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Verständnissfrage zu meinen Werten

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    am 24.10.2022 16:45:38 | IP (Hash): 27159878
    r2d2 schrieb:
    Das ist ja alles richtig, aber warum sinkt mein BZ stunden nach dem Essen nicht weiter unter 140mg/dl? aktuell (also nach über 6h nach Nahrungsaufnahme) befindet sich mein BZ immer noch bei 140mg/dl.


    Weil Deine defekte BZ-Regelung das ohne weitere Hilfe nicht schafft. Du kannst also mehr Hilfe=mehr oder/und andere Medi nehmen oder/und weniger KHs in einer Portion essen.

    Oder Du könntest wie schon mehrfach angeregt ausprobieren, ob sich Deine Leber nicht mit sogenanntem Leberfasten wieder zur normalen Glukoseausgabe bewegen lässt.

    ----------------------------------------------
    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 24.10.2022 18:12:00 | IP (Hash): 1882391931
    r2d2 schrieb:
    Hallo, ich versteh meine Werte nicht:

    Ich bin heute um 6 Uhr mit einem NBZ von 134mg/dl aufgestanden.
    Dann habe ich 1000mg Metformin genommen und gegen 8 Uhr gefrühstückt.
    Bis dahin (8 Uhr) ist mein BZ weiter bis auf 155mg/dl angestiegen.
    Nach dem Frühstück ist mein BZ bis 9 Uhr bis auf 194mg/dl angestiegen.
    Bis 11 Uhr ist der BZ dann wieder bis auf 145mg/dl gesunken.
    Seit dem (zwei Stunden) bewegt er sich in dieser Größe und geht nicht weiter runter.
    Müsste der BZ nicht noch weiter sinken? Wo ist das Problem?
    Und wieso hat das Metformin nur so wenig bis gar nix gebracht?
    Klar muss ich das mit meinem Doc besprechen, aber vielleicht weiss hier jemand Rat?
    Ach so: alles ohne Insulin und ich bin (wer es noch nicht weiss) Typ 2.




    Dein Verlauf bis nach dem Essen ist nichts ungewöhnliches.
    Wenn du aufstehst, schüttet der Körper Hormone auf, die den Blutzucker ansteigen lassen. Bei Typ2 Diabetes steigt der Blutzucker bei vielen so lange an, bis sie etwas essen. Deshalb könntest du an dieser Stelle versuche, ob es dir hilft, bereits beim Aufstehen eine Kleinigkeit zu essen.

    Wenn dein Blutzucker gerade am Ansteigen ist und sowieso schon ein erhöhtes Ausgangsniveau vor dem Frühstück (hier 155mg/dl) erreicht, braucht dich der Spitzenwert nach 1 Stunde nicht wundern. Das war ja gerade mal ein Anstieg nach dem Essen von +40mg/dl.

    Ich erinnere mich an deine Frage zwecks TIR und auch dort hattest du das Problem, dass dein Blutzucker lange nach dem Essen nicht mehr vollständig absinkt. Es scheint so, als würde das dein Körper nicht mehr schaffen und dann solltest du dir mit deinem Diabetologen zusammen überlegen, was du da machen kannst. Und ich weiße nochmal wie in dem anderen Thread darauf hin, zwischen nur Metformin und Insulintherapie (das ist ja deine Angst) gibt es noch viele andere Möglichkeiten.
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    am 24.10.2022 18:16:08 | IP (Hash): 1882391931
    Neytiri schrieb:

    Ich finde mMn Deinen BZ von 140 in Ordnung, denn alles unter 120 wäre als Diabetiker eine Hypoglykämie.



    Per Definition ist eine Hypoglykämie bei Menschen mit Diabetes ein Blutzucker unter 70 oder unter 60mg/dl, je nach Defintion.

    Du bist neu mit Insulin dabei und da macht es ohne Sensor einfach Sinn, denn Blutzucker anfangs nicht zu stark abfallen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass unter 120mg/dl dann eine Unterzuckerung wäre.

