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Diabetes Typ2 ganz frische Diagnose, bin überfordert

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    am 18.12.2022 16:56:56 | IP (Hash): 1061910387
    Hallo liebe Community,

    ich bin weiblich, 52 Jahre alt, übergewichtig und habe im Rahmen des Check Ups plötzlich die Diagnose Diabetes Typ 2 bekommen. Ich habe keine Beschwerden, mir geht’s ganz normal wie immer. Ohne die Blutuntersuchung, die zum Check Up gehört, hätte ich nix bemerkt.

    Mein HA hat mir lediglich gesagt meine Zuckerwerte sind zu hoch, ich hätte Diabetes, hat mir Metformin aufgeschrieben und fertig. Termin beim Diabetologen habe ich erst am 06.01.

    Ich habe absolut keinen Plan wie man mit der Diagnose umgeht. Wie kontrolliert man denn den Zuckerwert? Wie stellt man am besten die Ernährung um? Es gibt 1000 Fragen und ich hoffe ich finde hier Antworten.

    Ach so, das Metformin habe ich noch nicht genommen. Ich möchte keine Medikamente nehmen. Also generell.

    Vielen Dank
    Tena
    Bearbeitet von User am 18.12.2022 16:58:51. Grund: Etwas hinzugefügt
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    am 18.12.2022 17:08:38 | IP (Hash): 599700501
    Tena70 schrieb:
    Termin beim Diabetologen habe ich erst am 06.01.

    Hallo Tena,

    das sollte heißen: "... schon am 6.1.".

    Deinen Diabetes hast du bestimmt schon etliche Monate oder sogar schon Jahre. Die paar Tage machen nun auch nichts mehr aus. Der Diabetologe wird dich bei dem Termin bestimmt etwas schlauer machen und/oder dir eine Schulung anbieten.

    Bis dahin kannst du ja, falls du schon etwas tun möchtest, vorsichtig mit Zucker, Weißmehlprodukten, Kartoffeln, Reis, ... umgehen und einfach davon etwas weniger essen als bisher. Mehr Eiweiß und Fett sind, unter Beachtung der Gesamtkalorien, durchaus erlaubt.

    Mitdem Metformin kannst du auch noch bis zum 6.1. warten. Ich vermute aber, dass der Diabetologe dir bei Typ2-Diabetes auch dazu rät. Metformin sollte möglichst langsam eingeschlichen werden, damit du es besser verträgst.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 18.12.2022 17:15:02. Grund: BBCodes
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    am 18.12.2022 17:18:59 | IP (Hash): 1061910387
    Hallo Rainer,

    danke für deine Antwort.

    Ich habe schon mal einiges im Internet gelesen. Daher habe ich meine Ernährung schon etwas umgestellt. Nur noch Vollkornprodukte bzw Haferbrot mit Saaten (komplett ohne Mehl), Wurst weggelassen. Als Belag esse ich oft Frischkäse und Gemüse (Gurke, Tomate), keine Zwischenmahlzeiten/Snacks mehr. Keinen Süßkram. Keinen Zucker im Tee. Usw. Kein Essen nach 18 Uhr.
    Aber hält man das ein Leben lang durch? Es beeinträchtigt schon massiv die Lebensqualität muss ich sagen.

    Aber Tabletten will ich halt auch nicht nehmen müssen.

    Seufz.
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    am 18.12.2022 18:31:16 | IP (Hash): 599700501
    Tena70 schrieb:
    Aber hält man das ein Leben lang durch? Es beeinträchtigt schon massiv die Lebensqualität muss ich sagen.
    Aber Tabletten will ich halt auch nicht nehmen müssen.
    Seufz.

    Hallo Tena,

    ja, das kann man ein Leben lang durchhalten, wenn man die Ernährung findet, die für einen gut passt. Die Suche nach dem, was am besten für dich passt und gut bei deinem Diabetes ist, dauert vielleicht eine Weile und die Umstellung wird vielleicht nicht ganz einfach sein. Aber wenn du es geschafft hast, dann bleibt nur noch relativ wenig "Verzicht" übrig. Ich gebe aber zu, dass der Anfang für die meisten von uns nicht einfach war. Hier im Forum kannst du übrigens mehrere Erfahrungsberichte finden und auch feststellen, dass es unterschiedliche Wege gibt, um das Ziel zu erreichen.

    Deine Vorbehalte gegen Medikamente kann ich verstehen, die sind aber nicht richtig. Du solltest versuchen, mit deinem Lebensstil (Ernährung, Bewegung) deinen Diabetes so gut wie möglich in den Griff zu bekommen. Wenn das aber nicht ausreicht, musst du dir medikamentöse Unterstützung gefallen lassen. Metformin bietet übrigens eine sehr wertvolle Unterstützung ohne dass du, wenn du es gut verträgst, versteckte Nebenwirkungen befürchten musst. Für eine gute Verträglichkeit ist das langsame Einschleichen sehr wichtig.

    Viel Erfolg, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 18.12.2022 21:12:51. Grund: BBCodes
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    am 18.12.2022 19:51:22 | IP (Hash): 712033563
    Ich kann mich Rainer nur anschließen.
    Meine pers. Geschichte sah so aus:
    Hb1Ac 11 nüchtern 350
    Heute nach 12 Jahren sieht es so aus:
    Hb1Ac 5,8 nüchtern unter 100 (im Grunde stelle ich das mit dem Insulin ein.)
    Ich nehme täglich 2000mg Metformin und spritze 15E Langzeitinsulin
    und zu den Malzeiten über den Tag ca. 20Einheiten kurzwirkendes Insulin.
    Essen kann ich alles, nur die Mengen dürfen nicht zu hoch sein.
    Eben nur so viel wie der Körper braucht, nicht so viel wie ich möchte. ;-)
    Einzig Pizza gibt es bei mir nicht, da ist der glyc. Index einfach zu hoch
    bzw. das Mehl zu fein gemahlen.
    Bei Kuchen hilft es verzichten zu können bzw. kleine Stückchen zu essen.
    Viele Erfolg, Albrecht.
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    am 19.12.2022 00:54:56 | IP (Hash): 1077021155
    Albrecht schrieb:
    Ich kann mich Rainer nur anschließen.
    Meine pers. Geschichte sah so aus:
    Hb1Ac 11 nüchtern 350
    Heute nach 12 Jahren sieht es so aus:
    Hb1Ac 5,8 nüchtern unter 100 (im Grunde stelle ich das mit dem Insulin ein.)
    Ich nehme täglich 2000mg Metformin und spritze 15E Langzeitinsulin
    und zu den Malzeiten über den Tag ca. 20Einheiten kurzwirkendes Insulin.
    Essen kann ich alles, nur die Mengen dürfen nicht zu hoch sein.
    Eben nur so viel wie der Körper braucht, nicht so viel wie ich möchte. ;-)
    Einzig Pizza gibt es bei mir nicht, da ist der glyc. Index einfach zu hoch
    bzw. das Mehl zu fein gemahlen.
    Bei Kuchen hilft es verzichten zu können bzw. kleine Stückchen zu essen.
    Viele Erfolg, Albrecht.



