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Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!

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    am 15.07.2022 14:21:47 | IP (Hash): 904909621
    Oh vielen Dank für die ausführlichen Antworten Jürgen!
    Damit "musst" Du hier noch viel mehr mit Hausieren gehen, dass man mit dieser Krankheit, gut eingestellt vorausgesetzt, 30! Jahre ohne Zerfallserscheinungen gut leben kann!
    Das motiviert die Leute und nimmt Ängste...
    An deinem Beispiel dürfte man unschwer erkennen können, dass man es wohl größtenteils selbst in der Hand hat, wie zerstörerisch diese Krankheit ist, oder eben nicht werden kann. Bravo und weiter so!

    Dann bist Du also round about 73 Lenze?! Und schreibst hier wie ein 26jähriger, unausgelasteter Akademiker (das soll ein Kompliment sein...)?. Respekt!!!


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    Diagnose: LADA Typ I, noch im Test mit dem Langzeitinsulin Toujeo.
    Bearbeitet von User am 15.07.2022 14:23:20. Grund: Ergänzung
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    am 15.07.2022 23:20:09 | IP (Hash): 633855047
    Tatsächlich bin ich mitten in 75 und hab tatsächlich mal erwartet, dass die Möglichkeit der lebenslangen Remission mit dem Typ 2 statt als Krankheit als Gesundheits-Coacht die Typ 2 Behandlung revolutionieren würde.
    Hat vor mir schon Hans Lauber "Fitt wie ein Diabetiker" erwartet und damit tatsächlich bis in die Zentren der Deutschen Diabetologie zu gelangen geschafft. Nicht zuletzt, weil Öffentlichkeitsarbeit beruflich recht erfolgreich sein Ding war. Aber bewegen können hat auch er dort "oben" buchstäblich nichts :(

    Selbstverständlich nimmt man sein "Messen, Essen, Laufen!" immer gern als Beweis dafür, dass körperliche Bewegung für weniger zu hohen Blutzucker und damit für weniger Diabetes sorgt. Aber bitte ohne Messen und gesund doch mit gesundem Essen nach DGE! In keiner(!) fachoffiziellen Veröffentlichung steht, was er in X Nummern Vorträgen immer wiederholt hat, dass nämlich nach seiner Buchführung seine Low Carb Ernährung den größten Anteil an der Normalisierung seines Blutzuckers bewirkt hat.
    Und in keiner fachoffiziellen Veröffentlichung gibt’s zu lesen, dass das zeitlich selbe Laufpensum pro Tag oder pro Woche nicht halb so positiv auf seinen BZ gewirkt hätte, wie eben die 20-30 Minuten jeweils direkt nach jedem Essen.
    Und schließlich fällt das Messen komplett unter den Tisch. Denn Menschen mit Typ 2 ohne Insulin müssen/sollen ihren BZ doch gar nicht messen.

    Warum hat Hans Lauber gemessen? Um zu sehen, welche BZ-Wirkung sein konkretes Verhalten auf seinen konkreten BZ hatte. Wenn er nicht gemessen hätte, hätte er ja auch glauben können, dass die BZ-Wirkung davon komme, dass sein Organismus mit seiner mehr Bewegung so viel mehr Glukose verbrauche, dass sein BZ sinke. Und dass deswegen die Bewegung überhaupt wirksam sei und nicht zu speziellen Zeitpunkten im persönlichen Tagesablauf besonders.
    Und nach dem, was jeweils am meisten dafür gesorgt hat, dass sein BZ in den gesunden Bereich kam oder drin blieb, hat er sich gerichtet: Trial & Success im besten Sinne der Wörter :)

    Aber nach der Deutschen Diabetes Gesellschaft stellt der Arzt den Blutzucker ein, also wonach sich der Patient richtet, und nicht der Patient selbst! Und der BZ wird fest nach Faktoren eingestellt und nicht variabel nach Bedarf geführt oder gesteuert.
    Aber der Arzt kann die BZs seiner Patienten nur im Bereich von bestenfalls um HbA1c 7 einstellen. Zu weniger BZ reicht seine Fernsteuerung nicht für ausreichende Sicherheit vor Unterzuckerungen. Für weniger müsste der Patient selbst übernehmen, aber das darf er ja nicht, weil das Sache des Arztes ist.

    Auf diese Weise hat die DDG den gesunden BZ als Ziel für Menschen mit Typ 2 bis heute schlicht totgeschwiegen. Mit Hans Lauber hat das halt ein Weilchen gedauert, bis da praktisch niemand mehr drüber gesprochen hat, weil man den ja wenigstens zu Anfang noch als Muster Typ 2 gefeiert hatte. Mit Roy Taylor und seinem Twin Cycle Ansatz hat man den Fehler schon im Ansatz vermieden und die Banting Gedenkvorlesung von 2012 hier in D gar nicht erst irgendwo besonders erwähnt.
    So bleibt also der Typ 2 ordentlich behandelt die chronisch progrediente Krankheit, die mit immer mehr Dienstjahren immer mehr Medikation erfordert und immer mehr Lebensqualität und Lebensjahre abfrisst :(

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.