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Auch ziemlicher Neuling wegen Lantus
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am 09.07.2023 22:44:29 | IP (Hash): 1116625141
Schönen guten Tag zusammen. Bei mir steigt der Zucker seit Jahren infolge Pankreatitis, die ich immer wieder mal bekomme.
Meine Ärztin meint, es wäre gut jetzt ein Langzeit Insulin zu nehmen damit der nüchtern Zucker reduziert wird. Der ist so zwischen 140-170 morgens.
Sie meint die Dosis müsse ich finden, ich könnte problemlos bis 20 gehen aber mit 4 beginnen. Jetzt habe ich zwei Tage mit 4 und zwei mit 6 probiert. Keine Auswirkung. Macht es Sinn, wenn ich in 10 er Schritten probiere?
Bin 50 190 78 und hatte extreme Werte mit 690 im Winter. Hba1c ist aber bei 7'1
Danke für Tipps -
am 09.07.2023 22:55:52 | IP (Hash): 732444680
Hab lieber ein bischen Geduld.
Bleibe bei den 2er Schritten, dann bist du auf der sicheren Seite. Die 10er Schritte könnten zu groß sein und dir Probleme bringen. Die eingesparten 10 Tage würden dir überhaupt nichts nützen.
Alles Gute, Rainer
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Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
Bearbeitet von User am 10.07.2023 16:45:06. Grund: BBCodes -
am 09.07.2023 23:04:13 | IP (Hash): 1116625141
Danke Rainer, dann bringe ich noch etwas Geduld auf.
Dir auch alles gute 🙂 -
am 10.07.2023 09:20:55 | IP (Hash): 2008984589
Und bitte dran denken: Das Langzeitinsulin senkt in seiner Wirkzeit nicht nur die Spitzen, sondern auch die Täler!
Allein nach der Spitze am Morgen dosieren kann ne Unterzuckerung bei der Nacht machen, wenn wir meistens irgendwann zwischen 0 und 3 Uhr ein BZ-Tal haben. Wenn in dem Tal 70-60 mg/dl, dann ist die Abenddosis vom Lantus ausgereizt, auch wenn der Wunschwert am Morgen noch nicht erreicht ist.
Der Morgenwert richtet sich übrigens häufig nach den Spitzenwerten um ne Stunde nach den Mahlzeiten der letzten Wochen. Wenn der meistens deutlich über um 140 mg/dl ansteigt, kann eine super wirksame Maßnahme für den niedrigeren Morgenwert sein, diese Anstiege zuverlässig zu begrenzen. Auf alle Fälle Daumendrück :)
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 10.07.2023 22:01:56 | IP (Hash): 852743325
Vielen Dank Jürgen, ich bin nicht sicher ob ich das verstanden habe.
Die Spitzenwerte nach dem Essen soll ich nicht behandeln. Die können schonmal 295 oder so sein. Morgens ist er halt so bis 180.
Sie sagt, ich soll gucken daß der nüchtern Zucker bei 120 bis 100 liegt. Und dafür einmal Lantus.
Heute mache ich mit 8 Einheiten weiter. Bislang noch nicht die geringste Senkung zu sehen. 😞 -
am 11.07.2023 08:22:15 | IP (Hash): 245328739
Die Spitzen nach dem Essen brauchst du nicht zu behandeln, sondern "nur" nicht so hoch zu essen, z.B. nach dieser Anleitung https://www.bloodsugar101.com/how-to-lower-your-blood-sugar
Unten auf der Seite ist auch ein Link zur Version auf Deutsch.
Mit so hohen Spitzen nach dem Essen wie bisher kann gut sein, dass du für nen passablen Morgenwert mehr Lantus spritzen müsstest, als dein BZ-Verlauf in der Nacht zulässt. Zudem verstärken hohe Spitzen nach dem Essen die Störung der Regelautomatik immer mehr und machen auch insgesamt immer höhere BZ-Verläufe.
Und dann sind solche großen BZ-Schwankungen um 100 und mehr mg/dl auf Dauer super förderlich für Pipelineverkalkungen. Im völlig gesunden Bereich werden Schwankungen selten höher als um 60 mg/dl beobachtet, wie die Grafik (Link in der Signatur) schön zeigt.
Wie oben schon geschrieben wirst du mit deinen Spitzen nach dem Essen bis max 140 mg/dl deutlich niedrigere Morgenwerte messen und vielleicht sogar gar kein Lantus brauchen. Daumendrück :)
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 11.07.2023 16:21:53 | IP (Hash): 93487425
Hallo,
wenn dein Diabetes tatsächlich von den Pankreatiten kommt, dann hast du keinen Typ2 Diabetes, sondern einen sog. pankreopriven Diabetes (Typ3c). Dieser hat eine andere Behandlung als Typ2 (vergiss deshalb Jürgens Ernährungsratschläge) und leider kennen sich viele Ärzte nicht damit aus.
