Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!
-
am 02.07.2022 21:24:19 | IP (Hash): 1831871773
ThomaS1968 schrieb:
Die hab' ich heute mal ausfallen lassen. Sorry...
Waren gestern auf einem Fest im Nachbarort und da gab's um ca. 23.00 Uhr noch eine kleine Pizza Margarita. 3 Gläser trockener Rotwein waren auch dabei...
(Waren aber mit dem Rad unterwegs...)
Morgen gehts wieder weiter...
Die Kombination hätte wieder böse ausgehen können! Alkohol und Bewegung können beide ein zeitverzögertes Absinken des Blutzuckers bewirken. Deshalb nie beides zusammen und dann noch am Abend!!!
Die Pizza an sich war tatsächlich in diesem Fall sehr gut, weil sie auch zeitverzögert ins Blut ankommt und vermutlich schlimmeres verhindert hat.
Pizza und Bewegung ODER Pizza und Alkohol wären möglich, wobei jetzt in der Anfangsphase ist das auch eher schwierig. Aber bitte nicht alle drei Dinge zusammen. Das kann wirklich total schief gehen.
Alkohol ist sowieso schwierig mit Insulin, deshalb solltest du erstmal Alkohol wirklich vermeiden, bis du lernst, das richtig einzuschätzen.
Ich weiß nicht, ob dir die Folgen wirklich bewusst sind? Der Worst Case der bei deinem Beispiel auftreten kann:
Du bewegst dich abends, dadurch benötigst du ggf. bereits weniger Basalinsulin und in der Nacht kann je nach Art und Intensität der Bewegung noch zu einem sogenannten Muskelauffülleffekt kommen, der den Blutzucker stark abfallen lässt. Wenn du jetzt davon eine Unterzuckerung haben solltest aber noch wach bist, wirst du sie sehr wahrscheinlich merken, also wäre es kein großes Problem. In der Nacht ist es aber schwerer die Unterzuckerungen zu merken, besonders da du ja auch kein Glukosesensor hast, der dich alarmieren würde. Aber selbst wenn du deutlich zu niedrig in der Nacht kommen würdest und die Unterzuckerung verschläfst, hat dein Körper die Möglichkeit Glukagon auszuschüttet, das ist der Wechselspieler zu Insulin. Dieser sorgt dafür dass deine Leber Zucker ins Blut gibt und dein Blutzucker wieder steigt, auch wenn du nichts isst.
Trinkst du jetzt aber zusätzlich Alkohol, dann senkt der Alkohol den Blutzucker nochmal. Was aber das ganz gefährliche ist, solltest du in der Nacht in eine Unterzuckerung (durch die Bewegung/Muskelauffülleffekt, den Alkohol oder beides) kommen, dann ist deine Leber mit dem Alkoholabbau beschäftigt und kann keinen Zucker ins Blut schicken um deinen Blutzucker zu erhöhen. Im schlimmsten Fall unterzuckerst du so stark, dass du bewusstlos wirst und wenn das dann keiner bemerkt in der Nacht, kann das böse ausgehen.
In einer meiner Diabetesschulungen hieß es mal, Unterzuckerungen sind i.d.R. nicht tödlich. Wenn jemand an einer Unterzuckerung stirbt, dann entweder durch einen dadurch verursachten Unfall (man ertrinkt bspw. während einer Unterzuckerung oder baut einen Autounfall) oder aber man hat Alkohol getrunken.
Deshalb passe bitte wirklich auf. -
am 02.07.2022 21:40:10 | IP (Hash): 1817223270
July95 schrieb:
ThomaS1968 schrieb:
Im schlimmsten Fall unterzuckerst du so stark, dass du bewusstlos wirst und wenn das dann keiner bemerkt in der Nacht, kann das böse ausgehen.
