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Insulinresistenz zu extrem?
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am 26.03.2023 05:42:05 | IP (Hash): 355709317
Hallo,
ich hoffe ich bin hier im richtigen Forum.
Ich schreibe hier, weil ich mich um meine Frau sorge.
Meine Frau ist Anfang 30 und hat nun schon seit knapp 10 Jahren Typ 2 Diabetes.
Die Ärzte die sie aufsucht scheinen sich nicht kümmern zu wollen, weil viele eine Abscheu vor Übergewicht haben.
Meine Frau ist übergewichtig, aber hält tatsächlich nichts von Süßigkeiten oder Fast Food.
Da wir hier anonym sind, hätte ich keinen Grund euch anzulügen.
Da ihr kein Arzt glaubt, sind wir seit Ewigkeiten auf der Suche nach einem guten Diabetologen.
Vor kurzem fanden wir einen, der ihr zumindest mal glaubt, dass Sie nicht frisst wie ein Scheunendrescher.
Bei ihr liegen noch andere Erkrankungen vor wie Schilddrüsenunterfunktion und eine Fettstoffwechselerkrankung.
Um zum Hauptproblem zurück zu kommen:
Seit ich sie kenne, ist sie auf der Suche nach einer Erklärung dafür und einer Lösung was ihre Insulinresistenz angeht.
Sie spritzt morgens und Abends jeweils 80 Einheiten Lantus und nach einer Mahlzeit braucht sie in der Regel 80 Einheiten Apidra, manchmal reicht das aber nicht und sie spritzt nochmal 40 Einheiten hinterher,
Das heißt sie benötigt etwa einen Pen pro Tag.
Vorher hatte sie Berlinsulin, da war es das selbe. Mit Lyumjev hatten wir auch diese Erfahrungen.
Metformin verträgt sie nicht, davon bekommt sie massivste Magenprobleme, die auch nach Wochen der Einnahme statt besser eher schlimmer werden.
Die Ärzte meinten bisher, dass Sie diese Dosen spritzen darf, wenn es denn letztendlich funktioniert.
Ich bin der Meinung, dass solche Dosen mit Sicherheit irgendwelche Wechselwirkungen haben müssen.
Und tatsächlich muss ich sagen, dass meine Frau weder ihre Schilddrüse eingestellt bekommt, noch dass sie sich überhaupt dazu in der Lage fühlt ihren Alltag zu bewältigen.
Ich habe gelesen, dass hier einige Nutzer so um die 8-12 Einheiten pro Mahlzeit spritzen.
Das ist ja schon echt süß.
Wir erkundigen uns seit Jahren im Internet, was die Insulinresistenz angeht. Im Internet findet man nichts und wie das immer so ist, bekommt man von vielen Ärzten (ja vorallem Fachärzte) zu hören, dass meine Frau selbst schuld daran ist, weil sie so fett ist und ständig McDonalds und Süßkram frisst.
Ich esse etwas mehr als meine Frau, was die Hauptmahlzeiten angeht.
Im Gegensatz zu meiner Frau, bei der Schokolade und anderer Süßkram fast immer abläuft, bin ich zuckersüchtig und ich wiege die Hälfte von ihr.
Meine Frau geht 3 mal die Woche für 2 Stunden schwimmen (nicht planschen sondern schwimmen).
Da wir so langsam echt am Verzweifeln sind benötige ich eure Meinung/Hilfe.
Was können wir tun?
Danke im Voraus
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am 26.03.2023 09:58:00 | IP (Hash): 1195340454
Hallo,
Was mir zu deinem Beitrag einfällt ist Folgendes:
1. Deine Frau sollte sich selber mit ihre Gesundheit auseinandersetzen. Damit meine ich nicht nur dass sie diejenige sein sollte die hier schreibt. Vor allem meine ich auch dass es ihr nicht weiterhilft ihr Essverhalten mit deinem Essverhalten zu vergleichen.