    Klassische ICT plus Metformin ist schon eine interessante Kombination. Der Erfolg mit 5,8 gibt dem natürlich recht :-)

    Hast du damit eigentlich größere Probleme mit Unterzuckerungen?
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    am 19.12.2022 10:22:03 | IP (Hash): 712033563
    Martin115 schrieb:
    Albrecht schrieb:
    Ich kann mich Rainer nur anschließen.
    Meine pers. Geschichte sah so aus:
    Hb1Ac 11 nüchtern 350
    Heute nach 12 Jahren sieht es so aus:
    Hb1Ac 5,8 nüchtern unter 100 (im Grunde stelle ich das mit dem Insulin ein.)
    Ich nehme täglich 2000mg Metformin und spritze 15E Langzeitinsulin
    und zu den Malzeiten über den Tag ca. 20Einheiten kurzwirkendes Insulin.
    Essen kann ich alles, nur die Mengen dürfen nicht zu hoch sein.
    Eben nur so viel wie der Körper braucht, nicht so viel wie ich möchte. ;-)
    Einzig Pizza gibt es bei mir nicht, da ist der glyc. Index einfach zu hoch
    bzw. das Mehl zu fein gemahlen.
    Bei Kuchen hilft es verzichten zu können bzw. kleine Stückchen zu essen.
    Viele Erfolg, Albrecht.



    Klassische ICT plus Metformin ist schon eine interessante Kombination. Der Erfolg mit 5,8 gibt dem natürlich recht :-)

    Hast du damit eigentlich größere Probleme mit Unterzuckerungen?



    Hallo Martin,
    Du sprichst einen wunden Punkt an. Die Unterzuckerung. Im Grunde beherrsche ich die BZ-Lage schon
    nur Nachts liege ich schon mal durchgehend bei um 70 mg/dl. (Libre 2) Schreib mir doch mal was Du an meiner Theraie unplausibel bzw. kritisch findest.
    Vielen Dank
    Albrecht
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    am 19.12.2022 10:42:24 | IP (Hash): 961817814
    @Tena70
    Willkommen im Club ;) Schon klar, dass Du da nicht bewusst rein gewollt hast. Aber irgendwie hast Du alle Bedingungen erfüllt - wofür? Dafür, dass Dein Blutzucker alltäglich über den Größen verläuft, die für die Diagnose definiert sind. Seitdem heißt der nicht mehr "zu hoher Blutzucker", sondern eben Diabetes Typ 2. Will sagen, es gibt keinen organischen Schaden, der den mit der Zeit immer höheren Blutzucker-Verlauf macht, sondern das ist wohl eine Störung des Prozesses, der die Menge von Glukose im Blut regelt.

    Die Menge wird mit den Jahren unbehandelt meistens immer mehr. Deswegen bezeichnet man den Typ 2 auch als progredient, also voranschreitend. Und das Voranschreiten macht der Blutzucker meistens auch mit der ganz normalen diabetologischen Behandlung, die in aller Regel mit einer kleinen Dosis Metformin startet. Damit kann der Blutzucker wieder unter der Grenze verlaufen, die der Arzt als Schwelle zur Verstärkung der Medikation sieht. Und wenn die kleine Dosis nicht mehr für unter dieser Schwelle ausreicht, wird die größere verordnet oder/und ein weiteres Medikament usw. usw. bis schließlich Insulin die letzte Änderung ist, und auch davon häufig mit der Zeit immer mehr.

    Aus der Selbsthilfe weiß ich von vielen Betroffenen, denen es so abschreckend gegangen ist. Dazu von wenigen Ausnahmen, bei denen der Blutzucker schon auf der nächsten Stufe mit einem zusätzlichen Medikament zu Metformin wenigstens über inzwischen 20 Jahre nicht mehr weiter angestiegen ist.
    Und ich weiß von immer mehr Betroffenen, die sich aktiv um ihren möglichst gesunden Blutzucker-Verlauf kümmern. Einige davon halten ihren Blutzucker sogar schon Jahre allein mit der individuell passenden Auswahl und Portionierung und mit gezielt eingesetzter intensiverer Bewegung im völlig gesunden Bereich.

    Und der gesunde Bereich hat etwas geradezu Magisches. Denn wenn jemand, der sich da seit dem Sommer drin hält, heute einen Lebkuchen isst, dann macht der heute bei diesem selben Menschen einen sehr viel geringeren Blutzucker-Anstieg, als noch vor einem Jahr, als eben dieser Mensch noch einen zwar mit Mdikamenten gut behandelten, aber diabetischen Blutzucker pflegte.
    Dieser magische Bereich heißt auf Medizinsprech Remission.
    Deswegen würde ich an Deiner Stelle beim Termin beim Diabetologen die Tage direkt mal danach fragen.

    Generell zum Thema Blutzucker und wie schon Menschen ohne Diabetes davon betroffen sein und dafür sorgen können, dass der weniger stark schwankt und damit weniger Belastungen und Beschwerden macht, ist super dargestellt im Buch "der Glukosetrick". Die Version im Cloud Reader ist nicht nur günstiger, sondern lässt die häufig sehr interessanten Quellenangaben direkt aus dem Text aufrufen.

    @Albrecht und Martin
    das Thema ist interessant, aber lasst uns dafür doch bitte einen eigenen Thread aufmachen und diesen nicht kapern, in dem es um den Typ 2 Einstieg geht
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    Es gibt keine organisch oder physiologisch erkennbaren Anfangspunkte. Deswegen sind Prädiabetes und vor allem Diabetes Typ 2 und die Diagnose-Grenzwerte von den Fachgesellschaften für Diabetes definiert.
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    am 19.12.2022 10:48:26 | IP (Hash): 712033563
    @Albrecht und Martin
    das Thema ist interessant, aber lasst uns dafür doch bitte einen eigenen Thread aufmachen und diesen nicht kapern, in dem es um den Typ 2 Einstieg geht

    Gerne, schon erledigt "Nächtliche Unterzuckerungen"
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 10:49:50. Grund: Schreibfehler
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    am 19.12.2022 13:44:41 | IP (Hash): 160582365
    Hallo Tena,
    wie waren deine Werte? Du kannst erstmal mit einer Ernährungsumstellung und sportlicher Aktivität anfangen und die Werte nach 3 Monaten checken lassen. Diese 2 Dinge sind die Basis, bevor man mit einer medikamentöser Therapie anfängt. Sollten sie nicht ausreichen, kannst du nach 3 Monaten immer noch mit Metformin anfangen (musst du dann auch wohl, es wäre das geringere Übel - ein unbehandelter Diabetes kann schlimme Langzeitfolgen haben, die kannst du googeln).

