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Schwangerschaftsdiabetes - Wert 211 nach dem Essen und keiner tut was

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    am 10.07.2022 11:39:40 | IP (Hash): 1586330384
    Hallo,

    erst einmal: Ich bin neu hier und bei mir wurde jetzt, relativ spät in der 27. SSW Schwangerschaftsdiabetes diagnostiziert. Spät deswegen, weil ich eigentlich mehrere Risikofaktoren hatte und man das irgendwie verpasst hat.
    Erst einmal läuft seitdem gar nichts. Jetzt sind es schon 10 Tage später und nichts ist passiert. Ich führe selbständig ein Ernährungstagebuch und messe meine Werte. Da mein Vater Diabetiker ist, konnte ich sein Ersatz-Blutzuckermessgerät ausleihen. Ebenso bin ich zumindest über Typ II Diabetes und die richtige Ernährung grob informiert.
    Nächste Woche soll ich erst einmal zu einer Schulung ohne Arzt. Dann darauf die Woche wohl ein zweiter Termin, wie es gelaufen ist und dann erst ein Termin beim Arzt. Ich habe schon mehrfach in der Praxis angerufen, dass mir das aufgrund meiner WErte und aufgrund der Tatsache, dass mein Baby schon leicht zu schwer und zu groß ist, zu lange dauert.
    Ich achte wirklich jetzt auf meine Ernährung und habe jetzt schon trotz Schwangerschaft abgenommen. (Bin sehr schlank, mit einem BMI von 19 gestartet)

    Mein Problem SCHEINEN die Kohlenhydrate zu sein. Frühstück und Abendessen bekomme ich mittlerweile ohne große Ausreiser bei den Werten hin:
    2 kleine Dinkelvollkornbrote (wirklich klein, kennt ihr so eine kleine Kastenform? Ich backe nämlich selbst)
    Dann noch eine Handvoll Beeren mit entweder Naturjoghurt oder Naturskyr. Manchmal 1 EL Nüsse oder auch mal 1 EL Haferflocken dabei.

    Ich hoffe auch, dass ich damit genug Kohlenhydrate zu mir nehme, denn zu wenig KH können dem Kind auch schaden (Ketose)

    Das Problem ist das Mittagessen bzw. die warme Mahlzeit (manchmal esse ich auch abends warm).
    Selbst bei Low Carb gerichten mit wenig Fleisch und viel Gemüse schießt mein Wert auf 167 nach dem Essen.
    Bei Nicht-Low-Carb, aber dennoch so, wie es mein Vater empfohlen bekommen hat: 2 Handvoll Vollkornnudeln oder Vollkornreis mit Hackfleisch, Gemüse und Salat: 180 (nur ein Beispielgericht)

    Jetzt kommt aber der Hammer: Bei Familienfesten ist es manchmal schwierig, dann halt nichts zu essen.
    Wir waren am Freitag grillen zwecks großen Familienbesuch.
    Ich habe gegessen:
    - 1 Würstchen, 1 halbes Steak
    - eine Handvoll Kartoffelsalat, der nur mit Gurke, Essig und Öl zubereitet wurde
    - 2 kleine Scheiben Baguett.
    Natürlich keinerlei Soßen o.ä.: Blutzucker: 205!

    Dann sind wir zur Feier einer Firmung in eine Pizzeria eingeladen worden (ja, schlechte Idee. Aber was soll ich machen? Nichts essen?) Ich habe extra nur eine kleine Pizza bestellt, die sogar mit Dinkelvollkornmehl zubereitet wurde. Blutzucker: 211. Zwei Stunden später und nach einem Spaziergang immer noch 167.
    Mir ist natürlich klar, dass Pizza kein Diabetikeressen ist. Aber wie gesagt gehen auch bei Low Carb Gerichten meine Werte bis auf 167 hoch. Und ich habe auch Angst, zu wenig KHs zu mir zu nehmen. Ich habe jetzt schon abgenommen und ständig Hunger.
    Dass ich keine Süßigkeiten, keinen Fruchtjoghurt, keine Säfte, keine Fertiggerichte, etc. zu mir nehme, versteht sich von selbst.
    Trotz der Werte bewegt sich nichts. Ich schildere das am Telefon und dann werde ich wieder auf den ersten Termin vertröstet. Vor der Diagnose habe ich durchaus auch Süßigkeiten, viele KHs (wenn auch viel Gemüse) usw. gegessen, sodass ich mir langsam echt Sorgen um mein Baby mache. Wenn es jetzt noch 2-3 Wochen dauert, bis ich den Arzt mal persönlich sprechen kann - wie soll das gehen?
    Wohne sehr ländlich. Ist die einzige Diabetespraxis weit und breit
    Hat irgendwer Ideen, wie ich den Wert vom Mittagessen runter bekomme?
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    am 10.07.2022 11:58:24 | IP (Hash): 299194457
    Verständnisfrage: Wie wurde Dein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt?
    Durch eine HbA1C-Messung? Falls ja, wie hoch war der HbA1C?
    Lg
    Hape

    Ach ja, - Werte nach em Mittagessen.
    Ein flotter Spaziergang (15-20 Minuten) nach dem Mittagessen, wenn Du dafür Zeit hast, wäre eine Maßnahme, die meist sehr hilfreich ist.

    Bearbeitet von User am 10.07.2022 12:04:17. Grund: Ergänzung
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    am 10.07.2022 12:12:03 | IP (Hash): 1586330384
    Vielen Dank nochmal,

    mein Hba1C Wert wurde nur mal 3 Montate vor der Schwangerschaft gecheckt. Da war er bei 5,7. War wegen einer Gerinnungsstörung beim Arzt, dieser Wert wurde halt mit abgenommen.
    Die Diagnose wurde aufgrund des OGTT gemacht. Zuerst war der kleine Zuckertest erhöht, dann wurde der OGTT gemacht.
    Folgende Werte:
    Nüchtern 82
    1h danach 205
    2h danach 167

    Das mit dem Spaziergang mache ich schon fast immer...
    War letztens wegen Verdacht auf vorzeitigen Blasensprung im Krankenhaus und dort waren auch alle ziemlich verwirrt, warum ich mit diesen Werten kein Insulin spritze. Tja, aber woher nehmen und nicht stehlen? Wird wie gesagt alles noch dauern...
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    am 10.07.2022 13:00:38 | IP (Hash): 2057483810
    1. GAAANZ wichtig:
    Ketose ist keine Krankheit, sondern der normale Betriebszustand unserer Altvorderen für um die Hälfte vom Jahr. Wird mit Bezug auf die alte Vergangenheit auch Paleo genannt. War vor der Zeit des Getreideanbaus in großem Stil. Da ist der Hauptenergielieferant für den Organismus Fett. Und so erklärt die Medizin sich auch die aktuelle Versorgung Deines Kindes. Denn vorrangig mit Glukose als Energielieferant ist das gewaltige Wachstum des neuen Organismus rein "technisch" gar nicht vorstellbar. 1 Gramm Fett enthält nun mal mehr als doppelt so viel Energie, wie 1 Gramm Glukose.

    Noch 1-2 Tage nach der Geburt liegt die Unterzuckergrenze bei 36 mg/dl, was nichts anderes bedeutet, als dass das Kind in Deinem Bauch weniger Glukose für sein ganz normales Auskommen braucht, als Du mit Deiner Grenze bei um 50!
    Mein Standard in ner Pizzeria ist der große Salatteller mit Tuna oder Hähnchen oder Käse oder Schinken oder… - ohne Brot! Und vom Grill gibt es für mich auch nur Fleisch und Gemüse ohne Kartoffelsalat oder Pommes.
    Und auch Du kannst völlig ohne Bedenken ohne Stärke-KHs jeden Tag satt essen :)

    2. GAAANZ wichtig:
    RUUUUHE bewahren! Wenn Du Panik schiebst, überträgt sich die auf Dein Kind wenigstens ebenso schädlich wie seeeehr viel zu hoher Blutzucker.

    Wie schädlich wie viel höher als gesunder Blutzucker wirklich ist, ist seit der Jahrtausendwende ewiger Streitpunkt in der Medizin.
    Bis dahin hatte ne werdende Mutter als gut eingestellt gegolten, wenn sie wenig bis keine Glukose im Urin hatte, also den Blutzucker die meisten von 24 Stunden unter um 170 mg/dl. Damit galten diabetesbedingte Komplikationen bei der Entwicklung des Kindes und bei der Geburt als ausgeschlossen.

    Mit der seit 1995 flächendeckend für Typ 1 eingeführten Selbstmessung hat sich dann zunehmend eine neue Routine in der Sicht auf den Schwangerschaftsdiabetes und seine Behandlung gebildet. Die halten viele Fachleute allein schon deswegen für verrückt, weil die werdenden Mütte damit unter gewaltigen Stress gesetzt werden. Denn es gibt keine funktionierende Anleitung für den gezielten Umgang mit Insulin zu lernen und zu praktizieren
    a) in so kurzer Zeit!
    b) bei ständig wechselndem Bedarf!
    c) für einen so engen BZ-Spielraum!

    Auf dass Du das "Brüten" mit der Info wenigstens ein bisschen entspannter angehen magst :)

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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 10.07.2022 14:30:08 | IP (Hash): 1586330384
    Erst einmal vielen DAnk!

    Das mit dem Beruhigen ist halt so eine Sache, wenn man von den Komplikationen weiß. Und das auch bei Frauen, die einen sehr viel niedrigeren Wert hatten als ich...

    Aber ich tue natürlich mein Bestes.

    Dass früher etwa alle Menschen ketogen gelebt hatten, weiß ich. Nun ist es aber ja so, dass wenn zu viel Ketone im Urin sind, die Gehirnentwicklung des Babys geschädigt werden kann. Auch keine schöne Vorstellung.

    In der Pizzeria würde ich normalerweise auch Salat essen. Laut Frauenärztin darf ich aber auswärts keinen Salat essen, weil man nicht weiß, ob der gewaschen wurde (Toxoplasmose)

    Immerhin hatte ich soeben ein kleines Erfolgserlebnis: Nach dem Essen hatte ich nur 138 Blutzucker. Allerdings mit einem sehr, sehr strammen längeren Sparziergang danach. Aber die erste Hauptmahlzeit ohne erhöhte WErte.

