Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.

Habe wohl Diabetes Typ II..., bestenfalls?!

  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 25.06.2022 10:54:32 | IP (Hash): 316996375
    ThomaS1968 schrieb:

    Entschuldigt, wenn ich über solch' banale Abläufe philosophiere, aber für mich sind das halt noch erstaunliche Neuheiten im Leben.


    Alles gut
    Man möchte über seine neuen Eindrücke reden, und wenn die Gesprächspartner „vom Fach“ sind, um so besser.
    Was meinst du, wie ich die Menschen in meiner Umgebung am Anfang zugetextet habe. :-)

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran)
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 630
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 25.06.2022 14:11:18 | IP (Hash): 797742175
    ThomaS1968 schrieb:

    Werde natürlich weiter berichten... (wenn's euch nicht nervt?.)



    Nerven? Ganz im Gegenteil, ich bin sogar sehr daran interessiert, wie es bei Dir weitergeht.
    Lg, Hape
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 1430
    Mitglied seit: 11.02.2019
    am 25.06.2022 21:58:11 | IP (Hash): 1831871773
    ThomaS1968 schrieb:
    Guten Morgen. Nüchternwert heute morgen 200... (vermutlich Jahresrekord)
    Wieder etwas besser, oder mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Bereits jetzt, nach der zweiten Spritze mit einer 4mm Nadel, seitlich in den Oberschenkel, hat die Spritzerei für mich völlig den Schrecken verloren. Ich war wieder erstaunt, dass ich den Einstich nahezu 0,0 gespürt habe und dadurch, dass man lediglich am Fertigpen die Einheiten eindreht, ist das Prozedere wenig einnehmend.
    Entschuldigt, wenn ich über solch' banale Abläufe philosophiere, aber für mich sind das halt noch erstaunliche Neuheiten im Leben.
    Euch ein schönes Wochenende und vielen Dank für eure Beiträge und Tipps!!!
    Werde natürlich weiter berichten... (wenn's euch nicht nervt?.)



    Super, dass deine Nüchternwerte deutlich runtergehen.

    Durch das Sinken deines viel zu hohen Blutzuckers kann es dazu kommen, dass du erstmal zwei nervige Phänomene beobachten könntest. Da sich dein Körper erst wieder an einen niedrigeren -normalen- Blutzucker gewöhnen muss. Beide Phänomene sind nicht gefährlich, aber können erstmal einen Schreck einjagen, deshalb schreibe ich es.

    Zum Einen kann es zu sogenannten falschen Hypos kommen, das heißt, dein Blutzucker ist weit von einer Unterzuckerung weg, aber dein Körper ist diese normalen niedrigen Werte nicht mehr gewohnt und denkt deshalb du bist unterzuckert. Das ist nicht gefährlich, aber nervig. Du kannst dann eine Kleinigkeit essen. Meist gewöhnt sich der Körper in wenigen Tagen an den niedrigeren Blutzucker.

    Zum Anderen kann es sein, dass sich erstmal deine Augen (stark) verschlechtern. Bitte dann erstmal keine (neue) Brille anpassen lassen, die passt bald nicht mehr. Auch das regelt sich mit einigen Wochen normalen Werte wieder.

  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.06.2022 09:28:35 | IP (Hash): 904909621
    Einen Guten Morgen in die Runde.
    Ich hab' heute wohl selbstverschuldete 245 mg Nüchternzucker zu vermelden...
    Hab' heute Nacht unten, in unmittelbarer Nähe von unserem (blinden) Hundi, auf der Couch die Nacht verbracht.
    Das mach' ich immer, wenn sie einen "schlechten Tag" hat. Dann frisst sie den ganzen Tag nix, hat deutlich hörbares Darmgrummeln und liegt mehr oder minder apathisch in der Gegend herum.
    Wir wollen ihr dann des nächtens bissel Beistand leisten, auch damit sie sich an solch' schmerzbeladenen Tagen nicht auch noch einsam fühlt.
    Naja, jedenfalls hat sie sich gg. 02.45 Uhr dann gemeldet, weil sie wohl Hunger hatte und ICH AUCH!
    Da sich der Schrank mit meiner Notreserve Lind-Schokolade 85% Kakao, mild (ein echter Geheimtipp!) in unmittelbarer Nähe befindet, hab ich mir kurzerhand 4 Platten, oder 2 Querrippen reingestopft.
    Ich hatte derart Heißhunger auf Süßes, dass ich nicht widerstehen konnte und auch dachte, bis in 5 Stunden wird das Zeug wohl schon wieder "durch sein"?! War aber wohl nix...?.
    Kann es also sein, dass ich ohne diese Freßattacke einen besseren Morgenwert gehabt hätte?
    War das also eine wie von July95 beschriebene falsche Hypofalle?
    Euch allen einen schönen Sonntag und morgen wird's nochmal ernst, da bekomm' ich mein Blutergebnis wegen LADA und vermutlich dann auch den weiteren "Fahrplan"...