Bitte verbreite nicht son absoluten Blödsinn. Die ersten tragbaren BZ-Messgeräte wurden von später Lifescan entwickelt, um an WEs bei geschlossenen Laboren zwischen einfach besoffenen Bewusstlosen und hypo-besoffenen Bewusstlosen unterscheiden zu können. Die einfach besoffenen Bewusstlosen kamen zur Ausnüchterung in die Zelle, die hypo-besoffenen ins Krankenhaus. Unter der Woche wurde mit ner Blutprobe im Labor zwischen beiden Gruppen unterschieden, an WEs wg der geschlossenen Labore nicht. Da kamen praktisch alle erstmal in die Zelle. Aber dass davon auffällig viele mit schweren Hypos auffällig viele bleibende Schäden behalten hätten, oder dass solche Schäden dann mit den neuen Geräten und der zeitnahen passenden Zuordnung vermieden worden wären, ist nirgendwo vermeĺdet.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
-
am 02.07.2022 21:47:34 | IP (Hash): 1831871773
hjt_Jürgen schrieb:
July95 schrieb:
ThomaS1968 schrieb:
Im schlimmsten Fall unterzuckerst du so stark, dass du bewusstlos wirst und wenn das dann keiner bemerkt in der Nacht, kann das böse ausgehen.
Bitte verbreite nicht son absoluten Blödsinn. Die ersten tragbaren BZ-Messgeräte wurden von später Lifescan entwickelt, um an WEs bei geschlossenen Laboren zwischen einfach besoffenen Bewusstlosen und hypo-besoffenen Bewusstlosen unterscheiden zu können. Die einfach besoffenen Bewusstlosen kamen zur Ausnüchterung in die Zelle, die hypo-besoffenen ins Krankenhaus. Unter der Woche wurde mit ner Blutprobe im Labor zwischen beiden Gruppen unterschieden, an WEs wg der geschlossenen Labore nicht. Da kamen praktisch alle erstmal in die Zelle. Aber dass davon auffällig viele mit schweren Hypos auffällig viele bleibende Schäden behalten hätten, oder dass solche Schäden dann mit den neuen Geräten und der zeitnahen passenden Zuordnung vermieden worden wären, ist nirgendwo vermeĺdet.
Ich verbreite keinen Blödsinn, sondern gebe das weiter, was ich in qualifizierten Schulungen gelernt habe. Früher wurde bspw. in der Diabetesklinik Bad Mergentheim auch bewusst in den Typ1 Schulungen (ich weiß nicht ob generell oder nur in der speziellen Jugendschulung) einmal der Umgang mit Alkohol ausprobiert. Es kam dort dann allerdings regelmäßig vor, dass nach solchen Aktionen mindestens ein Patient mit einer schweren Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit eine iv-Glukosegabe benötigt hat.
-
Lena8107
Rang: Gastam 02.07.2022 21:58:34 | IP (Hash): 1932401668
July, du hast Recht in allen Punkten und so habe ich es auch in meinen Schulungen gelernt.
Ein Freund von meinem Papa ist leider vor 5 Jahren verstorben.
Er war Typ 1 Diabetiker, hat generell sehr gerne gefeiert und dabei auch viel Alkohol getrunken.
Er ist nachts an einer Unterzuckerung verstorben.
Mein Diabetologe hat mir Alkohol aber nicht generell verboten.
Einmal war ich wirklich betrunken (nicht nur 3 Gläser Wein) und der Blutzucker ist gegen morgen dann so abgesackt, dass mein Sensor mich geweckt hat. Das war gut, denn so konnte ich gegensteuern.
Auch tagsüber waren die Werte noch sehr tief.
Seitdem bleibe ich einfach bei meiner Weißweinschorle. Das klappt dann sehr gut :-)
Bearbeitet von User am 02.07.2022 22:05:23. Grund: * -
am 02.07.2022 22:27:23 | IP (Hash): 1817223270
July95 schrieb:
Es kam dort dann allerdings regelmäßig vor, dass nach solchen Aktionen mindestens ein Patient mit einer schweren Unterzuckerung mit Bewusstlosigkeit eine iv-Glukosegabe benötigt hat.