    Habt ihr euch bei der Ernährungsumstellung aber auch kraftlos und schlapp gefühlt, die Muskeln wollen nicht mehr so richtig? Ist bei mir nämlich leider der Fall...
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    am 10.07.2022 15:34:53 | IP (Hash): 1839806672
    Hallo,
    wir sitzen im selben Boot. Ich bin aktuell mit unserem dritten Kind schwanger und hatte bzw. habe in allen drei Schwangerschaften mit erhöhten Blutzuckerwerten zu kämpfen. Dieses Mal wird der OGTT deswegen gar nicht gemacht. In Absprache mit meinem Diabetologen erstelle ich Tagesprofile und beobachte die Entwicklung und wie ich im Alltag zurecht komme. Bisher schaffe ich es mit einer kohlenhydratreduzierten Kost und viel Bewegung, die Werte im Rahmen zu halten. Derzeit bin ich jedoch krankheitsbedingt außer Gefecht gesetzt und die mangelnde Bewegung zeigt auch direkt in schlechten Werten. Mir bereiten schlechte Werte auch direkt große Sorgen. Mein Diabetologe hingegen sieht alles etwas lockerer und meint, dass ein gelegentliche Grenzüberschreitung kein Grund zur Panik sei.
    Mir persönlich hat die Ernährungsberatung nie besonders viel geholfen. Das meiste, was sie mir erzählt haben, lässt sich gut nachlesen. Und welche Kohlenhydrate für dich in Ordnung sind, kannst du sowieso nur selbst herausfinden. Ich versuche mein Mahlzeiten nach dem Tellerprinzip (1/2 Teller stärkearmes Gemüse, 1/4 KH, 1/4 Eiweiß plus Fett) zusammenzustellen). Meine Hauptmahlzeiten beschränken sich auf circa 3 KE. Ich esse jedoch zwei bis drei Zwischenmahlzeiten mit 1 - 1,5 KE. So komme ich außer im Krankheitsfall ganz gut über die Runden. Statt auf die empfohlenen 150 - 175g KH am Tag komme ich maximal auf 120. Es gibt auch kritische Stimmen zu dieser hohen Menge an empfohlenen KH, insbesondere da es sich bei Diabetes ja um eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels handelt.
    Der HBA1c ist im Verlauf der Schwangerschaft nicht aussagekräftig. Einerseits bildet er keine kurzzeitigen Spitzen ab, andererseits ist das Blut in der Schwangerschaft dünner, so dass der Wert in Folge sinkt.
    Ich habe ein gutes Buch zum Thema gelesen. Es heißt "Real Food for Gestational Diabetes" von Lily Nichols. Die Autorin hat auch eine Internetseite. Sie legt in ihrem Buch wissenschaftlich fundiert die wichtigsten Fakten dar. Mir hat es sehr weitergeholfen und auch die "Angst" vor zu wenig Kohlenhydraten genommen. Allerdings gibt es das Buch nur auf Englisch. Das einzige, was mich beunruhigt hat, ist, dass sie für noch strengere Blutzuckerwerte plädiert. Aber das versuche ich auszublenden, so lange sich mein Kind zeitgerecht entwickelt. Bei mir wird deshalb auch alle drei Wochen ein Ultraschall gemacht.
    Liebe Grüße und viel Kraft für die kommenden Wochen!
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    am 10.07.2022 16:03:55 | IP (Hash): 1814802042
    hjt_Jürgen schrieb:

    Wie schädlich wie viel höher als gesunder Blutzucker wirklich ist, ist seit der Jahrtausendwende ewiger Streitpunkt in der Medizin.
    Bis dahin hatte ne werdende Mutter als gut eingestellt gegolten, wenn sie wenig bis keine Glukose im Urin hatte, also den Blutzucker die meisten von 24 Stunden unter um 170 mg/dl. Damit galten diabetesbedingte Komplikationen bei der Entwicklung des Kindes und bei der Geburt als ausgeschlossen.


    Nope... schon 1994 galten für Schwangere mit Typ1 140mg/dl als obere Grenze mit gelegentlich erlaubten Ausreißern nach oben! Weiß ich sicher- war 1994 schwanger ;)

    hjt_Jürgen schrieb:

    Mit der seit 1995 flächendeckend für Typ 1 eingeführten Selbstmessung



    1985, also zehn Jahre früher, hatten die Kinder mit Typ1, mit denen ich zu tun hatte, schon ein Blutzuckermessgerät. Davor habe wir schon mit Blutzuckerteststreifen und Farbvergleich unseren Blutzucker "geschätzt".

    1994 galt Typ1 Diabetes übrigens als Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch, weil zu hohe Werte zu Beginn der Schwangerschaft zu Fehlbildungen führen können, ein sehr großes schweres Kind die Geburt für Mutter und Kind gefährlich machen kann.
    Makrosome Kinder kommen eventuell zu früh und unreif zur Welt. Das muss man nun echt nicht riskieren...wobei es bei regelmäßigen Vorsorge heute nicht mehr zu eine Makrosomie kommen wird.

    Ich würde beim Diabetologen nerven, und klarmachen, dass ich das eventuelle Risiko nicht eingehen will und evtuell den Gyn auf den Diabetologen hetzen ;)

    Wenn der Blutzucker mal kurz über 140mg/dl ist, ist das sicher keine Katastrophe, keine Grund zur Panik oder auch Schuldgefühlen. Ist es aber oft und länger deutlich zu hoch, sollte man was tun.

    Nochmal: Es muss nichts passieren, aber mit relativ einfachen Maßnahmen - Protaphane und/oder einer angepasste Ernährung - lasst sich das Risiko minimieren!

    Ergänzung: Das Verhalten deines Diabetologen ist mehr als grenzwertig!
    Bearbeitet von User am 10.07.2022 16:26:52. Grund: Ergänzung; Korrektur
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    am 10.07.2022 16:09:37 | IP (Hash): 2057483810
    doppelt
    Bearbeitet von User am 10.07.2022 16:39:32. Grund: verdoppelt
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    am 10.07.2022 16:12:45 | IP (Hash): 2057483810
    HeikeOV schrieb:
    Nope... schon 1994 galten für Schwangere mit Typ1 140mg/dl als obere Grenze mit gelegentlich erlaubten Ausreißern nach oben! Weiß ich sicher- war 1994 schwanger ;)


    ABER Dir ist schon klar, dass Schwangerschaft mit Typ 1 was völlig anderes ist, als einfach nur Schwangerschaftsdiabetes, oder?

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    am 10.07.2022 16:24:35 | IP (Hash): 299194457
    Ich würde an Deiner Stelle auch den aktuellen HbA1c wissen wollen. Das macht jeder Hausarzt. Viele Praxen haben (m.E. ) täglich morgens um 8;00 einen Blutabnahmetermin, für den man sich nicht anmelden muss.

    Sehe aber hier einen kritischen Artikel zur Aussagekraft des HbA1c in der Schwangerschaft. https://www.aerzteblatt.de/archiv/219804/HbA1c-Messung-kann-den-oralen-Glukosetoleranztest-zur-Diagnose-des-Gestationsdiabetes-nicht-ersetzen

    Bearbeitet von User am 10.07.2022 16:29:50. Grund: Ergänzung
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    am 10.07.2022 16:37:06 | IP (Hash): 2057483810
    Hape schrieb:
    Ich würde an Deiner Stelle auch den aktuellen HbA1c wissen wollen. Das macht jeder Hausarzt. Viele Praxen haben (m.E. ) täglich morgens um 8;00 einen Blutabnahmetermin, für den man sich nicht anmelden muss.


    Was erwartest Du da bei einem Schwangerschaftsdiabetes?

    Vorgaben für die Schwangerschaft sind nüchtern bis max 90 mg/dl und in der Stundenspitze bis max 140. Da geht es darum, diese Größen einzuhalten, und die gelten auch für ne werdende Mutter, wenn die vorher noch keinen erhöhten Blutzucker hatte.
    Was sollte da also die Bestimmung eines theoretischen HbA1c, wo sich der BZ von Tag zu Tag ändert?

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    am 10.07.2022 16:38:05 | IP (Hash): 1839806672
    Und welchen alltagsrelevanten Nutzen hat das Wissen über den aktuellen HBA1c für den weiteren Umgang mit der Schwangerschaftsdiabetes?
    Bearbeitet von User am 10.07.2022 16:39:56. Grund: Korrektur
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    am 10.07.2022 16:42:35 | IP (Hash): 955861870
    HeikeOV schrieb:
    [

    Ich würde beim Diabetologen nerven, und klarmachen, dass ich das eventuelle Risiko nicht eingehen will und evtuell den Gyn auf den Diabetologen hetzen ;)

    !



    Genau so sehe ich es auch. Vielleicht kann auch dein Hausarzt noch zusätzlich nerven und dir einen früheren Termin organisieren.
    Das hat bei mir auch gut geklappt; zwar kein Schwangerschaftsdiabetes, aber nach der Diagnose setzte ich mich auch, wie du, so extrem unter Druck mit Essensumstellung die Werte kontrollieren zu müssen…. Meine Hausärztin hat dann einen früheren Termin beim Diabetologen bewirkt und das war sehr gut.
    Er sagte mir übrigens dass ich in meiner Situation, BMI 20, viel Sport, wenig KH, mich nicht unter Druck setzten SOLL. Ich könne mit Ernährung nicht bewirken dass ich keine Medikamente brauche. Vielleicht für dich auch ein Rat; dich damit abzufinden dass du nicht soviel machen kannst dass du ohne Medikamente auskommst brachte bei mir eine gewisse Gelassenheit.

    LG und alles Gute für dich
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    am 10.07.2022 16:56:19 | IP (Hash): 2057483810
    HeikeOV schrieb:
    1994 galt Typ1 Diabetes übrigens als Indikation für einen Schwangerschaftsabbruch, weil zu hohe Werte zu Beginn der Schwangerschaft zu Fehlbildungen führen können, ein sehr großes schweres Kind die Geburt für Mutter und Kind gefährlich machen kann.
    Makrosome Kinder kommen eventuell zu früh und unreif zur Welt. Das muss man nun echt nicht riskieren...wobei es bei regelmäßigen Vorsorge heute nicht mehr zu eine Makrosomie kommen wird.