    Bearbeitet von User am 26.06.2022 09:33:51. Grund: Fehlerverbesserung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 26.06.2022 09:51:25 | IP (Hash): 24565529
    ThomaS1968 schrieb:
    Kann es also sein, dass ich ohne diese Freßattacke einen besseren Morgenwert gehabt hätte?
    War das also eine wie von July95 beschriebene falsche Hypofalle?

    Nein, das war keine falsche Hypo, nur eine ganz normale Heißhungerattacke. Wenn dich so etwas wieder überfällt, dann versuche es mal mit 2 oder 3 Stückchen Schokolade, die du lange im Mund behältst und ganz langsam auf der Zunge zergehen lässt. Bei mir hilft das gut. Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil hat übrigens BZ-mäßig Vorteile.

    Mach dir keine Gedanken um einzelne Nüchternwerte, auf die langfristige Tendenz kommt es an.

    Alles Gute für morgen. Ich bin gespannt, was rauskommt und welche Therapie du empfohlen bekommst. Xigduo (Metformin und ein SGLT2-Hemmer) bei Typ2-Diabetes klingt für mich ganz gut.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 26.06.2022 09:54:54. Grund: BBCodes
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 630
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 26.06.2022 14:28:31 | IP (Hash): 844835085
    ThomaS1968 schrieb:

    Kann es also sein, dass ich ohne diese Freßattacke einen besseren Morgenwert gehabt hätte?



    Ich gehe davon aus, dass der höhere NBZ auf die nächtliche Schokolade zurückzuführen war.
    Lg
    Hape
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.06.2022 20:04:38 | IP (Hash): 904909621
    Alles klar Hape, es wird eine Ausnahme bleiben.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.06.2022 23:01:31 | IP (Hash): 904909621
    Übrigens habe ich in den letzten 3 Tagen, bei den Messungen bemerkt, dass ich extrem schlecht auf Kohlenhydrate aus Weißmehl, aber leider auch aus Vollkorn reagiere.
    Ich habe auch ein bissel "rumexperimentiert" und hingegen haben 2 Kugeln Speiseeis fast eine positive Auswirkung auf meinen Blutzuckerspiegel gehabt. 2h nach dem Verzehr hatte ich "nur" 170mg, nach 2 Scheiben Vollkornbrot mit 2 Spiegeleiern drauf fast 300...
    Irgendwie verwirrend...
    Insgesamt hat sich mein Durchschnittsbereich des Blutzuckerspiegels mit den 1x täglich 12 IE Toujeo kaum bis gar nicht verbessert.
    Ich hoffe nun, dass ich (vielleicht schon morgen) etwas Wirksameres, entweder in Qualität oder auch in größerer Quantität bekommen werde, denn das Hauptziel sollte ja sein, den Zucker runter zu bekommen.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 608
    Mitglied seit: 01.08.2021
    am 26.06.2022 23:32:07 | IP (Hash): 253092883
    ich esse schon lange kein Brot mehr und habe deshalb morgens und abends keinen erhöhten Blutzucker.
    Es gibt jede Menge an Möglichkeiten dafür etwas anderes zu essen.
    Das hat sich jetzt sehr gut eingespielt und ich muss tagsüber nur noch selten spritzen.
    Es wäre ein Versuch wert das auch mal für dich zu probieren.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 26.06.2022 23:47:05 | IP (Hash): 904909621
    Ja Helmut, genau das fiel mir heute auch wie Schuppen von den Augen...
    Auf das eigentlich sehr liebgewonne (Dinkel-)Vollkornbrot und ab und zu ein Weizenbrötchen werde ich verzichten müssen. Das würde mittlerweile auch nur den Bereich Frühstück betreffen, denn abends gibts eigentlich sehr lange schon bei uns nur eine Veggie-Fleischersatz-Brateinlage, plus entweder Salat oder irgend ein Gemüse.
    Wie sieht dein Frühstück ohne Brot aus?
    Bearbeitet von User am 26.06.2022 23:47:54. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 43
    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 27.06.2022 11:55:04 | IP (Hash): 1659279280
    Moinsen Thomas,

    ich quetsche mich mal mit "meinem Frühstück" rein ;)

