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Thema Ernährung, wie gestalten?

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    am 27.09.2022 18:23:36 | IP (Hash): 1987085466
    Für alle Laien, die noch durchsteigen.
    Es gibt wohl einen wissenschaftlichen Streit über den Wert und Unwert von Low-Carb bei Diabetes mellitus Typ 2.

    Hier mal ein paar allgemeinverständlichere Worte aus dem Deutschen Ärzteblatt:

    "Pro und Contra: Sind Low-Carb-Diäten zur Therapie von Übergewicht und Diabetes geeignet?
    Die Diskussion über den gesundheitlichen Benefit von Low-Carb-Diäten ist erneut entflammt. Grund dafür ist vor allem eine neue Metaanalyse in Nutrition Reviews, die die mittel- bis langfristigen Änderungen des LDL-Cholesterins unter einer Fett- oder Kohlenhydratrestriktion über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten bis zu 2 Jahren beobachtet. Es wurden 8 kontrollierte randomisierte Studien zur kohlenhydratreduzierten Diät und zur fettarmen Diät mit insgesamt etwa 1.600 Teilnehmern ausgewertet. Sehr klare Vorteile sehen die Studienautoren bei der Low-Carb-Diät. Doch diese Ergebnisse überzeugen nicht jeden Ernährungswissenschaftler. Sie halten einen Anstieg des LDL-Cholesterins, der sich in anderen Studien zeigte, für gesundheitsgefährdend (Circulation Research 2019).

    Pro low carb:
    Stephan Jacob: Am Ende zählt die Reduktion aller kardiometabolischen Risikofaktoren, das heißt die „Gefäßlast“ (vascular burden).
    Die Ergebnisse dieser Metaanalyse zeigen nach 6, 12 und 24 Monaten nur marginale Änderungen des LDL, jedoch eine Verbesserung von HDL und Triglyceriden sowie der small dense LDL. Dass lässt wegen des besseren Gesamt-Lipidprofils eher günstige Effekte auf das kardiovaskuläre Risiko erwarten.
    Betrachtet man Qualität und Dimension der Lipid­veränderungen, so ergeben sich interessante Parallelen zu den SGLT2-Hemmern: Auch sie erhöhen das LDL leicht, ebenso das HDL – und sie reduzieren die Triglyceride (BMC Endocrine Disorders 2014). Das wurde sehr kritisch und lange von Kardiologen diskutiert, denn man erwartete eher negative Effekte von der Erhöhung des LDL-Cholesterins. Die Verbesserungen von Blutdruck, Gewicht, Insulinresistenz, Hyperinsulinämie und der Glykämie wurden in den Diskussionen häufig ausgeblendet. Aber: Interventionsstudien mit SGT2-Hemmern (EMPAREG, CANVAS und DECLARE) haben die Prognose eindeutig verbessert. Hier zeigt sich, dass die Verschlechterung eines Laborwertes allein nicht entscheidend ist. Am Ende zählt die Reduktion aller kardiometabolischen Risikofaktoren, das heißt die Gefäßlast (vascular burden).
    Insgesamt bessert sich unter Low-Carb-Diäten zusätzlich zur Gewichtsreduktion die Insulinsensitivität, die Hyperinsulinämie, der Blutdruck, die Entzündungsparameter und die atherogenen Lipide (small dense LDL) – alles bekannte vaskuläre Risikofaktoren. Vermutlich wird eine Kohlenhydratreduktion bei Patienten mit metabolischem Syndrom und Typ-2-Diabetes noch deutlichere Effekte haben, da insbesondere für den Glukosestoffwechsel weniger Insulin benötigt wird. Leider wird es zu diesen Ernährungsinterventionen keine kardiovaskuläre Endpunktstudie geben. So lassen sich nur Analogieschlüsse wie die aus den SGLT2-Hemmer-Studien ziehen. Die sprechen für Low-Carb.