    Ein Schwangerschaftsdiabetes entsteht mit der Schwangerschaft. Zu hohe Werte gibt es da am Anfang selbst dann nicht, wenn die Empfängnis am oberen Ende von gesund stattgefunden hat. Son Hinweis ist nur Stress!
    Zudem ist in der Eingangsschreibe die 27. Woche genannt. Das Kind ist bereits voll entwickelt und als Frühgeburt voll entwicklungs- und lebensfähig!
    Und bei 80% TIR würde ich jeder diabetologischen oder gyn-Fachkraft den Hals umdrehen wollen, wenn sie eine meiner Töchter Mit Makrosomie stressen wollte.

    Sorry, wenn ich ein bisschen grob bin. Aber vor gut 14 Jahren wurde unser Enkel mit irren Ultraschall-Ausmaßen angekündigt, die die Mutter bei ner natürlichen Geburt schier zerreißen würden.
    Rausgekommen ist dann tatsächlich ein langes nahe untergewichtiges Bündel aus Haut und Knochen.

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    am 10.07.2022 17:30:29 | IP (Hash): 2057483810
    Sarah823 schrieb:
    Das mit dem Beruhigen ist halt so eine Sache, wenn man von den Komplikationen weiß. Und das auch bei Frauen, die einen sehr viel niedrigeren Wert hatten als ich...


    Und die Komplikationen waren wg des BZ?

    Sarah823 schrieb:
    Dass früher etwa alle Menschen ketogen gelebt hatten, weiß ich. Nun ist es aber ja so, dass wenn zu viel Ketone im Urin sind, die Gehirnentwicklung des Babys geschädigt werden kann. Auch keine schöne Vorstellung.


    Warum machst Du sie Dir dann, wo die Hirnentwicklung Deines Kindes längst abgeschlossen ist?

    Sarah823 schrieb:
    Immerhin hatte ich soeben ein kleines Erfolgserlebnis: Nach dem Essen hatte ich nur 138 Blutzucker. Allerdings mit einem sehr, sehr strammen längeren Sparziergang danach. Aber die erste Hauptmahlzeit ohne erhöhte WErte.


    Gratuliere :)

    Sarah823 schrieb:
    Habt ihr euch bei der Ernährungsumstellung aber auch kraftlos und schlapp gefühlt, die Muskeln wollen nicht mehr so richtig? Ist bei mir nämlich leider der Fall...


    Hab ich irgendwas verpennt? Wann hast Du was umgestellt?

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    am 10.07.2022 18:01:51 | IP (Hash): 1586330384
    Finchen_85 schrieb:
    Hallo,
    Ich versuche mein Mahlzeiten nach dem Tellerprinzip (1/2 Teller stärkearmes Gemüse, 1/4 KH, 1/4 Eiweiß plus Fett) zusammenzustellen). Meine Hauptmahlzeiten beschränken sich auf circa 3 KE. Ich esse jedoch zwei bis drei Zwischenmahlzeiten mit 1 - 1,5 KE. So komme ich außer im Krankheitsfall ganz gut über die Runden. Statt auf die empfohlenen 150 - 175g KH am Tag komme ich maximal auf 120. Es gibt auch kritische Stimmen zu dieser hohen Menge an empfohlenen KH, insbesondere da es sich bei Diabetes ja um eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels handelt.

    Ich habe ein gutes Buch zum Thema gelesen. Es heißt "Real Food for Gestational Diabetes" von Lily Nichols. Die Autorin hat auch eine Internetseite. Sie legt in ihrem Buch wissenschaftlich fundiert die wichtigsten Fakten dar. Mir hat es sehr weitergeholfen und auch die "Angst" vor zu wenig Kohlenhydraten genommen.
    Liebe Grüße und viel Kraft für die kommenden Wochen!



    Vielen Dank! Das Buch werde ich mir anschauen und auch der Tipp mit dem Tellerprinzip ist gut. Allerdings sieht mein Teller oft schon so aus... Aber ich gebe weiterhin mein Bestes.

    Mir ist auch ziemlich klar, dass ich es wahrscheinlich nicht nur mit der Ernährung in den Griff kriege. Meint meine Hebamme auch, eben weil die Werte so deutlich hoch sind und sich eine Schwangerschaftsdiabetes im Verlauf eher verschlechtere....
    Aber auch gerade deswegen finde ich es sch..., dass ich immer noch keinen Termin bekommen habe. Werde da aber morgen nochmal Druck machen oder den Hausarzt oder die Frauenärztin um Hilfe bitten.

    Achso wegen der Ernährungsumstellung: Okay, mir ist klar, dass 10 Tage keine wirkliche Umstellung ist. Aber seitdem fühle ich mich einfach körperlich schlapp. Kann ich sogar leicht beurteilen: Der Berg, der mir sonst nie Probleme bereitet hat, bringt mich jetzt ganz schön zum Schnaufen. Und insgesamt melden meine Muskeln viel eher, dass sie gerne eine Pause haben wollen. Und ich habe auch schon abgenommen - trotz Schwangerschaft.
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    am 10.07.2022 18:17:55 | IP (Hash): 299194457
    Finchen_85 schrieb:
    Und welchen alltagsrelevanten Nutzen hat das Wissen über den aktuellen HBA1c für den weiteren Umgang mit der Schwangerschaftsdiabetes?



    Mit einem HbA1c von 6,0 wäre ich als Schwangere🤣 relativ beruhigt, mit einen HbA1c von 7,0 hätte ich etwas in der Hand, mit dem ich bei allen Ärzten (telefonisch?) Druck machen könnte.
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    am 10.07.2022 22:42:28 | IP (Hash): 2057483810
    Sarah823 schrieb:
    Finchen_85 schrieb:
    "Real Food for Gestational Diabetes" von Lily Nichols.



    Hab mir den Blick in’s Buch bei Amazon und dann auch das erst Video für umme von der HP reingezogen und krieg also demnächst jede Menge weitere Info zu GD und Einladungen zu den nachfolgenden Bezahl-Videos von Lily Nichols. Aber warum bin ich auch so neugierig?
    Weil ich wissen wollte, ob ich’s auch empfehlen würde? Ich denke erstmal JA. Wenn nicht, werde ich das ganz bestimmt schon morgen abend wissen. Denn jetzt werd ich gleich noch anfangen noch ne Stunde von der Kindle-Version zu lesen.

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    am 11.07.2022 06:20:26 | IP (Hash): 1839806672
    Vielleicht kann auch dein Gynäkologe oder deine Gynäkologin in der Diabetespraxis anrufen und einen früheren Termin erwirken?
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    Bei YouTube gibt es auch einen, wie ich finde, guten Kanal mit Bewegungs- und Sporteinheiten, die für die Schwangerschaft geeignet sind sowie Tipps für den Umgang mit Gestationsdiabetes. Er heißt "pregnancy and postpartum TV".
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    am 11.07.2022 09:41:08 | IP (Hash): 1586330384
    Finchen_85 schrieb:
    Bei YouTube gibt es auch einen, wie ich finde, guten Kanal mit Bewegungs- und Sporteinheiten, die für die Schwangerschaft geeignet sind sowie Tipps für den Umgang mit Gestationsdiabetes. Er heißt "pregnancy and postpartum TV".



    Danke für die vielen Tipps! Das hilft mir wirklich weiter!

    Wollte heute morgen direkt wieder beim Diabetologen anrufen. Bei Werten von über 200 sollten die ja mal aufwachen. Aber die machen erst um 14 Uhr auf...
    Es ist halt echt zum Mäusemelken.
    Mittlerweile habe ich 2 kg abgenommen. Okay, vielleicht nicht viel. Aber 2kg in 11 Tagen in der Schwangerschaft bei niedrigem Startgewicht.... Alles nicht so ok denke ich.
    Heute wird nochmal die Plazenta geschallt. Da rede ich auf jeden Fall nochmal (und das erste Mal persönlich seit der Diagnose) mit dem Frauenarzt. Vielleicht können die echt nochmal was machen...
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    am 11.07.2022 11:06:06 | IP (Hash): 1839806672
    Ich drücke dir die Daumen. Meine Gynäkologin hat zu Beginn meiner Schwangerschaft auch mit dem Diabetologen telefoniert. Die Praxis ist auch total ausgebucht. Sie konnte aber einen schnellen Ersttermin vereinbaren.
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    am 11.07.2022 11:07:05 | IP (Hash): 155273240
    Sarah823 schrieb:
    Mittlerweile habe ich 2 kg abgenommen.

    Hallo Sarah,

    du solltest vielleicht viel mehr Fett in deine Ernährung aufnehmen. Fett selbst erhöht den BZ so gut wie gar nicht. Außerdem bremst es die Verdauung der KH. Dadurch kann dein schwächelndes Eigeninsulin über einen längeren Zeitraum wirken und die BZ-Spitzen werden nicht mehr so hoch.

    Eine gesunde Möglichkeit für mehr Fett wäre viel Olivenöl. Aber das hat man dann ziemlich schnell über. Ich bevorzuge viel gesunde Butter. Die schmeckt sehr gut und passt fast zu jedm Gericht dazu. Deine Ernährungsberaterin wird dir vielleicht auf Grundlage der veralteten DGE-Empfehlungen von Butter abraten. Die Diabetesgesellschaft DDG hat Butter aber in ihren neuesten Ernährungsempfehlungen für Diabetiker explizit empfohlen, so dass du die mit deinem SS-Diabetes auch ohne Reue essen darfst.
    (Download hier, S. 260 links oben:
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/behandlung/leitlinien?tx_wwt3list_recordlist%5Baction%5D=index&tx_wwt3list_recordlist%5Bcontroller%5D=Recordlist&tx_wwt3list_recordlist%5Bpage%5D=8&cHash=051e6aa32515873246d24ada2c917231#filtersSubmitted )

    Ansonsten ist die Empfehlung von Finchen, mehrere kleine Mahlzeiten zu nehmen, für dich gut geeignet. Da du keine Probleme mit zu viel Gewicht hast, kannst du ruhig den ganzen Tag Kleinigkeiten essen. Bei Übergewichtigen wäre das schädlich, für dich und dein Baby ist es das nicht.

    Viel Erfolg mit dem Diabetologen, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 11.07.2022 15:24:34. Grund: BBCodes
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    am 11.07.2022 17:34:08 | IP (Hash): 1586330384
    Rainer schrieb:
    Sarah823 schrieb:
    Mittlerweile habe ich 2 kg abgenommen.

    Hallo Sarah,

    du solltest vielleicht viel mehr Fett in deine Ernährung aufnehmen. Fett selbst erhöht den BZ so gut wie gar nicht. Außerdem bremst es die Verdauung der KH. Dadurch kann dein schwächelndes Eigeninsulin über einen längeren Zeitraum wirken und die BZ-Spitzen werden nicht mehr so hoch.

