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Wie oft spritzen Sportler während des Sports Insulin?
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am 06.06.2023 13:44:47 | IP (Hash): 2099588454
Heute ging durch die Presse, dass der Tennisspieler Alexandere Zverev, der seit früher Kindheit Diabetiker Typ 1 ist, mehrfach während eine Tennismatches Insulin spritzen muss, sonst bestünde für ihn Lebensgefahr.
Ist so häufiges (ca. stündliches) Insulinspritzen beim Sport üblich und nachvollziehbar?
Lg
Hape -
am 06.06.2023 20:40:03 | IP (Hash): 1053703515
https://www.zdf.de/nachrichten/sport/alexander-zverev-french-open-insulin-100.html
Wenn das dein Bezug ist, siehst du doch eigentlich auf den ersten Blick, dass die "Lebensgefahr" billiges reißerisches Clickbait Niveau ist. Auf dem selben, wie in sonem alten Krimi, in dem der Gefangene aufm längeren Transport an Unterzuckerung abkratzt, weil er sich sein Insulin nicht spritzen darf.
Selbst hat er gesagt, dass Insulin notwendig für sein Leben ist. Sein Leben ist ne Stunde bis mehrere Höchstleistungssport. Und den können alle Hochleistungssportler mit Diabetes nur in ihren ganz persönlichen BZ-Rahmen. Natürlich gehen sie nicht ein, wenn ihr BZ deutlich drunter oder drüber verläuft, aber damit kann weniger Leistung gehen. Nicht so viel, dass uns das beim Zuschauen auffällt. Aber im konkreten Fall kann der Betroffene durchaus empfinden, dass er den Ball mit 20 mg/dl mehr oder weniger doch noch gekriegt und Punkt und Spiel gerettet hätte.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.
Bearbeitet von User am 06.06.2023 20:42:41. Grund: . -
am 08.06.2023 23:41:57 | IP (Hash): 1557489910
Hape schrieb:
Heute ging durch die Presse, dass der Tennisspieler Alexandere Zverev, der seit früher Kindheit Diabetiker Typ 1 ist, mehrfach während eine Tennismatches Insulin spritzen muss, sonst bestünde für ihn Lebensgefahr.
Ist so häufiges (ca. stündliches) Insulinspritzen beim Sport üblich und nachvollziehbar?
Lg
Hape
Die Medien übertreiben gerne ein bisschen. Ich glaube nicht, dass gleich akute Lebensgefahr besteht.
Dennoch muss man unterscheiden zwischen "Sport" und "Leistungssport". Insb. bei Wettkämpfen wird massiv Stresshormone, Adrenalin etc. ausgeschüttet, was einen starken Einfluss auf den BZ haben kann, also massiv den Blutzucker steigen lassen kann. Ein stark erhöhter Blutzucker kann starke Symptome wie Konzentrationsprobleme, Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen, etc. machen, die für einen Wettbewerbssituation definitiv nicht sinnvoll sind.
Zumal regelmäßig so hohe Blutzuckerspitzen auch zwecks Langzeitfolgen dringend gemieden werden müssen.
Also Gesundheitsgefährung ja, ohne Ketoazidose Lebensgefahr nein.1 Benutzer dankte für diesen Nützlichen Beitrag. -
am 09.06.2023 08:28:24 | IP (Hash): 2099588454
Meine Antwort zielte ein wenig in die Richtung ob 4 bis 5 Spritzen in einem Match von vielleicht 4 bis 5 Stunden nachvollziehbar sind. Ich habe von so engmaschigen Insulinspritzen noch nie gehört. -
am 09.06.2023 13:19:47 | IP (Hash): 2142843873
Hm,
während meiner Schwangerschaft unter ICT habe ich alle 1-2 Stunden bei Bedarf gespritzt.
Heute mit Pumpe und Loop "spritze" ich oft alle paar Minuten... -
am 14.06.2023 23:21:56 | IP (Hash): 1858022150
Bei aerober sportlicher Bewegung (zB. 10km Joggen, 50km Radfahren, 1km Schwimmen, alles moderat ohne ins Hecheln zu kommen) steigt die Insulinsensibilität, wodurch der BZ sinkt, vor allem wenn schon eine vorweg gespritzte Insulinmenge im Körper ist. Aerobes Training ist recht gesund, hat aber den Nachteil, dass man seine Leistungsgrenzen nicht angeht, nur wenig sportlichen Fortschritt sehen kann und sicher keine sportlichen Höchstleistungen erbringen kann.
Jeder, der sich sportlich fordern will, muss kein Spitzensportler sein, wird also zumindest teilweise anaerob sporteln. Die meisten Sportarten bestehen aus einem Wechsel von anaerob und aerob, einige wenige sind nur anaerob. Anaerobe sportliche Betätigung lässt den BZ ansteigen, auch beim Gesunden (hier aber weniger).
Alexander Zverev startet seine Matches nach eigenen Aussagen mit einem BZ von 120-150. Da ist er sogar im Vorteil gegenüber jenen, die mit 89-90 starten, allerdings nur so lange er in diesem Rahmen bleiben kann. Jeder Ballwechsel steigert seinen BZ (weil anaerob), Entspannung kommt dann in den 90 Sekunden-Pausen und manchmal vor Aufschlägen. Dennoch kommt er schnell mal auf 200 BZ (hängt natürlich vom Verlauf ab) und trotzdem muss er immer wieder KH zu sich nehmen, um seine Leistung zu bringen. Damit käme er schnell zu einem stark überhöhten BZ, der seine Leistung schmälert. Er muss also JEDE KH-Aufnahme während des Matches runterspritzen, am besten schon 2 Games vorher. So kommt man schnell auf 4-5 Spritzen im Match.
verev hat übrigens nie gesagt, dass sein Leben bedroht, wenn er nicht diese 4-5 Spritzen beim Match bekommt, er hat gesagt, dass sein Leben ohne Insulin bedroht wäre. Klar, als Typ1er.
LG Geri