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Typ 1 Gewichtszunahme
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am 22.11.2022 20:10:29 | IP (Hash): 1472185145
Hallo
Bei mir wurde im Juni Diabetes Typ 1 festgestellt. Zuvor hatte ich einen Gewichtsverlust von ca. 25 kg in 6 Monaten; ständig Durst und einen Langzeitzucker von 14.8.
In den letzten 5 Monaten habe ich 16 kg zugenommen, obwohl ich die Ernährung verändert habe. Ich esse viel mehr Balaststoffe und Abends nur Brot und wenig Fett.
Ausserdem mache ich regelmäßig Sport. Gehe 2-3 in der Woche joggen.
Kann mir jemand Tipps geben wie ich mein Gewicht halten kann bzw. Leicht abnehmen kann ?
Ist das der Jojo Effekt? Oder muss ich davon ausgehen das ich wieder auf mein Gewicht vor meiner Erkrankung komme?
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am 22.11.2022 21:25:50 | IP (Hash): 350238385
Patrick_Z. schrieb:
Kann mir jemand Tipps geben wie ich mein Gewicht halten kann bzw. Leicht abnehmen kann ?
Wie alle anderen INSULINER auch: Mit weniger Insulin = weniger KHs. Denn z.B. das meiste von dem Brot, das Du abends isst, wird mit Hilfe vom Insulin, das Du dafür spritzt, in Deiner Leber in Speicherfett umgewandelt und in die Schwimmhilfen gepackt und bis zur nächsten Lipolyse sicher darin verwart.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
Bearbeitet von User am 22.11.2022 21:26:52. Grund: . -
am 22.11.2022 21:59:17 | IP (Hash): 1472185145
Wurde es Sinn machen abends KH weg zulassen?
Kann es wirklich sein das pro Monat 2.5 zu nehme nur wegen dem Insulin? -
am 22.11.2022 22:02:05 | IP (Hash): 1907306888
[quote=Patrick Z.;120738]Hallo
Bei mir wurde im Juni Diabetes Typ 1 festgestellt. Zuvor hatte ich einen Gewichtsverlust von ca. 25 kg in 6 Monaten; ständig Durst und einen Langzeitzucker von 14.8.
In den letzten 5 Monaten habe ich 16 kg zugenommen, obwohl ich die Ernährung verändert habe. Ich esse viel mehr Balaststoffe und Abends nur Brot und wenig Fett.
Ausserdem mache ich regelmäßig Sport. Gehe 2-3 in der Woche joggen.
Kann mir jemand Tipps geben wie ich mein Gewicht halten kann bzw. Leicht abnehmen kann ?
Ist das der Jojo Effekt? Oder muss ich davon ausgehen das ich wieder auf mein Gewicht vor meiner Erkrankung komme?
[/quote]
Woher hast die die Information, dass Brot, ein Kohlenhydratprodukt, für Diabetiker günstig ist?
Wieviel Insulin brauchst Du am Tag und welches?
Lg
Hape -
am 22.11.2022 22:15:38 | IP (Hash): 350238385
Patrick_Z. schrieb:
Wurde es Sinn machen abends KH weg zulassen?
Kann es wirklich sein das pro Monat 2.5 zu nehme nur wegen dem Insulin?
Die erste Aufgabe von Insulin ist die Umformung von KHs in Triglyzeride und deren Einlagerung in Fettzellen.
Das betrifft schon das eigene Insulin bei Menschen ohne Diabetes. Höhere Insulinspitzen infolge von höheren KH-Einverleibungen machen bei gleicher Kalorienmenge mehr Gewicht.
Und das betrifft dann halt auch INSULINER, die normal lernen, dass sie den hohen Blutzucker "abspritzen" und nicht anspritzen :(
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 22.11.2022 23:03:23 | IP (Hash): 1472185145
Ich meine Brot ist gesünder wie viele andere Sachen Pizza, Burger etc. Am Abend
Momentan brauch ich insgesamt 45 Einheiten (Basal/Bolus)
Zu Beginn waren es ca. 30 Einheiten am Tag.
Zurzeit esse ich ca. 200 g KH am Tag
Früher waren es ca. 300g KH und habe meine Gewicht gehalten.
Zurzeit habe ich einen Time in Range von 82%
Bearbeitet von User am 22.11.2022 23:10:59. Grund: Ergänzung -
am 23.11.2022 08:33:02 | IP (Hash): 1739559351
Hallo,
erstmal grundsätzlich: Wieviel Insulin ein Mensch braucht ist sehr individuell, ein generelles Zuviel oder Zuwenig gibt es nicht! Und auch nicht das falsche oder richtige Insulin, es muss individuell geeignet sein.
Das mehr an Insulin kommt eventuell vom Nachlassen der Remission aber sicherlich auch vom zusätzlichen Gewicht.
Ich brauche zum Beispiel im Schnitt 80IE/Tag.
Brauche ich für mehrere Tage deutlich mehr, wird mein Gewicht wahrscheinlich auch mehr, brauche ich deutlich wenige, wird auch mein Gewicht weniger - bei vergleichbaren Werten aber nicht nur abhängig von der KH-Menge.
200g KH ist schon ganz schön viel, aber natürlich auch abhängig von deinen Grundumsatz und davon was noch an Fett und Eiweiß dazukommt (sind ja alles Kalorien). Ich komme auf 100-150g pro Tag als reine Schreibtischtäterin.