    Eine gesunde Möglichkeit für mehr Fett wäre viel Olivenöl. Aber das hat man dann ziemlich schnell über. Ich bevorzuge viel gesunde Butter. Die schmeckt sehr gut und passt fast zu jedm Gericht dazu. Deine Ernährungsberaterin wird dir vielleicht auf Grundlage der veralteten DGE-Empfehlungen von Butter abraten. Die Diabetesgesellschaft DDG hat Butter aber in ihren neuesten Ernährungsempfehlungen für Diabetiker explizit empfohlen, so dass du die mit deinem SS-Diabetes auch ohne Reue essen darfst.
    (Download hier, S. 260 links oben:
    https://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/behandlung/leitlinien?tx_wwt3list_recordlist%5Baction%5D=index&tx_wwt3list_recordlist%5Bcontroller%5D=Recordlist&tx_wwt3list_recordlist%5Bpage%5D=8&cHash=051e6aa32515873246d24ada2c917231#filtersSubmitted )

    Ansonsten ist die Empfehlung von Finchen, mehrere kleine Mahlzeiten zu nehmen, für dich gut geeignet. Da du keine Probleme mit zu viel Gewicht hast, kannst du ruhig den ganzen Tag Kleinigkeiten essen. Bei Übergewichtigen wäre das schädlich, für dich und dein Baby ist es das nicht.

    Viel Erfolg mit dem Diabetologen, Rainer

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    Hallo Reiner,
    vielen Dank, ich probiere das mal. Tatsächlich esse ich relativ wenig Fett. Im Prinzip wäre mir außer Olivenöl jetzt auch nichts eingefallen, wenn man eh schon recht gesund isst. In Joghurt, Frischkäse, Gemüseaufstrich ist nunmal nicht so viel davon drin.
    Das mit den mehreren Mahlzeiten habe ich auch schon öfter gehört. Ich befürchte nur, dass dann mein BZ nie mal einen Normalwert hat. Und dann muss ich ja noch zweimal zusätzlich messen. Wie gesagt habe ich momentan noch das Gerät meines Vaters und habe jetzt schon die zweite Packung Teststreifen von ihm verbraucht...
    Heute hatte ich wieder nach einem sehr strammen Spaziergang 133, also total im Rahmen. Etwas enttäuschend war allerdings, dass ich 2h später gerade mal 132 hatte. War also wohl nur die körperliche Betätigung. Ich war danach aber auch so fertig, dass ich nicht mehr konnte. Das muss ich auch unbedingt besprechen. Habe halt kaum mehr Kraft für irgendetwas.

    Ich habe die Praxis jetzt erreicht und die Sprechstundenhilfe hat gemeint, dass ich ja schon am Mittwoch die Schulung hätte und wenn man da sehen würde, dass die Werte so hoch sind, dann würde auch mal der Arzt draufschauen. Na, hoffe ich mal. Ich befürchte auch fast, dass die Schulung für die Katz ist. Denn die anderen, die daran teilnehmen, haben ja noch nicht angefangen zu messen und ich habe ja doch schon ein wenig Vorwissen. Mitmachen will ich natürlich schon - man lernt ja nie aus.

    Danke auch an alle anderen!
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    am 11.07.2022 20:36:00 | IP (Hash): 955861870
    Sarah823 schrieb:
    [Tatsächlich esse ich relativ wenig Fett. Im Prinzip wäre mir außer Olivenöl jetzt auch nichts eingefallen, wenn man eh schon recht gesund isst. In Joghurt, Frischkäse, Gemüseaufstrich ist nunmal nicht so viel davon drin.
    Das mit den mehreren Mahlzeiten habe ich auch schon öfter gehört. Ich befürchte nur, dass dann mein BZ nie mal einen Normalwert hat.


    Hallo Sarah,

    Mehrere Mahlzeiten zu nehmen hat mir mein Diabetologen auch empfohlen. Er meinte bei Diabetikern mit niedrigem BMI gelten ganz andere Empfehlungen als die Standards bei der Diabetesschulung.

    Gute Sattmacher ohne Kohlenhydrate die ich für mich herausgefunden habe sind:
    Hartkäse (Gouda o.ä.) Avocado, Eier, Skyr, Bohnen und Linsen, Kichererbsen (zb auch als Falafel mit Minzjoghurt als Zwischenmahlzeit)
    Vielleicht hilft dir davon etwas ?

    Alles Gute weiterhin für dich :-)
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    am 11.07.2022 21:50:36 | IP (Hash): 1691743785
    Super! Die Sattmacher finden sich unter anderen auch in "Finchens" Buch, Eier sogar als Super-Food in der Schwangerschaft inklusive einiger interessanter Einzelheiten zur Zusammensetzung spezifischer Nährstoffanteile.
    Wäre mal interessant zu erfahren, wie eben z.B. Eier in der Schulung am Mittwoch bewertet werden?

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    am 11.07.2022 23:43:17 | IP (Hash): 299194457
    Wenn man mit dem Gewicht kein Problem hat, dann sind natürlich auch Nüsse (650kcal/100g), möglichst ungesalzen, (und natürlich kein "Studentenfutter" wegen der Rosinen), und "fetter Seefisch" kohlenhydratarme Nahrungsmittel.
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    am 12.07.2022 01:23:35 | IP (Hash): 1839806672
    Linsen und Kichererbsen enthalten auch eine moderate Menge Kohlenhydrate. Bei mir sind sie deswegen nur bedingt und in geringer Menge als Zwischenmahlzeit geeignet.
    Joghurt und Quark gibt es auch in der Vollfettstufe, z.B. griechischer Joghurt oder Speisequark mit 20 oder 40% Fett. Schmeckt mir persönlich auch besser :).
    Eine weitere Möglichkeit wäre es, die Portionsgrößen der Hauptmahlzeiten zu verkleinern und diese eben über mehrere kleine Mahlzeiten am Tag zu verteilen.
    Ich drücke dir für Mittwoch die Daumen!
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    am 12.07.2022 13:45:07 | IP (Hash): 1586330384
    Danke nochmal :)

    Das sind wirklich viele gute Tipps.
    Ich werde auf jeden Fall mal berichten, was morgen so gesagt/getan wurde

    Ich scheue mich noch etwas wegen der Zwischenmahlzeiten, weil sonst ja der BZ nie runter auf 80 oder so kommen würde. Ich müsste schon sehr wenig Mittagessen, um das zu realisieren.

    Und ich stelle auch fest: Würde ich noch normal arbeiten, würde ich das Ganze jetzt gar nicht schaffen. Es dauert halt einige Zeit Salat, Gemüse, etc. zu schnippeln und alles zuzubereiten, dann das häufige Messen.... Bin momentan im HomeOffice als Schutzmaßnahme. OHne das ging es wohl nicht.

    Hatte heute als Mittagssnack einen wirklich großen Blattsalat. Zwei Eier hinterher. Habe immer noch Hunger...
    Naja, wie gesagt, bin mal gespannt auf morgen.
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    am 12.07.2022 16:19:48 | IP (Hash): 705022675
    Eier und Salat waren so um die 150 kcal. Morgens und abends noch mal jeweils sooo viel wären weniger als die gut 600 am Tag, mit denen ich meine Leber entfettet und anschließend noch 25 kg abgenommen hab.

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    am 13.07.2022 11:24:37 | IP (Hash): 1586330384
    So, ich berichte mal von der "Schulung"

    Das war so für den Ar.... Obwohl ich mindestens 3x vorher angerufen habe, erklärt habe, dass ich schon messe, Ernährungstagebuch führe, etc. Wurde dort nur erklärt, was Schwangerschaftsdiabetes ist und wie man den Blutzucker korrekt misst.

    Dann gibt es nächste Woche erst die Ernährungsberatung, bei der wohl auch der Arzt ein paar Takte spricht. Übrigens sollen wir in der Woche bis dahin erst einmal normal essen. Ich teilte der Dame auch mit, dass ich das nicht tun würde und verwies wieder auf meine hohen WErte. Wenn ich jetzt normal essen würde, was würde dann wohl geschehen? Ich habe ihr mein Tagebuch mit Blutzuckerwerten seit dem 02.07. gegeben. Aber das hat die Leute da alles nicht interessiert. Zitat: "Ja, aber das ist nunmal unser Prozedere und Sie müssen jetzt nach unseren Vorgaben messen." Dass ich das ja seit dem 02.07. schon tue, scheint niemanden zu interessieren. Übrigens sollen wir nur aufschreiben, was wir gegessen haben, wenn der BZ Wert zu hoch ist. Das finde ich auch seltsam. Zur Beruhigung für mich meinte sie, dass mein HB1ac Wert sehr niedrig gewesen sei. Nunja. Wenigstens weiß ich jetzt, dass dieses Phänomen erst kürzlich aufgetreten ist. Oder sie verwechselt uns. Waren zu dritt. Das traue ich denen jetzt auch noch zu.
    Also ich halte fest: Bis nächste Woche passiert quasi gar nichts. Außer weiter messen. Dann am 20.07. die Ernährungsberatung. Dann gibt es am 27.07. wieder einen Termin, um zu schauen, was die Ernährungsberatung gebracht hat (wie gesagt, mache ich ja schon alles). Und erst, wenn man da sieht, dass es nichts gebracht hat, bekommt man einen Termin beim Arzt. Ansonsten übrigens gar nicht. Bis dahin wird der OGTT mindestens 6 Wochen zurückliegen. Mal ganz ehrlich - das kann es doch jetzt nicht sein - oder?
    Von den anderen weiß ich, dass die schon 2,5 Wochen warten, um überhaupt einen Termin bei dieser "Schulung" bekommen zu haben.
    Ich bin einfach so sauer und fassungslos.
    Immerhin hat sie mir schon diese Teststreifen für die KEtone mit zum Rezept dazugegeben. Das wäre eigentlich auch erst nächste Woche gewesen. Habe noch eine Mini-Hoffnung, dass sie vielleicht sich die WErte nochmal anschaut (ich habe ihr mein Tagebuch ja ausgehändigt). Wenn sie da sieht, dass ich selbst bei Low-Carb-Gerichten auf 180 BZ komme, wird sie wohl hoffentlich etwas machen. Aber ehrlich: Ich glaube das nicht.
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    am 13.07.2022 12:57:56 | IP (Hash): 1156025343
    Sarah823 schrieb:
    Zur Beruhigung für mich meinte sie, dass mein HB1ac Wert sehr niedrig gewesen sei. Nunja. Wenigstens weiß ich jetzt, dass dieses Phänomen erst kürzlich aufgetreten ist.

