bei ihr wirken. Dazu wird er die Mengen von Termin zu Termin langsam erhöhen und vielleicht auch das eine oder andere Medikament dazu nehmen oder austauschen.
Bis das Therapieziel nach ärztlichen Vorgaben und guter Befolgung mit normal HbA1c 7-8 erreicht ist, braucht es meistens so um ein halbes Jahr.
Der Verlauf und das Ergebnis lassen sich mit weniger Befolgung verschlechtern und mit eigenem Engagement bis hin zum völlig gesunden Ergebnis verbessern. So mache ich (Jahrgang 47) mir seit bald 20 Jahren meinen alltäglich meistens völlig gesunden BZ im Rahmen von HbA1c 5,5 und besser mit meistens genau passend 2 Sorten Insulin. Eine für die Grundversorgung und eine immer passend zu dem, was ich gerade esse.
Das könnte niemand anderes, auch nicht meine Frau und auch kein Arzt für mich so "einstellen", selbst wenn ich täglich mit meinen Messwerten und allen Angaben zu Essen und Bewegen in der Praxis antreten würde. Das geht nur, weil ich mir das selbst, vor allem auch mit Hilfe von Foren wie diesem angeknobelt habe.
Aus meiner Sicht am besten wäre also, wenn Deine Mutter hier selbst mitlesen und mitschreiben würde.
Und als erster allgemeiner Rat: Wo alle gegessenen und getrunkenen Kohlenhydrate zu Glukose zerlegt und direkt im ersten Teil des Darms, wo sie nach dem Verlassen des Magens ankommen, durch die Darmwand aufgenommen werden, ist Low Carb die Ernährung der Wahl.
Für irgendwelche weiterreichenden Empfehlungen wäre wichtig zu wissen, wofür Deine Mutter vielleicht noch welche weiteren Medikamente nehmen muss?
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 23.03.2022 11:17:05 | IP (Hash): 396513730
Hallo Sarah,
Diabetes tut nicht weh. Es ist normal, wenn deine Mutter bisher nichts gemerkt hat.
Auch die diabetischen Folgeschäden entwickeln sich nicht innerhalb von Wochen oder Monaten, sondern normal erst innerhalb von mehreren Jahre. Deshalb müssen du und deine Mutter nicht in hektischen Aktionismus verfallen, sondern Schritt für Schritt für einen etwas besseren BZ sorgen.
Die Medikamente werden auf jeden Fall erst mal helfen. Wenn deine Mutter dann noch auf ihre Ernährung acht gibt, stellt sich auf jeden Fall eine Verbesserung ein. Wie schnell die geht, spielt keine große Rolle. Bis zu welchen Werten sich der BZ durch die jetzigen Maßnahmen verbessert, könnt ihr in Ruhe abwarten.
Alles Gute für deine Mutter, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 23.03.2022 11:17:26. Grund: BBCodes -
am 23.03.2022 12:03:18 | IP (Hash): 1472859663
Hallo Sarah
Wie schon geschrieben wurde - keine Panik!
Das wichtigste ist jetzt die Menge der Kohlenhydrate stark zu reduzieren.
So gut wie alles was man kaufen kann gibt es mit viel und mit wenig davon.
Da müssen halt einige der Lieblingsprodukte gegen andere ausgetauscht werden.
Süßes ist zu vermeiden - wenn, dann nur in homöopathischen Dosen.
Bewegung DIREKT nach dem Essen hilft die gerade gegessen KH zu verbrennen.
Ich kam von HbA1c von 13,7 und habe dadurch und mit 1 Tablette meinen Wert auf 6,6 reduzieren können.
Das hat mir aber nicht gereicht. Ich habe begonnen meine Kohlenhydrate aufzuschreiben und mir eine max Grenze gesetzt die ich am Tag zu mir nehmen möchte. Das hat dazu geführt das der Wert nun auf 6,0 gefallen ist und ich gehe davon aus das beim nächsten Termin Anfang April der Wert noch weiter gesunken ist - gehe von 5,8 oder gar 5,7 aus.
Last euch Zeit - Diabetes muß man nicht übers Knie brechen.
Es kann auch sein das sich am Anfang - wenn der Zucker sinkt - einige Symptome bemerkbar machen. Das ist aber normal, da der Körper sich nun auf den geringeren Zuckerspiegel erst einstellen muss.
Es kann zB sein das sie eine Weile schlechter sieht. Das gibt sich aber wieder.
Man kann sich, wenn man den Diabetes im Griff hat, damit arrangieren.
Nicht schämen wenn man NEIN sagt wenn man was angeboten bekommt was nicht gut für einen ist.
Gruß
Peter
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Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,0 Stand 01/22 (ich arbeite weiter daran) -
am 12.04.2022 11:41:05 | IP (Hash): 723113338
Hallo zusammen, bei mir war es ähnlich...
Ich ernähre mich seit einiger Zeit vegetarisch,... Hatte von Tag zu Tag mehr durst, glaube zum Schluss war ich bei 4-5 Liter am Tag.... Habe diesen extrem Durst, auf meine Ernährung geschoben...
Dann zum Blut check, mit der Bitte doch mal gleich den Blutzucker mitzumessen :(
Nüchternwert war damals in der Praxis 381...
Direkt am gleichen Tag war ich noch bei meiner Diabetologin, die mir alles ganz in Ruhe und sachlich erklärt hat....
Hab ab den ersten Tag Metformin.. Jetzt 1-1 1000. Und Langzeit Insulin 10 Einheiten zur Nacht......
Meine Werte sind jetzt super... Spielt sich alles ein :)