    Zudem können beim Absenken von hohen auf normnahe Blutzuckerwerte sogenannte falsche Hypoglykämien auftreten. Dein Körper ist das normale Niveau nicht mehr gewöhnt und empfindet das als Unterzuckerung, es ist aber keine wirkliche Unterzuckerung und nach wenigen Tagen gewöhnt sich der Körper auch an die niedrigeren Werte.
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    am 25.10.2022 08:39:15 | IP (Hash): 1445212662
    July95 schrieb:
    Und ich weiße nochmal wie in dem anderen Thread darauf hin, zwischen nur Metformin und Insulintherapie (das ist ja deine Angst) gibt es noch viele andere Möglichkeiten.

    Das ist richtig, aber ich möchte neben der Vermeidung von Insulin auch möglichst lange ohne Medikamente auskommen, die die Bauchspeicheldrüse "ausquetschen" und/oder starke Nebenwirkungen haben. Da ist mir eigentlich nur das gut bewährte Metformin bekannt, daß quetscht nicht die Bauchspeicheldrüse aus sondern verhindert die Ausschüttung aus der Lebere und hat zudem "überschaubare" Nebenwirkungen.
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    am 25.10.2022 09:22:33 | IP (Hash): 651999326
    Nimmst Du bisher nur 1000mg Metformin? Dann könntest Du es ja erstmal mit einer Dosissteigerung probieren - ich glaube bis 3000mg wird empfohlen.

    Hast du die Maximaldosis schon erreicht, bleibt dir ja noch die Möglichkeit, es mit mit weniger Kohlenhydraten zu versuchen.
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    am 25.10.2022 13:06:59 | IP (Hash): 1907306888
    HeikeOV schrieb:
    Nimmst Du bisher nur 1000mg Metformin? Dann könntest Du es ja erstmal mit einer Dosissteigerung probieren - ich glaube bis 3000mg wird empfohlen.



    3000mg ist die erlaubte Höchstdosis. Meist werden 2000mg nicht überschritten, weil in Studien die Überschreitung von 2000mg meist keine Verbesserung brachte.
    Lg Hape
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    am 25.10.2022 16:16:26 | IP (Hash): 1257585411
    r2d2 schrieb:
    Das ist richtig, aber ich möchte neben der Vermeidung von Insulin auch möglichst lange ohne Medikamente auskommen, die die Bauchspeicheldrüse "ausquetschen" und/oder starke Nebenwirkungen haben.

    Wenn dein allgemeines BZ-Niveau ca. bei 140mg/dl und darüber liegt, haust du dir nur die Taschen voll, wenn du hoffst, dass ein bisschen mehr Metformin oder ein bisschen weniger KH und ein bisschen mehr Bewegung bei dir vertretbare BZ-Werte ergeben könnten. Entweder du lässt es so weiter laufen und brauchst dann spätestens in 2 ... 3 Jahren richtig starke Diabetesmedikamente und/oder Insulin oder du raffst dich auf und ergreifst jetzt geeignete Maßnahmen - bei denen wirst du dich aber von deinen nicht sehr sinnvollen Grundsätzen lösen oder aber sehr viel mehr Aufwand betreiben müssen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 25.10.2022 16:17:24. Grund: BBCodes
     1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag.
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    am 25.10.2022 17:28:38 | IP (Hash): 1907306888
    Rainer schrieb:
    Wenn dein allgemeines BZ-Niveau ca. bei 140mg/dl und darüber liegt, haust du dir nur die Taschen voll, wenn du hoffst, dass ein bisschen mehr Metformin oder ein bisschen weniger KH und ein bisschen mehr Bewegung bei dir vertretbare BZ-Werte ergeben könnten. Entweder du lässt es so weiter laufen und brauchst dann spätestens in 2 ... 3 Jahren richtig starke Diabetesmedikamente und/oder Insulin oder du raffst dich auf und ergreifst jetzt geeignete Maßnahmen - bei denen wirst du dich aber von deinen nicht sehr sinnvollen Grundsätzen lösen oder aber sehr viel mehr Aufwand betreiben müssen.