    Das klingt alles nicht sehr kompetent - du tust mir leid. 😕

    Wenn die Dame die Schwere eines SS-Diabetes anhand des HbA1c-Wertes einschätzen will, dann hat sie von der Materie wohl keine Ahnung. Versuche weiter, deinen BZ mit deiner Ernährung so gut wie möglich im Griff zu behalten, das machst du gut. Aber iss dich um Himmels willen besser satt, Eiweiß und Fett treiben den BZ nur wenig nach oben. Ich denke nicht, dass für dein Baby ganz schnell ein Schaden entsteht. Wenn du innerhalbder nächsten paar Wochen endlich zum Diabetologen kommst und wenn der dir hilft, wird bestimmt alles gut.

    Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 13.07.2022 14:30:47. Grund: BBCodes
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    am 13.07.2022 13:05:16 | IP (Hash): 1966230264
    Das tut mir sehr leid zu hören. Und wenn du dich Mal an deinen Hausarzt oder deine Hausärztin wendest?
    Mir fällt gerade noch etwas ein: Es gibt einen Podcast von zwei Hebammen, namens "Hebammensalon". Dort gab es auch eine Folge zu Gestationsdiabetes. Und ich meine, dort wurde auch von einer Hebamme berichtet, die sich aufgrund eigener Erfahrung auf Gestationsdiabetes spezialisiert hat und deren Beratung auch über die Krankenkasse abgerechnet werden kann. Vielleicht eine Möglichkeit?
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    am 13.07.2022 13:30:23 | IP (Hash): 250256832
    Mal ehrlich? Ich hätte mich gewundert und Dich zu ner tollen Ausnahme im fachoffiziellen Umgang mit Schwangerschfts-Diabetes beglückwünscht.
    Ich kriege mit meinem BZ/HbA1c voll im Bereich der Schwangerschafts-Vorgaben immer nen Rüffel: Das ist viiiiel zu niedrig. Und wenn ich dann dagegen halte, dass das ja für Gesunde auch nicht zu niedrig sei, die Antwort, dass die doch aber kein Insulin dafür nehmen. Mit Insulin ginge das nicht. - Ok, bei Opa Jürgen mit über Jahre nur sehr wenig schwankendem Insulinbedarf geht das nicht, aber in der Schwangerschaft mit wöchentlich bis manchmal täglich schwankendem Insulinbedarf soll dann jemand glauben, dass das gehen soll??? Noch dazu mit der tollen fachoffiziellen Test- und Essanleitung? Die ist zwar inzwischen theoretisch praktisch aufgehoben, wie Rainer regelmäßig hinweist, aber die Aufhebung ist an der Basis, mit der wir Betroffenen alle zu tun haben, noch lange nicht angekommen.

    Dazu solche absolut unsachlichen Auskünfte wie die, dass Ketone schädlich seien. In "Finchens Buch" ist diesem Narra-Tief ein ganzes Kapitel gewidmet und ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Ketone für die Hirnentwicklung des Kindes absolut wichtig sind. Zum Glück stellt die kleine Leber davon schon
    völlig unabhängig vom Blut der Mutter ausreichend selbst her. Dazu die Erfahrung, dass Keto-Pinkel-Streifen wenig bis nichts über Ketone im Blut aussagen, wie ich aus eigener mehrjähriger Erfahrung mit ketogener Ernährung und Urin- und Blutteststreifen bestätigen kann.

    Wenn Du also mit Deinem Essen von möglichst wenig KHs Deinen BZ im brauchbaren Rahmen halten kannst, ist das der beste Weg für Dein Baby und Dich für die paar verbleibenden Wochen bis zum glücklichen Stapellauf. Und wie immer Daumendrück :)

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    am 13.07.2022 14:53:51 | IP (Hash): 1586330384
    Danke euch!

    Ich werde es nochmal weiter mit der Ernährung versuchen - natürlich alles eigenständig. Dort wird ja nichts gemacht. Aber ich überlege mir immer noch, in einer anderen Praxis anzurufen und zu fragen, wie es dort abläuft. Muss natürlich auch mal schauen, ob das dann noch bezahlt wird. Bin privat versichert und das hat nicht immer Vorteile, auch wenn man das denkt. Schließlich habe ich schon ein Rezept für ein BZ-Messgerät bekommen und auch Streifen und so (mein Vater will ja seines auch wiederhaben); dann ist eine Bezahlung wenn ich wechsel nicht unbedingt gewährleistet.
    Ich bin vor allem geschockt, wie langsam das geht. Die anderen zwei Damen konnten ja entspannt sein, da war der BZ wohl auch nur grenzwertig.
    Mache mir halt Sorgen, was ist, wenn ich es weiterhin mit der Ernährung nicht schaffe. Frühstück und Abendessen sind mittlerweile kein Problem. Aber satt ist was anderes. Hält halt nur kurz vor.
    Darf ich euch mal meine Frühstücks/Abendessen-Varianten aufschreiben und ihr schaut mal, ob das zu viel/wenig ist?

    Frühstücksvarianten:
    - 1-2 Dinkelvollkornbrote (sehr klein. Backe selbst, 2 Brote entsprechen ca. 1,5 Brote in Kastenform beim Bäcker) mit Gemüseaufstrich ODER Frischkäse ODER Geflügelwurst
    - Dazu Skyr ODER Joghurt (beides Natur) mit eine Handvoll Beeren.

    - Porridge: 5 EL Haferflocken, 1 EL Sonnenblumenkerne, 1 EL Leinsamen, Handvoll Beeren.

    Abendessen:
    - Siehe Frühstücksvariante 1
    oder
    - 1-2 Dinkelvollkornbrote mit Salat.

    P.S.: Ich bin leider nicht so der Rohkostesser... Ab und zu kann ich schon mal eine Möhre oder Paprika integrieren, aber jeden Tag... schwierig....

    Ab und zu trinke ich noch ein Glas Milch. Dann ist aber BZ meistens grenzwertig oder gar zu hoch.
    Auch zum Thema Milch: Man sagt ja eigentlich schon, dass Schwangere oft Gelüste auf das haben, was sie brauchen....Manchmal habe ich so eine unbändige Lust auf Milch. Es fällt mir sehr schwer, dem nicht nachzugeben. Und Calcium brauche ich ja auch....

    Wie seht ihr das?
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    am 13.07.2022 15:10:43 | IP (Hash): 250256832
    mir fehlen Protein und Fett in Deiner Aufzählung, und zwar nicht als SpurenElemente, sondern am Stück

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    am 13.07.2022 15:23:17 | IP (Hash): 1586330384
    Ah ok, danke.

    Aber steckt das nicht schon in Käse, Quark/Joghurt?
    Ab und zu esse ich auch noch Eier dazu
    Mit Fett muss ich dann mal schauen. Olivenöl wurde ja schon gesagt, viel Butter aufs Brot...?

    Ich brauche auch jetzt schon mit dem Essen viel länger als sonst, habe natürlich schiss, dass dann bis zu der 1h bis zur Messung nicht mehr viel Zeit bleibt...
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    am 13.07.2022 15:41:38 | IP (Hash): 1839806672
    Naja, beim Brot kommt es ja auch nicht darauf an, wie groß es ist, sondern wie viele KH enthalten sind. Meiner Erfahrung nach ist selbstgebackenes Brot oftmals viel kompakter und schwerer als Brot vom Bäcker.
    Porridge geht bei mir gar nicht und 5 EL Haferflocken sind auch schon eine Menge KH.
    Käse hat auch viel Calcium, ebenso wie alle anderen Milchprodukte.
    Ich frühstücke beispielsweise meist griechischen Joghurt (10%) mit Nüssen und Samen und wenn ich danach Zeit für Bewegung habe mit 1 EL Haferflocken.
    Gemüse geht ja nicht nur als Rohkost, sondern auch gekocht. So esse ich abends beispielsweise eine Scheibe Brot mit Salat oder gekochtem/gebratenen Gemüse. Zudem viel Avocado.
    Achja und bei mir ist Möhre immer schwierig, egal ob gekocht oder roh.
    Bearbeitet von User am 13.07.2022 15:43:30. Grund: Ergänzung
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    am 13.07.2022 15:51:15 | IP (Hash): 1156025343
    Milch nimmst du hoffentlich die Vollfettvariante.

    Noch besser und sehr schmackhaft: Frischmilch mit 3,8% Fett.

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    Bearbeitet von User am 13.07.2022 16:26:28. Grund: BBCodes
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    am 13.07.2022 15:51:40 | IP (Hash): 250256832
    Warum warten, wann die da mit dem 1-Stunden-Wert anfangen? Du hast dich doch schon längst vom lahmen Zug Deiner Praxis abgenabelt. Warum machst Du nicht einfach konsequent weiter? https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf praktisch machst Du’s doch längst wenigstens ähnlich.

    Und wenn frau nun für weniger hohe BZ-Ausflüge weniger KHs nimmt, muss sie schon deutlich mehr von anderen Energieträgern nutzen und eben Fett und Protein dazu nehmen. Der Aufstrich ist da nicht die Lösung, sondern z.B. sone halbe Scheibe von Deinem selbstgebackenen Brot zu nem wenigstens doppelt so großen Stück Gouda oder Camembert o.ä.

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    am 13.07.2022 15:51:49 | IP (Hash): 955861870
    Hallo Sarah,
    Ich gebe dir den Rat dich von der Einteilung Frühstück-Mittagessen-Abendessen zu verabschieden.
    Wie ich oben schon geschrieben habe hat mein Diabetologen mir empfohlen VIEL häufiger zu essen. Dafür dann kleinere bzw KH-Arme Mahlzeiten. Hunger darf GAR NICHT aufkommen!! Ich schreibe dir mal meine Essenszeiten auf:
    6:30 - 9:45 - 11:00 - 13:00 - 15:15 - 17:45 - 19:30 - 21:00
    Wobei 6:30 und 19:30 Hauptmahlzeiten sind (Frühstück und gekochtes Abendessen) Die anderen Mahlzeiten können sein zB. eine Avocado, Nüsse und Rohkost, eine halbe Scheibe Brot mit viel Käse oder Erdnussbutter, Falafelbällchen (4Stück) mit Minzjoghurt.
    Es war anfangs auch eine sehr große Umstellung für mich, vor allem weil ich so oft alleine etwas für mich koche, aber mittlerweile klappt es besser und denke mir zB oft beim Abendessen wenn ich nur eine kleine Portion nehme dass ich mich freue auf die zusätzliche kleine Mahlzeit nachher ;-)
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    am 13.07.2022 16:41:19 | IP (Hash): 1586330384
    Ihr seid echt klasse !

