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    am 15.05.2022 20:33:04 | IP (Hash): 1309166649
    66 J., seit 20 Jahren Typ 2, bisher nur Medikamente, aktuell Velmetia 1- 0 - 1.
    Hb1c zuletzt 7,4.
    Nüchternwert seit Wochen fast immer zwischen 140 und 160, nach dem Essen fast immer über 200, manchmal über 250. Deutlich verschlechtert gegenüber den letzten Jahren.
    Ich würde nun mit Basalinsulin beginnen wollen, mein Hausarzt möchte das noch nicht, da der Hb1c noch nicht über 7,5 ist.
    Aber ich möchte nicht jeden Tag mit schlechten Werten meine Gefäße schädigen ...
    Warum zögern Hausärzte so mit der Verschreibung von Insulin ? Ich weiß von der Richtlinie, daß der Hb1c vorher zwei mal über 7,5 sein soll, aber das mit den wochenlang täglich schlechten Werten bringt doch nichts ...
    Geht es bei dem Zögern um Kosten / Budget, oder spricht aus medizinischer Sicht etwas gegen das Insulin ?
    Ich versuche ja schon, beim Essen aufzupassen, habe aber auch nach 4 Scheiben Knäckebrot, was ja wohl nicht allzu opulent ist, 238 ...
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    am 15.05.2022 21:07:05 | IP (Hash): 1288121489
    RüdigerW. schrieb:
    Geht es bei dem Zögern um Kosten / Budget, oder spricht aus medizinischer Sicht etwas gegen das Insulin ?

    Aus medizinischer Sicht könnte einzig und allein sprechen, dass er dich nicht ausreichend für fähig hält, gefährliche Hypoglykämien zu vermeiden. Das kann jch mir bei dir wirklich nicht vorstellen. Also geht es nur ums Budget und eventuell die Notwendigkeit, die Verschreibung extra begründen zu müssen.

    Ein wesentliches Thema in der aktuellen NVL Diabetes ist die partizipative Entscheidungsfindung gemeinsam von Arzt und Patient. Verweise deinen Arzt mal darauf und wiederhole nachdrücklich deinen Wunsch nach Unterstützung mit Basalinsulin. Für dich wäre das bestimmt eine gute Lösung.

    Viel Erfolg bei deinem Arzt, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 15.05.2022 21:07:55. Grund: BBCodes
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    am 15.05.2022 21:28:14 | IP (Hash): 1764102272
    Die Diagnosegrenzwerte für einen Therapie-Umstieg oder -Einstieg sind in den letzten Jahren immer formaler gesetzt worden. Also muss, wer da etwas haben will, dem Arzt auch die passenden Argumente liefern. Statt sich also immer noch länger grenzwertig zu plagen, ist aus meiner Sicht absolut sinnhaft, sich ein Quartal lang komplett nach DGE gesund zu ernähren und mit den Werten und dem daraus resultierenden HbA1c die passende Behandlungsstufe verordnet zu bekommen.

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 15.05.2022 22:24:09 | IP (Hash): 980570203
    RüdigerW. schrieb:

    Geht es bei dem Zögern um Kosten / Budget, oder spricht aus medizinischer Sicht etwas gegen das Insulin



    Wurde denn auch mal das C-Peptid als Parameter für die Insulinproduktion bestimmt?

    Solange die Bauchspeicheldrüse reichlich Insulin produziert, gilt bei vielen Medizinern die Insulinresistenz als Hauptproblem, die sich (bei Übergewicht) mit Gewichtsreduktion und mit Bewegung bessern soll.

    Wenn man das anabole Hormon Insulin spritzt, ist eine Gewichtsabnahme bei Übergewicht extrem erschwert, bzw. das Gewicht nimmt bei Insulintherapie in der Regel zu.

    Lg
    Hape


    Bearbeitet von User am 15.05.2022 22:34:23. Grund: Ergänzung
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    am 15.05.2022 22:37:30 | IP (Hash): 1309166649
    Hape schrieb:

    Wurde denn auch mal das C-Peptid als Parameter für die Insulinproduktion bestimmt?



    Nein, ich glaube nicht, sagt mir nichts.
    (werde gleich mal googeln)

    Übergewichtig bin ich nicht. 1,83 groß, 82 kg.
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    am 15.05.2022 23:06:57 | IP (Hash): 1764102272
    Welchen Schuss hab ich denn jetzt schon wieder überhört? Seit wann ist die Frage nach der Eigenproduktion von Insulin nach 20 Jahren wesentlich für eine Behandlungsentscheidung?


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    am 15.05.2022 23:19:16 | IP (Hash): 980570203
    RüdigerW. schrieb:


    Übergewichtig bin ich nicht. 1,83 groß, 82 kg.



    Das ist einerseits natürlich supergut, andererseits hast Du da keinen Hebel mehr.

    Das C-Peptid ist (meiner Meinung nach) bei Diabetikern Typ II ein wichtiger Parameter für die Entscheidung, ob mit einer Insulintherapie begonnen werden muss.
    Bearbeitet von User am 15.05.2022 23:21:15. Grund: Sprache
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    am 15.05.2022 23:22:39 | IP (Hash): 980570203
    hjt_Jürgen schrieb:
    Welchen Schuss hab ich denn jetzt schon wieder überhört? Seit wann ist die Frage nach der Eigenproduktion von Insulin nach 20 Jahren wesentlich für eine Behandlungsentscheidung?


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    Du mußt deine Ansicht schon näher erläutern. Insulinmangel oder Insulinresistenz sind ja nicht dasselbe.

    Wenn ein Insulinmangel vorliegt, kommt man an einer Insulintherpie nicht vorbei. Falls nicht, sollte man das Für- und Wider abwägen.
    Bearbeitet von User am 15.05.2022 23:28:13. Grund: Ergänzung
  • Lena8107

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    am 15.05.2022 23:37:26 | IP (Hash): 1557121138
    Selbstverständlich sollte man vor Beginn einer Insulintherapie die Eigenproduktion berücksichtigen.
    Evtl. stellt die Bauchspeicheldrüse noch sehr viel eigenes Insulin bereit………
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    am 16.05.2022 13:59:12 | IP (Hash): 1309166649
    Konsequente Umsetzung der Richtlinie, daß der Hb1c 2 x über 7,5 sein muß, bevor Insulin verordnet wird, bedeutet, ggf. sind ein halbes Jahr lang täglich schädigende Werte in Kauf zu nehmen ...
    Ich gucke morgends auf um die 150 und nach Mahlzeiten auf 200-260 und denke, das muß ich jetzt ein halbes Jahr durchstehen, bevor ich vielleicht Insulin kriege ...
    Na toll.
    (ja ich weiß, Ernährung, Bewegung ... mach' ich ja schon alles.)

    Oder sind solche Werte bei einem halben Jahr noch nicht schädigend, sondern nur, wenn es über Jahre so bliebe ?