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Metformin und Ozempic reduzieren / absetzen?!

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    Mitglied seit: 06.11.2022
    am 06.11.2022 15:18:03 | IP (Hash): 1986712444
    Hallo liebe Leidensgenossen/Kämpfer in eigener Sache,
    bin neu hier, mein erstes Forum, denn mir fehlen Gesprächspartner die sich mit dem Thema Diabetes auskennen.
    Zu mir:
    Daggi, 52 Jahre, 1,80 m, Mutter, berufstätig.
    07.01.2022 Diagnose Diabetes, 125kg, HbA1c 10,7
    Glykosewert nüchtern 307, ges Cholesterin 246, HDL 39, LDL nicht messbar. Triglyceride 442. Bereits Folgeschaden Polyneuropathie.
    Hatte zum Jahreswechsel den Arzt gewechselt (nach22Jahren) da ich nur noch müde, ko, dauernd eingeschlafen, überlastet... war und dagegen Psychopharmaka nehmen sollte🙈.

    Nach dem Schock der Diagnose hab ich meine Ernährung umgestellt, eine Ernährungs App genutzt und alle 2 Tage auf die Waage.
    + 1500mg Metformin, 10mg Atorvastatin
    Wunschziel pro Woche -500Gramm

    13.04.22 119kg (-6kg) HbA1c 6,8. Cholesterin 175, Tri 212. Diabetologe gibt zusätzlich Ozempic. Mai 0,25, 0,5 dann bei 1,0 ging es mir schlecht. Nur noch die Hälfte genommen.

    06.07.22 113,5kg (-11,5) HbA1c 6.1, Metformin auf 1000mg reduziert

    12.10.22 105kg (-20kg) HbA1c 5,9 Metformin auf 500mg abends reduziert

    Jetzt überlege ich, ob ich das Metformin ganz absetzen soll, traue mich aber nicht. Esse leider öfter mal wieder Süßigkeiten (Jan.-Juli gar keine). Werte trotzdem ok.

    Ab wann kann man Metformin absetzen???
    Woher weiß ich, ob mein Körper wieder genug Insulin produziert???

    Hoffe auf Eure Ideen und Denkanstöße 🙂

    LG Daggi
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    am 06.11.2022 16:01:03 | IP (Hash): 763222985
    Moin Daggi,

    welchen Schock meinst Du denn, das vestehe ich bis jetzt nicht. Psychopharmaka zu nehmen ist ein völlig normaler Vorgang, wenn es sich bei Dir um Erschöpfungszustände, Burn Out, Depressionen handelt. Burn Out ist nichts aderes als eine Depression. Frage mich, wo Du damit Probleme hast. Ab zum Neurologen und reden............

    Da Du scheinbar auch Ärztin bist, die sich autark behandelt frage ich mich, wie jemand von uns, der wir Laien sind, Dir helfen soll?

    Ausgangsgewicht war scheinbar 119 kg - Zielgewicht wäre Körpergröße minus 100, Idealgewicht wäre Normalgewicht minus 10 %..

    Du solltest als Ärztin wissen, dass Metformin sofort abgesetzt werden kann, Du musst es nicht ausschleichen, wie beispielsweise Morphium.

    Icxh finde Deine Handlung unverantwortlich. Ab zum Diabetologen und Neurologen, die entscheiden dann, was passieren soll.

    LG Rolf





    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 06.11.2022 16:13:46 | IP (Hash): 966383438
    Hallo Daggi,

    500mg Metformin ist eigentlich nur noch eine homöopathische Dosis, die nur eine geringe Wirkung haben kann. Wenn du die mal für ein Quartal weglässt und beobachtest, was dann passiert, dann kann nicht viel schlimmes passieren. Wen das HbA1c dann gestiegen ist, dann solltest du Metformi wieder nehmen. Ich würde an deiner Stelle dann aber bei 1000mg bleiben.

    Ozemoic 0,5mg spritzt du noch? Die Hauptwirkung kommt sowieso von diesem Medikament, auch in dieser kleineren Dosis. Wenn du Metformin einigermaßen verträgst, dann würde ich eher das Weglassen von Ozempic als von Metformin anstreben, z.B. nur noch Metformin 2000mg. Das kannst du aber nicht alleine machen, sondern mmusst es mit deinem Arzt absprechen.

    Weiter viel Erfolg und alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.

    Bearbeitet von User am 06.11.2022 16:14:06. Grund: BBCodes
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    am 06.11.2022 16:46:57 | IP (Hash): 1175528827
    @Rolf
    Was bist Du so bissig? Mit DEM BZ haben die meisten Betroffenen Last, die Augen 2 Stunden am Stück offen zu halten. Mit den meisten von 24 Stunden unter 200 meistens fast wie neugeboren. Dafür braucht niemand Arzt oder Ärztin ;)

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
    Bearbeitet von User am 06.11.2022 16:48:09. Grund: .
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    am 06.11.2022 17:50:40 | IP (Hash): 1986712444
    Hallo Rolf,

    danke für Deinen Beitrag.
    Du hast ganz recht. Nach ein paar Tagen Metformin fühlte ich mich wie Neugeboren. Hab den gleichen Begriff bei meiner Hausärztin genutzt😀.

    LG Daggi
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    am 06.11.2022 18:01:54 | IP (Hash): 1986712444
    Hallo Rainer,

    vielen Dank für Deinen Beitrag!