Ich versuche es zu erklären was ich meine: Ich habe trotz Normalgewicht einen Diabetes Typ 2 entwickelt. Wenn ich mich immer Vergleiche mit Menschen die was ihr Körpergewicht betrifft deutlich höheres Risiko haben Diabetes zu haben, frustriert mich das nur, macht mir sogar teilweise sauer bis wütend , selbstmitleidend und resignierend. Das macht nur schlechte Laune, hilft mir aber beim richtigen Umgang mit dem Diabetes keinen Schritt weiter.
2. War deine Frau schon mal stationär zur Diagnostik / Einstellung. Vor allem in dem Hinblick darauf eigentlich keinen richtigen Arzt zu haben der sie ernst nimmt, würde ich das mal in Erwägung ziehen.
Bis dahin, wünsche ich einen schönen Sonntag:-) -
am 26.03.2023 10:03:17 | IP (Hash): 845420839
Werthers schrieb:
Im Internet findet man nichts ...
Hallo Werthers,
ich denke, dass man im Internet eher zu viel findet. Allerdings ist es nicht gerade einfach, aus den vielen Vorschlägen diejenigen herauszufinden, die wirklich sinnvoll sind.
Hier mal ein paar Vorschläge, in welche Richtungen ihr euch intensiver informieren könntet:
1. Schilddrüsenunterfunktion:
Mit einer Schilddrüsenunterfunktion ist es besonders schwer, Gewicht zu verlieren. Wenn deine Frau diese nur beim Hausarzt behandeln lässt, dann sollte sie damit vielleicht mal zu einem Fachmannn, einem Endokrinologen gehen. Zur Schilddrüse gibt es auch etliche Foren, aus denen ihr euch mit weiteren Informationen versorgen könnt.
2. Diabetesmedikamente:
Habt ihr euch mit dem Diadoc schon mal über GLP1-Rezeptoragonisten (Ozempic, Trulicity, ...) unterhalten? Diese Medikamente unterstützen neben der BZ-Regulierung sehr gut die Abnahme. Leider ist das nicht ganz ohne Nebenwirkungen zu haben. Bei vielen sind die Nebenwirkungen nach einer anfänglichen Eingewöhnungszeit ertäglich, für manche wieder nicht. Das müsste deine Frau einfach ausprobieren. Falls der GLP1-RA alleine für die BZ-Regulierung nicht mehr ausreicht, dann kann die Wirkung mit einem Basalinsulin unterstützt werden. Redet mal mit dem Arzt darüber.
3. Leberentfettung:
Das ist etwas, das deine Frau wahrscheinlich nur mit Unterstützung ihres Arztes machen kann. Es geht um eine 8-wöchige hypokalorische Diät, mit der Leber und Bauchspeicheldrüse von falsch eingelagertem Fett befreit werden, was wieder zu einer besseren Insulinwirkung führt. Bei so einer Diät sinkt der Insulinbedarf stark, was gut beobachtet und bei der Spritzdosis unbedingt berücksichtigt werden muss. Stichworte, nach denen du hier suchen kannst, sind 'Prof. Roy Taylor' oder 'Newcastle Diet'.
4. Nur der Vollständigkeit halber, keinesfalls als Empfehlung - Magen OP:
Mit der Newcastle Diet kann man annähernd das gleiche Ergebnis erreichen, wie bei einer Magen OP - allerdings mit sehr viel besseren Aussichten für die langfristige Lebensqualität.
Das soll für den Anfang erst mal genügen. Wenn ihr für einen Punkt oder zu anderen Diabetesfragen weitere Hinweise haben möchtest, dann fragt einfach danach.
Alles Gute für deine Frau, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.03.2023 11:00:25. Grund: BBCodes -
am 26.03.2023 12:28:37 | IP (Hash): 512375083
Eure Verzweiflung kann ich nachvollziehen. Was ist das für ne Fettstoffwechselerkrankung, und wie wirkt sich die aus? Was muss deine Frau dafür tun und ggf. nehmen?
