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Gibt es eine optimale BZ-Einstellung/Nahrungsaufnahme bei Polyneuropathie?
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am 04.08.2022 18:04:16 | IP (Hash): 299194457
Die Empfehlung 6,8-7,4 und 6,2-7,2 unterscheiden sich jetzt ja nicht Elementar.
Da Du Boli spritzt, ist die Gefahr von Unterzuckerungen durchaus real. Diese können auch lebensgefährlich sein. -
am 04.08.2022 19:26:15 | IP (Hash): 1817223370
Hape schrieb:
Da Du Boli spritzt, ist die Gefahr von Unterzuckerungen durchaus real. Diese können auch lebensgefährlich sein.
Hör endlich auf, so einen Schwachsinn zu verbreiten! Suizide misslingen mit einem Vielfachen der Tagesdosis, und da willst Du uns einreden, dass ein zu großer Bolus lebensgefährlich wäre? Ich habe bislang von keinem einzigen Fall gelesen, in dem der Tod durch einen einzelnen zu großen Bolus eingetreten wäre. Da kann für ein paar Minuten das Licht ausgehen, und wenn es wieder angeht, brummt der Schädel, wenn man Pech hat, fürn halben Tag. Aber das ist auch alles. Passiert jeden Tag, wenn der Pflegedienst zum Essen spritzt, das dann vor Oma oder Opa auf den Tisch stellt, aber da über der Zeitung oder sonst einer Ablenkung zu essen vergessen wird.
Doch ja, es gibt auch nachgewiesene Morde in dem Zusammenhang. Aber dafür sind die Opfer über mehrere Tage mit beständig wiederholten Gaben von BZ-Senkern bei Licht aus oder nahe daran deutlich unter 30 mg/dl gehalten worden.
Wer seinen BZ-Verlauf insgesamt senken will und deswegen nach dem Essen systematisch beobachtet, kontinuierlich mit nem Sensor oder wenigstens stündlich mit nem Pieks, kriegt mit, wenn der BZ niedriger sinken will, als geplant, und kann zu tiefes Absinken rechtzeitig aufessen.
Wenn Ärzte uns nicht zum gesunden BZ anleiten, dann nicht deswegen, weil der für uns gefährlich wäre, sondern weil dafür kein morgens+mittags+abends Rezept mit wenigen Zusätzen reicht, so wie das von Ärzten nun mal erwartet wird und sogar juristisch eingefordert werden kann.
Sondern dafür müssten sie uns schon durch unseren Tag begleiten und dabei jeweils ansagen, was jeweils gerade passt. Wenn wir diesen Teil selbst übernehmen und unseren BZ selbst im gesunden Bereich halten, ist das aus ärztlicher Sicht praktisch off Lable.
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 04.08.2022 22:55:08 | IP (Hash): 1817223370
Staufer schrieb:
Jetzt bleibt mir leider nur noch, so weit wie möglich der Situation gerecht zu leben, und die Ratschläge der Ärzte umzusetzen. Solch widersprüchliche Aussagen meiner beiden Ärzte, wie oben bereits erwähnt, sind allerdings weder dienlich noch hilfreich. Da stehe ich gewaltig im Zwiespalt. Leider.
Macht der alte Doc Bernstein den Eindruck, als würde er nennenswert oder gar dauernd Hypo spielen?
Persönlich leiste ich mir seit um 20 Jahren den HbA1c um 5. Schwankt zwischen 4,8 und 5,3. Doch ja, da ist auch vielleicht 1mal pro Monat 1 Test unter 50 mg/dl dabei und 1mal im Quartal auch einer unter 40, aber nix wirklich ernsthaftes deutlich unter 30 mg/dl.
Normal liegt der Verlauf nüchtern und zwischen den Mahlzeiten meistens zwischen 60 und 100.
Angestiftet hat mich dazu damals ein Typ 1 Arbeitskollege, und zwar mit der Karte, die bei mir am meisten sticht:
Mit meiner einzigen Niere, die auch schon mal für nen Stau repariert werden musste.
Natürlich bin ich da von meistens 100-150 nicht von einem Tag auf den anderen hingekommen, sondern dafür hab ich damals mehr als ein halbes Jahr gebraucht.
Selbstverständlich gegen jeden ärztlichen Rat, eben wg der Hypo-Bedenken. Aber wo ich mich nach dem Verlauf nach dem Essen richte, sehe ich ja, wenn sich eine Hypo anbahnen will, und kann gegen das Absinken auf 50 und weniger und für das Auslaufen bei 60und ein leckeres Bonbon lutschen :)
Und im Wiederholungsfall gleich weniger spritzen!