    Ernährung: auf jeden Fall abnehmen bis hin zu einem normalen BMI - viel Gemüse ist die Basis. Kohlenhydrate limitieren und durch Proteine / Fette ersetzen. Keine Süßigkeiten, Pasta, Reis, etc., sondern mehr Fisch (Lachs), Fleisch, Eier, Nüsse, Käse, Obst in Maßen. Keine Angst vor Fett - es wurde jahrzehntelang zu Unrecht verteufelt, solange du nicht täglich kiloweise Butter und Fleisch zu dir nimmst ist Fett unproblematisch. Gemüse kannst du essen soviel zu willst, ab und an auch gute Kohlenhydrate wie Hülsenfrüchte (Bohnen, Erbsen). Brot sehe ich auch in der Vollkornvariante kritisch, da immer noch sehr viele Kohlenhydrate drin sind - besser sind Eiweißbrote (findest du auch im Supermarkt), oder radikalere Varianten die du googeln kannst (low carb Brot, keto Brot)- diese haben m.E. immer noch einen akzeptablen Geschmack.

    Ich würde erstmal ein paar Wochen das Essen auch generell reduzieren, weil du abnehmen musst, dann kannst du irgendwann wieder auch mehr essen (Proteine und Fette). Gemüse kannst du jederzeit in unbegrenzter Menge konsumieren.

    Sport: du musst unbedingt jeden Tag was einbauen: Joggen, Treppen laufen, Schwimmen, mehr zu Fuß gehen. Auch Krafttraining 1-2 mal die Woche ist wichtig, du kannst dich im Fitnessstudio informieren. Bei Diabetes ist Sport enorm wichtig, weil du damit die Kalorienbilanz positiv beeinflussen und gleichzeitig die Insulinsensitivität deiner Zellen verbessern kannst.

    Bezüglich Ernährung wird dir die Ernährungsberatung beim Diabetologen was anderes erzählen (Kohlenhydrate immer noch 50%-60% der täglichen Energiezufuhr), ich habe dir oben meine Erfahrungen geschrieben mit denen ich meine Werte drastisch verbessert habe, ohne Medikamente. Diabetes Typ 2 ist in erster Linie eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, daher ist es logisch dort auch anzusetzen. Fette und Proteine beeinflussen dein Blutzuckerspiegel deutlich weniger. Das Gute ist - wenn du erstmal deine Werte verbesserst - kannst du ab und an auch zu einem normalen Brot, einem Stück Kuchen, Pasta, etc. greifen, ohne dass sich die Werte plötzlich wieder verschlechtern (übrigens gibt es auch Süßigkeiten mit Zuckeralternativen - diese würde ich erst dann nach der Gewichtsabnahme konsumieren, sind also eher längerfristig eine Option).

    Ich sage nicht, dass das die einzig wahre Lösung ist, ich weiß auch nicht wie lange meine Remission anhalten wird, es sind nur meine ganz persönlichen Erfahrungen die ich weitergeben möchte, ohne zu wissen ob sie bei anderen auch funktionieren (es hängt auch davon ab wie alt man ist und seit wann der Diabetes unbehandelt besteht). Der Weg der offiziellen kohlenhydratlastigen Ernährungsberatung führt aber aus meiner Sicht immer zu Metformin - mehr Metformin - zusätzlichen Medikamenten - mehr zusätzlichen Medikamenten - Insulin - mehr Insulin.


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    am 19.12.2022 13:59:53 | IP (Hash): 1532968476
    Tena70 schrieb:

    Mein HA hat mir lediglich gesagt meine Zuckerwerte sind zu hoch, ich hätte Diabetes, hat mir Metformin aufgeschrieben und fertig. Termin beim Diabetologen habe ich erst am 06.01.
    Ich habe absolut keinen Plan wie man mit der Diagnose umgeht. Wie kontrolliert man denn den Zuckerwert? Wie stellt man am besten die Ernährung um? Es gibt 1000 Fragen und ich hoffe ich finde hier Antworten.
    Ach so, das Metformin habe ich noch nicht genommen. Ich möchte keine Medikamente nehmen. Also generell.
    [



    Daß Dein Hausarzt Dich so abspeist, ist unglaublich.
    Zunächst einmal gibt es zwei wichtige Werte bei der Diagnose.
    Das ist der Nüchternblutzucker. Und das ist der Langzeitblutzuckerwert HbA1c. Diesen Wert solltest Du bei Deinem Hausarzt erfragen.
    Zur Kontrolle des Blutzuckers gibt es preiswerte Geräte. Dazu gehört ein Fingerpiekser und Meßstreifen. Das ganze gibt es auch preiswert im Internet. Auf Dauer am teuersten sind die Meßstreifen, eine einzelne Messung kostet kaum unter 30 Cent und wird nicht von der Kasse bezahlt.
    Bei Diabetes Typ 2 sind drei Dinge entscheidend: Ernährung, Bewegung, Körpergewicht
    Ernährung: Man sollte alle süßen Zuckerhaltigen Produkte weitgehend meiden: Kuchen, gesüßte Getränke, Likör, Süßigkeiten, Schokolade etc. . Leider bestehen auch die vier Hauptnahrungsmittel aus Kohlenhydraten; Brot, Nudeln, Kartoffeln, Reis. Auch damit sollte man haushalten.
    Gewichtsabnahme ist bekanntlich sehr schwierg. Aber in Sachen Bewegung gibt es eine gute Nachricht. Mit 52 und Übergewicht ist Spazierengehen schon Sport.
    Dreimal täglich 15 Minuten nach dem Essen Spazierengehen bringt da schon echt viel. Zur Not bei schlechtem Wetter bringt schon 15 Minuten Auf- und Abgehen in der Wohnung was, ist jedenfalls viel besser als rumsitzen.
    Ich an Deiner Stelle würde mir dringend ein Blutzuckermeßgerät zulegen, noch vor Weihnachten.
    Lg
    Hape




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    am 19.12.2022 14:15:06 | IP (Hash): 1156027534
    Hape schrieb:
    Daß Dein Hausarzt Dich so abspeist, ist unglaublich.

    Ich sehe das anders und denke, dass dein Hausarzt sehr verantwortungvoll gehandelt hat, indem er dich zu einem Diabetologen geschickt hat. Du hast ja zum Glück auch kurzfristig einen Termin bekommen.

    Er kann mit Recht davon ausgehen, dass du beim Fachmann die besseren Informationen und Anregungen erhalten kannst. Gut ist, dass du sich selber zusätzlich schlau machen willst. Dadurch wirst du deinen Diabetes mit der Zeit immer besser verstehen lernen. Dass du nicht innerhalb von 3 Tagen ein Spezialist werden kannst, ist dabei vollkommen klar. Nimm dir etwas Zeit dafür - die Zeit hast du.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 19.12.2022 14:17:07. Grund: BBCodes
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    am 19.12.2022 14:51:22 | IP (Hash): 1532968476
    Rainer schrieb:
    Hape schrieb:
    Daß Dein Hausarzt Dich so abspeist, ist unglaublich.

    Ich sehe das anders und denke, dass dein Hausarzt sehr verantwortungvoll gehandelt hat, indem er dich zu einem Diabetologen geschickt hat. Du hast ja zum Glück auch kurzfristig einen Termin bekommen.