Grund für die FRage: Insulin ist in seiner Hauptaufgabe zuständig für den Fettstoffwechsel. Es wandelt jedes Kohlenhydrat in Triglyzerid um und lagert es in die Schwimmhilfen ein und bewacht die.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 26.03.2023 15:15:44 | IP (Hash): 355709317
Hallo,
erstmal danke für alle Antworten, ich versuche mal auf alles einzugehen:
1. Meine Frau setzt sich mit ihrer Gesundheit auseinander, aber sie hält nicht viel von Internetquellen.
Dass ich unser Essverhalten miteinander vergleiche liegt daran, dass es scheinbar keiner glauben mag, dass sie nicht zu 100% Schuld daran ist Diabetes zu haben bzw. die aktuellen Probleme.
Sie ist selber der Meinung, dass sie sich das Gewicht natürlich "angefressen" hat, aber bei der Menge an Kalorien die sie zu sich führt, sollte sie keinesfalls auf ihrem Gewicht bleiben bzw sogar noch zuzunehmen.
Ihr alter Diabetologe empfohl ihr nicht alles zu frittieren was sie isst, nicht den ganzen Tag Cola zu trinken und vielleicht mal ein bisschen weniger Süßigkeiten und Fast Food zu essen...
Meine Frau ist übergewichtig aber nicht blöd.
Wir kochen sehr gesund. Eine Flasche Öl hält bei uns 2 Monate. In unser Essen kommt kein Tütchen, kein Maggi Fix, keine Brühe und keine Butter oder Sahne. In diversen Kochsendungen wird empfohlen Kartoffelbrei so zuzubereiten, dass man genau so viel Butter nimmt wie Kartoffeln.. Ich mag diese Ausdrucksweise ja nicht aber: Alter, ernsthaft? Bei uns kommt ein kleines Stück Butter von vielleicht 10g rein.
Es ist immer wieder ermüdend dass zu erwähnen, damit einem die Leute anfangen zuzuhören.
Was ihre Schilddrüsengeschichte angeht:
Ihr TSH schwankt stark ist aber nie wirklich im Zielbereich. Ihr fT3 und fT4 Wert ist aber in Ordnung.
Als sie einen TSH von 1,1 hatte, ging es ihr blendend. Jetzt hat sie mal 4 (was laut Labor noch ok ist) manchmal mehr. Fakt ist aber, sie fühlt sich mit 4 nicht gut.
Nur ihr Gynäkologe glaubt ihr das, aber auch er meint, ohne Magenband gäbe es keine Chance.
Thema Magenband: Nein!
Sie nimmt ein Fibrat, ihre Triglyceride sind bei etwa 250, waren aber schonmal bei Werten, die der Arzt noch nie gesehen hat.
2.:
Meine Frau war auf Grund einer Pankreatitis mal stationär. Sie hat morgens eine Scheibe Brot und Wurst bekommen und ihr Zucker wurde regelmäßig gemessen. Das können wir zuhause auch.
Ich habe selber die Erfahrung gemacht, dass viele Ärzte keinen Bock mehr haben, wenn sie jemanden sehen der übergewichtig ist.
Wir waren bei einem großen Endokrinologen in Mainz. Er meinte nur, ihre Schilddrüse kann man nicht in den Griff bekommen, solange sie Übergewichtig ist.... ???? Was?
Genau deshalb war sie aber dort.
Sie wurde fast dort abgelehnt, bis sie einen Kinderwunsch vorlog, dann wurde sie zumindest mal kurz angehört. Nach monate langem warten auf den Termin war unsere Erkenntnis:
Selber Schuld, nimm halt ab!
Diabetes-Medikamente:
Sie hat mal Spritzen bekommen, von denen ihr allerdings so schlecht wurde, dass sie bettlägrig wurde.
Dieses Medikament, keine Ahnung was es war, hatte sie auch schonmal in Kombination mit einem Langzeit-Insulin, ich weiß nicht mehr wie es hieß.
