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Zuckermessgeräte
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am 10.10.2022 10:03:13 | IP (Hash): 1076764836
Hallo Rolf,
jetzt bin ich irritiert, dass du dich als Anfänger bezeichnest. Ich meine, dich schon seit mehreren Jahren hier zu lesen. Bist du nicht auch der, der schon vor Jahren über Polyneuropathie geklagt hat und deshalb so schlecht laufen kann? Du hast doch auch immer wieder über die Klinik in Berlin (oder bei Berlin) berichtet.
Hast du in all der Zeit deinen Blutzucker nicht gemessen?
Was ist denn überhaupt der Grund, dass du jetzt gar nicht mehr laufen kannst? Und warum die Sache mit dem Bürostuhl? Jemand muss doch eine Diagnose gestellt haben und dir helfen, bzw. dir die notwendigen Hilfsmittel (z. B. einen Rollstuhl) verordnen.
Ich wünsche dir alles Gute und gute Ärzte! -
am 10.10.2022 13:53:27 | IP (Hash): 763222988
Moin Zuckerle,
Du hast völlig recht, mit dem, was Du schreibst. Genau der bin ich. Ich bekam die Diagnose Typ II vor rund 10 Jahren, musste nie messen, weil mein HbA1c immer zwischen 5,7 und 6,1 war. Ich konnte essen, was ich wollte und hatte diese Werte, speckte gewaltig ab, aber ich bekam ca. 2015 eine PNP, die völlig schmerzfrei verlief.
Ich war 3-mal in der Naturheilkunde im Immanuel-Krankenhaus, Berlin-Wannsee und bin noch heute restlos begeistert.
Bitte frage mich etwas Leichteres als, warum kannst Du nicht laufen? Ging am 8. März 2021 in die Klinik nach Brunsbüttel, weil mein rechter Mittelfinger entzündet war. Von dort kam ich in die Handchirurgie nach Itzehoe und wurde am selben Tag operiert. Am 9. wachte ich auf und niemand durfte mich mehr anfassen. Ich schrie vor Schmerzen. Nach 2 Knieoperationen wurde ich am Samstag vor Ostern entlassen. Der Pflegedienst lachte sich kaputt und brachte mich in Brunsbütteler Krankenhaus. Dort wollte man mich nach 14 Tagen entlassen, man war ratlos......... Der Neurologe im KKH stellte fest, dass mein Spinalkanal dicht sei. Verlegung nach Heide. 2 Spinalkanaloperationen und 1 Knieoperation weiter
kam ich nach Hause, bin absolut schmerzfrei, kann aber nicht mehr laufen. Apropos....... Das Krankenhaus Itzehoe sagte mir, dass ich behandlungsunwillig gewesen sei. Ich will darauf nicht weiter eingehen............
Wenn Du noch etwas wissen willst, so melde Dich einfach.............
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 10.10.2022 15:55:32. Grund: Schreibfehler -
am 10.10.2022 15:08:33 | IP (Hash): 1076129122
@Geri
Wenn jemand nen Rolli verordnet und angemessen bekommt, ist nicht mehr die Frage, warum er nicht laufen kann, sondern wie er am besten mit dem neuen Fahrgestell wieder möglichst beweglich wird.
Zum Anfänger:
Dass Typ 2 als ausreichend ordentlich behandelt gelten, so lange ihr BZ im ordentlichen Behandlungsrahmen von Typ 1 verläuft, halte ich für die mieseste Folge von Typ 1 und der fachoffiziellen Diabetologie, die sich bislang allein daran ausrichtet.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 10.10.2022 15:27:00 | IP (Hash): 1076764836
puuh Rolf *grübel*...es ist nicht so, dass ich neugierig was wissen will...würde nur gerne verstehen. Gelingt mir aber nicht :-((
Es muss ja einen Grund geben, dass du nicht mehr laufen kannst, die Füße, die Knie, die Hüfte, die Muskeln, die Sehnen, die Nerven oder sonst irgendwas. Das muss doch mal jemand diagnostizieren. Und wenn bei dir im Norden niemand ist, der das kann, dann musst du halt mal in die Charité oder ins UKW. Irgendjamand muss dir doch helfen können...
Ich kann und will nicht beurteilen, ob du behandlungsunwillig bist, oder die Kliniken nicht kompetent genug sind. Denke aber, dass du ganz dringend eine Reha und jede Menge Physiotherapie brauchst. Denn nur davon, dass du in deinem Bürostuhl rumsitzt und vielleicht ein Bisschen durch die Wohnung rollerst wird ganz sicher nix besser...
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am 10.10.2022 15:50:59 | IP (Hash): 763222988
Moin Zuckerle
natürlich kannst Du nicht beurteilen, ob ich behandlungsunwillig war. Klar, war ich das, aber nur, weil man mich nicht anfassen durfte. Ich ging vor Schmerzen durch die Decke. Dann entließ man mich im Krankenwagen und damit war ich einverstanden, weil ich nicht mehr konnte. Als mich die Pflegerinnen sahen, erklärten Sie mir, dass sie mich nicht pflegen könnten. Das war mir klar.
