Willkommen Gast! Um alle Funktionen zu aktivieren musst Du Dich Anmelden oder Registrieren.
Prädiabetes oder Anfang von Diabetes Typ 2
-
am 25.08.2022 20:50:22 | IP (Hash): 705993429
Hallo Sunny.
Leider sind deine Zahlenangaben kein Langzeitwert! Vielleicht hast Du ja auch noch einen Langzeitwert (HbA1c) bestimmen lassen, befürchte ich bald ein bissel...
Das würde ich auch erstmal unbedingt nachholen, dieser Wert ist schon wichtig.
Ich würde zudem auch eher Jürgen beipflichten, Diabetes bei 108 nüchtern kann kaum regelmäßig deine Sinne nach dem Essen eintrüben...
______________________________________________________________________________________________
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 25.08.2022 21:05:01. Grund: Ergänzung -
am 25.08.2022 21:11:54 | IP (Hash): 331327064
ThomaS1968 schrieb:
Ich würde zudem auch eher Jürgen beipflichten, Diabetes bei 108 nüchtern kann kaum regelmäßig deine Sinne nach dem Essen eintrüben
108 macht das wohl schon mit einigen Betroffenen, aber das hat halt nix mit Diabetes zu tun.
@Thomas
der HbA1c ist der um die alltäglichen Spitzen amputierte Durchschnitt, wobei die so wechgelassenen Spitzen für ein mehr oder weniger großes vom 1c völlig unabhängiges KHK-Risiko stehen
----------------------------------------------
Prädiabetes und Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte sind willkürlich von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 25.08.2022 21:41:10 | IP (Hash): 705993429
Das muss ein ungesund lebender Gesunder auch tagtäglich aushalten... Und da gehts durchaus auch mal höher als 180...
Will aber nicht jeder glauben.
108 machen übrigens bei Niemandem rein goar nix... Das ist nämlich ein Nüchternwert, oder eben bei Euch ein behandlungsbedürftiger Prädiabetes...
______________________________________________________________________________________________
Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 25.08.2022 22:36:59. Grund: Ergänzung -
am 27.08.2022 00:09:48 | IP (Hash): 1682505950
Sunny73 schrieb:
Liebe Forenmitglieder,
ich bin neu hier und etwas ratlos mit dem Thema Prädiabetes?
Ich hoffe ich finde hier Menschen die verstehen? Wie ich mich an manchen Tagen fühle.
Leider bin ich mit Stoffwchselerkrankungen durch Erbanlagen vorbelastet.
2020 wurde bei mit Langzeitblutzucker gemessen und der war 108
Dann habe ich verstärkt nach den Mahlzeiten plötzlich Sehstörungen bekommen. Dann Kopfschmerzen - Übelkeit - Schwäche und Müdigkeit. Daraufhin wurde mir in der Apotheke geraten öfter meinen Nüchternblutzucker morgens zu messen. Das habe ich 6 Wochen jeden morgen getan.
Mein Nüchternblutzucker ist zwischen 111 und 122.
Eine Stunde nach dem Essen 102 und 3 Stunden nach dem Essen 95 - 99.
Da meine Beschwerden nach bestimmten Mahlzeiten genauso aussehen wie bei Diabetes Typ 2?
Ist meine Frage: Bin ich schon auf dem Weg dorthin?
Ich habe jetzt meine Ernährung ein wenig umgestellt auf Vollkornprodukte.
Viel besser sind die Werte büchtern auch nicht geworden. Vor allem wenn ich Säfte trinke.
Da ist mein Blutzucker nach 9 Stunden noch ziemlich hoch.
Es ist für mich Neuland und dazu noch sehr unangenehm. Da ich mich körperlich kaputt und müde fühle.
Es wäre super wenn mich jemand von Euch vor allem mit der richtigen Ernägrung beraten könnte, danke. Ich bin für jeden Rat dankbar.
Also ich habe Kopfschmerzen, Schwäche und Müdigkeit, ggf. auch Schwindel wenn mein Blutzucker über Stunden über 200mg/dl ist oder wenn der Blutzucker nach dem Essen sehr stark ansteigt (von 100-120mg/dl auf 250mg/dl innerhalb kurzer Zeit). Ich vermute mal nicht, dass du solche Werte hast, deshalb halte ich es eher für unwahrscheinlich, dass deine Symptome vom Blutzucker kommt.
Übrigens macht es wenig Sinn den Nüchternblutzucker täglich zu messen. So viel ändert sich bei dir nicht. Um herauszufinden, ob überhaupt der Blutzucker deine Probleme verursacht, würde ich wenn überhaupt zu Zeiten mit Symptomen mal messen.