    Ja, das mit dem weglassen überlege ich auch, habe aber schon von 1500 auf 1000 auf 500 in diesem Jahr reduziert. Natürlich hab ich den Diabetologen immer gefragt und das ok bekommen. Hätte ich nicht gefragt, wäre ich jetzt noch auf 1500 Metformin und 1mg Ozempic. Aber auf 0 Met. da bin ich irgendwie schissig. Augenprobeme etc.

    Warum denkst Du besser Metformin täglich als Ozempic 1x wöchentlich?

    LG Daggi


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    am 06.11.2022 19:07:34 | IP (Hash): 966383438
    Daggi8 schrieb:
    Warum denkst Du besser Metformin täglich als Ozempic 1x wöchentlich?

    Weil Ozempic eine starke Droge ist und Metformin nur eine kleine Unterstützungfür deinen BZ. Wenn du Ozempic brauchst, dann ist so eine starke und wirkungsvolle Droge in Ordnung. Wenn du es nicht mehr unbedingt brauchst, dann solltext du es nicht mehr nehmen. Natürlich ist eine Spritze pro woche bequemer als 2 Tabletten pro Tag - Bequemlichkeit sollte aber nicht das wichtigste Entscheidungskriterium sein.

    ____
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    Bearbeitet von User am 06.11.2022 19:10:18. Grund: BBCodes
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    am 06.11.2022 20:30:38 | IP (Hash): 1175528827
    Daggi8 schrieb:
    Woher weiß ich, ob mein Körper wieder genug Insulin produziert???


    Deine Beta Zellen produzieren die ganze Zeit mehr als genug Insulin. Auch mit HbA1c über 10 und nüchtern über 300. Volle Pulle!
    Die Regelung in Deiner Leber ist defekt und sorgt dafür, dass Glukose und Insulin im unpassenden Verhältnis in den Kreislauf gegeben werden.

    Schon im Bereich des völlig gesunden Blutzuckers würde ein Mensch auf dem Weg zum Typ 2 bei einer entsprechenden Untersuchung dadurch auffallen, dass bei ihm deutlich mehr als üblich an Insulin gemessen werden könnte.
    Schon im Bereich des Prädiabetes ist das ein erhebliches Vielfaches und stresst die Beta Zellen schon beträchtlich. Und mit dem Stress teilen die bei der Ausgabe ihr Produkt immer öfter nicht mehr ordentlich in C-Peptid und Insulin, sondern geben das als zusammenhängende Kombi aus. Die heißt intaktes, weil ja noch ungeteiltes, Proinsulin. Proinsulin praktisch Vorstufe zum Insulin. Die hat den Nachteil, dass sie nur 10-20% der Blutzuckerwirkung vom ordentlich geteilten Insulin hat, und damit verstärkt sich der Stress praktisch selbst.
    Die Ausgabe von intaktem Proinsulin lässt sich nur indirekt dadurch verringern, dass man den Blutzucker so viele Stunden von 24 wie möglich im unteren gesunden Bereich hält, also deutlich unter 100 mg/dl.

    Erste Abhilfe ist der Verzicht auf Essen, das Blutzuckerspitzen und damit Spitzen an Insulinbedarf macht. Und da scheinst Du ja schon auf einem guten Weg.
    Und mit einiger Wahrscheinlichkeit könntest Du in 6-8 Wochen Deinen BZ völlig ohne Medikamente, auch ohne Metformin, wieder im völlig gesunden Rahmen genießen, wenn Du dich für die Zeit zur Leberentfettung nach Taylor entschließen würdest. Bei uns in D heißt das Leberfasten nach Dr. Worm.

    Prof. Taylor hat nachgewiesen, dass die Leber ihre Glukoseausgabe wieder auf das gesunde Maß verringert, wenn sie an eingelagertem Fett verbraucht hat, was sie in 1 Woche mit nur 600-800 kcal pro Tag (morgens+mittags+abends je 1 Becher Optifast oä) verbrauchen muss. Damit normalisiert sich in aller Regel der morgendliche Nüchternzucker. Und 6-7 Wochen weiter in derselben Spur sorgen auch für die Entfettung der Bauchspeicheldrüse, so dass die auch die Insulinanforderung für neu gegessene Glukose wieder passend beantwortet.

    Also praktisch wieder voll gesund mit der Einschränkung, in Zukunft auf häufigere größere BZ- und Insulinspitzen verzichten zu müssen. Und wo die ordentliche Funktion im gesunden Rahmen wieder in eben diesem Rahmen festhält, was heute noch Spitzen an und über 200 mg/dl macht, kann ich das nur als super Option empfehlen.

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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 08.11.2022 07:18:13 | IP (Hash): 763222982
    Moin Jürgen,

    bissig? Nöööööööö ich sage, schreibe das, wie ich es empfinde. Hintergrund ist, dass ich immer Ärzte durch Selektion hatte, die mich umfassed berieten und wo ein starkes Vertrauensverhältnis besteht. Ich hätte schon daher nichts gemacht, was ich nicht abgesprochen hätte.

    LG Rolf



    oNicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
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    am 08.11.2022 07:20:53 | IP (Hash): 763222982
    Moin Daggi,

    herzlichen Dank, freue mich über Deine Antwort.

    Liebe Grüße
    Rolf

    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
    Bearbeitet von User am 08.11.2022 07:22:28. Grund: Schreibfehler