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Thema Ernährung, wie gestalten?
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am 25.09.2022 09:04:27 | IP (Hash): 1854566701
Moin, Moin,
ich muss meine Ernährung der Krankheit unterordnen und das bereitet mir größte Probleme, weil ich es liebte "Berge zu vertilgen!". Ich war zu Kirschenzeit am Plattensee, da habe ich 14 Tage lang nur Kirschen gegessen und nichts anderes. Jetzt ist Boskop-Apfel-Zeit und da esse ich eine Woche lang nichts anderes als "meine" Äpfel.
Jetzt habe ich mir einen Ratgeber heruntergeladen, den ich studiere.
https://www.essenohnekohlenhydrate.org/kohlenhydratfreie-lebensmittel/
Im Hinblick auf die Erkrankung spielt Fleisch, Käse, Gemüse keine Rolle. Könnte man denn die Kohlenhydrate weitestgehend vermeiden?
Liebe Grüße
Rolf
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am 25.09.2022 10:10:28 | IP (Hash): 832227783
Moin Rolf,
bist Du Typ 1 oder Typ 2?
Meistens sind nicht die Kohlenhydrate per se das Problem sondern die Form der Kohlenhydrate. Einfache, verarbeitete Kohlenhydrate wie Weizenmehl und Zucker sind denkbar schlecht aber Hülsenfrüchte und Vollkorn wirken bei Diabetes sehr förderlich. Insbesondere bei Typ 2 ist das eigentliche Problem in der Ernährung aber die Fette. Die Ursache der Insulinresistenz liegt in der Verfettung der Zellen in Leber und Muskeln. Möchte man also die Ursache angehen, sollte man nicht auf Kohlenhydrate verzichten sondern die Fette stark reduzieren und das idealerweise mit einem leichten Kaloriendefizit kombinieren.
Bei Zeiten gerne mehr zu dem Thema wenn ich Deine Situation besser verstanden habe.
Beste Grüße! -
am 25.09.2022 11:25:40 | IP (Hash): 745799313
Evidenzbasierte_Ernährung schrieb:
Insbesondere bei Typ 2 ist das eigentliche Problem in der Ernährung aber die Fette. Die Ursache der Insulinresistenz liegt in der Verfettung der Zellen in Leber und Muskeln.
Hallo Rolf,
diee Aussage ist einfach nur Quatsch. 😕
Der zweite Teil der Aussagre stimmt. Allerdings sind eben nicht nur die Fette die Ursache für die ungesunden Fetteinlagerungen in Leber und BSD, sondern ganz genauso die KH, die gegessen und nicht als Energie verbraucht werden. Die werden nämlich zu Fett umgewandelt und dann genauso wie zu viel gegessenes Fett eingelagert.
Wenn du die KH reduzierst, kannst du slbstverständlich unter Beachtung der Gesamtkalorien auch mehr Fett und Eiweiß essen. Neben der positiven Wirkung auf den BZ hat das auch noch den Vorteil, dass die beiden Sachen bessr und langanhaltender sättigen. Tatsächlich könntest du theoretisch die KH ganz weglassen. Praktisch macht das aber keinen Sinn, für uns Typ2-Diabetikern reicht normalerweise eine moderate KH-Reduzierung aus. Neben der Menge der KH solltst du auch - wie mein Vorredner richtig geschrieben hat - auch auf deren Qualität achten. Kirschen und andere süße Früchte gehören leider nicht zu den Sachen, die du als Diabetiker ungestraft in größeren Mengen essen darfst.
Viel Erfolg, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 25.09.2022 11:43:42. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.09.2022 14:12:54 | IP (Hash): 705993429
Ich kann Dich gut verstehen, essen ist etwas Wunderbares und Einschränkungen tun weh...
Ich kann Dir nur schreiben, wie ich die Sache angegangen bin. Also Kirschen und Manderinen in rauen Mengen habe ich früher auch gern verdrückt. Dazu alle Kohlenhydrate aus Weißmehl / Nudeln und zuckerhaltige Backwaren im Kilogramm-Bereich verzehrt...
Das erste Ziel sollte dennoch erstmal eine Gewichtsreduzierung sein. Mir hat geholfen, im Prinzip das Frühstück wegzulassen und erst nach 12 Uhr etwas zu essen. Später habe die tägliche Fastenphase sogar noch etwas auf den Nachmittag ausgedehnt. Die Kilos sind gepurzelt und das bereitete mir dann auch Freude und eine Art Ersatzbefriedigung zum Verzicht.
