Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 15:08:28 | IP (Hash): 904909621
    Vielen Dank Rainer und Jürgen! Werde meine Dokumentationen um die konkrete Aufführung der KH's erweitern und auch Messungen in kürzeren Abständen nach dem Essen machen.
    Ich denke auch, dass es bei vielen Menschen sicher unterschiedliche Wirkungen von den vielen Nahrungsbestandteilen gibt und ich eben für mich auch erst das Optimalste ermitteln muss.
    Olivenöl stimmt, ist bei mir mein Bratfett und auch sonst noch ein wesentlicher Geschmacksträger für sehr vieles von meinem Essen.
    Grundsätzlich werde ich aber dennoch mit Brot eher vorsichtig umgehen und diese Rationen auf Genussgröße zusammenstreichen.
    Ganz wichtig wäre für mich von der Lebensqualität her, sagen zu können:"Alles geht und das Gift liegt in der Dosis."
    An dem Tag allerdings, an dem ich davon erfahre, dass mein HbA1c wieder unter 7 gerutscht ist, versenke ich eine Flasche Schwarzriesling, versprochen! Und das hat dann aber rein gar nix mit Disziplinlosigkeit zu tun...
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 15:10:56. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 630
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 27.06.2022 15:23:49 | IP (Hash): 844835085
    ThomaS1968 schrieb:

    Ich habe auch (so nebenbei) gelesen, dass Du 48 IE Langzeit-Insulin benötigst... Könnte man also sagen, dass ich mit meiner Start-Dosis von lediglich 12 IE Toujeo auch 1/4 von deiner Dosis bekomme, oder ist Toujeo "stärker" und es ist ein Verhältnis 1:3 oder 1:2, oder gar 1:1?
    Die 12 IE Toujeo haben nämlich bislang bei mir noch nicht sooo viel bewirkt.



    Meinem Verständnis nach sind 12 IE Toujeo = 12 IE Langzeitinsulin
    Die Langzeitinsuline unterscheiden sich also nicht in der Stärke, sondern in der Wirkdauer.
    Darf ich fragen, wie denn heute Dein NBZ war?
    Lg Hape
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 43
    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 27.06.2022 17:05:30 | IP (Hash): 1929875516
    Lach... Ja spannender als GZSZ, würde meine Tochter jetzt sagen ;) Daumendrück für Donnerstag!

    Die 2 Mandeln sind tatsächlich wörtlich zu nehmen. Das war so ein Prozess mit essen, messen, essen, messen, messen - und täglich grüßt das Murmeltier ;)

    Ballaststoffe, Fett (gern Leinöl im Joghurt) und Eiweiß gleichzeitig zu den gewogenen Kohlehydraten (auch im Obst, nicht zu unterschätzen) sind mir ein musthave geworden, so wie anderen Frauen die schicken Handtaschen^^

    Zu dem Medi-Vergleich kann ich dir leider nix schreiben, da haben wir hier im Forum aber ja kundige Menschen :) Wozu ich noch was schreiben kann: Zu der Flasche Riesling. Bin seit über 15 Jahren trocken und in meiner Suchtgruppe kursiert der Satz: "Einen Grund zum feiern findet man/frau immer" Nix für ungut ;)

    _____________________________________
    58, w, Typ II Diagnose 2007, ab 2020 Insulin (vorher div. Medis),
    4-5 E Humalog (Essensinsulin),
    48 E Suliqua (Langzeitinsulin),
    23.00 Uhr 1-2 E Humalog Bedarf.

    Plus andere Diagnosen (Herz, Psyche u.a.), 60% schwerbehindert und EU-Rente dauerhaft.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 27.06.2022 17:28:24 | IP (Hash): 1962594406
    ThomaS1968 schrieb:
    An dem Tag allerdings, an dem ich davon erfahre, dass mein HbA1c wieder unter 7 gerutscht ist, versenke ich eine Flasche Schwarzriesling, versprochen!

    Ich drück dir die Daumen, dass du den Schwarzriesling bald genießen kannst. 😊

    Du musst jetzt übrigens nicht anfangen, nach jeder Mahlzeit zweimal zu messen. Bleib bei deiner Messung nach 2 Stunden und schieb von Zeit zu Zeit mal eine Stichprobe für den 1-Stunden-Wert ein. Das gleiche gilt für den BZ-Wert vor dem Essen. Den immer zu messen, macht keinen Sinn. Aber von Zeit zu Zeit auch da nachzusehen, kann interessant sein.