    Habe nach vielen Experimenten nun für mich ganz passende Essenslösungen gefunden. Da ich noch nie gern frühstückte, genügen mir morgens 2 Mandeln zum Kaffee, damit die Tabletten besser rutschen.

    Seit ich anfing mit Insulin spritzen, wiege ich die Kohlehydrate. Das hat sich gut eingespielt und wie sagte mal ein kluger Mensch: Wenn man/frau die Kohlehydrate nicht abwiegt, werden die Brotscheiben immer dicker und die Kartoffeln immer größer ;)

    Hatte mir Listen mit kohlehydratarmen Lebensmitteln angeschaut (plus die mit den vielen Ballaststoffen) und mir das rausgepickt, was ich gern esse. Plus: Ich habe am Beginn meiner Karriere^^ noch pro Mahlzeit 3 KE benutzt für Brot/Reis/Nudeln/Kartoffeln, mittlerweile bekomme ich superleckere Kartoffelsalate hin mit 1 KE Kartoffeln. Will auf den Geschmack nicht verzichten, aber die sind mehr so "Deko" ;)

    Sowieso esse ich nur 2 x am Tag, zwischendurch nur trinken (Wasser mit Ingwer, Minze oder Zitrone, ab und an mal Tee).

    Naja, laberrhabarber... Drücke dir auch fest die Daumen, dass du einen guten Diabetologen gefunden hast und bin gespannt, wie es war.

    Netten Gruß, Ichso

    _____________________________________
    58, w, Typ II Diagnose 2007, ab 2020 Insulin (vorher div. Medis),
    4-5 E Humalog (Essensinsulin),
    48 E Suliqua (Langzeitinsulin),
    23.00 Uhr 1-2 E Humalog Bedarf.

    Plus andere Diagnosen (Herz, Psyche u.a.), 60% schwerbehindert und EU-Rente dauerhaft.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 27.06.2022 12:58:20 | IP (Hash): 1962594406
    ThomaS1968 schrieb:
    ... hingegen haben 2 Kugeln Speiseeis fast eine positive Auswirkung auf meinen Blutzuckerspiegel gehabt. 2h nach dem Verzehr hatte ich "nur" 170mg, nach 2 Scheiben Vollkornbrot mit 2 Spiegeleiern drauf fast 300...
    Irgendwie verwirrend...

    Hallo Thomas,

    so verwirrend ist das gar nicht. Bei dem Speiseeis steigt dein BZ vermutlich sehr viel höher an und fällt dann zeitiger wieder ab, während er bei Vollkornsachen später anfängt zu steigen, insgesamt nicht so hoch ansteigt und nach 2 Stunden erst mit dem Sinken beginnt. Mach mal probehalber bei beiden Sachen auch Messungen nach 1 Stunde.

    Die Variante, bei der der BZ weniger hoch ansteigt ist die bessere, auch wenn der BZ dabei langsamer wieder absinkt. Also ist Vollkorn nicht verkehrt. Ähnlich bremsend wirken übrigens Fett und Eiweiß. Viel Olivenöl und auch Kokosöl könnten für dich als Vegetarier ganz gut passen und hilfreich sein.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 17:20:11. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 13:10:43 | IP (Hash): 904909621
    Update Diabetologen-Termin für heute geplant:
    Ich wurde vorhin angerufen, dass leider der Antgen-Test noch nicht, wie eigentlich erwartet, da ist, somit haben wir einvernehmlich den Termin auf Donnerstag verlegt.
    Es wird dann natürlich ein "Bericht" am Donnerstag erfolgen.

    Hallöle Duso...