Leider erhielt ich die Diagnose Typ 1 im späten Erwachsenenalter, weswegen die Gewichtsreduzierung (bei 185 cm von 100kg auf 82 kg) nichts an meinem katastrophalen Zuckerwerten geändert hat.
Aber auch jetzt, bislang nur Langzeit-Insulin-Therapie, versuche ich sehr viel zu genießen, aber eben in Maßen und dank meines Sensors auch bei hierfür günstigen Zuckerwerten. Ein Obststück esse ich dann eben, wenn ich unter 100 bin und nicht, wenn ich bei 150 stehe. So halte ich die Kurve niedrig...
Grundsätzlich musst Du Dir halt bewußt werden, dass Disziplin = Lebenszeit bedeuten kann! Das ernsthafte Prioritätensetzen in diese Richtung sollte Dir helfen, zwar immernoch viele gute Sachen essen zu können, aber eben viel weniger und bewußter.
Suche bei Süßkram nach zuckerfreien Alternativen, süßen kann man zum Beispiel heutzutage, nahezu ohne Verlust am liebgewonnenen Geschmack, mit Erytrith. Es gibt auch gute zuckerfreie Gummibärchen und Schokoriegel. Einen guten Apfel in Schnitze aufschneiden und die Scheibchen ganz bewußt auf die Zunge legen kann dabei helfen, nur einen halben Apfel "zu brauchen". usw. usw.
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Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
Bearbeitet von User am 25.09.2022 14:34:02. Grund: Ergänzung1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 25.09.2022 14:40:22 | IP (Hash): 2072399183
Ich habe das so gemacht, dass ich Kohlenhydrate fast komplett weggelassen habe (egal ob gut - Vollkorn, etc. oder schlecht). Ich esse noch ab und an Obst (früher auch ein großer Obst-Fan, allein letztes Jahr kiloweise täglich Mangos in der spanischen Hauptsaison verputzt), ab und ab noch Hülsenfrüchte, aber selten. Habe die KH-Menge auf 50-80 Gramm am Tag reduziert, oft auch weniger, esse dafür deutlich mehr Fett (Lachs, Olivenöl, aber auch Butter, Eier) und Proteine. Brot nur lowcarb oder Eiweiß. Süßes ab und an mal, aber nur mit Erithryt gesüßt oder lowcarb. Ich ziehe das entgegen allen ärztlichen Ratschläge durch und habe 15 kg verloren (allerdings vorher auch nicht dick) und meinen Hb1Ac von 7,7 auf 5,6 in 3 Monaten reduziert (Typ 2).
Fett wurde jahrzehntelang zu Unrecht verteufelt (da hat die Zuckerindustrie ganze Arbeit geleistet), dabei sind es die überschüssigen Kohlenhydrate die als Fettdepots angereichert werden. Fette (sogar zum Teil gesättigte Fette) werden vermehrt in der wissenschaftlichen Diskussion rehabilitiert. Und die Aussage man solle KH essen, da der Körper Energie braucht stimmt auch so nicht, da der Körper aus Proteine und Fette auch Glukose herstellen kann.
Man muss nicht radikal vorgehen, aber deutlich weniger KH ist in meinen Augen (zumindest für mich gerade) der richtige Weg.3 Benutzer dankten für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.09.2022 07:22:57 | IP (Hash): 50262318
Moin Evidenzbasierte Ernährung,
Danke für die Zuschrift.
Bin Typ II.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 26.09.2022 09:28:09 | IP (Hash): 72970431
grundsätzlich Hast du recht @evidenzbasierte_ernährung dass eine kohlenhydratreiche, fettarme ERnährunG die insulinsensibilität verbessert. das ist auch Ein GRund warum manche Ärzte ihren patient*innen eine high carb, low fat diet empfehlen. wird nämlich vor allem fett gegessen und dementsprechend bevorzugt fettsäuren verbrannt, Sinkt linear die Insulinsensitivität weil der fettstofWechsel dominiert. das woederum ist die URsache weshalb das HbA1c bei Low Carbern im vgl. mit dem high-carb-lager in etwa gleich, oder vllt. sogar höher liegt.
