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Beruhigungsmittel für Diabetiker
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am 24.10.2022 19:23:17 | IP (Hash): 510800050
Lighthouse schrieb:
Ansonsten ist Stress falsche Zeitplanung. Ich bin in Deutschland, Österreich und der Schweiz beruflich unterwegs gewesen und habe mit Einkäufern und Einkaufsvorständen verhandelt und hatte zeitlebens nie Stress. Warum auch, der hätte mich nur behindert.
Hallo Rolf,
ist ja niedlich... da würde ich auch nicht in Stress geraten :)
Aber wenn mich 3-4 Stunden nach Feierabend ein verzweifelter Hotline-Kollege anruft, weil es auf einer Kundenanlage der kritischen Infrastruktur ein größeres Problem gibt und er es nicht lösen kann, dann schießt der Blutdruck erstmal ordentlich in die Höhe...
Also tief durchatmen, mich selber, Kollegen und eventuelle auch den Projektleiter beruhigen, beim Kunden einloggen, versuchen das Problem zu erfassen und zumindest soweit einzufangen, dass das Ganze bis zum nächsten Morgen wieder sicher läuft. Wenn das nicht klappt, weitere Kollegen aktivieren (und stressen) und möglichst nicht in Panik ausbrechen, weil dann das Hirn nicht mehr funktioniert.
Die Zeit, die wir dafür haben, ist übrigens vertraglich mit dem Kunden oft auf 2 Stunden festgelegt.
Danach bin ich so voll Adrenalin, dass an Schlaf nicht zu denken ist...
Und am nächsten Tag geht das dann natürlich noch weiter mit Ursachenforschung, Vermeidungsstrategien, Dokumentation und entwickeln einer nachhaltigen Lösung.
Das Ganze natürlich möglichst kostenneutral und neben den anderen Aufgaben die alle wichtig bis furchtbar wichtig sind ;)
Passiert sowas mehrfach innerhalb kurzer Zeit, fällt es mir schon sehr schwer meine Stresspegel wieder zu senken. In Folge dann schlechter Schlaf, schlechte Laune, höherer Blutdruck und evtl. noch Blutzuckerchaos.
Normaler Alltag ist, ich plane meinen Arbeitstag mit etwa einer Stunde Luft für unvorhergesehenes und dann kommt eventuell doch mehr rein, was sofort erledigt werden muss.
Ich mag meine Job, er ist abwechslungsreich und spannend, aber immer mit einem gewissen Grundpegel an Stress verbunden, weil die Probleme komplex, die Zeit oft knapp und Planung schwierig bis unmöglich ist.
Wenn ich mal zwei bis drei Tage ohne Überraschungen einfach mein Zeug abarbeiten kann, wird mir allerdings auch langweilig...
Bearbeitet von User am 24.10.2022 20:52:52. Grund: Korrektur -
am 25.10.2022 06:22:03 | IP (Hash): 1633831530
Moin Heike,
dann hast Du doch bereits entschieden und nimmst als logische Folge Stress in Kauf. Das hast Du akzeptiert und musst damit leben.
Ich hätte das nie gemacht, weil mir andere Dinge im Leben immer wichtiger waren, aber so reagiere ICH, niemand anderer muss das so machen.
(private Anmerkung: Ich führte Ende der 70er Jahre das Geschäft des Freundes meines Vaters. Für mich die Lebensaufgabe schlechthin. Ich musste nur von März bis November arbeiten und hatte dann 4 Monate frei. Nach drei Jahren trat mir meine Frau auf die Füße, weil sie das nicht mehr mitmachen wollte, weil ich in meiner Arbeitszeit 200 km von meiner Familie in meinem Elternhaus lebte. Kurz, ich gab die Geschäftsführung auf)
LG Rolf
Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.