    Sehr interessant dein Beitrag, Danke vorab für die Tipps...
    2 Mandeln zum Frühstück... Ist das tatsächlich wortwörtlich zu nehmen?
    2 M A N D E L N....??? Also nix zum Frühstück sozusagen..., sorry...
    Das mit dem Abwiegen der KH find' ich sinnvoll und es sieht nach System aus, wie Du deinen Zucker im Griff hälst?!
    Also ich bin ja Vegetarier, daher sind Gemüse und Obst schon Hauptbestandteil meines Essens. Ich denke, damit habe ich schon mal eine Basis, die sich manch' anderer Omni erstmal "mühsam" eressen muss...
    Ich habe auch (so nebenbei) gelesen, dass Du 48 IE Langzeit-Insulin benötigst... Könnte man also sagen, dass ich mit meiner Start-Dosis von lediglich 12 IE Toujeo auch 1/4 von deiner Dosis bekomme, oder ist Toujeo "stärker" und es ist ein Verhältnis 1:3 oder 1:2, oder gar 1:1?
    Die 12 IE Toujeo haben nämlich bislang bei mir noch nicht sooo viel bewirkt. Meine Diabetes-Beraterin beruhigte mich allerdings damit, als sie dazu sagte:"Naja, wir wollten und konnten sie ja nicht gleich runterschießen.", was ich mir natürlich auch schon irgendwie so gedacht habe.
    Bin dennoch guter Dinge, versuche mich mit dem Essen & Trinken in die richtige Richtung zu bewegen und harre der Dinge, die da noch auf mich zukommen.
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 13:13:16. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2022 14:15:33 | IP (Hash): 277624684
    Die Idee vom Toujeo ist, dass um den Faktor 3 im Verhältnis zum normalen Glargin u.ä. mehr Insulin im vergleichbaren Ballon unters Fell passt.

    Für’s beobachten wichtig sind alle Futter und Mengen, körperlich intensivere Tätigkeiten und Messwerte, und zu ALLEM die Zeiten. Nicht auf die Minute, aber doch auf 5-10 Minuten genau.
    Hintergrund:
    1. Morgens wirken vor allem KHs meistens BZ-treibender als für den Rest vom Tag.
    2. Direkt nach dem Essen haben z.B. 30 Minuten intensiver körperliche Bewegung (Beschleunigung des Kreislaufs um den Faktor 2-3) häufig einen sehr viel deutlicher senkenden Einfluss auf den BZ als weiter vom Essen entfernt.
    3. Ein Messwert ist nur zusammen mit den wenigstens 4-5 vorausgehenden Stunden und ihren wichtigsten BZ-Einflüssen zuverlässig interpretierbar.

    Weil manche Sorte KHs bei mir eben wie 1 wirken und andere aber wie 1,5 oder 0,5, hab ich mir angewöhnt, nicht die KHs aufzuschreiben, sondern was konkret, so dass ich das wiedererkenne. Mein Aufschrieb ist - wenigstens in erster Linie - für mich!
    Und mit so systematischem Aufschreiben hab ich auch entdeckt, dass bei mir keinen Unterschied macht, ob ausgemahlen, oder Vollkorn und ob mit Fett oder ohne.

    Mein Frühstück sind übrigens gut 200 g geschredderte rohe Karotten mit ner Prise Salz und um 60 g Käse aus der Hand. Und wenn vom Mittagessen nix übrig bleibt, bei dem ich mich im LC-Rahmen nach meiner Frau richte, sind Karotten und Käse auch mein Abendessen.

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 273
    Mitglied seit: 01.10.2020
    am 27.06.2022 15:05:18 | IP (Hash): 316996375
    aaaaah - bis Donnerstag - ist das spannend! - HaHa :-)