troztdem kann es Sinn machen bei vorhandemem üg erst einmal keine khs zu essen damit die überschüssigen fettreserven mobilisiert und bevorzugt verbrannt werden können. -
am 26.09.2022 09:34:13 | IP (Hash): 72970431
gdmircea schrieb:
Und die Aussage man solle KH essen, da der Körper Energie braucht stimmt auch so nicht, da der Körper aus Proteine und Fette auch Glukose herstellen kann.
wenn dir leistungsfähigkeit beim Sport oder der fitness-einheit wichtig ist machen khs als ausgzeiechnetes EnergieSubstrat durchaus sinn. denn beim krafttraining z.B. werden bevorzugt kohlenhydrate verbrannt, welche wiederum für bessere leistung sorgen. Bei Cardio-Einheiten etwas weniger, aber dennoch wird auch der überw. anteil an energy aus khs gewonnen. -
am 26.09.2022 10:44:11 | IP (Hash): 2004418966
Leia_Cake schrieb:
wenn dir leistungsfähigkeit beim Sport oder der fitness-einheit wichtig ist machen khs als ausgzeiechnetes EnergieSubstrat durchaus sinn. denn beim krafttraining z.B. werden bevorzugt kohlenhydrate verbrannt, welche wiederum für bessere leistung sorgen. Bei Cardio-Einheiten etwas weniger, aber dennoch wird auch der überw. anteil an energy aus khs gewonnen.
Hallo Leia Cake,
ganz abgesehen davon, dass Rolf in seine jetztigen Situation weder Kraft- noch Ausdauersport intensiv betreiben wird, wärmst hier bloß wieder mal jahrzehnte alte Vorurteile auf.
Fettsäuren und Ketonkörper sind ebenfalls ausgezeichnete Energiesubstrate. Dass einzige, was du denen eventuell als Nachteil anrechnen könntest, wäre, dass die Umstellung auf bevorzugte Nutzung dieser Energieträger eine Weile benötigt. Danach sind sie aber genauso gut wie KH, darüber hinaus sind sie zu jeder Zeit, also besser verfügbar.
(siehe z.B. hier: https://www.primal-state.de/ketogene-ernaehrung-und-sport/ )
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.09.2022 10:44:30. Grund: BBCodes1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.09.2022 12:15:47 | IP (Hash): 72970431
Hallo Rainer! danke für den Link! mir ging es um den zusammenhang zw. meinem ersten und zweiten Beitrag als antworten auf die Meinungen von evidenzbasierte_ernährung und gdmircea und insgesamt mehr um die breite, auch NIcht diabetische allgemeinheit. von carbs kann man halten was man will: wenn schnell (!) energie verfügbar sein soll, sind sie eine gute Idee. gerade dann, wenn man ohnehin low carb lebt und die glyko-speicher kaum gefüllt sind. allerd. würde ich alleine schon wegen der besseren insulinsensibilität ggü einer kohlenhydratarmen und fettreichen ernährung eine high carb ernährung vorziehen. Letztendlich muss man sich aber für eines entscheiden. das ernährungsmotto: high carb - high fat kann nicht gut gehen.
Bearbeitet von User am 26.09.2022 12:17:14. Grund: ausgebessert -
am 26.09.2022 12:27:57 | IP (Hash): 50262318
Moin, Moin Rainer,
wie wahr, wie wahr............
Ich würde so gern in eine Muckibude gehen, komme aber mit meinem Bürostuhl nicht vor die Tür, geschweige denn in die Stadt. Lach! Selbst meinem Job, in unserem Ortsfreudenhaus, als "Table Dancer" komme ich seit dem 8. März 2021 nicht mehr nach. Man will mich dort schon kündigen, aber die Weiber lieben mich so wegen meiner erotischen Hüften.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 26.09.2022 21:22:18 | IP (Hash): 1987085466
Evidenzbasierte_Ernährung schrieb:
Möchte man also die Ursache angehen, sollte man nicht auf Kohlenhydrate verzichten sondern die Fette stark reduzieren.
Tjo, - das ist ja wohl die Kardinalfrage.
Nach meiner Beobachtung steigt nach einem fetten, großen Fischsteak ohne Beilagen mein BZ nicht an, nach dem Verzehr derselben Kaloriemenge an Vollkornbrot, Kartoffeln, Nudeln oder Reis hingegen heftig.