    Pro low fat:
    Stefan Lorkowski: Eine (sehr) kohlenhydratarme Kost birgt das Risiko einer Erhöhung des LDL-Cholesterols, wenn der größere Fettanteil mit einem erhöhten Verzehr langkettiger gesättigter Fettsäuren einhergeht.
    Viele Wege führen nach Rom – und es spricht viel dafür, dass der Kohlenhydratanteil in der Nahrung stark variieren kann, solange die Qualität der Kohlenhydrate ausreichend hoch ist. Diese „Flexibilität“ verwundert aus evolutionsbiologischer Sicht nicht, musste die Ernährung doch zunächst nur den Bedarf an Energie und unentbehr­lichen Nährstoffen decken, um Überleben und Fort­pflanzung zu sichern. Erst angesichts der gestiegenen Lebenserwartung zeigt sich der Zusatznutzen in der langfristig positiven Wirkung einer vollwertigen Ernährung.
    Diese kann (i) fettmoderat und kohlenhydratbetont, (ii) fettarm und kohlenhydratreich, aber auch (iii) kohlenhydratarm sein, sofern man sich ausreichend mit Ballaststoffen und unentbehrlichen Nährstoffen versorgt, nicht zu viel gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren zuführt, wenig raffinierte Stärke und zugesetzten Zucker verzehrt, dazu Protein aus bevorzugt pflanzlichen Quellen statt aus Fleisch(waren) isst und den Energiebedarf beachtet."

    Kurzum: das Thema ist wissenschaftlich umstritten.
    Unsere evidenzbasierte Streiterin gegen Low carb hier rät auch von Fleisch ab.
    Das läßt mich vermuten, dass sie eher aus einer ideologisch geprägten Vegetarier-Ecke stammt.
    Fleisch ist ökologisch gesehen für Umwelt und Klima eine Katastrophe , das ist klar. Die Haltungsbedingungen und das Schicksal der Tiere ist auch bedauerlich schlecht. Zwei gute Gründe Fleisch zu meiden.
    Der menschliche Organismus hingegen hat einen Fleischfressermagen (und einen Pflanzenfresserdarm). Er ist also ein Allesfresser wie ein Schwein. Er bekommt ohne tierische Produkte einen Vitamin B12-Mangel. Dass hat er noch aus der Steinzeit mitgebracht, als er noch Sammler und Jäger war. Das hat sich in den 10.000 Jahren, seit Homo sapiens kapiert hat, Pflanzen anzubauen, noch nicht grundlegend geändert. Evolution geht nicht so schnell.

    Worin man sich einig ist:
    Bei Diabetes und Adipositas sind Gewichtsreduktion und mehr Bewegung entscheidende Faktoren.
    Womöglich wichtiger als die genaue Zusammensetzung der Nahrung.
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    am 27.09.2022 19:10:32 | IP (Hash): 218824077
    Hape schrieb:
    Bei Diabetes und Adipositas sind Gewichtsreduktion und mehr Bewegung entscheidende Faktoren.
    Womöglich wichtiger als die genaue Zusammensetzung der Nahrung.


    Und wie erklärt sich daraus, dass ich nach 1 Woche Leber entfetten mit VLCD (Very Low Caloric Diet um 600 kcal/Tag) von einem Tag auf den anderen nur noch ¼ an basalem Insulinbedarf hatte und praktisch noch nix abgenommen?
    Und dann 25 kg abgeschmolzen habe, ohne jede weitere Verringerung des Insulinbedarfs?

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 27.09.2022 19:46:24. Grund: .
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    am 27.09.2022 21:48:52 | IP (Hash): 773230615
    Hape schrieb:
    Bei Diabetes und Adipositas sind Gewichtsreduktion und mehr Bewegung entscheidende Faktoren.
    Womöglich wichtiger als die genaue Zusammensetzung der Nahrung.

    Zustimmung.Selbstverständlich dürfen sich Prinzessin Laia Cake und der User, der sich unberündet "Evidenzbasierte Ernährung" nennt, auch vegetarisch oder vegan ernähren, wenn sie ihren Diabetes damit gut im Griff behalten können. Für Typ 2erviele geht das aber mit Low Carb oder auch nur mit moderater KH-Reduzierung besser.