    Kommt auf die gemessenen Werte an. Mit einem Hba1c von über 10%, oft mit BZ über 450mg% verknüpft, wäre es z.B. unverantwortich bis zum 6. Januar mit einer Therapie zu warten. Mit einem Hba1c von 7,5% hingegen wäre es vertretbar. Davon hängt auch ab, ob sofort mit Metformin begonnen werden sollte oder das eigenmächtige Weglassen durch die Threaderöffnerin bis zum 6. Januar vertretbar ist.

    Liebe Grüße
    Hape


    Bearbeitet von User am 19.12.2022 15:37:21. Grund: Korrektur
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    am 19.12.2022 15:43:25 | IP (Hash): 1532968476
    Tena70 schrieb:

    Daher habe ich meine Ernährung schon etwas umgestellt. Nur noch Vollkornprodukte bzw Haferbrot mit Saaten (komplett ohne Mehl), Wurst weggelassen. Als Belag esse ich oft Frischkäse und Gemüse (Gurke, Tomate), keine Zwischenmahlzeiten/Snacks mehr. Keinen Süßkram. Keinen Zucker im Tee. Usw. Kein Essen nach 18 Uhr.

    Aber Tabletten will ich halt auch nicht nehmen müssen.



    Wurst hat zwar viele Kalorien und eher ungünstige Fette, gehört aber zu den kohlenhydratfreien Lebensmitteln und schadet dem Diabetes nicht.

    Lg Hape
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    am 19.12.2022 18:09:22 | IP (Hash): 1544091572
    Hi hape!

    früher wurden die gesättigten Fettsäuren verteufelt. heute weiß man dass man vor ihnen keine Angst haben muss. wichtig ist es bei Transfetten aufzupassen die sich ua in chips, zb aber auch Donuts, Pommes frites aber eben auch in manchen Wurstsorten finden. das sind aber abgesehen von kohlenhydratarmen nahrungsquellen wie eben der wurst sowieso keine typischen Lebensmittel für diabetiker. eine restriktive transfettzufuhr gilt außerdem für alle, nicht nur diabetics.
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 18:14:37. Grund: H
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    Mitglied seit: 18.12.2022
    am 19.12.2022 20:20:23 | IP (Hash): 134705154
    Hallo,

    zuerst mal vielen Dank für eure vielen Beiträge.

    Mein Hba1c Wert (das ist der Langzeitwert, richtig?) war bei 7,2. Wenn ich das richtig verstanden habe (Google) dann ist das zu hoch, aber noch nicht zu extrem hoch, richtig?

    Natürlich ist mir klar, dass ich Medikamente nehmen MUSS unter Umständen. Aber so „Zack, ihr Zuckerwert ist zu hoch, sie haben Diabetes, nehmen sie Metformin“ - das geht mir irgendwie zu schnell. Ich hätte schon gerne eine genaue Aufklärung über die Werte, wie misst man den Zucker bzw. wie kann ich das zu Hause überprüfen, welche Werte sind ok, welche Ernährung ist ok, kann ich es erst mit Ernährungsumstellung und etwas Sport probieren usw usw usw.

    Ihr habt mir ja schon gute Antworten gegeben. Beim Sport ist mein Problem, dass ich leider unter starker Arthrose leide. Knie kaputt, Fußwurzelarthrose, Arthrose in beiden Hüften, Arthrose und dadurch Schleimbeutelentzündungen in beiden Schultern und ein Bandscheibenvorfall in der LWS. Ich kann wirklich nur schwimmen/Aquasport machen, Fahrrad fahren und kleine Runden spazieren gehen. Und ja, ich weiß, ich muss Gewicht reduzieren, ganz wichtig.

    Bisher hab ich immer überall gelesen Wurst, Käse usw wäre ungesund?

    Ihr seht, ich muss offensichtlich verdammt viel lernen. 🙈

    Erstmal bis hierhin, schönen Abend an alle.
    Tena
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 20:22:34. Grund: Verbessert
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    Mitglied seit: 25.02.2011
    am 19.12.2022 20:49:31 | IP (Hash): 674082103
    Tena70 schrieb:
    Mein Hba1c Wert (das ist der Langzeitwert, richtig?) war bei 7,2. Wenn ich das richtig verstanden habe (Google) dann ist das zu hoch, aber noch nicht zu extrem hoch, richtig?)

    Das sit beides richtig.

    Ich verstehe ja, dass du dich von deinem HA nicht gut informiert fühlst. Die wichtigsten Informationen zu jemand rüber zu bringen, der bisher noch nichts von Diabetres gehört hat, ist aber nicht in 10 ... 15 Minuten getan. Wenn dein HA das versucht hätte, dann hätte er dich sehr wahrscheinlich erst mal nur stark verwirrt. So eine Kurzeinweisung kannst du auch nicht von deinem Diabetologen erwarten, der bietet dir hoffentlich ein mehrtägige Schulung an.

    Nimm dir Zeit, alles über deinen Diabetes zu lernen und auszuprobieren, selbst wenn das mehrere Monate dauert - die Zeit hast du.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 20:55:09. Grund: BBCodes
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    am 19.12.2022 21:23:05 | IP (Hash): 242424616
    https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar zeigt den normal gesunden Blutzucker=BZ Verlauf nach einem Frühstück mit reichlich KHs. Deiner sieht ganz ähnlich aus, nur insgesamt deutlich höher und mit ner größeren Variabilität=Abständen zwischen Talsohlen und Bergspitzen.

    Wenn Du möglichst lange gesund mit Deinem Diabetes auskommen willst, ist diese Nomalkurve Dein Ziel und hier ein super bewährtes Rezept für den Weg dahin https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf

    Grundlage für alles, was Du in Deiner eigenen Verantwortung erreichen willst, ist das Wissen, wann Dein BZ unter welchen Voraussetzungen wie hoch ist. Deswegen geht am Selbermessen kein Weg vorbei. Und die Teststreifen kosten echtes Geld. Zu Lasten der kranken Kassen verordnet werden sie zuverlässig nur bei kompletten Insulin-Behandlungen. Ansonsten mit Glück ab und zu mal eine Packung mit 50 Stück mit irgend einer Sonderbegründung. Aber was sind schon 50 Stück, wenn Du nach der Anleitung oben rausfinden willst, wie Dein Blutzucker auf welches Futter reagiert? Wenn Du keine andere Quelle anzapfen kannst, wirst Du also um Ebay nicht rumkommen.

    Wenn Englisch einigermaßen geht und für schwierigere Stellen der Google Übersetzer, ist bloodsugar101 eine super gute Quelle für alles über und um den Diabetes Typ 2.

    Raier hat zwar Recht, dass ne Schulung gut wäre, aber ich weiß von keiner mit dem Ziel vom BZ im gesunden Bereich. Alle Schulungen, von denen ich weiß, passen auf HbA1c um 7 :(

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    am 19.12.2022 21:25:00 | IP (Hash): 1532968476
    Tena70 schrieb:

    Mein Hba1c Wert (das ist der Langzeitwert, richtig?) war bei 7,2. Wenn ich das richtig verstanden habe (Google) dann ist das zu hoch, aber noch nicht zu extrem hoch, richtig?