    Auch wenn ich irgendwie so den Gedanken habe, dass ich später mal behaupten kann, dass mir das Forum mehr geholfen hat, als Ärzte, Ernährungsberater, etc. Ist eigentlich ein bisschen eine Schande. Meine ich aber positiv in Bezug auf euch.

    Jetzt habe ich Frühstück und Abendessen ja bislang im Bereich der Zielwerte und von euch nochmals Tipps bekommen, was ich für mehr Sättigung tun könnte.

    Darf ich fragen, wie bei euch so die Mittagsmahlzeiten aussehen? Denn die sind ja das Hauptproblem (wie gesagt teilweise über 200...) Selbst Low Carb war mal mit 167 dabei. Wobei da auch Reis dabei war, aber halt in einer Mini-Menge.
    Könnt ihr überhaupt Vollkornnudeln, Naturreis und Kartoffeln essen? Das sind bei mir nunmal die größten Sattmacher.
    Kartoffeln scheinen bei mir etwas besser zu sein. Allerdings hatte ich aus Angst vor einem hohen BZ Anstieg da auch letztens immer einen großen und schnellen Spaziergang gemacht.
    Ansonsten wurden ja noch Hülsenfrüchte und Kichererbsen genannt.
    Wir essen schon auch immer viel Gemüse dabei, aber sooooo satt macht das ja auch nicht.

    Und wie macht ihr das, wenn ihr mal zum Essen eingeladen seid? Von den normalen Karten kann man ja eigentlich nichts essen. Okay, das sind jetzt echt Luxusprobleme. Aber hin und wieder kommt das ja mal vor.

    Das mit den vielen kleinen Mahlzeiten will ich auch auf jeden Fall ausprobieren. Aber vielleicht erst nach Ende des Ernährungsprotokolls? Oder müssen die kleinen Mahlzeiten nicht protokolliert werden? Stelle ich mir schwierig vor. Ich messe ja jetzt schon sehr oft.

    Im Übrigen messe ich ab und zu auch noch den 2-Stunden Wert. Es war jetzt häufiger so, dass dieser noch höher als der 1h Wert war. Woran kann denn das liegen?
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    am 13.07.2022 18:07:14 | IP (Hash): 1497254427
    Hallo,
    es gibt hier im Forum schon etwas das einem bei dem Essen weiter helfen kann.
    Siehe hier:

    https://www.diabetes-forum.de/forum/topic/15696/Diabetes-freundliche-Mittagessen-Sammlung

    Leider macht dort niemand weiter, ist dann wohl doch den Mitgliedern zu lästig.

    Ich habe schon einige Male darauf hingewiesen das es Dinge wie Knoblauch, Zimt, grüner Tee und vor allem Apfelessig sowie Grünkohl gibt die den BZ nur verlangsamt ansteigen lassen.
    Daher ist es nicht verwunderlich das der BZ nach 2 Stunden seinen eigentlichen Wert erreicht hat.

    Ich selber esse schon seit gut 6 Monaten 5 Portionen am Tag.
    Das fängt bei mir schon morgens etwa um 03:00 Uhr an und geht dann von 06:00, 09:00, 12:00, bis 17:00 Uhr.
    Über diese Essensmethode gibt es aber auch andere Aussagen.
    Mir hat das für meinen BZ sehr gut geholfen, so das ich kaum noch spritzen muss. Auch Abends kein Langzeit-Insulin mehr.
    In einem anderen Beitrag habe ich geschrieben; es kommt mir vor als wäre meine Bauchspeicheldrüse aus dem Winterschlaf erwacht.
    Die Drüse scheint jetzt wieder so gut zu arbeiten das ich nach einer Spritze aufpassen muss nicht unterzuckert zu sein. Das ist mir am Montag passiert. Es war sehr warm und ich hatte keine Lust mir etwas zu kochen. Der Bauern-Kartoffelsalat von Netto war dann mein Mittagessen.
    Der Blutzucker stieg erwartungsgemäß auf 224 mg/dl an und nach 3 Stunden war der auf 57 ml/dl gefallen. Ich hätte also nicht spritzen müssen.
    Die Portionsgrößen sind bei mir meist so um die 120g. Einen Nachtisch wie 125g Fruchtjogurt oder nur Jogurt muss dabei sein wegen dem Sättigungsgefühl.

    Ich kann dir auch empfehlen mehrere Portionen zu essen. Es schadet nicht und könnte sich auch bei dir positiv bemerkbar machen.


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    am 13.07.2022 19:42:15 | IP (Hash): 250256832
    Sarah823 schrieb:
    Im Übrigen messe ich ab und zu auch noch den 2-Stunden Wert. Es war jetzt häufiger so, dass dieser noch höher als der 1h Wert war. Woran kann denn das liegen?


    Es gibt häufig Werte, die wir uns mit dem Abzählen der Inhaltsstoffe unserer Einverleibungen und dem Verlauf, den wir daraus erwarten, nicht erklären können. Die haben auch was damit zu tun, dass schon der völlig gesunde Organismus einen guten Teil der Glukose, die er in 24 Stunden verstoffwechselt, selbst via Glukoneogenese vorwiegend aus Eiweiß/Aminosäuren produziert. Die Produktion sei fortlaufend und werde gesund von der Insulin-Antwort auf Einverleibungen und deren Verarbeitungszeit unterbrochen.

    Bei Menschen mit Typ 2 und verwandten Störungen wie Schwangerschaftsdiabetes fallen diese Unterbrechungen häufig kleiner aus oder ganz weg. Aber wie diese und weitere Regelungen im einzelnen funktionieren, will erst noch gründlich erforscht werden.
    Seit ich meinen BZ am Verlauf nach(!) dem Essen ausrichte - praktisch nach Jennys Rezept - und dazu im Rahmen meines alltäglichen Essens immer mehr Erfahrungen gesammelt habe, komme ich nach diesem Konzept mit der Einschätzung auch variierender Portionsanteile und dem dafür bei mir notwendigen Insulin super klar.

    Was wir mit welchem BZ-Erfolg essen können, schreiben Helmuth und viele weitere zum Teil schon seit vielen Jahren unter dem Oberbegriff Low Carb im Netz. Das geht von exotisch bis Hausmannskost.
    Und Helmuths Beobachtung teilen wir auch zu immer mehr: Je gesünder wir unseren BZ halten)*, umso niedriger bleiben die gewohnten Spitzen :)

    Nachtrag:
    )* nicht mit weniger essen insgesamt, sondern mit wenigstens bis unhungrig essen mit weniger KHs!

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    Bearbeitet von User am 13.07.2022 22:26:25. Grund: Nachtrag
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    am 14.07.2022 20:37:10 | IP (Hash): 1586330384
    Vielen Dank nochmal :)

    Bei den Essenstipps werde ich sicherlich mal das ein oder andere ausprobieren. Bin mal gespannt.

    Ich hatte mir fast schon sowas gedacht, dass bei einigen Lebensmitteln der BZ langsam steigt und deswegen der 2h Wert höher ist. Scheint nur mal wieder nicht bei der einen Dame von der Schulung angekommen zu sein. Als ich diese kurz fragte, meinte sie, dass ich dann sicherlich gestresst war... Ja, Stress wäre natürlich auch möglich, aber nicht an den Tagen, wo der BZ nach 2h höher war.

    Ist ein langsamer Anstieg dennoch besser? Ich weiß von meinem Vater, dass ihm Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index eher empfohlen werden. Für meine Diabetes Schulung bedeutet das aber, dass die Werte janoch schlechter interpretierbar sind, wenn nur der 1h Wert genommen wird. Schwierig das Ganze.

    Ich halte euch mal auf dem Laufenden
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    am 14.07.2022 21:30:37 | IP (Hash): 310349090
    Zum Glück ist die Entwicklung Deines Babys mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so weit gesund abgeschlosen, dass dem auch das langsame Mitschleichen auf dem fachoffiziellen Weg nix mehr schaden kann. Nur frage ich mich die ganze Zeit, warum Du da mitschleichen willst?

    Du misst Deinen BZ schon lange selbst. Du weißt aus dieser Messgeschichte, was Deine BZ höher antreibt, als Du's willst, und kannst das entsprechend verringern oder rauslassen. Und Du weißt jetzt schon, dass beides mit Deiner tollen Beraterin keine Möglichkeit sein wird. - Einzig, wenn's in dem Tempo da so weiter geht, wird sich vor Deinem Geburtstermin auch keine wesentliche Änderung mehr ergeben ;)

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    am 14.07.2022 22:43:15 | IP (Hash): 310349090
    Würde auch als Nachtrag gehen

    Jennifer’s Geschichte steht am Ende von "Finchens" Buch und bezieht sich auf eine 6, Schwangerschaft nach 5 nach Doctor’s Orders : Die größte Hürde, als Schwangere sehr LC zu essen war, dem Arzt die Ketone so gesund zu verargumentieren, wie sie doch tatsächlich sind." Ergebnis gesundes normalgewichtiges Kind und die Jenny, die gleich sehr viel munterer als nach den Schwangerschaften vorher und ohne großen Erholungsbedarf weiter machen kann :)

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    am 15.07.2022 01:59:00 | IP (Hash): 67041969
    Warum in der Schulung nach der Mahlzeit eine Stunde später gemessen wird macht dann Sinn wenn es darum geht Korrektur-Insulin zu spritzen.
    Wie wird das gemacht?

    Der Arzt bestimmt dafür den Korrekturwert z.B. = 20
    Gemessener BL = 160 mg/dl
    Zielwert BL = 120 mg/dl
    --------------------------------
    Differenz = 40 mg/dl geteilt durch 20 ergibt 2, also 2 IE spritzen.

    Je nachdem wie dann später das Ergebnis ist muss der Korrekturwert angepasst werden.