    Interessant ist, dass Prof. Roy Taylor mit seinen Studien beweisen konnte, dass auch bei normalgewichtigen Typ-2-Diabetern mit Gewichtsreduktion eine Remission erreichen kann.
    (siehe hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137675/Typ-2-Diabetes-Gewichtsreduktion-kann-auch-bei-Normalgewichtigen-eine-Remission-erreichen )

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 27.09.2022 21:59:05. Grund: BBCodes
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    am 27.09.2022 22:30:43 | IP (Hash): 218824077
    Für die DiRECT Study hat Taylor ne Menge Zugeständnisse an die traditionelle Fachologie gemacht. So auch bei der Orientierung am Gewicht - wenn man sich nicht am BZ orientiert.

    Wenn Du mal hinter die Bezahlschranke bei Deinem Link schaust, steht da auch zuerst Entfetten via VLCD und konsolidieren via Abnehmen.
    In Ärzteblättern steht dann, was wir immer schon gewusst haben: Dass Abnehmen die individuell notwendige Entfettung mache.

    Wenn dem so wäre, hätte ich bei vielen Abnehm-Ansätzen vorher ähnliche Verringerungen meines Insulinbedarfs wie bei meinem bisher letzten sehen müssen - hab ich aber nicht :(

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    am 27.09.2022 22:30:43 | IP (Hash): 218824077
    verdoppelt
    Bearbeitet von User am 27.09.2022 22:49:21. Grund: verdoppelt
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    am 28.09.2022 11:22:52 | IP (Hash): 1600138390
    In den 50er Jahren hat jeder Deutsche durchschnittlich 200kg Kartoffeln im Jahr gegessen,
    (Vom Säugling bis zum Greis).
    In Ostasien wird hauptsächlich weißer Reis verspeist.
    In Südeuropa gibt es nur Weißbrot, kein Vollkorn.
    Und haben oder hatten die alle Diabetes ? Eher nicht.
    Krank wurde man durch Cola & Co., Süßigkeiten, Torten und Supermarktprodukte mit zugesetztem Zucker.
    Wenn man das alles weglässt und die Gesamtkalorien im Auge behält, ist doch schon sehr viel erreicht !
    Low Carb, Low Fat, High Protein usw. ist doch alles Käse.
    Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, der Mensch ist, wie hier schon erwähnt, mit dem Schwein verwandt und daher ein Allesfresser.
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    am 28.09.2022 11:33:03 | IP (Hash): 72970431
    Lieber Chris!

    Den letzten Sätzen stimme ich zu.

    Allerdings bewegten sich die Menschen damals auch deutlich mehr, verrichteten beruflich mehr körperliche Arbeit und trugen deutlich seltener als heute zu viel Gewicht mit sich herum. Insbesondere in den letzten Jahren ist dementsprechend ja ein "Trend" erkennbar. Weniger der Statistik zufolge, die schon in den 90ern / Anfang der 2000er-Jahre eine (no pun intended!) Zunahme der Übergewichtigen / Adipösen postulierte, als vielmehr meiner eigenen - ich weiß schon: nicht repräsentativen - Beobachtung nach. Denn hier in Österreich sind etwa 5 - 6 von 10 Mitbürgern zu kräftig; zwei, drei davon sogar deutlich.

    Insofern ist fraglich, inwieweit sich die Ernährungs- und Lebensweise der damaligen Bevölkerung auf die heutigen kalorienverwöhnten und sportentwöhnten Bürger zur Untermauerung Deiner Argumentation anwenden lässt?


    Bearbeitet von User am 28.09.2022 11:34:00. Grund: .
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    am 28.09.2022 11:38:05 | IP (Hash): 1128510184
    Chris70 schrieb:
    In den 50er Jahren hat jeder Deutsche durchschnittlich 200kg Kartoffeln im Jahr gegessen, (Vom Säugling bis zum Greis).
    Und haben oder hatten die alle Diabetes ? Eher nicht.


    Die Frage zu den 50ern ist interessant, denn tatsächlich wissen wir das nicht. Doch ja, es gab schon den Typ 2, damals als Altersdiabetes, der in aller Regel mit weit fortgeschrittenen Folgen diagnostiziert wurde, also um die 20 Jahre wenigstens nach Diagnosereife - wenn die Betroffenen da nicht schon vorher gestorben waren.