Die Theorie, dass für Diabetiker Lowfat besser sei als Lowcarb, bezweifele ich.
Lg
Hape1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 26.09.2022 21:53:58 | IP (Hash): 957360990
Leia_Cake schrieb:
wenn schnell (!) energie verfügbar sein soll, sind sie eine gute Idee. gerade dann, wenn man ohnehin low carb lebt und die glyko-speicher kaum gefüllt sind.
Wenn stimmen würde, dass es mit LC Ernährung an schnell verfügbarem Glykogen in Muskeln und Leber fehlt, hätten schon Säbelzahntiger und Co unsere Vorfahren so gründlich verspeist, dass wir nie das Licht der Welt hätten erblicken können. Ohne die Fluchtreserve in Muskeln und Leber hätten die ja nie schnell genug weglaufen können und sich fressen lassen müssen.
Nur von denen, die gerade ausreichend KHs gefuttert hatten, hätten es einige geschafft - und in den Paleo-Zeiten bitte woher so ausreichend viele KHs bekommen?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 26.09.2022 21:58:13. Grund: . -
am 27.09.2022 08:16:55 | IP (Hash): 72970431
ich Seh schon, die high fat, low carb fraktion Fühlt Sich auF den Schlips getreten....
nun denne JürGen. ich behaupte Nicht, dass die Energie bei Geringer Carb-ZufHur und viel Fett nachlässt. ich schreibe, dass wenn viel Energie innerhalb kurzer Zeit verfügBar sein soll, khs die bessere Wahl sind. insbesondere dann wenn Aktiv Sport betrieben wird. Denn ohne aufwendige biochemische ProZesse kann der körper schnell energie gewinnen, was ihm Dann hilft, wenn er diese denn wie ich oben schrieb, zb beim training braucht. dass Das für einen Diabetiker wie Lighthouse wenig relevant ist dessen bin ich Mir bewusst. mir ging es hier um einen pers. Einwurf im Zuge dieser Diskussion. denn genau darum geht es hier ja, oder?
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am 27.09.2022 08:26:33 | IP (Hash): 72970431
hape, wenn du Vorrangig low carb isst und fette bevorzugst wundert mich Dein deutlicher Bz-anstieg überhaupt nicht. denn dein körper hat die energieverstoffwechselung in Richtung fettstoffwechsel umgestellt und kann entsprechend mit khs schlechter umgehen. fettstoffwechsel und kh-stoffwechSel sind miteinander verknüpft. hab ich oben schon mal geschriebn: dominierender fettstoffwechsel, geringer carbstoffwechsel. übergewichtige haben deswegen durch die hohen SPiegel an freien Fettsäuren im Blut eine geringere Insulinsensitivität weil der KöRper damit beschäftigt ist die fettsäuren abzutransportieren. ob die fettsäuren aus den FettzelleN gespuckt werden oder über die ernährung im blut kreisen ist dem körper Egal. -
am 27.09.2022 09:27:48 | IP (Hash): 218824077
[quote=Leia Cake;118836]wenn schnell (!) energie verfügbar sein soll, sind sie eine gute Idee. gerade dann, wenn man ohnehin low carb lebt und die glyko-speicher kaum gefüllt sind.[/quote]
Ich warte immer noch auf die Erklärung, wie unsere Altvorderen haben ausreichend schnell und weit um ihre Leben rennen können, wenn ihre glyko-speicher kaum gefüllt waren????