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    am 15.07.2022 05:32:04 | IP (Hash): 248612033
    Die gleiche Frage habe ich der Ernährungsberaterin bei meiner letzten Schwangerschaft auch gestellt. Ihre Antwort war, dass nur der Einstundenwert interessant sei und nur der unter 140 liegen müsse. Meine Verwunderung darüber war für sie nicht nachvollziehbar.
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    am 15.07.2022 09:04:48 | IP (Hash): 1586330384
    Ich nochmal ;)

    Seid ihr euch sicher, dass Ketone nichts machen?
    Denn ich habe ja so Teststreifen mitbekommen - wir sollen jeden Tag mit Morgenurin messen. Und.... tja - Ketone bei mir. Und was mache ich jetzt damit? Wieder mehr KH essen? Den Frauenarzt anrufen?
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    am 15.07.2022 10:09:11 | IP (Hash): 633855047
    Du musst machen, nicht wir. Das ist Deine Herausforderung.

    In dem Buch, das Du wohl eher nicht gelesen hast, ist überzeugend sachlich zusammengetragen und dargestellt, dass Ketone in gesunden Mengen für Mutter und Kind nützlich und keineswegs schädlich sind. Und ungesunde Mengen an Ketonen gibt es praktisch nur mit völlig entgleistem Diabetes Typ 1. Davon bist Du um Welten entfernt. Leider haben die die Einstellung der Medizin zu Ketonen ganz wesentlich geprägt :(

    Wenn Du dich nach der Praxis-Vorgabe richtest, wird dem Kind und Dir auch nix passieren. Du wirst halt deutlich zunehmend höheren BZ bekommen und dafür dann Insulin, und wahrscheinlich wird das mit der Spritzmenge bis zum letzten Tag nicht passen. Aber das ist ja nur ne verhältnismäßig kurze Zeit, die Du dich bis zur Geburt damit noch plagen müsstest.

    Aus meiner Opa Nichtmediziner Sicht kannst Du also für Dein Kind nix falsch machen, wenn wir mal außen vor lassen, dass sich Deine zusätzliche Plage und Unruhe mit BZ und Insulin ja auch irgendwie auf das Kind überträgt. Aber das täte genauso Deine ähnlich miese Unruhe, wenn Du dich die ganze verbleibende Zeit mit der Frage plagen würdest, ob Ketone nicht doch irgendwie schädlich sein könnten?

    Und Du müsstest Deine Keton-Toleranz ja auch wie die Jennifer, von der ich Dir genau das kleine Stück aus o.g. Buch zitiert hab, aktiv gegen Dein Beratungs-Team vertreten.

    In jedem Fall Daumendrück :)

    Nachtrag:
    Fällt mir gerade so ein: Wenn Ihr zusammen lebt, hat vielleicht auch der Vater ein Wörtchen zur Entscheidung beizutragen. Denn der muss dann ja jeden Tag mit ertragen, was immer Du machst. Da haben wir's hier am Bildschirm doch sehr viel einfacher ;)

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    Bearbeitet von User am 15.07.2022 10:35:30. Grund: Nachtrag
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    am 15.07.2022 10:54:39 | IP (Hash): 1586330384
    Hi, danke :)

    Ja, natürlich, mache ich auch. Es ist nur immer blöd, weil es da unzählige Meinungen gibt. Und irgendwie finde ich persönlich Erfahrungen interessanter ;)

    Es stimmt, dass ich mich viel verrückt mache. Eine kleine Erklärung sind vielleicht meine zwei Fehlgeburten und halt noch so kleinere - nicht wirklich - Komplikationen, aber doch Besonderheiten in der Schwangerschaft, wie dass ich Heparin spritzen muss, ASS nehmen muss, eine Arterie der Plazenta schlecht durchblutet ist, was häufiger kontrolliert werden muss, etc.
    Alles nichts Schlimmes, aber manchmal denke ich mir schon "Kann nicht mal was ohne Probleme laufen?"

    Naja, der Vater hält sich, was die Gesundheitssachen angeht weitgehend raus. Soweit ich weiß, ist das aber bei vielen Vätern so ;) Erst sobald das Kind da ist, wird es real ;)
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    am 15.07.2022 12:23:24 | IP (Hash): 1372968611
    Sarah823 schrieb:
    Hi, danke :)

    Und irgendwie finde ich persönlich Erfahrungen interessanter ;)

    Es stimmt, dass ich mich viel verrückt mache.

    Den Frauenarzt anrufen?




    Hallo Sarah,

    zu genau den drei Punkten sage ich dir ganz laut und deutlich JAAAA. Nicht verrückt machen und deine Probleme mit dem Frauenarzt besprechen.

    Ansonsten bitte unterscheiden, zwischen wirklichen persönlichen Erfahrungen, die dir sicher helfen können und riesigen Abhandlungen von Männern...die sind ehr weniger hilfreich.

    Viele Grüße und alles Gute für dich und das Baby
    vom Zuckerle
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    am 15.07.2022 13:10:12 | IP (Hash): 633855047
    Sarah823 schrieb:
    Erst sobald das Kind da ist, wird es real ;)


    Naja, 12 Stunden dabei sitzen, und zum Schluss noch ein Stück weit assistieren war schon vorher ganz schön real damals im Herbst 1975. Und ganz besonders dann der Kleine da vor mir schön dick eingepackt auf nem Tisch. Klar hab ich mir eingebildet, dass der mich mit erstaunlich offenen Augen angeguckt hat. Und für nen langen Moment ganz still. War übrigens für lange Zeit der einzige Moment, den ich ihn ohne Schnuller im Mund (von Anfang an Flasche) wach und still erlebt hab ;)

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    am 18.07.2022 09:28:00 | IP (Hash): 997249250
    Wenn Du bei Deinen Beratungen auf Kritik an Deinen Ketonen triffst, hast Du hier so ganz nebenbei(!) ein gutes Stück Argumentation, das aber auch gar nicht zu Ketonen als bösen Wichtern passt https://www.diabetes-forum.de/news/details/1186/Fasten-kann-Adipositas-und-Diabetes-Typ-2-vorbeugen-sowie-den-Stoffwechsel-verbessern "... „Zudem werden auch sogenannte Ketonkörper in der Leber gebildet, die dann zum
    Beispiel vom Gehirn als Energielieferant benutzt werden können“, erklärt der Molekularbiologe."

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    am 19.07.2022 14:28:31 | IP (Hash): 1903855808
    Hallo,

    ich melde mich mal wieder. Ich habe mittlerweile mal mit einer anderen Praxis Kontakt aufgenommen. Die haben mich ernst genommen, auch was meine kleine Vorerfahrung in Bezug auf Ernährung angeht.

    Ich bin direkt zum Arzt vorgelassen worden, der mir auch bestätigt hat, dass eine Schulung in dem Sinne nichts bei mir bringen würde, weil ich die Schulungsinhalte schon kenne. Er hat sich ausführlich meinen Ernährungsplan angeschaut und 2-3 Dinge angemarkert, wo ich mich verbessern kann. Insgesamt war er aber sehr zufrieden und meinte, dass ich mich sehr gesund ernähre.
    Er nahm mir auch etwas die Angst vor der ganzen Sache und erklärte mir auch, dass die Ausreißer, die ich habe, erst einmal so gelassen werden sollten, weil man irgendwie auch den Durchschnittswert betrachtet. Da Frühstück und Abendessen bei mir okay sind (bis auf Ausreißer), sei mein Durchschnittswert nicht zu hoch. Und mittlerweile habe ich auch herausgefunden, dass Kartoffeln als KH bei mir ganz gut gehen und ich damit unter den 140 bleibe. Er hat auch gesagt, dass es problematisch sei, Insulin zu verschreiben, da ich manchmal bei demselben Essen unter 140 bleibe und manchmal um die 180 habe. Denn er sagte, dass ich so (mit Insulin) schnell in den Unterzucker käme und das nicht gut fürs Baby sei. Er gab mir auch den Tipp mit den Snacks zwischendurch, um das Ganze konstant zu halten. Habe nur vergessen zu fragen, ob der WErt vor der Hauptmahlzeit dann dennoch kleiner als 95 sein muss. Wenn ich zwischendurch snacke, steigt der Wert halt vor den Hauptmahlzeiten auf bis zu 110.
    Und jedes Mal, wenn ich einen Termin dort habe, würde ich auch ihn sprechen. Bei den Ketonen ist er nicht ganz bei der Meinung hier. Er sagt, ich dürfe keine haben. Insgesamt wirkt er aber kompetent.

    Er war sich nicht ganz sicher, ob mein BZ-Gerät (Contour Care) für Schwangerschaftsdiabetes zertifiziert sei. Das seien nämlich nicht alle. Da das Blut wässriger in der SS sei, wäre das wichtig. Wisst ihr das zufällig? Ich meine, er hat mir ein alternatives Gerät mitgegeben und Rezepte für Lanzetten und Teststreifen. Allerdings weiß ich nicht, ob meine KK das mitmacht, weil ich ja erst ein großes Rezept für das andere Gerät hatte.
    Wisst ihr darüber zufällig etwas?

    ÜBer den anderen ARZT kann ich eigentlich nichts sagen. Im Umkreis hat dieser einen sehr, sehr guten Ruf. - Nur wurde ich ja gar nicht bis zu ihm vorgelassen...
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    am 19.07.2022 14:39:01 | IP (Hash): 1169570241
    Hallo Sarah,

    das klingt gut. Schön, dass du einen Arzt gefunden hast, der dir endlich hilft und schön, dass du so gut zurecht kommst. 😊

    Wenn du zwischedurch snackst, darf dein Wert vor dem Essen ruhig etwas höher sein. Die morgendlichen Nüchternwerte haben eine besondere Bedeutung. Sie zeigen in gewisser Weise die Qualität des gesamten BZ-Verlaufs an und nur für die gelten die 95 als Obergrenze.

    Wegen der KK würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn dein Arzt dir das Gerät verschrieben hat und du nichts vorher beantragen musst, dann wird sie es bezahlen.