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    am 28.09.2022 11:44:17 | IP (Hash): 832227783
    Du machst das aber auch geschickt, lieber Jürgen. Von anderen Personen konkrete Informationen fordern aber selbst absolut wage bleiben und keinerlei Belege (wissenschaftliche Studien!) liefern!

    hjt_Jürgen schrieb:

    ...wenn sie ihren Diabetes damit gut im Griff behalten können. Für Typ 2erviele geht das aber mit Low Carb oder auch nur mit moderater KH-Reduzierung besser.


    Mutige Aussage und dazu keinerlei wissenschaftliche Belege geliefert.
    Im Gegensatz dazu hier mal eine fundierte Studie, die meine Aussage belegt:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19339401/

    Hape schrieb:

    Unsere evidenzbasierte Streiterin gegen Low carb hier rät auch von Fleisch ab.
    Das läßt mich vermuten, dass sie eher aus einer ideologisch geprägten Vegetarier-Ecke stammt.
    Fleisch ist ökologisch gesehen für Umwelt und Klima eine Katastrophe , das ist klar. Die Haltungsbedingungen und das Schicksal der Tiere ist auch bedauerlich schlecht. Zwei gute Gründe Fleisch zu meiden.


    Ich bin zwar zugegeben Veganer aber deshalb muss man mir ja nicht gleich eine Ideologie unterstellen, oder? Das ist übrigens eines der großen Probleme in unserer Gesellschaft!
    Und nur zur Info: Ich bin in erster Linie veganer aufgrund der gesundheitlichen Überlegenheit dieser Diät. Hinzu kommen die positiven Aspekte für Umwelt und Tierwohl!

    gdmircea schrieb:

    Es gibt keine Belege dafür, dass Fette zu mehr Herzinfarkten führen. Dieses Mantra hält sich seit Ende der 60er, ist aber größtenteils unbelegt. Abgelagertes Fett in den Arterien schon, aber nicht Fette.


    Wow, woher hast Du denn diese Info? Aus gesponserten Artikeln der Industrie wie der berühmt Time-Artikel "Butter is back"? Hier die nüchternen Ergebnisse einer unabhängigen Studie:
    https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/393644/

    gdmircea schrieb:

    Aber Diabetes Typ 2 entsteht eindeutig durch den Überkonsum von KH und nicht von Fetten, daher bringt die KH-Einschränkung mehr beim Abnehmen. Jeder muss letztendlich selber entscheiden wie er sich ernährt, instinktiv ist für mich eine Krankheit die durch den Überkonsum von KH entsteht durch deren Reduzierung rückgängig zu machen / unter Kontrolle zu behalten.


    Auch hier wieder: Woher hast Du denn eine solche Information? Die Verfettung der Zellen entsteht durch zu viel Kalorien (unabhängig von Fett oder Kohlenhydraten oder Eiweiß).
    https://link.springer.com/article/10.1007/s001250100547
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    am 28.09.2022 11:45:49 | IP (Hash): 72970431
    Rainer schrieb:
    Hape schrieb:
    Bei Diabetes und Adipositas sind Gewichtsreduktion und mehr Bewegung entscheidende Faktoren.
    Womöglich wichtiger als die genaue Zusammensetzung der Nahrung.

    Zustimmung.Selbstverständlich dürfen sich Prinzessin Laia Cake und der User, der sich unberündet "Evidenzbasierte Ernährung" nennt, auch vegetarisch oder vegan ernähren, wenn sie ihren Diabetes damit gut im Griff behalten können. Für Typ 2erviele geht das aber mit Low Carb oder auch nur mit moderater KH-Reduzierung besser.

    Interessant ist, dass Prof. Roy Taylor mit seinen Studien beweisen konnte, dass auch bei normalgewichtigen Typ-2-Diabetern mit Gewichtsreduktion eine Remission erreichen kann.
    (siehe hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137675/Typ-2-Diabetes-Gewichtsreduktion-kann-auch-bei-Normalgewichtigen-eine-Remission-erreichen )

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.