    Ich trinke heute Abend schon mal ein Glas Rotwein auf dein Wohl, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 17:28:40. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 18:59:36 | IP (Hash): 904909621
    @Hape... Heute waren es "wieder nur" 210. Eine kleine Verbesserung mit den 12 IE Toujeo, von durchschnittlich 260 - 310 auf eben knapp über 200...
    Ansonsten , ja... ich warte jetzt mal geduldig und erstaunlicher Weise relativ entspannt auf das Ergebnis des Antikörpertests auf LADA... Vielleicht auch, weil es zu dem Ergebnis ja keine selbst zu bestimmende Alternative gibt. Ich muss es ja nehmen, wie es kommt und dann das Beste draus machen.

    Eine stille Hoffnung auf Typ II besteht ja noch. Einerseits habe ich gerade hier schon einige Beiträge gelesen, deren Autoren einen noch weit höheren HbA1c hatten, als ich (11,1) und dennoch auch nur Typ II waren und andererseits meinte wohl Jürgen, dass eine nicht ganz so augenfällige Reaktion auf diese ersten Insulingaben auch eher auf einen Typ II hoffen lassen könnten?.
    Ich hab' das im Netz mittlerweile auch selbst schon gelesen, dass LADA's besonders gut auf Insulin reagieren würden.... Das hab' ich hingegen bei meinen Messungen bislang eben noch nicht so ablesen können?.

    Nochmal recht vielen Dank für eure überwältigenden Reaktionen und besonders auch für die vielen Tipps, die mir wirklich weiterhelfen.

    @July95... Du hast mir vielleicht das Leben gerettet, indem Du mir aufgrund meiner Werte und meines wohl zu zögerlichen Hausarztes eindringlich zum sofortigen Besuch einer Diabetologie-Praxis geraten hast! Vielen lieben Dank dafür!

    Ihr seid einfach Spitze!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2022 19:26:07 | IP (Hash): 277624684
    ThomaS1968 schrieb:
    Eine stille Hoffnung auf Typ II besteht ja noch.


    Du würdest den vorziehen wollen? Warum?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 20:37:28 | IP (Hash): 904909621
    Ja Jürgen, ich würde wohl Typ II den Vorzug geben...
    Gemäß dessen, was ich von meinem Bruder weiß (Typ I seit dem 12. Lebensjahr) soll es wohl weitaus schwerer sein, den HbA1c dauerhaft bzw. konstant niedrig zu halten.
    Die Range wird für Typ I'ler daher wohl auch weiter oben angesetzt, ich glaube so ab 8 bis nach unten, so weit es noch gesund ist, offen...
    Jede Mahlzeit muss, trotz heutzutage vorhandenen Langzeitinsulins, mit Extra-Insulin "bedient" werden.
    Und letztlich erfahren zu müssen, dass die Bauchspeicheldrüse ihre Dienste nahezu völlig eingestellt hat oder es alsbald wird, ist schlicht und kompliziert die Konfrontation mit einem Organversagen, für den Rest seiner Tage. Es gibt beherrschbare Botenschaften, die einen treffen können, finde ich zumindest...
    Beim Typ II muss man meines Wissen nicht ganz so differenziert "Extra" die Mahlzeiten "bearbeiten".
    Da gilt es eher, den Blutzucker allgemein niedrig zu halten und alles drumherum ist noch nur eine Unterstützung einer immernoch vorhandenen, aber vermutlich geschwächten Körperfunktion. Das ist in vielerlei Hinsicht eine ganz andere Hausnummer...
    Ich muss aber zugeben, dass ich von der gesamten Materie noch nahezu überhaupt keine Ahnung habe und frage daher eher mal Dich im Umkehrschluß...
    Warum bräuchte ich mich vor LADA nicht zu fürchten???
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 22:55:32. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2022 22:55:50 | IP (Hash): 1644517228
    A) Alle unsere Zellen, die ausschließlich Glukose zu ihrer Energieversorgung gebrauchen können, brauchen für die Aufnahme von Glukose kein Insulin. Das sind verhältnismäßig wenige.
    Beispiel rote Blutkörperchen. Wenn eine diabetische Blutprobe auf dem Weg zum Labor ne halbe Stunde bei Zimmertemperatur vergessen wird, haben die roten Blutkörperchen sie gesund gefressen. Da mag zwar zu Anfang noch ne Spur von Insulin gewesen sein, aber das hat im Blut ne Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. Ist also spätestens nach ner viertel Stunde nicht mehr nennenswert.