Keines der beiden anderen Häuser hat sich über mich beschwert. Ich bekam immer noch 80 mg Morphium, vergaß alles. Wenn ich nach der Schwester klingelte, weil ich etwas wollte, hatte ich es vergessen, wenn sie vor mir stand. Morphium macht einen "meschugge" Ich hatte nie Schmerzmedikamente nehmen müssen.-
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 10.10.2022 22:46:13 | IP (Hash): 1076129122
Zuckerle schrieb:
puuh Rolf *grübel*...es ist nicht so, dass ich neugierig was wissen will...würde nur gerne verstehen. Gelingt mir aber nicht :-((
Es muss ja einen Grund geben, dass du nicht mehr laufen kannst,
Mit ner Art Ganzkörper-PNP verliert man das Gefühl für Auftreten und Gleichgewicht. Da kann man alle paar Meter prächtig hinschlagen. Hab einen alten Nachbarn, den seit wenigstens 20 Jahren sowas plagt (übrigens ohne Diabetes), wenn er mehr als 20 Schritte aufrecht hintereinander kriegen will. Und der ist noch "schlimmer", als der Leuchtturm hier. Der hat nämlich nen Rolli mit Antrieb und kann auch damit umgehen - aber nur fernab der Heimat im Urlaub.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 11.10.2022 05:56:41 | IP (Hash): 890987052
Moin Jürgen,
vom Gefühl her habe ich diese PNP ausschließlich in den Händen und den Füßen. Ich schwanke, wie ein Fahnenmast im Sturm. Ich habe seit Monaten Ergo-Therapie, kann am Rollator 200 m mit 3 Pausen laufen. Bin dann geschafft, wie ein Bauarbeiter mit Doppelschicht.
Liebe Grüße
Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. -
am 11.10.2022 09:08:38 | IP (Hash): 812561025
Lighthouse schrieb:
kann am Rollator 200 m mit 3 Pausen laufen. Bin dann geschafft, wie ein Bauarbeiter mit Doppelschicht.
Kann ich voll nachvollziehen. Allerdings erlebe ich die möglichst häufige Bewegung von Armen und Beinen als sehr hilfreich allein für’s Wohlbefinden. Denn als ich vor gut 3 Jahren praktisch komplett in den Rolli gestiegen bin, hatte ich nach einigen Wochen zunehmend Plagen an Unterschenkeln und Füßen. Die ließen sich nur mit immer wieder eifrigem Massieren lindern.
Dann hat mir eine aufmerksame Sanihaus-Mitarbeiterin diesen Rollator für die Wohnung gezeigt https://www.saljol.de/de/wohnraumrollator-fussbremse/p-33/?utm_source=shopping&utm_medium=cpc&utm_campaign=18134227627&nw=x&ap=&utm_term=&fiid=&dvc=c&tid=&gclid=Cj0KCQjwhY-aBhCUARIsALNIC04Dl7C6Vh3lEgUTomIplV5p7WwwPr7elE1V7tM6a80FttmetV93BoUaAoAuEALw_wcB Da häge ich die Sitzplatte davor und benutze den seitdem als Standardsitz und Gehwagen. Wenn auch immer nur 2 Schritte und dann anhalten und die Beine nachziehen, aber in der Wohnung kann ich damit sicher schleichen. Mit zunehmender aktiver Nutzung sind auch damit meine Kreise dann immer ein Stückchen weiter geworden, bis ich mich fühle wie ein Bauarbeiter nach ner eifrigen Schicht :)
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am 12.10.2022 06:53:39 | IP (Hash): 68807988
Moin Jürgen,
irgendwie bin ich völlig irritiert über mein Verhalten und neben der Spur. Lach mich bitte nicht aus, aber es ist so, wie ich es Dir beschreibe. Mir müsste jemand gewaltig in den A..... treten, Du weißt das Ding, dass 2 Backen hat. Ich kam nach 100 Tagen aus der Klinik und von da an begann mein Bürostuhl-Martyrium.
Insgeheim frage ich mich, ob ich nicht mehr laufen will? Ich habe mich in meinem "Elend" eingerichtet. Dienstag und Donnerstag habe ich eine "Zugehfrau", die meinen Haushalt erledigt. Dienstag und Freitag Nachmittag habe ich ein 15-jähriges Mädel, dass für mich einkauft. Sie koordiniert die Einkäufe mit Ihrer Mutter und ihrer Schwester, die sie vertritt, wenn sie nicht kann. Drei Einkaufszentren sind in unmittelbarer Nähe (EDEKA, ALDI, LIDL). Im Monat verdient sie 125 €, für ein junges Mädel viel Geld. Alle Beteiligten sind lecker-zufrieden (Ausdruck einer Freundin, die mit Ihrem Bruder einen Sterne-Imbiss betreibt). Ich habe die Pflegestufe III, Verhinderungspflege und den möglichen Teil der Kurzzeitpflege umbuchen lassen und habe bis zum Jahresende noch 665,00 € zu verbraten.
Verstehst Du, was ich meine und was mich "ängstigt", obwohl ich der Verursacher sein könnte. Ich zweifle schon an mir.
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Bearbeitet von User am 12.10.2022 12:31:03. Grund: Schreibfehler -
am 12.10.2022 09:12:15 | IP (Hash): 1109753277
Das mit dem Treten funktioniert bei mir genauso wenig wie bei Dir: Wir neigen dann immer noch ne Nummer mehr zum Gegenteil von dem, in das wir getreten werden sollen und vielleicht sogar wollen. Bei uns funktioniert, was sich besser anfühlt.
Das werden bei Dir die ersten Ausflüge im Rolli sein. Zuerst wohl geschobene, aber dann kommt die alte Nase mal wieder einfacher und öfter an die frische Luft.
Und daraus dann der von der Basketball-Trainerin vermittelte Lernprozess zum eigenen aktiven Umgang mit dem Rolli. Wahrscheinlich wird es für Basketball nicht mehr reichen, aber z.B. schon dafür, dass Du mit Deiner Einkäuferin bei gutem Wetter mal zusammen einkaufen rollst :)
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.