    Hallo Rainer,

    nunja, ganz so "einfach" scheint es nicht zu sein. Es gibt immer wieder die Argumentation - auch von Fachärzten (?) - dass zwecks Sensibilisierung des Glukose-Signals, also der Umkehrung der zugrunde liegenden Insulinresistenz, eine ballastoffreiche Ernährung mit vielen Kohlenhydraten, einer gediegenen Omega-3-Zufuhr und wenig Fett zu empfehlen ist. Siehe z.B. hier: https://www.masteringdiabetes.org/high-carb-foods-reverse-insulin-resistance/, https://www.forksoverknives.com/wellness/recommend-a-high-carb-diet-for-patients-with-diabetes/. Oder auszugsweise aus dem Journal of Nutrition (Oktober 2001): "That is, a low carbohydrate, high fat diet was associated with a reduced ability of insulin to reduce plasmic glucose; conversely, a low fat, high carbohydrate diet was associated with an improvement in insulin's ability to stimulate glucose disposal."

    Es scheint also zumindest immer wieder Hinweise zu geben, dass HC einer LC-Ernährung zwecks Insulinsensibilisierung vorzuziehen ist.
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    am 28.09.2022 11:52:17 | IP (Hash): 832227783
    Völlig richtig. Es kommt nicht auf Fett vs. Kohlenhydrate an sondern auf die Qualität der Fette und Kohlenhydrate. Nun finde aber mal ein Lebensmittel mit wenig Kohlenhydraten und hohem Anteil von gesunden (ungesättigten) Fetten und ernähre Dich davon den ganzen Tag. Da fallen mir nur Nüsse und Samen und einige Gemüse ein. Tierische Fette (größtenteils gesättigt) gehören aber wahrlich nicht zu den gesunden Fetten.

    Gleichermaßen sind natürlich Kohlenhydrate nicht per se gesund. Man muss qualitativ hochwertige Kohlenhydrate essen wie Bohnen, Linsen, Vollkorn etc. und nicht verarbeitete Lebensmittel wie Weizenbrot, Süßigkeiten, Kuchen etc.

    Übrigens: Die Diabetes-Rate in China ist deutlich erhöht trotz weniger Übergewicht.
    Spannendes Video hier: https://www.youtube.com/watch?v=4aFxzAZdv7Y&t=1s
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    am 28.09.2022 12:05:09 | IP (Hash): 72970431
    gdmircea, weDer diabEtes noch damit assoziierte kranKheiten wie die FettLeber entstehen Primär durch zuviele kohlenhydrate. es sind es die vielen Kalorien die sich die Menschen zuführen die dann zu den genanten ProBlemen führen. unverbrauchte energie in Form von khs können zb ihren beitrag leisten dass die leber fett wird, lösen sie aber nicht In erster instanZ aus. vielMehR sind kranke, aufgeplatzte fettzellen etnstanden DURch zu viel Kaloirien oder fehlende BeWegung die tatsächliche ursache. nachzulesen auch Bei den publikatiOnen von nafld-expert und low carb- high fat verfechter nicolai worm.

    selbstVerstöndlich klingt es Plausibel, erst einmal Auf khs zu verzichten, weil diabetes vom typ 2 insulin resistenz, also eine kh-stfofwechselstörung zugrund eliegt. dass das aber aus sicht Einiger WissenschaftER nicht so ist habe ich oben Schon imer wieder mal geschrieben. wenn wir REin danach gehen das alles was logisch klingt auch richtig ist, könnte ich nun genauso GUT behaupten, wer bei einer diät wenig Isst verbrennt irgendwann keine fett mehr= das wsa manche als hungermodus des stoffwechsels BEzeichnen.

    und an rainer: ICh bin weder veganer nocjh VEgetarier. im gegenteil; werbungen mit slogans wie zb "möchtest DU einen richtigen Burger oder eInen mit FLeisch" finde ich haaRSträubend. ebeNSo wie der zwang derartiger lager-VErtreter die meinen man muss sich jetzt FLEIschlos ernähren weil es gesünder ist und den PLanetne retten soll.

    nichtsdestorotz machen VEganer und vegetarier aus sicht des StOFfwechsels vieles riCHtig. insofenr versuche ich wirklich weniger FLeisch zu essen.
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    am 28.09.2022 12:20:22 | IP (Hash): 1128510184
    Mitglied schrieb:
    Argumentation - auch von Fachärzten (?) - dass zwecks Sensibilisierung des Glukose-Signals, also der Umkehrung der zugrunde liegenden Insulinresistenz, eine....