Brot ist übrigens auch mein Hauptnahrungsmittel und für Typ1er auch überhaupt kein Problem!
Bearbeitet von User am 23.11.2022 10:15:33. Grund: Ergänzung -
am 23.11.2022 10:03:53 | IP (Hash): 1834197939
Ganz vorne an steht natürlich die Menge der Kalorien, die Du dir alltäglich einverleibst. Und wo Du zunimmst, ist die nun mal größer, als was Du zum Gewichthalten oder gar leichten Abnehmen brauchen würdest.
Wie viel wir am Tag so essen, ist in aller Regel Gewohnheitssache, und die Gewohnheit ist bei Dir im Zeitrahmen des letzten Jahres ganz schön durcheinander gekommen.
So hast Du während der unbehandelten Anfangsphase Deines Diabetes zunehmend mehr essen und damit trotzdem immer mehr abnehmen können. Denn immer mehr von den einverleibten Kalorien hast Du damit unverbraucht direkt ins Klo entsorgt.
Mit der gesunden Behandlung mit Insulin geht da praktisch nix mehr ins Klo, und Du müsstest eigentlich auf den Anteil gleich verzichtet haben, wenn du die 25 abgenommenen Kilos hättest abgenommen halten wollen.
Also praktisch Hausnummer nur noch die Hälfte von den Mengen essen, die Du bis dahin gegessen hattest.
Wie viel weniger genau, zeigt natürlich erst systematisches Ausprobieren. Und beim Ausprobieren von weniger Essen ist Low Carb in aller Regel sehr hilfreich, weil Fett und Protein in aller Regel besser sättigen, als die gleiche Menge Kalorien in Form von KHs.
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Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert. -
am 24.11.2022 08:21:02 | IP (Hash): 1462022719
[quote=Patrick Z.;120738]Hallo
Bei mir wurde im Juni Diabetes Typ 1 festgestellt. Zuvor hatte ich einen Gewichtsverlust von ca. 25 kg in 6 Monaten; ständig Durst und einen Langzeitzucker von 14.8.
In den letzten 5 Monaten habe ich 16 kg zugenommen, obwohl ich die Ernährung verändert habe. Ich esse viel mehr Balaststoffe und Abends nur Brot und wenig Fett.
Ausserdem mache ich regelmäßig Sport. Gehe 2-3 in der Woche joggen.
Kann mir jemand Tipps geben wie ich mein Gewicht halten kann bzw. Leicht abnehmen kann ?
Ist das der Jojo Effekt? Oder muss ich davon ausgehen das ich wieder auf mein Gewicht vor meiner Erkrankung komme?
[/quote]
Die Gewichtsabnahme ist bei unerkannten Typ1 Diabetes sehr typisch. Aufgrund des Insulinmangels kann der Körper die Energie in der Nahrung nicht mehr gut verarbeiten und daher nimmt man so stark ab.
Jetzt mit Insulin kann der Körper die Nahrung wieder normal verdauen. Die Gewichtszunahme nach einer Typ1 Manifestation mit vorangegangender Abnahme ist total normal. Bei den allermeisten normalisiert es sich mit der Zeit auf dem Gewicht vor der diabetesbedingten Gewichtsabnahme.
Dir schreiben hier außer Heike und mir übrigens nur Typ2er. Wie hier bei dir merkt man aber, dass sich Typ1 und Typ2 in einigen Punkten deutlich unterscheiden. Brot ist bspw. bei Typ1 kein Problem. Bei Typ2 ist bei vielen hier im Forum eine LowCarb Ernährung die persönlich richtige Methode, um ihren Diabetes (ohne Medikamente) gut einstellen zu können. Bei Typ1 Diabetes hat LowCarb Ernährung einen anderen Stellenwert. Klar gibt es auch hier welche, die mit LowCarb Ernährung super Werte erreichen, andere erreichen dies durch einen Loop oder andere Möglichkeiten. LowCarb ist daher nicht zwingend erforderlich.
Du kannst dir mal unser reines Typ1 Forum insulinclub.de anschauen. Dort wirst du mit deinen Fragen vermutlich besser aufgehoben sein. -
am 24.11.2022 09:56:53 | IP (Hash): 72970431
hjt_Jürgen schrieb:
Und beim Ausprobieren von weniger Essen ist Low Carb in aller Regel sehr hilfreich, weil Fett und Protein in aller Regel besser sättigen, als die gleiche Menge Kalorien in Form von KHs.
Die meisten Diabetiker kommen nach einer gegebenenfalls kleineren oder größeren persönlichen Umgewöhnung auf mehr Pflanzenkost und weniger Getreide zugunsten von fett- und proteinreichen Lebensmitteln sehr gut damit zurecht - vor allem was die Sättigung und Verbrennung von Fettsäuren als primäre Energiequelle angeht. Trifft aber nicht nur auf Diabetiker, sondern auch auf Personen mit Insulinresistenz und/oder Prädiabetes zu, also Personen, deren Körper schlecht mit der Verwertung von KH als effektive Energiequelle umgehen können. Wer mit Kohlenhydraten gut zurecht kommt, sprich einen niedrigen KFA hat, regelmäßig (Kraft/Ausdauer)Sport treibt und gesunde BZ-Werte hat, wird sich vermutlich mit einer moderaten bis höheren KH-Zufuhr wohler fühlen, was den Sättigungseffekt angeht. Das nur am Rande und für Patrick grundsätzlich irrelevant ;)