Und bitte jetzt nicht Bausch-und-Bogen, sondern direkt zur Sache, ja?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 27.09.2022 09:58:52 | IP (Hash): 72970431
ich betrachte es als Ironie dass ausgerechnet du eine direkte unmissverständliche ANTwort forderst ;)
kh zur energiegewinnung sind nicht essentiell, dh wir müssen sIe nicht über ide Nahrung zuführen. aber wenn der körper Energie braucht kommen ihm kh und dementspr. gefüllte glyko-sPeicher gelegen weil er die kh ohne grosse UmwaNdlungsprozesse für die energieGewinnung nutzen kann. Keine zusTimmung zu deiner mir untergejubelten behauptung das fett zu wenigr leiStungsfähgkeit führt. -
am 27.09.2022 10:06:40 | IP (Hash): 832227783
Schon erschreckend was hier für Volksweisheiten gepredigt werden, die wenig bis gar nichts mit der fundierten Wissenschaft zu tun haben. Zu den Fakten:
(1) Ein Kaloriendefizit (ergo Gewichtsabnahme) ist höchst erstrebenswert, um die Insulinsensitivität (verursacht durch Verfettung der Zellen) zu erhöhen
(2) Dabei spielt es zunächst keine Rolle ob das Kaloriendefizit durch Low-Carb oder Low-Fat erreicht wird, ABER die klassischen Lebensmittel einer Low-Carb+High Fat Diät (Fleisch, Käse, Milch, Öle) sind deutlich dichter in Kalorien und machen es somit deutlich schwerer ein Kaloriendefizit zu erreichen. Es braucht deutlich mehr Disziplin. Eine richtig, geplante (!)High-Carb Diät ist mit einer Menge Ballaststoffe verbunden (von denen die meisten Menschen viel zu wenig essen). Diese Ballaststoffe sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sind obendrauf noch sehr gesund für das Mikrobiom und die Verdauung im allgemeinen.
(3) Der wichtigste Grund meiner Meinung nach für eine High-Carb Diät: Die Todesursache Nummer 1 von Diabetes Patienten sind Herz-Kreislauferkrankung. Wodurch entstehen solche Erkrankungen? Durch Plaque in den Arterien, der wiederum von zu viel tierische Fetten (Cholesterin) verursacht wird. Wenn man nun also sein Diabetes mit Low-Carb+High Fat behandelt, so hat man ggf. kurzfristig Erfolg (da man ja nicht die "bösen" KH isst) aber erhöht deutlich das Risiko an einem Herzinfarkt/Schlaganfall etc. pp. zu versterben. Für mich sind das genug Gründe für eine pflanzenbasierte und kohlenhydratlastige Ernährung. Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Auf irgendwelche Pauschale Aussagen von Jürgen ohne Verweis auf eine Quelle, würde ich jedenfalls wenig geben.
Im Detail auch hier nachzulesen (neben vielen weiteren Studien): https://www.nature.com/articles/s41387-018-0067-4?refPageViewId=55a111731005f37d?refPageViewId=55a111731005f37d
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am 27.09.2022 10:09:49 | IP (Hash): 218824077
Du schreibst persönlich aggressiv und immer noch keine Antwort zur Sache: Du hast behauptet, dass infolge zu wenig KH-Aufnahme die "glyko-speicher" für den direkten Leistungsabruf zu wenig gefüllt sein sollen. Ist das nur Deine Annahme, oder hast Du dafür auch wenigstens einen Untersuchungs-Beleg?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 27.09.2022 11:31:50 | IP (Hash): 72970431
zuerst einmal, ganz leer Sind die Glykospeicher nie. eine Low carb-ernährungs weise führt aber zu einer entleerung dieser speihcer. das kann die Trainingsperformanz bei Bestimmten sportarten schon Behindern, bspsw. sprints.
insofern kann ich Mich Neurlich nujr wiederholen: bei zuviel körperfett kann high fat, low carb als diätform durchaus gut anschlagen. nach der entfettung macht das aber keinen sinn Mehr. denn dann sind wir deutlich Insullinsensitiver, sprich wir haben weniger InsUlin im Umlauf und damit ein verbesserrtes ansprechen der zellen auf GLukose. behalten wir also den FettStoffwechsel als dominierenden stoffwechsel-part, knipsen wir ja den kh-stoffWechsel aus, was wiederum Zur physilogischen umkehrbaren insulinresistenz führt. nochmals in allEr deutlichkeit: keine zustimmung Zu deiner mir zugeschobenen karte dass mehr fett und wenig KHs zu leistungseinbrüchen führen!
edit: dafür dass Du DIch persönlich angegriffen fühltest, jürgen, entschuldige ich mich. mir Sind DEine langen komplexen und etwas zu verknOtet geschriebenen beiträge zu Viel des guten auch wenn ICh dein engagement für das FOrum damit alle MITglieder meinend, zu schätzen weiß. bitte nich böse sein! =)
Bearbeitet von User am 27.09.2022 11:38:24. Grund: edit -
am 27.09.2022 11:47:47 | IP (Hash): 218824077
Leia_Cake schrieb:
zuerst einmal, ganz leer Sind die Glykospeicher nie. eine Low carb-ernährungs weise führt aber zu einer entleerung dieser speihcer. das kann die Trainingsperformanz bei Bestimmten sportarten schon Behindern, bspsw. sprints.