    Das ist eine wichtige Information. 7,2 ist noch im Rahmen und insofern ein Abwarten bis zum Termin beim Diabetologen vertretbar.

    schrieb:

    Ihr habt mir ja schon gute Antworten gegeben. Beim Sport ist mein Problem, dass ich leider unter starker Arthrose leide. Knie kaputt, Fußwurzelarthrose, Arthrose in beiden Hüften, Arthrose und dadurch Schleimbeutelentzündungen in beiden Schultern und ein Bandscheibenvorfall in der LWS. Ich kann wirklich nur schwimmen/Aquasport machen, Fahrrad fahren und kleine Runden spazieren gehen. Und ja, ich weiß, ich muss Gewicht reduzieren, ganz wichtig.



    Wenn schnelles Spazierengehen keine Option ist, Radfahren aber ginge: Dann ist ein Ergometerrad für daheim sinnvoll. Radfahren draußen macht man ja doch nicht, oder allenfalls bei schönem Wetter. Außerdem ist natürlich ein Ebike eine Möglichkeit, die Angst vor Steigungen zu vermeiden. Als Untrainierter kommt man ja sonst bei jedem Hügelchen außer Atem.
    Bewegung ist das A und O. Und wenig, aber regelmäßig, ist besser als nichts.

    Als Buch wäre vielleicht: https://www.amazon.de/gp/product/3830483104/ref=dbs_a_def_rwt_bibl_vppi_i10 eine Option. Da steht zwar auch einiges paramedzinisches Zeugs drin, aber insgesamt steht es auf dem Boden des Schulmedizin.

    p.s.: da gibt es wohl eine neue Auflage, die ich aufgrund des Titels eher nicht empfehlen würde
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 21:27:28. Grund: Ergänzung
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    am 19.12.2022 22:11:12 | IP (Hash): 134705154
    Ich fahre tatsächlich oft Rad, ich wohne im Norden in einer Gegend, wo man sehr viel Rad fährt. Und Steigungen - sowas gibt es hier nicht. 😂
    Ich hab es nur schleifen lassen. Vor Corona bin ich auch einmal wöchentlich zum Aquasport gegangen. Das findet leider immer noch nicht wieder statt. Aber mit diesem blöden Covid ist alles irgendwie eingeschlafen. Weniger Rad gefahren. Generell viel (!!) mehr nur rumgesessen. Kein Schwimmen, kein Aquasport usw. Kennt ihr ja bestimmt auch alle. Das muss jetzt wieder besser werden.
    Ich habe gerade die Wii und das Balance Board mal wieder entstaubt. Das ist zwar kein richtiger Sport, aber Bewegung isses in jedem Fall, 30 min ordentlich geschwitzt hab ich auch. Also 30 min nicht auf dem Sofa gesessen. 😬

    Ja, ihr habt Recht. Ich bin ungeduldig und möchte am liebsten alles direkt in 5 min wissen. 🙈

    Nach den Teststreifen schaue ich mal.
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    am 19.12.2022 22:27:55 | IP (Hash): 242424616
    Super, wie Du ran gehst. Besonders dazu ne Zusatzinfo:
    1. Direkt nach dem Essen mobilisieren Inkretiner=Darmhormone die Ausgabe von Insulin. Die ist normal dann am höchsten.
    2. Insulin hat eine Hauptwirkzeit von knapp 5 Minuten im Blut. Auch wenn es in dieser Zeit nix getan hat, wirkt 1 IE danach nur noch wie 0,5.
    3. Bewegung beschleunigt den Kreislauf um bis zum 5fachen. Mit etwas Bewegung locker um 2. Und das macht ne Menge aus, wenn das Insulin in seiner Hauptwirkzeit mit 2mal so vielen Verbraucherzellen in Kontakt kommt, wie in Ruhe!

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    am 19.12.2022 22:35:16 | IP (Hash): 242424616
    @hape
    Das Buch gehört zu denen, die ich überhaupt nicht mag. Denn schon der Titel verspricht, dass man wieder so viel Nutella und Spagetti einfüllen kann, wie man will, wenn man erst geheilt ist. Und das ist absolut daneben, wie gerade erst unser Muster Typ 2 Hans Lauber (Fitt wie ein Diabetiker) am eigenen Leibe erfahren musste:
    Auch wenn es einen weiten Ernährungsbereich gibt, der sich geheilt anfühlt, mag der BZ ganz eifrig diabetisch klettern, wenn man diesen Bereich ausreichend häufig und hoch überschreitet!

    Bedeutet schlicht: Heilen is nich :( Und wer die Backen so weit aufplustert, will nur Kohle machen ;(

    Doch ja, man kann mit Typ 2 das Ding häufig völlig ohne Medis wieder in den gesunden Bereich zurück drehen und darin halten - praktisch wie geheilt - aber mit deutlichen Abstrichen bei den Einverleibungen!


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    am 19.12.2022 22:43:00 | IP (Hash): 134705154
    Sorry für blöde Fragen. Was ist ein IE?

    Das heißt also direkt nach dem Essen Sport bzw Bewegung bringt noch mehr? Das schrieb ja auch vorher in einem Beitrag schon jemand. Natürlich funktioniert das nicht immer, ich muss ja auch arbeiten. Aber teils würde das schon gehen.
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    am 19.12.2022 22:45:23 | IP (Hash): 134705154
    Ach so und nochwas. Man findet ja zig Blutzucker Messgeräte im Internet. Auch bei Ama‘zon zb. Wie weiß man denn was da gut ist? Oder einfach in die Apotheke gehen und dort nachfragen?
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    am 19.12.2022 22:48:00 | IP (Hash): 674082103
    Eine IE ist eine Insulineinheit. Das hat nur für diejenigen eine Bedeutung, die Insulin spritzen. Für dich werden IEs sehr wahrscheinlich in absehbarer Zeit keine Bedeutung haben.

    Ja, Bewegung nach dem Essen hilft häufig, den BZ-Anstieg nach dem Essen positiv zu beeinflussen.

    Wenn du deinen BZ selbst messen willst, was eine gute Idee ist, dann gehe auf die Herstellerseiten (z.B. für Accu-Chek, Contour, ...) und lass dir ein kostenloses Gerät zuschicken. Da sind schon mal mindestens 10 Teststreifen dabei. Den Diabetologen kannst du dann um ein Rezept für weitere 50 Teststreifen bitten. Damit hast du erst mal einen Anfang und kannst später weiter sehen.

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 19.12.2022 23:18:28. Grund: BBCodes
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    am 19.12.2022 22:51:07 | IP (Hash): 134705154
    Ach so, ok. Danke für die Erklärung.
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    am 19.12.2022 22:59:50 | IP (Hash): 242424616
    IE is ne Insulin-Einheit, genauso wie ne KE ne Kohlenhydrat-Einheit ist, oder ne BE ne Broteinheit=alte Bemessungsgröße für KHs.