Und? Jeden Tag spritzen Pflegedienste in der häuslichen Pflege Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes zu den Mahlzeiten. Und wenn so ein Mensch das Essen vor seiner Nase dann vergisst, kommt jeden Tag einige Male in D vor, dass solche Menschen für mehr oder weniger Minuten das Bewusstsein verlieren. Wenn das bemerkt und ein Sanitäter oder Arzt hinzugezogen wird, ist die IV-Gabe von Glukose Pflicht. Alle die wahrscheinlich sehr viel mehren, die nicht bemerkt werden, wachen nach einiger Zeit mit einem mehr oder wenigeren Brummschädel auf, und das war's.
Sanitäter und Ärzte, auch Diabetologen, raten im persönlichen Gespräch Angehörigen, die Betroffenen schlicht "ausschlafen" zu lassen, weil im Verhältnis zum KH-Aufenthalt der Brummschädel für die Betroffenen das kleinere Übel ist, aber z.B. meine Frau wollte das so nicht akzeptiern. Bei meinem ersten Lantus-Low hatte ich dafür auch volles Verständnis, denn dass ich nicht ansprechbar war, hatte sie vorher noch nie erlebt, und es hätte ja auch ne Menge andere sehr viel miesere Möglichkeiten dafür gegeben. Ok, bin ich also nach um ner Stunde oder so im kranken Haus am Glukose-Tropf aufgewacht. Ist für die auch nix besonderes, sondern reine Routine.
Nur alles andere als Routine, wenn Du im eigenen Bett eingeschlafen bist und im Krankenhaus auf Intensiv aufwachst.
Ok, meine Frau war zwar ein bisschen beruhigt, aber bei meinem zweiten und definitiv nachweisbaren weil wirklich komplett protokollierten Lantus Low mit vorübergehend Lichtaus und Notarzt für die Glukoseinfusion hat sie mir die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder das hört auf, oder ich zieh aus.
Seitdem spritz ich halt mein Lantus 2mal pro Tag und wenigstens ne Stunde vor dem Schlafengehen. - Hey, Moment! Muss mein Lantus spritzen ;)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 02.07.2022 22:34:32 | IP (Hash): 1831871773
hjt_Jürgen schrieb:
Und? Jeden Tag spritzen Pflegedienste in der häuslichen Pflege Menschen mit insulinpflichtigem Diabetes zu den Mahlzeiten. Und wenn so ein Mensch das Essen vor seiner Nase dann vergisst, kommt jeden Tag einige Male in D vor, dass solche Menschen für mehr oder weniger Minuten das Bewusstsein verlieren. Wenn das bemerkt und ein Sanitäter oder Arzt hinzugezogen wird, ist die IV-Gabe von Glukose Pflicht. Alle die wahrscheinlich sehr viel mehren, die nicht bemerkt werden, wachen nach einiger Zeit mit einem mehr oder wenigeren Brummschädel auf, und das war's.
Sanitäter und Ärzte, auch Diabetologen, raten im persönlichen Gespräch Angehörigen, die Betroffenen schlicht "ausschlafen" zu lassen, weil im Verhältnis zum KH-Aufenthalt der Brummschädel für die Betroffenen das kleinere Übel ist, aber z.B. meine Frau wollte das so nicht akzeptiern. Bei meinem ersten Lantus-Low hatte ich dafür auch volles Verständnis, denn dass ich nicht ansprechbar war, hatte sie vorher noch nie erlebt, und es hätte ja auch ne Menge andere sehr viel miesere Möglichkeiten dafür gegeben. Ok, bin ich also nach um ner Stunde oder so im kranken Haus am Glukose-Tropf aufgewacht. Ist für die auch nix besonderes, sondern reine Routine.
Nur alles andere als Routine, wenn Du im eigenen Bett eingeschlafen bist und im Krankenhaus auf Intensiv aufwachst.