    ______________
    —————————————-
    Typ 2 - Medikation: Siofor 1x1000 - HbA1c: zZ 6,1 Stand 04/22 (ich arbeite weiter daran)
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 15:08:28 | IP (Hash): 904909621
    Vielen Dank Rainer und Jürgen! Werde meine Dokumentationen um die konkrete Aufführung der KH's erweitern und auch Messungen in kürzeren Abständen nach dem Essen machen.
    Ich denke auch, dass es bei vielen Menschen sicher unterschiedliche Wirkungen von den vielen Nahrungsbestandteilen gibt und ich eben für mich auch erst das Optimalste ermitteln muss.
    Olivenöl stimmt, ist bei mir mein Bratfett und auch sonst noch ein wesentlicher Geschmacksträger für sehr vieles von meinem Essen.
    Grundsätzlich werde ich aber dennoch mit Brot eher vorsichtig umgehen und diese Rationen auf Genussgröße zusammenstreichen.
    Ganz wichtig wäre für mich von der Lebensqualität her, sagen zu können:"Alles geht und das Gift liegt in der Dosis."
    An dem Tag allerdings, an dem ich davon erfahre, dass mein HbA1c wieder unter 7 gerutscht ist, versenke ich eine Flasche Schwarzriesling, versprochen! Und das hat dann aber rein gar nix mit Disziplinlosigkeit zu tun...
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 15:10:56. Grund: Ergänzung
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 630
    Mitglied seit: 24.11.2021
    am 27.06.2022 15:23:49 | IP (Hash): 844835085
    ThomaS1968 schrieb:

    Ich habe auch (so nebenbei) gelesen, dass Du 48 IE Langzeit-Insulin benötigst... Könnte man also sagen, dass ich mit meiner Start-Dosis von lediglich 12 IE Toujeo auch 1/4 von deiner Dosis bekomme, oder ist Toujeo "stärker" und es ist ein Verhältnis 1:3 oder 1:2, oder gar 1:1?
    Die 12 IE Toujeo haben nämlich bislang bei mir noch nicht sooo viel bewirkt.



    Meinem Verständnis nach sind 12 IE Toujeo = 12 IE Langzeitinsulin
    Die Langzeitinsuline unterscheiden sich also nicht in der Stärke, sondern in der Wirkdauer.
    Darf ich fragen, wie denn heute Dein NBZ war?
    Lg Hape
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 43
    Mitglied seit: 26.05.2020
    am 27.06.2022 17:05:30 | IP (Hash): 1929875516
    Lach... Ja spannender als GZSZ, würde meine Tochter jetzt sagen ;) Daumendrück für Donnerstag!

    Die 2 Mandeln sind tatsächlich wörtlich zu nehmen. Das war so ein Prozess mit essen, messen, essen, messen, messen - und täglich grüßt das Murmeltier ;)

    Ballaststoffe, Fett (gern Leinöl im Joghurt) und Eiweiß gleichzeitig zu den gewogenen Kohlehydraten (auch im Obst, nicht zu unterschätzen) sind mir ein musthave geworden, so wie anderen Frauen die schicken Handtaschen^^

    Zu dem Medi-Vergleich kann ich dir leider nix schreiben, da haben wir hier im Forum aber ja kundige Menschen :) Wozu ich noch was schreiben kann: Zu der Flasche Riesling. Bin seit über 15 Jahren trocken und in meiner Suchtgruppe kursiert der Satz: "Einen Grund zum feiern findet man/frau immer" Nix für ungut ;)

    _____________________________________
    58, w, Typ II Diagnose 2007, ab 2020 Insulin (vorher div. Medis),
    4-5 E Humalog (Essensinsulin),
    48 E Suliqua (Langzeitinsulin),
    23.00 Uhr 1-2 E Humalog Bedarf.

    Plus andere Diagnosen (Herz, Psyche u.a.), 60% schwerbehindert und EU-Rente dauerhaft.
  • Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 972
    Beiträge: 5072
    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 27.06.2022 17:28:24 | IP (Hash): 1962594406
    ThomaS1968 schrieb:
    An dem Tag allerdings, an dem ich davon erfahre, dass mein HbA1c wieder unter 7 gerutscht ist, versenke ich eine Flasche Schwarzriesling, versprochen!

    Ich drück dir die Daumen, dass du den Schwarzriesling bald genießen kannst. 😊

    Du musst jetzt übrigens nicht anfangen, nach jeder Mahlzeit zweimal zu messen. Bleib bei deiner Messung nach 2 Stunden und schieb von Zeit zu Zeit mal eine Stichprobe für den 1-Stunden-Wert ein. Das gleiche gilt für den BZ-Wert vor dem Essen. Den immer zu messen, macht keinen Sinn. Aber von Zeit zu Zeit auch da nachzusehen, kann interessant sein.