    Ja, ich hab hier schon oft von der Hunde-Oma geschrieben. Mit ganz normalem Essen auf Rädern hatte sie nen behandlungsbedürftigen Typ 2 mit HbA1c um 7.
    Dafür hat sie ganz normal gegessen, sich dann für ne Stunde in ihren Schaukelstuhl gesetzt und ist anschließend bei jedem Wetter ne um 30 Minuten Runde mit ihrem Hund gegangen.
    Eigentlich hab ich daran nix geändert, nur die Reihenfolge: MIr ist gelungen, der alten Frau einzureden, dass der Hund immer direkt nach dem Essen raus müsste - mit dem Ergebnis, dass sie mit diesem Verhalten über Jahre einen völlig gesunden BZ hatte :)

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    am 20.12.2022 07:40:32 | IP (Hash): 575526727
    Das ist ja eine irre Geschichte. Also das werde ich mir definitiv merken und so oft es geht umsetzen. Das ist ja eine recht simple Sache, die man gut in den Alltag integrieren kann.
    DAS ist definitiv bei mir auch ein Problem. Ich esse und sitze dann noch eine Weile rum. Eigtl fast immer. Mein Job ist dazu auch noch eine nur sitzende Tätigkeit. 🙈
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    am 20.12.2022 08:41:37 | IP (Hash): 575526727
    Da ich heute frei habe, hab ich gleich mal nach dem Frühstück 15 min Sport an der Wii gemacht.
    Ich hoffe ich bleibe motiviert. Im Moment macht es Spaß.
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    am 20.12.2022 09:05:09 | IP (Hash): 1532968476
    Tena70 schrieb:
    Ach so und nochwas. Man findet ja zig Blutzucker Messgeräte im Internet. Auch bei Ama‘zon zb. Wie weiß man denn was da gut ist? Oder einfach in die Apotheke gehen und dort nachfragen?



    Ich habe "nur" das billige Set aus dem Internet für 26,95:
    SD CodeFree Messgerät, 10 SD CodeFree Teststreifen, 10 SD CodeFree Lanzetten, Stechhilfe, Batterien, Etui, Gebrauchsanweisung, Kurzanleitung, Diabetiker-Tagebuch

    Meines Erachtens funktioniert das tadellos. Der Vorteil sind die günstigen Teststreifen für ca. 25 Cent/Stück

    Lg
    Hape
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    am 20.12.2022 09:53:14 | IP (Hash): 1176515173
    Tena70 schrieb:
    Ach so und nochwas. Man findet ja zig Blutzucker Messgeräte im Internet. Auch bei Ama‘zon zb. Wie weiß man denn was da gut ist? Oder einfach in die Apotheke gehen und dort nachfragen?

    Lass dir doch erst mal ein kostenloses Gerät mit allem was dazu gehört und mit 10 Teststreifen schicken, z.B. hier:
    https://www.diabetes.ascensia.de/produkte/contour-xt/
    Wenn dir Der Diabetologe ein Rezept für 50 Teststreifen gibt, dann verlange die dazu passenden Teststreifen.

    Wenn du die 60 Messungen durch hast, kannst du immer noch überlegen, ob du umsteigst oder dabei bleibst. Auf jeden Fall hast du dann schon mal ein paar praktische Erfahrungen. Die Apotheke vor Ort ist dafür kein guter Ansprechpartner. Die verkaufen die Teststreifen meistens zum Listenpreis, die du bei Online Apotheken ein ganzes Stück billiger bekommen kannst.

    Beste Grüße, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 20.12.2022 09:53:32. Grund: BBCodes
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    am 20.12.2022 10:50:19 | IP (Hash): 1176515173
    Hallo Tena,

    wenn du misst, dann miss auch zu den wichtigen Zeiten, Hier ist eine Anleitung, aus der du die Zeiten und die (langfristiegen) Zielwerte für eine möglichst gesunde BZ-Führung entnehmen kannst:
    https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf
    (Qulle: https://www.bloodsugar101.com/download-the-lower-your-blood-sugar )

    Viel Erfolg, Rainer


    @Hape: Bei Typ2 Diabetikern wäre auch bei einem HbA1c von 14,5% keine "Notfallbehandlung" erforderlich. Selbst bei so hohen Werten ist es besser, die 3...4 Wochen bis zur Behandlung beim Facharzt abzuwarten, als vom HA eine unprofissionelle Behandlung einzueiten. Die Verschreibung von Metformin und der Hinweis darauf, achtsam beim Essen zu sein, hilft da schon sehr weit.
    ____
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    Bearbeitet von User am 20.12.2022 10:51:02. Grund: BBCodes
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    am 20.12.2022 12:08:56 | IP (Hash): 1532968476
    Rainer schrieb:

    @Hape: Bei Typ2 Diabetikern wäre auch bei einem HbA1c von 14,5% keine "Notfallbehandlung" erforderlich. Selbst bei so hohen Werten ist es besser, die 3...4 Wochen bis zur Behandlung beim Facharzt abzuwarten, als vom HA eine unprofissionelle Behandlung einzueiten.



    Da kommen wir nicht zusammen. Die HbA1c-Kandidaten mit 14,5% sind diejenigen, die der Notarzt mit einem BZ von 800-1000mg/% im hyperosmolaren Koma (bewußtlos) aus der Wohnung auf die Intensivstation bringt. Oder der Leichenbestatter, falls die Person allein wohnt.
    Bearbeitet von User am 20.12.2022 12:09:33. Grund: Korrektur
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    am 20.12.2022 12:31:32 | IP (Hash): 1532968476
    Tena70 schrieb:
    Ach so und nochwas. Man findet ja zig Blutzucker Messgeräte im Internet. Auch bei Ama‘zon zb. Wie weiß man denn was da gut ist? Oder einfach in die Apotheke gehen und dort nachfragen?



    Es gilt zu beachten: Firmen, die kostenlos Geräte abgeben, finanzieren das über höhere Teststreifenpreise.
    Teststreifen kosten zwischen 25 und 50 Cent pro Messung.
    Bei drei Messungen am Tag ist das im Monat in einem Fall 22,50 Euro, im anderen Fall 45,- Euro im Monat.
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    am 20.12.2022 16:04:24 | IP (Hash): 1176515173
    Hape schrieb:
    Es gilt zu beachten: Firmen, die kostenlos Geräte abgeben, finanzieren das über höhere Teststreifenpreise.

    Hallo Tena,

    allgemein kann man davon ausgehen, dass die Markengeräte den BZ zuverlässiger und in einem geringerem Toleranzbereich bestimmen. Wenn du also wie oben beschrieben die ersten 60 Messungen für 0,00€ mit einem Markengerät ausprobieren, dann solltest du die Möglichkeit beim Schopf packen. Wie du dann weiter machst, kannst du danach vollkommen frei entscheiden. Wenn du vor hast, häufig zu messen, dann kannst du ja auch mal ein billiges Schnäppchengerät ausprobieren.