Was auch sehr merkwürdig ist:
Apidra soll nach 20 Minuten sein volles Wirkspektrum erreicht haben. Bei ihr sind es etwa 3-4 Stunden. Dass sie nicht in Verhärtungen stechen soll, dass weiß sie.
Die Niedrigkalorische Diät hört sich gut an, ich glaube aber dass sie das nicht durchhält.
Der gute Diabetologe empfohl ihr einen stationären Aufenthalt mit hochdosiertem Insulin um die Insulinresistenz zu "durchbrechen". Davon habe ich teilweise im Internet gelesen.
Was gibt es denn dazu zu sagen?
Als hochdosiert würde ich 120 Einheiten schon bezeichnen, ich weiß nicht ob hier eventuell Insulin IV gemeint ist.
Bearbeitet von User am 26.03.2023 15:25:11. Grund: Ergänzung -
am 26.03.2023 16:46:44 | IP (Hash): 512375083
Dann mal von hinten angefangen:
Alle Insuline werden in ihren Wirkkurven mit Typ 1 dargestellt und beworben. Mit Typ 2 setzen diese Kurven meistens deutlich später ein und verlaufen flacher. Wir brauchen also meistens für gleiche BZ-Größen deutlich mehr Insulin, als mit Typ 1. Und je höher der BZ-Verlauf, desto größerer Insulinbedarf für die gleiche Absenkung. Beispiel: Von 300 mg/dl auf 200 kann locker die anderthalbfache Menge vom Apidra erfordern, die frau für von 200 auf 100 braucht.
Zudem kann ich jedes mal, wenn ich erst nach dem Essen spritze, nach dem Wirkauslauf um 3 Stunden später einen deutlich höheren BZ messen, als wenn ich mit passendem SEA (sie weiter unten) vor dem Essen die gleiche Menge Apidra spritze.
UND dann habe ich bei um 120 mg/dl Apidra passend zum Essen gespritzt, das vor mich hingestellt und alle 10 Minuten gemessen. Zum Frühstück hat es ca. 40 Minuten gedauert, bis mein BZ auf um 90 gesunken war und ich mit dem Essen angefangen hab. Die 40 Minuten, die ich da ausgetestet hab, nennen sich Spritz-Ess-Abstand (SEA), und zu den übrigen Mahlzeiten hab ich einen SEA von 20 Minuten.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 26.03.2023 18:54:14 | IP (Hash): 969680860
Hallo Werthers,
was du schreibst, ist alles sehr viel und auch sehr extrem. Aber ich will mal versuchen, dir ein paar Antworten zu geben.
- Also auch ich meine, deine Frau müsste sich selbst kümmern und auch selbst hier schreiben.
- Jeder Mensch ist anders, ihr könnt euer Essverhalten nicht miteinander vergleichen.
- Hat deine Frau schon mal ein Ernährungstagebucht geführt? Ich finde, das hilft immer gut, um einen Überblick zu erhalten und ggf. Änderungen vorzunehmen.
- Ins Ernährungstagebuch sollten auch die kcal, das Fett und die Kohlenhydrate der Mahlzeit eingetragen werden. Auch der Glucosewert vor und nach der Mahlzeit gehört dazu. So kann sie genau feststellen, wie sie auf welche Lebensmittel reagiert. Auch da kann sie dann Anpassungen vornehmen.
- Die Spritzen, die einem speiübel werden lassen, hatte ich auch schon und kam nicht damit klar. Mir war so übel, dass ich meinen damaligen Arbeitsalltag nicht durchhalten konnte und habe es deshalb abgesetzt. Es macht keinen Sinn, es soweit kommen zu lassen, dass man bettlägerig wird, das muss man rechtzeitig beenden und mit dem Arzt sprechen.