Außerdem sagt der Nüchtern-Blutzucker mit deinem Handmessgerät leider nur wenig aus. Die Geräte können über 100mg/dl bis zu +-15% vom Laborwert abweichen, im schlechtesten Fall. Heißt bei deinen Werten, 111mg/dl kann 94mg/dl und 122mg/dl kann 103mg/dl bedeuten, dass könnte noch komplett gesund sein. 122mg/dl kann aber auch 140mg/dl im Labor bedeuten und das wäre dann bereits Diabetes, wenn auch in einer sehr frühen Phase. Deshalb ist in solchen Sachen wirklich eine Labormessung von Nüchtern-Blutzucker und ggf. HbA1C notwendig. Je nach Ergebnis ggf. noch ein OGTT. -
am 27.08.2022 00:11:50 | IP (Hash): 1682505950
Sunny73 schrieb:
Ich denke das es an meinem Stoffwechsel liegt. Ich habe auch Glutenunverträglichkeiten
Meinst du mit Glutenunverträglichkeit Zöliakie?
Wenn das so sein sollte, würde ich an deiner Stelle unbedingt zu einem Diabetologen und auf Typ1 bzw. Typ1 Lada Antikörper testen lassen. Zöliakie und Typ1/Typ1 Lada Diabetes treten häufiger zusammen auf. Es kann sein, dass du dich in einem sehr frühen Stadium von Typ1 bzw. eher Typ1 Lada befindest. -
am 28.08.2022 14:32:25 | IP (Hash): 76565350
Hallo July,
danke für deinen Ratschlag. Ja das stimmt. Ich habe eine Glutenunverträglichkeit. Ich habe mich erkundigt wegen dem Antikörpertest zur Früherkennung von Diabetes Typ 1. Man hat mir gesagt das ich damit zum Humangenetiker gehen sollte. Weil das eine Gensache wäre, Das wusste ich nicht? Das Glutenunverträglichkeit und Diabetes Typ 1 zusammen auftreten können. Ich muss das auf jeden Fall untersuchen lassen. Danke nochmals an Dich. -
am 28.08.2022 16:22:19 | IP (Hash): 196415975
Sunny73 schrieb:
Ich habe mich erkundigt wegen dem Antikörpertest zur Früherkennung von Diabetes Typ 1. Man hat mir gesagt das ich damit zum Humangenetiker gehen sollte. Weil das eine Gensache wäre,
Hallo Sunny,
da hat dein Ratgeber vermutlich etwas durcheinander gebracht. Mit Genetik hat MODY etwas zu tun. Das ist eine Diabetesform, die auf dich auch ganz gut zutreffen könnte. Allerdings muss MODY nicht unbedingt diagnostiziert werden. Wenn du mit MODY wie eine gewöhnliche Typ2-Diabetikerin behandelt wirst, ist das in Ordnung. MODY wird übrigens in den meisten Fällen autosomal-dominant vererbt und tritt deshalb oft familiär gehäuft auf. Es könnte allerdings bei deinen Familienmitgliedern auch so harmlos verlaufen, dass es bisher nicht bemerkt wurde.
Für Typ1-Diabetes bzw. LADA wäre es wichtig, das zu diagnostizieren. Dann würdest du zur Behandlung nämlich unbedingt Insulin benötigen. Die Antikörper haben nichts oder nicht viel mit Genetik zu tun. Wenn du das überprüfen lassen willst, dann kannst du das bei einem Diabetologen machen lassen.
Beste Grüße, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 28.08.2022 16:27:14. Grund: BBCodes -
am 29.08.2022 17:15:54 | IP (Hash): 1682505950
Sunny73 schrieb:
Hallo July,
danke für deinen Ratschlag. Ja das stimmt. Ich habe eine Glutenunverträglichkeit. Ich habe mich erkundigt wegen dem Antikörpertest zur Früherkennung von Diabetes Typ 1. Man hat mir gesagt das ich damit zum Humangenetiker gehen sollte. Weil das eine Gensache wäre, Das wusste ich nicht? Das Glutenunverträglichkeit und Diabetes Typ 1 zusammen auftreten können. Ich muss das auf jeden Fall untersuchen lassen. Danke nochmals an Dich.
Du kannst dafür ganz normal zu einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Prinzipiell müsste den Bluttest sogar Hausärzte durchführen können, diese machen es jedoch sehr ungerne, weil das auf ihr Butget geht. Da ist ein Facharzt deutlich besser aufgestellt.
Ich würde auf jeden Fall bei einer diabetologischen Schwerpunktpraxis anrufen und berichten, dass du erhöhte Nüchternwerte gemessen hast und zusätzlich Zöliakie hast. Ob du eine Überweisung vom Hausarzt benötigst hängt vom Bundesland und von der jeweiligen Arztpraxis ab.