    @Hape,
    diejenigen, die der Notarzt mit einem BZ von 800-1000mg/% im hyperosmolaren Koma (bewußtlos) aus der Wohnung auf die Intensivstation bringt, müssen selbstverständlich sofort intensiv behandelt werden. Bei denjenigen Typ 2er, die bereits mehrere Monate mit hohen HbA1c-Werte rumrennen, ist das nicht notwendig, bei denen machen 3 Wochen länger meistens nichts aus.
    Außerdem möchte ich dich daran erinnern, dass du den HA von Tena als verantwortongslos beschimpft hast, bevor du wusstest, ob das HbA1c bei ihr bei 5,8 oder bei 14,5% gelegen hat. So etwas kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen.
    ____
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    Bearbeitet von User am 20.12.2022 16:05:29. Grund: BBCodes
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    am 20.12.2022 18:57:41 | IP (Hash): 1201026644
    Rainer schrieb:

    Außerdem möchte ich dich daran erinnern, dass du den HA von Tena als verantwortongslos beschimpft hast, bevor du wusstest, ob das HbA1c bei ihr bei 5,8 oder bei 14,5% gelegen hat. So etwas kann man einfach nicht unkommentiert stehen lassen.



    Ich habe den Hausarzt nicht als verantwortungslos beschimpft. Das hast Du in meine Worte selbst so hineininterpretiert.
    Ich habe geschrieben, dass der Hausarzt die Threaderöffnerin mit Diagnose und Metforminrezept abgespeist, aber insgesamt ratlos zurückgelassen hat. Ich habe damit Verständnis dafür gezeigt, dass die TE vom Hausarzt offenkundig unzureichend informiert fühlte, so, dass sie jetzt hier nachfragte, wie man mit der Diagnose umgeht, wie man den Zuckerwert kontrolliert.
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    am 20.12.2022 20:02:53 | IP (Hash): 575526727
    Ich habe mich heute sehr viel bewegt und bin etwas stolz auf mich. 😂

    Habe jetzt bei Accu Check ein kostenloses Gerät bestellt. Die Teststreifen kann ich zur Not selbst kaufen. Ist nicht billig, das stimmt, ist für mich aber machbar mit 50€ mtl.

    Nun muss ich mich einlesen wann die richtigen Zeiten sind, an denen man misst. 😊 Danke für die eingestellten Links. Aber gibts das auch auf Deutsch? Sonst versteh ich leider nur die Hälfte.
    Bearbeitet von User am 20.12.2022 20:05:54. Grund: Etwas zugefügt
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    am 20.12.2022 20:20:21 | IP (Hash): 315168165
    Gratuliere zum Bewegen!
    https://www.bloodsugar101.com/_files/ugd/32a606_db20057cf9b5496ea94c7d7d2d6f0cde.pdf sollte auf Deutsch sein. Aber die Herausforderung ist größer. Deńn Engiisch ist halt aktuell die internationale Expertensprache. Der Google Übersetzer ist da wirklich super hillfreich :)

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    am 29.12.2022 17:06:36 | IP (Hash): 100893413
    Moin,

    wollte mich auch mal wieder melden.

    Ich hab das Messgerät leider immer noch nicht, obwohl am 22. bestellt.

    Ich mache nun aber wirklich nach jedem Essen (wenn möglich, manchmal bin ich ja zB auch arbeiten) mindestens 15 min Sport. Gestern war ich zum Aquasport plus 45 min stramm schwimmen. Nächste Woche am 6. ist ja nun mein Termin beim Diabetologen.

    Ich hab mich bisschen im Internet belesen und heute Erythrit gekauft. Irgendwue finde ich es immer noch schwierig was man nun essen „darf“ und was nicht so gern. Obst jetzt nun ja oder nein. Ich liebe Obst. Aber auf einer Seite steht Obst reduzieren, zu viel Zucker, auf anderen Seiten steht Obst auch bei Diabetes, da gesund. 🤷🏻‍♀️

    Wünsche euch allen einen guten Rutsch.

    Gruß Tena
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    am 29.12.2022 17:31:14 | IP (Hash): 1874582236
    Tena70 schrieb:
    Obst jetzt nun ja oder nein.

    Ja und nein - das lässt sich leider nicht so einfach sagen.

    Obst ist in der Tat sehr gesund und bietet viele wertvolle Inhaltsstoffe und Ballaststoffe. Aber die Hauptbestandteile sind nun mal Glukose und Früktose, ca. halbe - halbe. Durch die enthaltenen Ballaststoffe hat Obst weniger Einfluss auf den BZ als normaler Haushaltszucker, aber oft ist das noch zu viel für uns Diabetiker. Wenn du dein Messgerät hast, dann kannst du die einzelnen Obstarten durchprobieren und ermitteln, wie viel oder besser wie wenig du davon essen kannst.

    Hier zwei Hinweise, die dir vielleicht bei der Einschätzung helfen können:
    - Beerenobst geht in vielen Fällen besser als anderes Obst.
    - Iss das Obst nicht auf nüchternen Magen, sondern besser als Nachtisch.

    Guten Rutsch und viel Erfolg beim Diabetologen, Rainer
    Bearbeitet von User am 29.12.2022 22:04:29. Grund: BBCodes
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    am 29.12.2022 18:14:40 | IP (Hash): 100893413
    Danke für deine Rückmeldung. Ja, dass Beeren wohl ok sind, hatte ich auch gelesen. Sehr gut, denn ich mag gern Haferflocken mit Beeren zum Frühstück. 😊
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    am 29.12.2022 21:55:19 | IP (Hash): 1605645957
    Tena70 schrieb:
    Danke für deine Rückmeldung. Ja, dass Beeren wohl ok sind, hatte ich auch gelesen. Sehr gut, denn ich mag gern Haferflocken mit Beeren zum Frühstück. 😊



    Haferflocken werden zwar oftmals als "für Diabetiker gesund" beschrieben, sind aber halt ein kohlenhydrathaltiges Getreide. 100g Haferflocken haben 60g Kohlenhydrate.

    Hier eine Tabelle zum Kohlenhydratgehalt von Lebensmitteln:
    https://gesunderezepte.me/wp-content/uploads/2015/11/grosse-kohlenhydrate-tabelle.pdf

    VlG
    Hape
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    Ich weiß, dass es Kohlenhydrate sind. Aber Vollkornprodukte sind doch in Maßen ok? Zumindest lese ich das überall.
    Was ißt man denn sonst so? 😊
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    am 30.12.2022 16:08:19 | IP (Hash): 100893413
    Danke für den Link zu dieser Tabelle. Die ist ja super!!! Drucke ich mir aus. Vielen Dank, das hilft sehr.
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    am 30.12.2022 16:56:30 | IP (Hash): 343834906
    Willkommen Tena und alles Gute für die weitere Behandlung!

    Leider ist mein langer Text eben gelöscht worden, daher jetzt die Kurzfassung.