    Sorry, aber die Hauptaufgabe vom Insulin ist nicht die Erschließung von Zellen für die Aufnahme von Glukose. Denn die Zellen, die sich ausschließlich aus Glukose mit Energie versorgen können, brauchen dafür kein Insulin. Und die Insulin für die Aufnahme brauchen, brauchen für ihre Energieversorgung keine Glukose, weil sie dafür wenigstens genauso gut Fett nehmen können.

    Die Hauptaufgabe vom Insulin ist die Speicherung von Fett und die Regulierung der diversen Speicher.

    Nachtrag:
    Zudem haben die Verbraucherzellen für Glukose bei Nichtdiabetikern KEINERLEI aktiv den BZ regelnde Funktion! Wenn sie hätten, würde jeder Nichtdiabetiker nach nem Tag mit nem Beinbruch im Bett und viel leckerem Zuspruch 400 und mehr mg/dl messen müssen.
    Dass die Verbraucherzellen bei Typ 2 so eine aktive Regelfunktion haben und der mit der Insulinresistenz nicht nachkommen, ist vor dem Hintergrund der nichtfiabetischen Fakten eine diabetologische Erfindung :(

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    Bearbeitet von User am 28.09.2022 15:11:19. Grund: Nachtrag
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    am 28.09.2022 14:20:59 | IP (Hash): 705993429
    Es ist müsig, darüber zu streiten, was der Mensch ist. Fleisch-, Pflanzen- oder Allesfresser...
    Als Diabetiker tut man vermutlich grundsätzlich gut daran, auf viel Kohlenhydrate und viel Fett zu verzichten. Zucker in welch' verführerisch leckeren Formen er auch untergebracht sei, ist als die neue stille "Massenvernichtungswaffe" bereits hinlänglich "enttarnt".
    Rotes Fleisch ist ebenfalls auf dem besten Wege, als Krebsauslöser immer mehr verschmäht zu werden.
    Was bleibt also? Ich würde meinen, grundsätzlich leichte, grüne und kohlenhydratarme Kost, denn nur unsere bewußt gesunde Nahrungsauswahl ist das einzige "Allround-Medikament", was jeder von uns rezeptfrei in seinen eigenen Händen hält!
    So halte ich's...

    ______________________________________________________________________________________________
    Wer die Sache ernst nimmt und grundsätzlich diszipliniert ist, den diszipliniert dieser Diabetes vermutlich weit mehr hin zur Gesundheit, als diese Krankheit dann noch vermag zu zerstören?!
    Bearbeitet von User am 28.09.2022 14:22:57. Grund: Ergänzung
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    am 28.09.2022 16:46:49 | IP (Hash): 487702525
    Moin, Moin,

    bin seit Jahren hier im Forum und habe nie erlebt, dass sich einer der Mit- und Ohneglieder, auf den Schlips getreten fühlt. Jeder äußert hier nichts weiter als seine Überzeugung.

    In meinem Fall ist es so, dass ich liebend gern Sport treiben würde, aber............. ich bin seit dem 8. März 2021 der Gefangene eines Bürostuhls und suche nicht anderews als von 250 mg nüchtern auf 90 zu kommen.

    LG Rolf



    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 28.09.2022 17:06:03 | IP (Hash): 1128510184
    100-140 nüchtern steht im fachoffiziellen Lastenbuch bei Deiner Dia-Praxis. Was die für Dich tun können, wollen sie ja aus den Tagesprotokollen lesen, die Du hoffentlich fleißig schreibst.
    Von 100 nach 90 mg/dl nüchtern ist nicht weit, aber dann Dein Ding, nicht das vom Dok.