    Ich trinke heute Abend schon mal ein Glas Rotwein auf dein Wohl, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 17:28:40. Grund: BBCodes
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 18:59:36 | IP (Hash): 904909621
    @Hape... Heute waren es "wieder nur" 210. Eine kleine Verbesserung mit den 12 IE Toujeo, von durchschnittlich 260 - 310 auf eben knapp über 200...
    Ansonsten , ja... ich warte jetzt mal geduldig und erstaunlicher Weise relativ entspannt auf das Ergebnis des Antikörpertests auf LADA... Vielleicht auch, weil es zu dem Ergebnis ja keine selbst zu bestimmende Alternative gibt. Ich muss es ja nehmen, wie es kommt und dann das Beste draus machen.

    Eine stille Hoffnung auf Typ II besteht ja noch. Einerseits habe ich gerade hier schon einige Beiträge gelesen, deren Autoren einen noch weit höheren HbA1c hatten, als ich (11,1) und dennoch auch nur Typ II waren und andererseits meinte wohl Jürgen, dass eine nicht ganz so augenfällige Reaktion auf diese ersten Insulingaben auch eher auf einen Typ II hoffen lassen könnten?.
    Ich hab' das im Netz mittlerweile auch selbst schon gelesen, dass LADA's besonders gut auf Insulin reagieren würden.... Das hab' ich hingegen bei meinen Messungen bislang eben noch nicht so ablesen können?.

    Nochmal recht vielen Dank für eure überwältigenden Reaktionen und besonders auch für die vielen Tipps, die mir wirklich weiterhelfen.

    @July95... Du hast mir vielleicht das Leben gerettet, indem Du mir aufgrund meiner Werte und meines wohl zu zögerlichen Hausarztes eindringlich zum sofortigen Besuch einer Diabetologie-Praxis geraten hast! Vielen lieben Dank dafür!

    Ihr seid einfach Spitze!
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2022 19:26:07 | IP (Hash): 277624684
    ThomaS1968 schrieb:
    Eine stille Hoffnung auf Typ II besteht ja noch.


    Du würdest den vorziehen wollen? Warum?

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 20:37:28 | IP (Hash): 904909621
    Ja Jürgen, ich würde wohl Typ II den Vorzug geben...
    Gemäß dessen, was ich von meinem Bruder weiß (Typ I seit dem 12. Lebensjahr) soll es wohl weitaus schwerer sein, den HbA1c dauerhaft bzw. konstant niedrig zu halten.
    Die Range wird für Typ I'ler daher wohl auch weiter oben angesetzt, ich glaube so ab 8 bis nach unten, so weit es noch gesund ist, offen...
    Jede Mahlzeit muss, trotz heutzutage vorhandenen Langzeitinsulins, mit Extra-Insulin "bedient" werden.
    Und letztlich erfahren zu müssen, dass die Bauchspeicheldrüse ihre Dienste nahezu völlig eingestellt hat oder es alsbald wird, ist schlicht und kompliziert die Konfrontation mit einem Organversagen, für den Rest seiner Tage. Es gibt beherrschbare Botenschaften, die einen treffen können, finde ich zumindest...
    Beim Typ II muss man meines Wissen nicht ganz so differenziert "Extra" die Mahlzeiten "bearbeiten".
    Da gilt es eher, den Blutzucker allgemein niedrig zu halten und alles drumherum ist noch nur eine Unterstützung einer immernoch vorhandenen, aber vermutlich geschwächten Körperfunktion. Das ist in vielerlei Hinsicht eine ganz andere Hausnummer...
    Ich muss aber zugeben, dass ich von der gesamten Materie noch nahezu überhaupt keine Ahnung habe und frage daher eher mal Dich im Umkehrschluß...
    Warum bräuchte ich mich vor LADA nicht zu fürchten???
    Bearbeitet von User am 27.06.2022 22:55:32. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 1233
    Beiträge: 8857
    Mitglied seit: 20.02.2011
    am 27.06.2022 22:55:50 | IP (Hash): 1644517228
    A) Alle unsere Zellen, die ausschließlich Glukose zu ihrer Energieversorgung gebrauchen können, brauchen für die Aufnahme von Glukose kein Insulin. Das sind verhältnismäßig wenige.
    Beispiel rote Blutkörperchen. Wenn eine diabetische Blutprobe auf dem Weg zum Labor ne halbe Stunde bei Zimmertemperatur vergessen wird, haben die roten Blutkörperchen sie gesund gefressen. Da mag zwar zu Anfang noch ne Spur von Insulin gewesen sein, aber das hat im Blut ne Halbwertzeit von knapp 5 Minuten. Ist also spätestens nach ner viertel Stunde nicht mehr nennenswert.