    Dein HA hätte Dich vielleicht noch mit den Worten, dass Dein Hba1c Wert nicht zu hoch ist, entlassen können, aber immerhin hast Du jetzt hier nützliche Tipps bekommen und bald schon den Termin beim Dia!

    Vollkornvariationen sind anderen Varianten immer vorzuziehen und beim Obst sind auch Äpfel, Birnen gut. An Beeren habe ich mir mal den Magen verdorben, gilt wohl immer abzukochen, und ich mag es, wenn alles schnell geht.

    Bewegung hast Du auch schon eingebaut, super. Ich habe einen Ergometer hier, aber früher auch gern Aquafit gemacht.

    Meinen "Lebenslauf" kannst Du bei Interesse auch hier finden. Mein Diabetes wurde übrigens auch per Zufall entdeckt, hatte auch keinerlei Symptome.
    Den Accu-Chek Guide habe ich auch, und bin damit sehr zufrieden.

    Liebe Grüsse, Kopf hoch, und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Neytiri



    __________________________________________________________
    Behandel Andere so, wie Du selbst behandelt werden möchtest ❤️
    Bearbeitet von User am 30.12.2022 17:10:32. Grund: Zusatz
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    am 30.12.2022 21:14:34 | IP (Hash): 766285716
    Tena70 schrieb:
    Was ißt man denn sonst so? 😊

    Hallo Tena,

    wenn du die KH reduzierst - was sehr gut für deinen BZ ist - kannst du Fett und Eiweiß erhöhen. Natürlich nusst du dabei die Gsamtkalorien weiter im Auge behalten.

    Fett beeinflusst den BZ fast gar nicht, Eiweiß ein bisschen mehr aber immer noch deutlich weniger als die KH. Mit weniger KH und mehr Fett und Eiweiß hast du neben dem besseren BZ-Verlauf noch den Vorteil, dass fu damit besser und langanhaltender satt wirst - probier es einfach mal aus.

    Alles Gute, Rainer

    ____
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    Bearbeitet von User am 30.12.2022 21:17:00. Grund: BBCodes
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    am 31.12.2022 09:01:11 | IP (Hash): 100893413
    Hallo Rainer,

    das hatte ich schon gelesen. Aber mal ganz konkret. Was frühstückt man denn da so? Mir fehlen da wohl noch die Ideen.

    Beim Mittagessen / Abendessen kann man ja viel machen mit Salat, Gemüse usw. Einfach keine oder wenig Beilage wie Kartoffeln, Nudeln etc. Aber beim Frühstück dreht sich bei uns alles um Brot und Brötchen oder Knäckebrot, Reiswaffeln etc. Ich esse ausschließlich die Vollkornvariante oder eben eine kleine Schüssel Haferflocken oder das Bio Haferbrot mit Ölsaaten von Aldi. Eine Scheibe hat 11g Kohlenhydrate. 100g haben 18g. Das erscheint mir eigtl recht günstig für Diabetiker oder nicht? 🤔
    Bearbeitet von User am 31.12.2022 09:02:36. Grund: Schreibfehler
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    am 31.12.2022 09:43:46 | IP (Hash): 2005353849
    Tena70 schrieb:
    r das Bio Haferbrot mit Ölsaaten von Aldi. Eine Scheibe hat 11g Kohlenhydrate. 100g haben 18g. Das erscheint mir eigtl recht günstig für Diabetiker oder nicht? 🤔



    18g Kohlenhydrate pro 100g sind außergewöhnlich wenig und daher gut geeignet.

    Weniger hat nur Eiweißbrot mit 13g.
    Wenig haben mit 25g auch "pure" Brote ohne Mehl und Hefe,
    Vollkornbrot hat ca. 40g Kohlenhydrate/100g

    Sonst ist ja beim Frühstück vieles erlaubt, außer Marmelade, Honig, Nutella, süßes Müsli.
    Unproblematisch sind hingegen Käse, Wurst, Butter, Magarine, Quark, Ei, Rührei, Speck, Fisch.
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    am 31.12.2022 10:03:15 | IP (Hash): 100893413
    Gut, dann passt das ja alles. Süß mag ich sowieso nicht, also ich habe auch vor der Diagnose kein Nutella und keine Marmelade gegessen. Nur gab es da halt auch mal Weißbrot oder eben weiße Brötchen. Das esse ich jetzt gar nicht mehr. Esse wirklich fast nur dieses Haferbrot mit Saaten von Aldi oder mal eine Scheibe reines Dinkelvollkornbrot oder 100% Vollkornbrötchen. Aber zu 90% das Haferbrot, weil es auch sehr gut schmeckt. Gibt zwei Varianten. Eine ist zusätzlich mit Karotten drin. 😊

    Heute hatte ich zwei Scheiben davon je mit Frischkäse, Tomate und Frühlingszwiebel belegt. Dazu Schwarztee mit Erythrit gesüßt (meinen Tee zum Frühstück ohne süß geht beim besten Willen nicht) und eine Mandarine. 😊
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    am 31.12.2022 10:03:29 | IP (Hash): 1874582630
    Tena70 schrieb:
    Aber mal ganz konkret. Was frühstückt man denn da so? Mir fehlen da wohl noch die Ideen.

    Hallo Tena,

    ein Frühstücksei waäre schon mal eine ganz gute Idee. Wenn du dann noch einen privaten Hühnerhalter in deiner Umgebung findest, bei dem du besonders gut schmeckende und besonders gesunde Landeier bekommen kannst, dann passt das sehr gut.

    Ansonsten passt wenig Brot und viel Butter und Belag mit Käse, Wurst, Fisch sehr gut. Du kannst dan wie Hape nach Brot mit wenig KH pro 100g suchen, z.B. Eiweißbrot, oder du reduzerst die Menge und packst den Belag dafür schön dick drauf. Ich mache letzteres und leiste mir sogar das vergnügen, dass ich mir morgens frisch aufgebackenes Brötchen - das liebe ich - gönnen kann, allerdings nur ungefähr 1/3 Brötchen. Das zerteile ich dann in 6 kleine Stücke und belege es so kräftig, wie ich es bei 6 vollen Brötchenhälften machen würde. Das ist vielleicht nichts für dich - jeder wie er es am liebsten mag - aber kann dir zeigen, dass bei der Auswahl Fantasie gefragt ist und ganz bestimmt jeder für sich etwas finden kann, was passt und den Genuss nicht außen vor lässt.

    Ähnlich mache ich es übrigens auch bei den anderen Mahlzeiten. Kartoffeln, Nudeln, Reis, ... versage ich mir nicht, sondern nehme davon sozusagen als Geschmacksbeilage nur so viel, wie mein BZ verträgt. Das ist vielleicht am Anfang etwas ungewöhnlich. Bei mir hat es sich bereits seit mehr als 15 Jahren gut bewährt und du kannst mir glauben, dass ich mein Essen sehr genieße. Meinen Diabetes habe ich damit ebenfalls sehr gut im Griff.

    Alles Gute und guten Appetit, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 31.12.2022 10:03:51. Grund: BBCodes