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    am 28.09.2022 21:07:41 | IP (Hash): 705993429
    Jürgen,... was schreibst Du da sinngemäß? Für 'nen Nüchtern-BZ von 100-140 soll er sich gefälligst mal auf seinen Hosenboden setzen!?
    Ich weiß jetzt nicht, ob ich der einzige bin, der 268!!! nüchtern gelesen hat?
    Ihr schreibt hier alle ein Zeugs zusammen, als ob der gute Lighthouse eventuell bissel an Prädiabetes zu leiden beginnt?!
    Für mich klingt das eher nach LADA Typ 1. Was soll Medformin bei 8,5 HbA1c noch ausrichten? Übrigens HbA1c von 8,5 bei 268 nüchtern glaub' ich auch nicht... Das müsste mittlerweile ein HbA1c jenseits der 10 sein!
    Gehört da nicht Insulin an den Start?

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 28.09.2022 21:18:06. Grund: Ergänzung
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    am 28.09.2022 21:26:08 | IP (Hash): 1128510184
    Wenn Du mal schaust, ist der Leuchtturm schon seit 2015 dabei - nix LADA.
    Und wenn Du noch mal schaust, hab ich vom Lastenheft der Dia-Praxis geschrieben. Da steht als Einstellungsziel 100-140 mg/dl nüchtern und vor den Mahlzeiten.

    Das ist der erste Schritt, und der geht von der Praxis einzufordern. Was man dann noch besser haben will, muss man selbst besser machen.

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    am 28.09.2022 21:32:32 | IP (Hash): 705993429
    Kann ein Typ II nicht irgendwann auch einmal insulinpflichtig werden?
    Wie soll er von fast 300 nüchtern da je wieder runter kommen? Reicht da beim Typ 2 nur noch die Hälfte Boskop und 10kg abnehmen? (Und auch das muss man erstmal schaffen...)
    Für mein Gefühl seid ihr da mit euren Tipps zu zögerlich...
    Ich bin da ein gebranntes Kind, 300 nüchtern bekommt man nicht mal eben mit Kamillentee geregelt und man sollte auch nicht 1-2 Jahre mit 300 rumlaufen, nur weil es niemanden so wirklich interessiert...
    Ganz schädlich ist diesbezüglich, wenn man glaubt... Keine Ahnung, Der Diabetologe wird's schon richten. Die haben in der Regel alle weit mehr als 1000 Patienten! Nur mal so...

    ______________________________________________________________________________________________
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    Bearbeitet von User am 28.09.2022 21:54:17. Grund: Ergänzung
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    am 28.09.2022 22:09:03 | IP (Hash): 1128510184
    Wenn die übrigen Medis den BZ nicht mehr unter der Interventionsschwelle halten, bekommen auch wir 2er Insulin.
    Dafür muss aber in aller Regel über Wochen und Monate ausprobiert werden, was alternativ noch gehen könnte. Und wenn davon nix richtig funzt und Insulin ansteht, dann gibt's für Oldies wie Rolf und mich noch den Altersbonus bei der Intervention. Also nicht schon bei HbA1c 7,5, sondern erst bei 8 oder 8,5.

    Dass mir das gewaltig stinkt, kannst Du dir vorstellen. Und ich hoffe nur, dass Rolfs Diabetologe auch die vielen Medis berücksichtigt, die der Gefangene vom Schreibtischsessel so alle schlucken muss, und deswegen nach der Testwoche bald ne ICT verordnet, weil Insulin von allen Zuckermedis die wenigsten Nebenwirkungen macht.
    Herausforderung für die verordnende Fachperson: Mit dem BZ im Bereich von 7 und mehr und ganz normalem Essen im rechnerisch eukalorischen Bereich nehmen wenigsten 9 von 10 Betroffenen zunehmend zu :(

    Nachtrag:
    Hoffe, dass Rolf auf ne Einstellung mit eher 100 als 140 nüchtern ohne Altersbonus besteht, weil er ja schon ne Menge Miesigkeiten hat und nicht noch mehr braucht. Und dass er seinen BZ dann in eigener Regie noch ein gutes Stück weiter Richtung gesund absenkt, denn im gesunden Bereich gibt es die automatische Zunahme nicht.
    Und dann hoffe ich, dass er sich mit den hier häufig schon skizzierten "Stehaufmännchen" schon am Schreibtisch immer mehr Bewegung und Beweglichkeit verschafft, damit er bei Gelegenheit wie dieser hier ausrollen kann https://www.youtube.com/watch?v=xSkdmTtw1GU