    Weiter alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 19.07.2022 16:45:54. Grund: BBCodes
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    am 19.07.2022 16:50:10 | IP (Hash): 1061897289
    hier nochmal mein persönlicher Tipp für Kartoffeln.
    Von mir vor längerer Zeit getestet und zum essen gut geeignet sind die fertigen Speisekartoffeln im Glas von Edeka oder Netto.
    Etwa 5 kleine Kartoffeln davon ergeben ca. 100 -120 g.
    Die müssen nur noch erhitzt zu werden und 100g ergeben ca. 12,1 KH und 0,1g Zucker.
    Es lohnt sich und ich esse diese Kartoffeln öfter, wie auch heute wieder.
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    am 20.07.2022 10:03:15 | IP (Hash): 1606048698
    Ich denke, es ist gut, wenn du einen Arzt gefunden hast, der dir vertrauenswürdig erscheint. Dann würde ich mich auch nach seinen Aussagen richten. Meiner Erfahrung nach gibt es sowieso nicht die "eine" richtige Meinung und auch ärztliche Meinungen unterscheiden sich z.T. stark. Deshalb ist es m.E. gut, wenn du für dich einen Weg für die restliche Zeit der Schwangerschaft findest, mit dem du dich wohlfühlst.
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute!
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    am 20.07.2022 11:41:27 | IP (Hash): 1462019459
    Bei Reis, Nudeln und Kartoffeln ist es übrigens sinnvoll, diese vorzukochen. Durch das Abkühlen und später wieder erwärmen wandelt sich ein Teil der Stärke um, die dann nicht mehr blutzuckerwirksam ist. Daher steigt dort der Blutzucker nicht so stark an wie bei frisch gekochten.
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    am 20.07.2022 12:31:12 | IP (Hash): 1076129120
    Verhindert die resistente Stärke, die den BZ ja nicht antreibt, aber doch mir ihrem Anteil am Energie-Input die Bildung von Ketonen? - Wahrscheinlich doch nciht, oder?

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    am 20.07.2022 16:11:19 | IP (Hash): 1462019459
    hjt_Jürgen schrieb:
    Verhindert die resistente Stärke, die den BZ ja nicht antreibt, aber doch mir ihrem Anteil am Energie-Input die Bildung von Ketonen? - Wahrscheinlich doch nciht, oder?




    Da ja nur ein Teil in resistente Stärke umgewandelt wird, ist immer auch noch normale Stärke vorhanden.
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    am 20.07.2022 16:34:33 | IP (Hash): 1076129120
    Herausforderung ist doch, dass die Menge voll wirksamer KHs, die für keine Ketone ausreicht, den BZ zu hoch antreibt. Wenn frau jetzt die wirksamen KHs via resistente Stärke bei gleicher Futtermenge reduziert, hat sie wieder Ketone und muss auch die KH-Menge dann wieder so weit erhöhen, dass keine Ketone. Nur dann wieder zu hoher BZ :(

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    am 21.07.2022 16:18:07 | IP (Hash): 1903855808
    Hallo,

    übrigens dreht mein BZ gerade durch. Oder ist es möglich, dass mein Gerät kaputt ist?

    Nach dem Frühstück 194. Ich hatte spät gefrühstückt, deshalb gab es wieder 3,5h später Mittag. Vor dem Mittagessen bei 60, also doch sehr niedrig. Nach dem Mittag bei 155. Also ich finde die Schwankungen schon extrem....
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    am 21.07.2022 16:47:47 | IP (Hash): 425592113
    Sarah823 schrieb:
    Hallo,

    übrigens dreht mein BZ gerade durch. Oder ist es möglich, dass mein Gerät kaputt ist?

    Nach dem Frühstück 194. Ich hatte spät gefrühstückt, deshalb gab es wieder 3,5h später Mittag. Vor dem Mittagessen bei 60, also doch sehr niedrig. Nach dem Mittag bei 155. Also ich finde die Schwankungen schon extrem....



    Du hast ja keine blutzuckersenkenden Medikamente wie Insulin, daher ist 60 noch okay. Es kann aber auch sein, dass dieser Wert fehlerhaft war. Bspw. jetzt im Sommer ist eine Fehlerquelle schwitzende Finger, so dass der gemessene Bluttropfen mit Schweiß verdünnt wurde und deshalb das Messgerät falsch niedrig anzeigt.
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    am 21.07.2022 19:14:30 | IP (Hash): 1672057471
    Mit dem tollen Dawn Phänomen kann man ja z.B. um 7 Uhr 100 messen und um 10 Uhr 150. Und wo das Frühstück um 7 144 macht, macht es dann um 10 194 :(

    194 ist bei noch fitter eigener Insulinproduktion wie Deiner ein guter Anstoß für ne Überreaktion mit irgendwo bei um 2 Stunden danach deutlich unter dem normalen Nüchternwert, vor allem, wenn in die Zeit auch noch ein bisschen körperliche Bewegung fällt. Und um die Mittagszeit irgendwo zwischen 12 und 14 Uhr haben viele einen vergleichsweise niedrigen BZ.

    Nach dem Absinken wäre Dein BZ dann auch von selbst wieder bis zu Deinem über den Tag normalen Nüchternzucker angestiegen, und diesen Anstieg hast Du dann halt mit dem Mittagessen ein bisschen verstärkt.

    Also alles kein Hexenwerk - auch wenn es Dir nicht gefällt. Würde mir ja für mich auch nicht, und ich bin nicht schwanger ;)

    Nachtrag:
    Damit Du überhaupt ne Chance auf Verbesserung Deiner Situation hast, musst Du Deine Unzufriedenheit aber wenigstens so Deutlich wie hier auch bei Deinem Diabetologen klar machen!!!

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    Bearbeitet von User am 21.07.2022 19:18:06. Grund: Nachtrag
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    am 22.07.2022 13:46:32 | IP (Hash): 1903855808
    Vielen Dank für die Erklärungen!

    Ja, werde natürlich auch meinen Unmut klar machen. Ich habe heute auch die Frauenärztin darüber aufgeklärt und diese war auch nicht gerade positiv gestimmt wegen dem Kuddelmuddeln. Aber das Baby ist momentan wohl sogar etwas zierlich, also scheint bislang alles normal zu sein.
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    am 22.07.2022 14:12:28 | IP (Hash): 2010165129
    Sarah823 schrieb:
    Aber das Baby ist momentan wohl sogar etwas zierlich, also scheint bislang alles normal zu sein.

    Das klingt gut.

    Die Entwicklung des Babys soll übrigens bei der Entscheidung Insulin oder nicht mit einbezogen werden. Das machen nicht alle Ärzte, viele sind übervorsichtig und verschreiben nur nach den BZ-Weren schnell Insulin.

    Alles Gute für dich und dein Baby, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 22.07.2022 14:13:03. Grund: BBCodes
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    am 29.07.2022 11:11:13 | IP (Hash): 1500567970
    Hallo,

    ich nochmal....

    Blöde Frage - Kann sich Schwangerschaftsdiabetes plötzlich verbessern? Ich weiß etwas davon, dass das um die 37. SSW passieren kann, ich bin aber erst in der 31. SSW.
    Auf jeden Fall kann ich mittlerweile auch ohne Insulin viel mehr essen. Hatte letztens sogar ein kleines Stück Pizza und der Wert war danach gerade mal bei 100.
    Da in meinem Wochenprotokoll der Frühstückswert aber doch öfter Ausreißer hatte, wurde jetzt fürs Frühstück aufs Insulin gegangen. 4 i.e. vor dem Frühstück. Naja, jetzt ist der Wert da nach dem Frühstück auch bei 100. Dass ich das Gefühl hatte, dass die Ausreißer doch von den Haferflocken kamen (wollte es einfach mal probieren), interessierte nicht so viel. Verstehe das auch nicht. Am Anfang mit Werten über 200 hat keiner was gemacht und jetzt wird so ein Geschiss gemacht.
    Ich hatte jetzt allerdings gehäuft, dass mein 2h Wert drüber war, mein 1h Wert im Bereich. Hatte die letzte Zeit sehr oft Kartoffeln mit Olivenöl im Ofen... Bin mal gespannt, wie es heute sein wird - will mal Nudeln machen.
    Ich habe schon folgende Theorie:
    Zwar hatte ich mich auch schon vor der Diagnose nicht unbedingt ungesund ernährt, aber doch recht viel genascht. Gerade so die letzten 4 Wochen vor Diagnose hatte ich da so eine Phase. Und war dann auch so einmal die Woche Eis essen... Dann kam die Diagnose und ich habe sämtlichen offensichtlichen Zucker (also auch kein Ketchup, keine Marmelade und schon gar keine Naschereien) vom Speiseplan gestrichen. Kann es sein, dass der Körper von den 4 "schlimmen" Wochen erschöpft war und jetzt quasi, weitere 4 Wochen nach Diagnose wieder Kraft gesammelt hat? Gibt es sowas?
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    am 29.07.2022 11:46:17 | IP (Hash): 1552368243
    Hallo Sarah,

    möglich ist alles. Eine erholung der Betazellen ist denkbar, wenn du deinen BZ insgesamt besser führst, was du ja jetzt machst. Naheliegender ist allerdings, dass die Verbesserung durch die 4IE Basalinsulin zustande kommt.

    Aber ganz egal warum - wenn du jetzt mit deinem BZ viel besser zurecht kommst, dann ist das toll.

    Weiter alles Gute, Rainer

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    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 29.07.2022 13:03:56. Grund: BBCodes
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    am 29.07.2022 11:47:31 | IP (Hash): 1500567970
    Dankeschön
    Ich warte dann einfach mal ab. Allerdings ist es gar kein Basalinsulin, sondern nur kurzzeitiges vor dem Frühstück. Die anderen BZ-Werte sind allerdings auch viel besser. Ich bin gespannt heute nach den Nudeln....
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    am 29.07.2022 11:50:07 | IP (Hash): 1860274779
    Ich stelle mir im Organismus immer Regelkreise vor, in denen sich alle Organe unterstützen, um ihr gemeinsames Soll zu halten. Wenn sich das mit aller leistbaren Anstrengung nicht mehr halten lässt, kippt der Kreis in ne Fehlfunktion, z.B. in den zunehmend ansteigenden Blutzucker.
    Wenn der Blutzucker dann wieder ausreichend weit unter die Kippschwelle abgesenkt wird, kippt der Regelkreis wieder zurück in den Zustand, in dem er sich wieder selbst regeln kann. Doch super, wenn die 4 IE zum Frühstück dafür reichen :)
    Die Kipp-Schwelle scheint allerdings mit jeder Kipp-Wiederholung zu sinken. Also scheint wohl besser, sich einen gesund gekippten Zustand zu erhalten, statt dauernd zu probieren, wie hoch sich der ausreizen lässt bis zum nächsten Umkippen.

    Weiter munteres und ruhiges(!) Brüten :)


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    Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.