Noch immer nix konkret :(
Leia_Cake schrieb:
nochmals in allEr deutlichkeit: keine zustimmung Zu deiner mir zugeschobenen karte dass mehr fett und wenig KHs zu leistungseinbrüchen führen!
Und wie passt das jetzt zu dem, was Du im obigen Zitat im selben Beitrag geschrieben hast?
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 27.09.2022 12:08:59 | IP (Hash): 72970431
was genau versuchst Du JEtzt von mir zu erfahren?
ICh bleibe dabei: wenn Schnell und VIel energie, bspw. bei sprints oder kraftraining, bereitgestellt werden soll kommen kh gerade recht. was Bringt mir da gerade gegessEnes Fett an Vorteilen ggü khs?
Bearbeitet von User am 27.09.2022 12:11:31. Grund: bearbeitet -
am 27.09.2022 13:11:03 | IP (Hash): 218824077
Leia_Cake schrieb:
ICh bleibe dabei: wenn Schnell und VIel energie, bspw. bei sprints oder kraftraining, bereitgestellt werden soll kommen kh gerade recht. was Bringt mir da gerade gegessEnes Fett an Vorteilen ggü khs?
Sorry, aber wenn Du so vor ner Stunde zum Mittag eine gut KH-betonte Mahlzeit hattest, wärst Du jetzt noch weit von Deiner vollen Sprintleistung entfernt, obwohl Dein BZ jetzt wahrscheinlich die Spitze nach dem Essen erreicht hat. Denn Dein Organismus wäre noch wenigstens ne Stunde mit der Verarbeitung vom Essen beschäftigt.
Ne Stunde weiter hast Du auch dann wieder völlig normalen BZ, wenn Du die Zeit gut geruht hast. Dann ist auch die BZ-Spitze nach dem Essen in den Gluykogenspeicher in der Leber aufgenommen, und Du kannst munter sprinten, wenn Du willst.
Nichts wäre dann in Deinen Speichern anders, als nach einer ebenso energiereichen LC Mahlzeit.
Deutlich anders bei bestehender ketogener Ernährung. Da wird der Sprint direkt aus Fett befeuert, und zwar genauso schnell, wie bei glukogener Ernährung aus Glukose.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 27.09.2022 13:12:21. Grund: . -
am 27.09.2022 15:57:27 | IP (Hash): 160582365
Evidenzbasierte_Ernährung schrieb:
Schon erschreckend was hier für Volksweisheiten gepredigt werden, die wenig bis gar nichts mit der fundierten Wissenschaft zu tun haben. Zu den Fakten:
(1) Ein Kaloriendefizit (ergo Gewichtsabnahme) ist höchst erstrebenswert, um die Insulinsensitivität (verursacht durch Verfettung der Zellen) zu erhöhen
(2) Dabei spielt es zunächst keine Rolle ob das Kaloriendefizit durch Low-Carb oder Low-Fat erreicht wird, ABER die klassischen Lebensmittel einer Low-Carb+High Fat Diät (Fleisch, Käse, Milch, Öle) sind deutlich dichter in Kalorien und machen es somit deutlich schwerer ein Kaloriendefizit zu erreichen. Es braucht deutlich mehr Disziplin. Eine richtig, geplante (!)High-Carb Diät ist mit einer Menge Ballaststoffe verbunden (von denen die meisten Menschen viel zu wenig essen). Diese Ballaststoffe sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sind obendrauf noch sehr gesund für das Mikrobiom und die Verdauung im allgemeinen.
(3) Der wichtigste Grund meiner Meinung nach für eine High-Carb Diät: Die Todesursache Nummer 1 von Diabetes Patienten sind Herz-Kreislauferkrankung. Wodurch entstehen solche Erkrankungen? Durch Plaque in den Arterien, der wiederum von zu viel tierische Fetten (Cholesterin) verursacht wird. Wenn man nun also sein Diabetes mit Low-Carb+High Fat behandelt, so hat man ggf. kurzfristig Erfolg (da man ja nicht die "bösen" KH isst) aber erhöht deutlich das Risiko an einem Herzinfarkt/Schlaganfall etc. pp. zu versterben. Für mich sind das genug Gründe für eine pflanzenbasierte und kohlenhydratlastige Ernährung. Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Auf irgendwelche Pauschale Aussagen von Jürgen ohne Verweis auf eine Quelle, würde ich jedenfalls wenig geben.