- Zum gesunden Kochen. In zwei Monate eine Flasche Öl zu verbrauchen ist schon eine reife Leistung. Außer, ihr seid mehr als zwei Personen im Haushalt. Aber für nur zwei Personen finde ich den Ölverbrauch als viel zu hoch. Ich z. B. habe immer zweierlei Öle in der Küche, eine 0,5-Liter-Flasche gutes Olivenöl und eine 0,5-Liter-Flasche neutrales Öl. Beides reicht mir gut 2,5 Jahre, manchmal wird der letzte Rest ranzig. Man kann fast alles ohne Fett zubereiten...es schmeckt dann auch viel besser, Fett verfälscht nur den natürlichen Geschmack der Speisen.
- Mit der Schilddrüse gehört deine Frau in die Nuklearmedizin. Das ist das Fachgebiet dafür. Falls sie da noch nicht war, sollte sie sich da schnellstmöglich einen Termin machen. Nuklearmediziner haben durch die Bank eine Wartezeit von ca. 6 Monaten.
- Ansonsten empfehle ich (falls noch nicht geschehen) eine Diabets-Schulung incl. Ernährungsberatung.
So, das wars dann erst mal von mir. Ich hoffe, das nächste Post kommt von deiner Frau.
Viele Grüße an die Frau
Zuckerle
Bearbeitet von User am 26.03.2023 18:57:07. Grund: Korrektur -
am 26.03.2023 23:10:00 | IP (Hash): 845420839
Werthers schrieb:
Die Niedrigkalorische Diät hört sich gut an, ich glaube aber dass sie das nicht durchhält.
Für die volle Wirkung (Entfettung von Leber und Bauchspeicheldrüse) wären es schon sinnvoll, die 8 Wochen durchzuhalten.
Zur Durchbrechung der starken Insulinresistenz dürfte eine Woche bereits ausreichen. Vielleicht wäre das für deine Frau erst mal leichter und auch schon mit genügend Erfolg verbunden. Aber die richtige Anpassung der Insulindosis für Basis und Bolus ist wirklich nicht so einfach, dafür wäre wahrscheinlich fachliche Begleitung notwendig.
Mit geringerem Insulinbedarf kann deine Frau dann auch damit rechnen, dass die Abnahme besser klappt.
Alles Gute, Rainer
____
Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 26.03.2023 23:10:33. Grund: BBCodes -
am 27.03.2023 08:03:42 | IP (Hash): 231197207
Hat Deine Frau ein CGM im Einsatz?
Hat sie einmal eine ketogene Ernährung versucht?
Hat sie schon mal intermittierendes Fasten versucht?
Mehr Fett und nicht weniger und weg mit den Kohlehydraten funktioniert bei vielen T2D in Kombination mit größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten. Bloss nicht auf Zuckerle hören!
Google mal nach:
Dr. Simon Unwin sugar
Auf youtube sehr zu empfehlen Dr. Jason Fung
Lesetipps:
Dr. Benjamin Bikman - Warum wir krank werden
Dr. Jason Fung - Die Schlankformel
Dr. Jason Fung - Diabetes rückgängig machen
Bearbeitet von User am 27.03.2023 08:04:47. Grund: Tippfehler -
am 27.03.2023 12:26:36 | IP (Hash): 969680860
[quote=keine Ahnung;122337]
Mehr Fett und nicht weniger und weg mit den Kohlehydraten funktioniert bei vielen T2D in Kombination mit größeren Abständen zwischen den Mahlzeiten. Bloss nicht auf Zuckerle hören!
Google mal nach:
Dr. Simon Unwin sugar
Auf youtube sehr zu empfehlen Dr. Jason Fung
Lesetipps:
Dr. Benjamin Bikman - Warum wir krank werden
Dr. Jason Fung - Die Schlankformel
Dr. Jason Fung - Diabetes rückgängig machen[/quote]
hm @keine Ahnung...dein Nick scheint ja Programm zu sein. Dein Vorschlag ist wohl für so manchen schlanken Typ1-Diabetiker richtig. Nicht aber für eine übergewichtige Typ2-Diabetikerin, die zusätzlich mit einer Fettstoffwechselstörung und Schilddrüsenunterfunktion zu kämpfen hat. Da müssen die Fettkalorien auf ein Minimum reduziert und das Eiweiß erhöht werden. Die Kohlenhydrate sollten aus Vollkorn und Pflanzenkost kommen. Größere Abstände zwischen den Mahlzeiten? Woher willst du denn wissen, wie groß die Abstände derzeit sind? Darüber hat Werther nichts geschrieben.