    B) Alle unsere Zellen, die Insulin zur Aufnahme von Glukose brauchen, können sich statt aus Glukose wenigstens genauso gut auch aus Fettsäuren mit Energie versorgen.
    Beispiel mehrere Tage/Wochen Fasten. Dann muss der Organismus auf die Reserven in den Schwimmhilfen zurückgreifen. Dazu müssen die Verbraucher-Zellen nur das passende Enzym ausbilden. Das ist keine Hexerei, denn noch vor 100 Jahren waren einige Hungertage pro Jahr für die meisten unserer Vorfahren völlig normal.

    Und wofür brauchen wir dann überhaupt das Insulin?

    1. Für’s Speichern von Nahrungsüberschüssen in Form von Fett (kleinste und wartungsärmste Speicherform), für das Zusammenhalten dieser Speicher und ggf. für die kontrollierte Ausgabe daraus. Ohne Insulin lösen sich diese Speicher unkontrolliert auf (Lipolyse), und das ist der eine Teil der gefürchteten Ketoazidose.
    2. Für’s Begrenzen der Glukoneogenese, also der körpereigenen Glukoseproduktion vorrangig aus Eiweiß. Die wird in sehr kleinem Maßstab während des Fastens für die Versorgung der wenigen Zellen zu A gebraucht. Ohne Insulin löst diese Funktion alle Muskeln usw. auf und sorgt für explosionsartig ansteigendem BZ mit entsprechend gewaltigem Wasserverlust, Denn die Nieren können Glukose nur bis um 180 mg/dl halten und lassen alles darüber hinaus praktisch überlaufen. Dabei nimmt jedes Gramm Glukose wenigstens 5 Gramm Wasser mit, und das ist der andere Teil der Ketoazidose.

    Tatsächlich ist folglich in unserem Diabetes-Spiel das Insulin (egal woher) der zentrale Spieler und der BZ das einzige Symptom, das wir in dem Spiel zeitnah beobachten und steuern können.
    Bei gesundem BZ wird am wenigsten an Insulin umgesetzt. Das ist wg 1. wichtig, der Fettspeicherung, und weil Insulin ein Wachstumshormon ist mit einigem kanzerogenem Potenzial.

    Das ist besonders fies für die von uns mit Typ 2. Denn wir haben schon bei völlig gesundem BZ einen deutlich erhöhten Insulinumsatz, und der steigt mit zunehmendem BZ. Bei Erreichen der für die Diabetes-Behandlung extra definierten Diagnose-Schwellen ist bei uns längst ein erhebliches Vielfacheś von der Menge in Umlauf, die bei gesunden Menschen oder bei Menschen mit Typ 1 für denselben BZ sorgen würde.

    Tatsächlich ist also für’s langfristig gesunde Leben mit Diabetes bei uns mit Typ 2 der gesunde Blutzucker sehr viel wichtiger, als beim Typ 1. Aber in der Behandlung nach DDG und Deiner Vorstellung ist genau das Gegenteil der ordentliche Normalfall :(

    ----------------------------------------------
    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 27.06.2022 23:18:24 | IP (Hash): 904909621
    Klingt logisch, deine Erklärung, jedoch nimmt sich die prozentuale Risikoverteilung für verschiedene Folgeerkrankungen bei beiden Gruppen nicht viel.
    Ganz ehrlich, ich hab' leider kaum etwas verstanden, von dem was Du da alles geschrieben hast... Sorry...
    Ich glaube aber ganz einfach, mit Typ II kann man etwas leichter leben, vielleicht nicht unbedingt länger...

    Bearbeitet von User am 27.06.2022 23:39:37. Grund: Ergänzung
  • Bild User
    Rang: Erweitertes Mitglied
    Punkte: 0
    Beiträge: 468
    Mitglied seit: 20.06.2022
    am 28.06.2022 07:11:43 | IP (Hash): 904909621
    Mein Nüchternblutzucker heute morgen 190...
    Euch allen einen schönen Tag.
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.