    Was genau verstehst Du denn unter "geeignete Maßnahmen"?
    Lg
    Hape
    Bearbeitet von User am 25.10.2022 17:54:03. Grund: Quote war falsch
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    am 25.10.2022 17:40:46 | IP (Hash): 1632551255
    r2d2 schrieb:
    ..., aber ich möchte neben der Vermeidung von Insulin auch möglichst lange ohne Medikamente auskommen, die die Bauchspeicheldrüse "ausquetschen" und/oder starke Nebenwirkungen haben. Da ist mir eigentlich nur das gut bewährte Metformin bekannt, daß quetscht nicht die Bauchspeicheldrüse aus sondern verhindert die Ausschüttung aus der Lebere und hat zudem "überschaubare" Nebenwirkungen.


    Es verhindert nicht, es behindert=bremst, so gut es kann. Dumm nur, dass der einzige Weg des Organismus, an Glukose zu kommen, auch im völlig gesunden Rahmen, der durch die Leber ist, für die meisten allerdings diabetisch unbehindert.

    Was Du aktuell machst, ist das gewaltige permanente Auspressen Deiner Betas ganz einfach durch Deinen konstant viel zu hohen BZ!

    1. Die Betas sind für normal maximal und eher selten 140 mg/dl gewachsen. Die beantworten sie aus ihren Speichern, und die füllen sie anschließend bei deutlich unter 100 in aller Ruhe wieder auf.
    Bei Dir is nix mehr mit Auffüllen! Da steht nur noch alles auf möglichst viel produzieren und sofort rausschmeißen.
    2. Werdende Typ2 lassen sich schon im noch völlig gesunden BZ-Rahmen durch die Bestimmung des intakten Proinsulins entdecken, denn davon haben sie schon dann sehr viel mehr, als im völlig normalen Stoffwechsel. Intaktes Proinsulin ist das Produktions- und Speichermolekül, das die Betas mit der Ausgabe in den Blutkreislauf in C-Peptid und Insulin teilen.
    Mit zunehmend mehr Insulin wird so bei uns auch zunehmend mehr ungeteiltes, eben intaktes, Proinsulin ausgegeben, und zwar mehr als linear ansteigend, weil mit mehr Ausgabestress auch weniger ordentliche Teilung!
    Und ungeteilt hat so ein Produktionsmolekül nur 10-20% der BZ-Wirkung vom ordentlich geteilten Insulin und verstärkt damit praktisch zusätzlich den Stress der Betas.
    3. von z.B. 200 mg/dl vor dem Essen von 1 KE auf 200 nach dem Auslauf der Wirkungen von der KE und den gespritzten IE brauchen wir alle deutlich mehr Insulin, als wir von 100 vor dem Essen der gleichen KE auf 100 nach dem Wirkauslauf brauchen.
    Das trifft auch auf Dich zu, obwohl Du nicht spritzt. Während Dir aber nicht auffällt, wie Deine Betas beständig ackern, kann ich sehen, was ich wofür an Insulin dafür zufügen muss, dass mein BZ sich möglichst viele Stunden von 24 entsprechend diesem Profil im gesunden Rahmen bewegt https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar

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    am 25.10.2022 18:01:43 | IP (Hash): 1257585411
    Hape schrieb:
    Was genau verstehst Du denn unter "geeignete Maßnahmen"?

    - ausreichende medikamentüse Unterstützung,
    - Leberentfettung,
    - starke Reduzierung der KH,
    - richtig viel Kraft- und Leistungssport,
    - ...

    Was wie weit hilft und welche Maßnahmen kombiniert werden sollten, muss r2d2 für sich rausfinden. Ich halte z.B. die Kombination von KH-Reduzierung zusammen mit einer Unterstützung durch Basalinsulin für eine einfach durchzuführende, wirksame und nebenwirkungsarme Variante, mit der ich bereits über viele Jahre hervorragend zurecht komme. Für jeden wird das nicht das richtige sein, aber es gibt ja noch viele andere gute Möglichkeiten.

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    Bearbeitet von User am 25.10.2022 18:03:37. Grund: BBCodes