Im Detail auch hier nachzulesen (neben vielen weiteren Studien): https://www.nature.com/articles/s41387-018-0067-4?refPageViewId=55a111731005f37d?refPageViewId=55a111731005f37d
Es gibt keine Belege dafür, dass Fette zu mehr Herzinfarkten führen. Dieses Mantra hält sich seit Ende der 60er, ist aber größtenteils unbelegt. Abgelagertes Fett in den Arterien schon, aber nicht Fette. Richtig ist, dass beim Abnehmen die Anzahl der Kalorien wichtiger ist als deren Zusammensetzung. Aber Diabetes Typ 2 entsteht eindeutig durch den Überkonsum von KH und nicht von Fetten, daher bringt die KH-Einschränkung mehr beim Abnehmen. Jeder muss letztendlich selber entscheiden wie er sich ernährt, instinktiv ist für mich eine Krankheit die durch den Überkonsum von KH entsteht durch deren Reduzierung rückgängig zu machen / unter Kontrolle zu behalten.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 27.09.2022 17:14:53 | IP (Hash): 773230615
Evidenzbasierte_Ernährung schrieb:
(1) Ein Kaloriendefizit (ergo Gewichtsabnahme) ist höchst erstrebenswert, um die Insulinsensitivität (verursacht durch Verfettung der Zellen) zu erhöhen
(2) Dabei spielt es zunächst keine Rolle ob das Kaloriendefizit durch Low-Carb oder Low-Fat erreicht wird, ABER die klassischen Lebensmittel einer Low-Carb+High Fat Diät (Fleisch, Käse, Milch, Öle) sind deutlich dichter in Kalorien und machen es somit deutlich schwerer ein Kaloriendefizit zu erreichen. Es braucht deutlich mehr Disziplin. Eine richtig, geplante (!)High-Carb Diät ist mit einer Menge Ballaststoffe verbunden (von denen die meisten Menschen viel zu wenig essen). Diese Ballaststoffe sorgen für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl und sind obendrauf noch sehr gesund für das Mikrobiom und die Verdauung im allgemeinen.
(3) Der wichtigste Grund meiner Meinung nach für eine High-Carb Diät: Die Todesursache Nummer 1 von Diabetes Patienten sind Herz-Kreislauferkrankung. Wodurch entstehen solche Erkrankungen? Durch Plaque in den Arterien, der wiederum von zu viel tierische Fetten (Cholesterin) verursacht wird. Wenn man nun also sein Diabetes mit Low-Carb+High Fat behandelt, so hat man ggf. kurzfristig Erfolg (da man ja nicht die "bösen" KH isst) aber erhöht deutlich das Risiko an einem Herzinfarkt/Schlaganfall etc. pp. zu versterben. Für mich sind das genug Gründe für eine pflanzenbasierte und kohlenhydratlastige Ernährung. Aber jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Schon erschreckend was der User hier unter dem Label "Evidenzbasierte Ernährung" für Volksweisheiten predigt, die allesamt aus dem vorigen Jahrhundert stammen und nach aktuellem Stand der Wissenschaft absolut keine Evidenz besitzen.
zu 3.):
Dazu hat gdmircea bereits alles richtig gesagt,
zu 2.):
Hier müsstest du eventuell mal deine Rechenkünste aus der Grundschule wieder hervor kramen. Wenn Fett mit 9kcal/g eine größere Nährstoffdichte als die KH mit 4kcal/g hat und Fett mindestens 2,25-fach besser sättigt, dann kann man mit Fett mindestens genauso gut ein Kalorierndefizit erreichen wie mit den weniger dichten KH. Da die Sättigung bei Fett und Eiweiß darüber hinaus noch deutlich länger anhält, ist ein Kaloriendefizit damit sogar noch einfacher zu erreichen.
zu. 1):
Das ist zwar auch nicht ganz vollständig dargestellt, aber das kann man so stehen lassen.
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 27.09.2022 17:18:03. Grund: BBCodes