Wenn ich heute neu von HbA1c 7 auf 5 wollte, würde ich zunächst die Schwankungen wenigstens bis auf diese 50-70 verringern.
Damals hab ich nämlich erstmal nur nach der Spitze nach dem Essen geschaut. Klar musste die erstmal doppelt so viel IEs haben, wenn da statt 140 eben locker 200 und mehr auf dem Tacho standen. Und je nach anschließender Tätigkeit hab ich dann 1 bis 2 Stunden weiter munter gegen weiteres Absinken meines BZ anessen müssen.
Wichtigstes Fazit aus der Zeit: Die spitzenmäßige Schwankung um 1 Stunde nach dem Essen kann ich im überschaubaren Bereich wesentlich nur mit der Auswahl und Menge der Futterportion steuern.
Die kann natürlich sehr viel größer sein, wenn es nur nach um 3 Stunden Auslauf in dem Bereich geht, in dem der BZ vor dem Essen gemessen wurde.
Die Diabetologie anerkennt behandlungsmäßig nur den Wirkauslauf der Essen-Insulin-Kombi im voresslichen/präprandialen Bereich. Die Spitzen erkennt sie nicht als wesentlich an, obwohl sie weiß, dass die ein eigenes KHK-Risiko darstellen!
Und die Schwankungsweite erkennt sie nicht als wesentlich an, obwohl sie weiß, dass die für die winzigen Blutgefäße in Auge und Niere über-lebenswichtig sein kann!
Bleibt also als Betroffenem praktisch nur die entschlossene Selbst-Hilfe! - Vor so um 25 Jahren hab ich zum ersten mal gehört, dass ein Mensch mit Diabetes am besten sein eigener Diabetologe ist. Daumendrück :)
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Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 04.08.2022 23:27:21 | IP (Hash): 299194457
hjt_Jürgen schrieb:
Hör endlich auf, so einen Schwachsinn zu verbreiten!
Es gibt wohl einen alten Streit über den Benefit einer aggressiven Insulintherapie.
Näheres kann man z.B. hier nachlesen.
https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/32641/ACCORD-und-ADVANCE-Studie-Wie-gefaehrlich-ist-die-aggressive-HbA1c-Reduktion-bei-Typ-II-Diabetes-mellitus
Lg
Hape
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am 05.08.2022 09:33:24 | IP (Hash): 1619604167
Hape schrieb:
Es gibt wohl einen alten Streit über den Benefit einer aggressiven Insulintherapie.
Aggressive Insulintherapie bezeichnet super treffend, was ich nicht mache und wozu ich auch weder rate noch anleite.
Meine Ausgangssituation mit HbA1c um 7 waren 140-160 IE gesamt pro Tag, morgens nüchtern mit Dawn eher 180 mg/dl, vor den übrigen Mahlzeiten 100-140. Mit den Mahlzeiten schwankte der Verlauf locker bei 250-300 und manchmal auch noch nen guten Tacken höher und 2-3 Stunden weiter 80-60 und häufiger auch an 50 und darunter.
Mit dem Absenken auf HbA1c um 5 brauchte ich nur noch 80-90 IE an Insulin gesamt pro Tag bei immer noch Dawn mit um 160 morgens nüchtern und vor den übrigen Mahlzeiten meistens 70-100. Schwankungen nach den Mahlzeiten meistens um 130-160, selten drüber, und 60-70 2-3 Stunden weiter, selten drunter, seeehr viel seltener, als mit HbA1c um 7.
Seit meiner Leberentfettung vor 8 Jahren ist auch Dawn ausgestanden. Ich kann um 6 Uhr z.B.90 messen und ohne Essen auch noch um 10 oder 11. Zudem brauche ich nur noch die Hälfte vom Basal von vor der Entfettung und insgesamt nur noch 30-50 IE Insulin gesamt am Tag.
Meinst Du wirklich, dass eine Verringerung des alltäglichen Insulinbedarfs um mehr als die Hälfte eine aggressive Insulinbehandlung sein könnte?
Warum findest Du solche Skizzen nicht im Zusammenhang mit ACCORD? Weil das eine doppelt verblindete Studie war: Weder Behandelte noch Behandler kannten die Dosierungen.