Mit deinen Werten ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo du langsam Insulin spritzen musst und aufgrund deiner hohen Essenspitzen brauchst du vermutlich demnächst auch Bolusinsulin. Mit Diät kann man da nämlich nur wenig erreichen.
Wichtig ist ein Arzt, der sich mit pankreopriven Diabetes auskennt. Es ist eine seltenere Diabetesform, wo sich somit auch nur wenig Ärzte auskennen. Hausärzte sind i.d.R. die falschen Ansprechpartner. Wenn dann findet man gute Ärzte eher in größeren Diabetespraxen.
Wurde denn mal dein C-Peptid gemessen?
Mit pankreopriven Diabetes kann auch die Glukagon Produktion geschädigt sein, so dass du zwecks Hypos deutlich besser aufpassen musst. Glukagon ist nämlich der Gegenspieler zu Insulin. -
am 11.07.2023 17:31:54 | IP (Hash): 245328739
July95 schrieb:
vergiss deshalb Jürgens Ernährungsratschläge
bei 3c gibt es mit kleineren KH-Portionen keine kleineren BZ-Spitzen bzw. weniger Bolusbedarf?
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden. -
am 12.07.2023 21:26:42 | IP (Hash): 227434903
Danke euch beiden für die Ratschläge. Ich denke auch, mit Kohlehydrat Reduktion kann ich zwar die extremen Spitzen vermeiden, ich hab knapp 700 gehabt als ich das erste Mal gemessen habe und noch ganz normal ernährt habe, aber auch trotz Vollkornbrot und so ist er halt trotzdem nach dem Frühstück bei knapp 300. Die Praxis ist auf Diabetiker spezialisiert aber beim letzten Besuch wurde mir gesagt, ein Wert der wichtig sei wurde noch nicht gemessen. Das wird wohl dieser Wert sein. Da ich kein Fan von Tabletten bin, alle die ich kenne haben dadurch Nierenprobleme, bat ich direkt um die Spritze. Seid gestern habe ich 8 Einheiten und denke, zum ersten Mal einen Effekt zu sehen. Die hohen Werte glätten sich schneller aber fällt auch etwas tiefer. Klar, wenn nachts zu tief fällt, darf das auch nicht sein. Ich beobachte und erhöhe jetzt alle drei Tage und schaue, wo die beste Dosis ist. Danke für die Tipps.
Übrigens wegen KH Reduktion. Ich habe im Urlaub ein Buch mit Studien gelesen Dr. Barnards Diabetes. Lt ihm soll man Fette vermeiden. Das geht natürlich nur, wenn man nicht seid der Kindheit eine hyperzroglyceridaemie hat. Aber klang sonst gut wobei ich aber denke, daß auch Fette essentiell wichtig sind.
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am 12.07.2023 22:59:36 | IP (Hash): 1379039158
An die 3 Jahre habe ich ketogen gelebt mit 20-40 g KHs pro Tag und dabei meine niedrigsten Triglycerid- und Cholesterinwerte gehabt. Mit Low Carb bei 60-80 g KHs pro Tag sind sie allerdings seitdem auch nicht viel höher.
Interessant war damals meine Diabetesberaterin, die einfach nicht raffen wollte, dass so ungesundes Fett durch die Futterluke nicht direkt sofort zu ungesundem Fett im Blut wird, und dass aber von vielen so gesunden KHs durch die Futterluke ein guter Teil in der Leber in Triglyceride umgeformt wird. Ordentlich zur Weitergabe in die Schwimmhilfen, unordentlich zur Einlagerung an Ort und Leber mit der Verstärkung des Typ 2 Defekts.
Denn die Leber regelt, was an Glukose in den Kreislauf gelangt. Normal immer nur so viel, wie im Organismus verbraucht wird. Diabetisch gestört, zunehmend mehr.
Herrn Barnard hab ich auch mal für so um 3 Monate ausprobiert. Erwartet hatte ich, dass mein Insulinbedarf explodieren würde. Isser aber nicht, sondern mit einer Einschränkung in meinem völlig normalen Rahmen wie mit ketogen und LC geblieben.
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7/24 mit wenigen Ausnahmen zwischen 60 und 140 mg/dl in der Form der blauen Kurve ( https://www.bloodsugar101.com/what-is-a-normal-blood-sugar ) sind für mich optimal. Trotzdem will ich gern respektieren, wenn andere anders für sich entscheiden.