Also bitte nächstens erst lesen und nachdenken, bevor man was schreibt.
Diabetes rückgängig machen? Ich persönlich glaube nicht, dass das funktionieren kann...schon gar nicht, wenn die Probleme so groß sind, wie bei Werthers Frau.
Übrigens bloß schreibt man mit scharfem "ß" -
am 27.03.2023 18:56:25 | IP (Hash): 55973858
Auch noch Senf von mir.
Ich kann (oder möchte) nicht zu allem etwas sagen.
Zwei Dinge möchte ich sagen:
Selbst bei exzessivem Übergewicht sollten operative Eingriffe am Magen erst erfolgen, wenn sonst alle Optionen ausgeschöpft sind. Gerade Diabetiker haben eine schlechte Heilungstendenz. Vor fünf Jahren ist ein Bekannter (40 Jahre, 160kg) nach einer Magenverkleinerungs-Op jämmerlich auf einer Intensivstation verstorben. Das Krankheitsbild nannte sich Anastomoseninsuffizienz, also fehlende Verheilung der Magennaht. Das kann ein bedauerlicher Einzelfall gewesen sein, ich halte jedenfalls das Risiko für Eingriffe am Magen sehr hoch und Mageneingriffe für eine "ultima ratio".
Öl als Nahrungsmittel ist zwar hochkalorisch, aber letztlich für Diabetiker unbedenklich. Leinöl soll da das Öl sein, dass am "gesundesten" ist. (viele ungesättigte Fettsäuren.)
Bearbeitet von User am 27.03.2023 18:58:02. Grund: Verbesserung -
am 28.03.2023 11:37:56 | IP (Hash): 1779219931
Hape schrieb:
Auch noch Senf von mir.
Öl als Nahrungsmittel ist zwar hochkalorisch, aber letztlich für Diabetiker unbedenklich. Leinöl soll da das Öl sein, dass am "gesundesten" ist. (viele ungesättigte Fettsäuren.)
Das ist in kleinen Mengen grundsätzlich richtig. Wenn allerdings eine Fettstoffwechselstörung vorliegt sieht das anders aus... -
Rinakos
Rang: Gastam 17.08.2023 22:55:34 | IP (Hash): 505626584
Hallo, alles was ich jetzt hier gelesen habe zu Deinen Fragen empfand ich als nicht helfend. Ich habe auch alles mögliche in sehr vielen Jahren versucht an ärztlicher Hilfe zu finden. Es wird immer schwerer bzw unmöglich. Scheinbar sind sie Ärzte mit ( Kolibris ) überfordert und man ist schneller wieder draußen wie man zur Tür rein kam. Also ich lege mal los:
1. Egal wer von euch beiden schreibt. Ich finde es gut das ihr keinen Weg auslasst Hilfe für ein besseres Leben zu finden.
2. Insulin ist ein Mastmittel. Ich war nie sehr korpulent, habe trotz der geerbten Gene meiner 300 Kilo Oma mein Gewicht immer gut halten können. Dann Diagnose Dia 2! Sämtliche Tabletten nicht vertragen, Spritzen für" Dicke" ich hasse diese Wortwahl, wurde aber immer so von den Dia Ärzten so gesagt, haben mir auch nicht geholfen. Im Gegenteil. Wie ein Gürtel schnürte es mir den Magen zu. Klar, ich habe ja auch einen Zwerchfell Bruch. Also Insulin. Toll. Und danach glatt über 20 Kilo rauf. Und nun zähle ich als 176cm Frau mit 98 Kilo als adipös. So viel erstmal dazu.