Und nicht einmal die Verantwortlichen im Hintergrund kannten auch nur ansatzweise die BZ-Verläufe der Behandelten nach den Mahlzeiten.
Da wurde NICHTS systematisch und verantwortungsbewusst gesteuert, sondern nur immer für mehr BZ, als man zu den konventionellen Messpunkten vor(!) den Mahlzeiten haben wollte, mehr Insulin ausgegeben.
Die Protokolle, wenn man sie denn überhaupt so bezeichnen will, zeigen ja auch nicht nennenswert viele Hypos, sondern das ist die einzige Erklärung, die die dürftigen gesammelten Info-Fetzen in der Rekonstruktion übrig lassen.
Wer hätte beweisen wollen, dass gesunder BZ für Menschen mit Typ 2 völlig ungesund ist, hätte sein Ding nicht geschickter aufziehen können. Und ich sehe die Mastermind hinter ACCORD genau dafür an.
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am 09.08.2022 00:05:36 | IP (Hash): 1682505950
Hast du einen Glukosesensor wie den Libre? Wenn nicht, würde ich diesen dir dringend empfehlen. Wichtig ist meiner Meinung nach ein stabiler Blutzucker ohne viele Höhen und Tiefen, jedoch kein extrem niedriger HbA1C. Besonders unter 5,0% ist total übertrieben. Das erreichen ja nicht mal alle gesunde.
Es gibt eine Kampagne "Besser unter 7,0%". Weil gezeigt wurde, dass ein HbA1C unter 7,0% deutlich das Risiko für Folgeschäden minimiert. Dennoch kann man leider im Einzelfall Pech haben. Ich würde also definitiv unter 7,0% anstreben und einen stabilen Verlauf. Ggf. kannst du unter 6,5% versuchen, aber wichtig ist halt, dass du dann dennoch einigermaßen stabil bleibst. -
am 09.08.2022 00:07:53 | IP (Hash): 1682505950
hjt_Jürgen schrieb:
Hape schrieb:
Da Du Boli spritzt, ist die Gefahr von Unterzuckerungen durchaus real. Diese können auch lebensgefährlich sein.
Hör endlich auf, so einen Schwachsinn zu verbreiten! Suizide misslingen mit einem Vielfachen der Tagesdosis, und da willst Du uns einreden, dass ein zu großer Bolus lebensgefährlich wäre? Ich habe bislang von keinem einzigen Fall gelesen, in dem der Tod durch einen einzelnen zu großen Bolus eingetreten wäre. Da kann für ein paar Minuten das Licht ausgehen, und wenn es wieder angeht, brummt der Schädel, wenn man Pech hat, fürn halben Tag. Aber das ist auch alles. Passiert jeden Tag, wenn der Pflegedienst zum Essen spritzt, das dann vor Oma oder Opa auf den Tisch stellt, aber da über der Zeitung oder sonst einer Ablenkung zu essen vergessen wird.
Das ist kein Schwachsinn! Bei einer Unterzuckerung ertrunken, bei einer Unterzuckerung einen schweren Verkehrsunfall gebaut, ... An einer Unterzuckerung an sich, stirbt man i.d.R. nicht außer es ist noch Alkohol im Spiel. Aber man kann an den in der Unterzuckerung verursachten Stürzen oder Unfällen tatsächlich sterben. -
am 09.08.2022 10:34:08 | IP (Hash): 2124617223
July95 schrieb:
Das ist kein Schwachsinn! Bei einer Unterzuckerung ertrunken, bei einer Unterzuckerung einen schweren Verkehrsunfall gebaut, ... An einer Unterzuckerung an sich, stirbt man i.d.R. nicht außer es ist noch Alkohol im Spiel. Aber man kann an den in der Unterzuckerung verursachten Stürzen oder Unfällen tatsächlich sterben.
So lange eine Unterzuckerung an sich als primäre Ablebensursache dargestellt wird, ist es absoluter Schwachsinn.
Nachtrag WICHTIG:
Alle Warnungen beziehen sich ausschließlich auf schwere(!) Unterzuckerungen, die erst ab unter 30 mg/dl einsetzen können, meistens erst ab unter 20! Im Bereich zwischen 40 und 30 werden die Symptome meistens so deutlich, dass eigentlich völlig klar ist, dass man sofort und zuallererst den Zustand abstellen MUSS.
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Bearbeitet von User am 09.08.2022 12:01:52. Grund: Nachtrag