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 28.09.2022 22:29:33. Grund: Nachtrag
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    am 28.09.2022 22:46:11 | IP (Hash): 766286771
    Hallo Rolf,

    ich fenke eher, dass dein Diabetologe dir Einen GLP1-Rezeptor-Agonisten Trulicity oder Ozempic verschreibt. Damit bekämst du dann die Chance, neben besserem BZ auch Unterstützung bei der notwendigen Gewichtsabnahme zu bekommen. Falls es so kommt, dann drücke ich dir die Daumen, dass du das Medikament ausreichend gut verträgst. Auch bei dieser Therapie kannst du mit der richtigen Ernährung viel zusätzlich erreichen.

    Lass die von den Nur-Insulin-Fans die Therapie, die dir dein Diabetologe vorschlägt, nicht kaputt reden. Selbstverständlich kann auch Insulin erhebliche negativ Nebenwirkungen haben, nämlich schwere Hyper- und Hyppoglykämien. Das kann Jürgen natürlich nicht wissen :lol:

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 28.09.2022 22:49:17. Grund: BBCodes
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    am 28.09.2022 22:46:50 | IP (Hash): 1987085466
    Ich lese interessiert mit.

    Ausgang bei mir war ja: HbA1c von 10,4% im November 2021.

    Von den 3 Baustellen:
    1. Gewichtsreduktion
    2. Mehr Bewegung
    3. Kohlenhydratarme Ernährung

    fiel mir Punkt 3 am leichtesten.



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    am 28.09.2022 23:09:28 | IP (Hash): 1128510184
    Rainer schrieb:
    nämlich schwere Hyper- und Hyppoglykämien. Das kann Jürgen natürlich nicht wissen :lol:


    Auf die Entstehung von Nebenwirkungen bei Medis haben wir keinen Einfluss. Ich kann bei meiner Cortison-Behandlung die Nebenwirkung größerer Insulinbedarf nicht steuern.
    Aber ich kann meinen BZ steuern und damit Hyper und Hypo ausschließen. Die als womöglich sogar böse Nebenwirkungen zu bezeichen, halte ich daher für absolut sinnfrei.

    Anyway, Daumendrück für alles, was bei Dir geht und womit Du zurecht kommst, alter Leuchtturm ;)

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    Bearbeitet von User am 28.09.2022 23:18:27. Grund: .
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    am 28.09.2022 23:25:30 | IP (Hash): 1128510184
    Hape schrieb:
    Ich lese interessiert mit.


    zwischen Deinem Ding und Rolfs liegen immerhin 6 Jahre - heißt nicht, dass Deine Maßnahmen in 6 Jahren nicht gut wären, aber doch, dass sie dann nicht mehr so schön wirken könnten, wie jetzt.

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    am 29.09.2022 07:40:05 | IP (Hash): 271812362
    Moin Thomas,

    im Grunde genommen bin ich ganz bei Dir, aber ich habe es in den Jahren 2010 bis 2020 geschafft und hatte Werte, die meine Diabetologin akzeptierte, dann kam aber meine "unerklärliche" Veränderung meines Gesundheitszustandes, was mich in einen Ausnahmezustand versetzte. Nicht mehr laufen zu können hat mich psychisch sehr belastet und ich habe mich schlampen lassen.

    Vor dem 8. März 2021 habe ich mich viel bewegt, bin Rad gefahren usw., aber das war gestern.......nun heißt es, den Rückwärtsgang einzulegen. Bitte lege Dich mit mir an und nicht mit anderen Foreneilnehmern an, sondern mit mir. ICH UND NUR ICH, hat den Scheiß gebaut. Ich schätze die Forenteilnehmer hier und achte sie.

    In 7 Tagen ist mein Problem statistisch erfasst. Dann entscheidet meine Diabetologin, wie es weitergeht.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.