    B) Alle unsere Zellen, die Insulin zur Aufnahme von Glukose brauchen, können sich statt aus Glukose wenigstens genauso gut auch aus Fettsäuren mit Energie versorgen.
    Beispiel mehrere Tage/Wochen Fasten. Dann muss der Organismus auf die Reserven in den Schwimmhilfen zurückgreifen. Dazu müssen die Verbraucher-Zellen nur das passende Enzym ausbilden. Das ist keine Hexerei, denn noch vor 100 Jahren waren einige Hungertage pro Jahr für die meisten unserer Vorfahren völlig normal.

    Und wofür brauchen wir dann überhaupt das Insulin?

    1. Für’s Speichern von Nahrungsüberschüssen in Form von Fett (kleinste und wartungsärmste Speicherform), für das Zusammenhalten dieser Speicher und ggf. für die kontrollierte Ausgabe daraus. Ohne Insulin lösen sich diese Speicher unkontrolliert auf (Lipolyse), und das ist der eine Teil der gefürchteten Ketoazidose.
    2. Für’s Begrenzen der Glukoneogenese, also der körpereigenen Glukoseproduktion vorrangig aus Eiweiß. Die wird in sehr kleinem Maßstab während des Fastens für die Versorgung der wenigen Zellen zu A gebraucht. Ohne Insulin löst diese Funktion alle Muskeln usw. auf und sorgt für explosionsartig ansteigendem BZ mit entsprechend gewaltigem Wasserverlust, Denn die Nieren können Glukose nur bis um 180 mg/dl halten und lassen alles darüber hinaus praktisch überlaufen. Dabei nimmt jedes Gramm Glukose wenigstens 5 Gramm Wasser mit, und das ist der andere Teil der Ketoazidose.

    Tatsächlich ist folglich in unserem Diabetes-Spiel das Insulin (egal woher) der zentrale Spieler und der BZ das einzige Symptom, das wir in dem Spiel zeitnah beobachten und steuern können.
    Bei gesundem BZ wird am wenigsten an Insulin umgesetzt. Das ist wg 1. wichtig, der Fettspeicherung, und weil Insulin ein Wachstumshormon ist mit einigem kanzerogenem Potenzial.

    Das ist besonders fies für die von uns mit Typ 2. Denn wir haben schon bei völlig gesundem BZ einen deutlich erhöhten Insulinumsatz, und der steigt mit zunehmendem BZ. Bei Erreichen der für die Diabetes-Behandlung extra definierten Diagnose-Schwellen ist bei uns längst ein erhebliches Vielfacheś von der Menge in Umlauf, die bei gesunden Menschen oder bei Menschen mit Typ 1 für denselben BZ sorgen würde.

    Tatsächlich ist also für’s langfristig gesunde Leben mit Diabetes bei uns mit Typ 2 der gesunde Blutzucker sehr viel wichtiger, als beim Typ 1. Aber in der Behandlung nach DDG und Deiner Vorstellung ist genau das Gegenteil der ordentliche Normalfall :(

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 23:18:24 | IP (Hash): 904909621
    Klingt logisch, deine Erklärung, jedoch nimmt sich die prozentuale Risikoverteilung für verschiedene Folgeerkrankungen bei beiden Gruppen nicht viel.
    Ganz ehrlich, ich hab' leider kaum etwas verstanden, von dem was Du da alles geschrieben hast... Sorry...
    Ich glaube aber ganz einfach, mit Typ II kann man etwas leichter leben, vielleicht nicht unbedingt länger...

    Bearbeitet von User am 27.06.2022 23:39:37. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.06.2022 07:11:43 | IP (Hash): 904909621
    Mein Nüchternblutzucker heute morgen 190...
    Euch allen einen schönen Tag.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.