3. Diabetologen und auch ihre Diabetes Beraterin möchten gerne einen Vertrag unterschrieben haben damit sie ein paar kleine Euros mehr bekommen. Aber Hilfe gibt's dafür nicht. Weder in einer Praxis noch in einem Klinik Aufenthalt.
Geholfen hat mir viel lesen, ausprobieren, einen Sensor am Arm und immer wieder gucken was hat an Nahrung rein gehauen und was nicht. Ich war schon immer ein sehr schlechter Esser aber im Gegensatz zu deiner Frau eine olle Zuckerschnute. Alles geändert. Abnehmen geht aber immer noch nicht. ☹️!
4. Dreifacher Herzinfarkt in 2017 und viele gutartige Tumore, Durchblutungsstörung in den Beinen vorher in 2008. Sport nur sehr dezent möglich.
Aber.... Ich gebe nie auf.
Und das solltet ihr auch nicht. Glaubt an euch und eure Kraft alles zu schaffen und alles aus euch raus zu holen ohne große Hilfe von außen!
Ohne Quatsch... Ich gehe nur zu meinem Hausarzt und sage ihm was wir mal versuchen könnten und er macht mit. Bei mir wirkt Kurzzeit auch erst nach 2 bis 3 Stunden. Habe aber durch meine Ernährung eine utopisch kleine Menge erreicht. Juhu! Langzeit spritze ich morgens um 5, nehme meine Magentablette und schlafe dann weiter. Spritz/ess Abstand funktioniert bei mir überhaupt nicht. Es bleibt egal war ich esse immer bei den 2 bis 3 Std. Also esse ich einen Mix aus Keto und vorsichtiges
" normales "Essen. Der Sensor zeigt mir schon wenn es mal wieder nicht das richtige war. Schreibe ich in mein Heft'chen neben Sensor/Blutwerte ein und kann dann immer wieder schauen welches Essen ich lieber meiden sollte. Mittlerweile habe ich schon eine große Liste im Handy Memo von meinem Lieblings Lebensmitteln mit KH's. Ich bin richtig happy inzwischen das ich bei jedem spritzen nur noch 3 bis 6 Einheiten brauche. Abends steht als Gesamtzahl in meinen Heftchen nur 8-16 Einheiten den ganzen Tag. Und langsam geht das auch mit dem Gewicht gaaaanz langsam wieder runter.
5. Muss jeder für sich selbst entscheiden... Ich habe in den letzten Jahren von 21 Tabletten und anderen Medis die ich verordnet bekam bis auf 5 alles Stück für Stück abgesetzt und es geht mir deutlich besser wie je zuvor.
Es gibt Ärzte da muss man hin. Ohne Zweifel! Sollte der Cholesterin auch bei deiner Frau am explodieren sein wie es bei mir war und ich die typischen Statine und andere Tabletten nicht vertragen habe, dann hier ein Tip. Ich hab vererbtes in allen Varianten. Dadurch bekam ich nach vielen hin und her die Repatha Spritze. Jetzt nach vielen Jahren ist mein Cholesterin im normal Bereich von unter 200. Das war mal ganz anders. Das Zeug wirkt!
Wird aber nicht von jedem Arzt verschrieben. Ich bekomme es vom Kardiologen.
Die Schilddrüse deiner Frau sollte wirklich unbedingt vom Spezialisten untersucht werden. Das kann den ganzen Körper durcheinander bringen. Es kann auch eine Verlagerung oder viele Knötchen sein. Sehr wichtiger Arzt!!!
So nun habe ich aber genug geschrieben und ich hoffe ich habe hier mit meiner langen Nachricht keinen verärgert. Alles Liebe für euch beide und vor allem Gesundheit und sehr viel weniger Insulin!
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Rinakos
Rang: Gastam 18.08.2023 12:15:01 | IP (Hash): 586187316
Ich liebe Menschen die lächeln wenn es regnet.