Ok, meine Frau war zwar ein bisschen beruhigt, aber bei meinem zweiten und definitiv nachweisbaren weil wirklich komplett protokollierten Lantus Low mit vorübergehend Lichtaus und Notarzt für die Glukoseinfusion hat sie mir die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder das hört auf, oder ich zieh aus.
Seitdem spritz ich halt mein Lantus 2mal pro Tag und wenigstens ne Stunde vor dem Schlafengehen. - Hey, Moment! Muss mein Lantus spritzen ;)
Wenn du meinen Beitrag vorher genau gelesen hättest, dann wüsstest du genau, was zwischen deinen Beispielen und der geschilderten Situation von Thomas der Unterschied ist!
Bei all deinen Beispielen kann der Körper sich selbst helfen, dank Glukagon und der Zuckerproduktion der Leber. Mit Alkohol geht das aber nicht und deshalb sind die alkoholbedingten Unterzuckerungen so gefährlich!!
Bearbeitet von User am 02.07.2022 22:35:07. Grund: . -
am 02.07.2022 22:51:48 | IP (Hash): 1817223270
hjt_Jürgen schrieb:
Die ersten tragbaren BZ-Messgeräte wurden von später Lifescan entwickelt, um an WEs bei geschlossenen Laboren zwischen einfach besoffenen Bewusstlosen und hypo-besoffenen Bewusstlosen unterscheiden zu können. Die einfach besoffenen Bewusstlosen kamen zur Ausnüchterung in die Zelle, die hypo-besoffenen ins Krankenhaus. Unter der Woche wurde mit ner Blutprobe im Labor zwischen beiden Gruppen unterschieden, an WEs wg der geschlossenen Labore nicht. Da kamen praktisch alle erstmal in die Zelle. Aber dass davon auffällig viele mit schweren Hypos auffällig viele bleibende Schäden behalten hätten, oder dass solche Schäden dann mit den neuen Geräten und der zeitnahen passenden Zuordnung vermieden worden wären, ist nirgendwo vermeĺdet.
Noch einmal: Das waren besoffene Diabetiker! Und die haben nicht deswegen zur Entwicklung der BZ-Testgeräte geführt, weil besonders viele davon nicht mehr oder nur noch doof aufgewacht wären, sondern weil die Geräte die Zuordnung einfacher machten und die Verteilung der "Schnapsleichen" auf mehrere Zuständigkeiten.
Ich hab übrigens seit 21.20 Uhr (hatte vorher zuletzt um 18.40 mein übliches Abendessen aus gut 200 g geraspelte Karotten und 60 g Camembert) mit blutig 102 1/2 Liter halbtrockenen Roten getrunken und messe gerade blutig 119. Wie das??? bei Deinen Gefahrenmeldungen???
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 03.07.2022 09:28:31 | IP (Hash): 904909621
Guten Morgen. Nüchternzucker heute morgen 180. -
am 03.07.2022 09:47:27 | IP (Hash): 1929085094
Naja, morgen gehts ja schon weiter - ich drück dir die Daumen für den Termin.
Du merkst hoffentlich, dass sich bei der Alkoholdiskussion wieder mal Typ 1er mit Typ 2ern streiten. Ab morgen brauchst du dir dann, wenn nicht noch was dazwischen kommt, nur noch die Beiträge anzusehen, die zu deinem Typ passen. Für mich spricht bei dir etliches für Typ 1, LADA aber auch wieder einiges für Typ2. Ich bin gespannt, was dein Diabetologe vermutet oder sogar heraus bekommt.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 03.07.2022 09:51:23. Grund: BBCodes -
am 03.07.2022 09:54:33 | IP (Hash): 1027123050
Hab grad noch mal an den Anfang zurück geschaut. Die 180 sind ja noch immer besser, als ohne Toujeo.
Und was mir dabei noch aufgefallen ist: Du hast da geschrieben, dass Du schon länger sowas wie ne Ahnung gehabt hattest, einen Diabetes zu entwickeln. Was hat Dich ahnen lassen? Du weißt, ich bin neugierig ;)
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.