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    am 14.10.2023 15:01:17 | IP (Hash): 1517651034
    Ich hab ja gesagt, 2000kcal mit dieser Ernährung (wie oben beschrieben) ist fast unmöglich.
    Ausser man mag 5 kilo Gemüse....

    Ich hab mir Eiweiss auf mind. 100 gesetzt.
    Fette würde ich nicht grundsätzlich verdammen, die sind der Schlüssel um auf 2000kcal zu kommen wenn kaum KH im spiel sind. Auch ein bisschen Butter oder Sahne zum kochen sind in kleineren Mengen ok.
    KH 80 ist ein gutes Ziel, ich bin da noch drüber aber arbeite dran.

    Knochen baut man kaum ab, Muskeln eigentlich nur bei Null-Diät mit Bewegungsmangel oder im Fall von Krankheit.

    Was auch immer du isst, es muss zu dir passen und dir schmecken. Sonst funktioniert das nicht auf Dauer.
    Und nicht über die Waage täglich wundern. Das wirkt immer ein paar tage zeitversetzt beim gewicht.....warum auch immer.




    DM Typ 2 - 2x täglich Metformin 1000 / Sitagliptin 50
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    am 14.10.2023 15:31:11 | IP (Hash): 1248229121
    Buttermilch_14 schrieb:
    *Meine Grenzwerte sind von mir selbst gesetzt.
    Eiweiß: 90-130 g am Tag, im Mittel 100-110 g.
    Fett: 80 g als Maximum, im Mittel deutlich weniger.

    Hallo Buttermilch,

    warum setzt du dir - außer bei den KH - solche Grenzen. Mit Fett und Eiweiß kannst du doch deine Kalorienzufuhr sehr gut steuern. Wenn du nach deinem Gefühl zuviel abnimmst, dann iss ein bisschen weniger davon. Wenn du zu wenig abnimmst oder sogar wieder zunimmst, dann reduziere Fett und/oder Eiweiß. Schau dabei nicht täglich auf die Waage, kontrolliere vielleicht wochenweise.

    Wenn du mehr Kalorien brauchst, dann mache z.B. Sahne in den Quark, Butter an das Gemüse, Kokosöl in den Kaffee und und und ... Übrigens ist sowohl das Milchfett als auch Kokosöl wegen des hohen Anteils an kurz- und mittelkettigen Fettsäuren leicht verdaulich. Deshalb verträgst du das evtl. besser als mehr Olivenöl. Probiere aus, was dir schmeckt und was zu deiner Ernährung passt und genieße dein Essen.

    Alles Gute, Rainer

    ____
    Gegebene Vorschläge und Einschätzungen sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen.
    Bearbeitet von User am 14.10.2023 15:31:26. Grund: BBCodes
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    am 15.10.2023 05:55:57 | IP (Hash): 444785967
    Hahaha, 5 kg Gemüse wären auch nicht gut, das wären ja mindestens 150 g KH.

    Die "Grenzwerte" sollen eher das Bewusstsein schärfen und sind nicht dogmatisch gesetzt. Werde bei Überschreitung nicht gleich die 112 anwählen.

    Wie ich es aber auch drehe und wende: Um auf 2.000 kcal zu kommen muss zwangsläufig ein "Grenzwert" deutlich überschritten werden. Ich finde das zumindest eine interessante Erkenntnis aus den letzten Tagen.

    Das Einzige auf meinem Speisezettel was ich nicht mag ist Leinöl. Vermixt im Salat schmeckt es dann nicht mehr ganz so morbid und penetrant.

    Ansonsten sehe ich es so wie ihr: es muss schmecken und glücklicherweise tut es das gewöhnlich. Ich achte auf Abwechslung, kann aber auch mal wochenlang das Gleiche essen. Spargel beispielsweise. Der Verzicht auf andere Lebensmittel und das Verlangen danach fallen damit weniger schwer ins Gewicht. Sonst würde ich das auf Dauer auch nicht hinbekommen. Jetzt bin ich bereits im zehnten Monat, fühle mich mental recht stark und stabil und somit sind die Prognosen recht gut, vom Weg nicht abzukommen. Alle drei Monate gönne ich mir – teilweise ganz bewusst – einen Ausreißer um festzustellen, dass diese Ausreißer nicht lohnen. Alleine das schlechte Gewissen und der damit verbundene negative Stress fressen die Glücksgefühle dieses einen kurzen Moments der Lust auf. Letztes Mal waren es auch leichte Kopfschmerzen und ein kleiner Kater. Scheinbar muss ich aber immer wieder neu in diese Lehre. So jedes Quartal einmal. Ich denke, das ist okay so.

    Da Zucker und Alkohol Glückshormone fördern, braucht es Ersatz. Den muss man sich auf andere Weise verdienen. Zum Teil geht das mehr oder weniger automatisch. Der Gewichtsverlust schafft neue oder wiedergewonnene Optionen. Statt die Zeit mit dümmlichen TV-Serien totzuschlagen gehe ich wieder viel mehr raus. Ich hatte ganz vergessen, dass es sich mit Damen, die Jahrzehnte jünger sind, auch außerhalb des Milieus (unverbindlich) flirten lässt. Zum Beispiel. 😊

    Derzeit bin ich immer noch mit dem Austausch meiner Garderobe beschäftigt. Die gerade erst angeschafften Hosen müssen schon wieder gewechselt werden. Oder ich muss mir Hosenträger kaufen. Das kostet zwar alles Investition, aber es macht auch Spaß (Shopping!). Schon was anderes, sich Kleidungsstücke anzuschaffen, die einem (und anderen) gefallen und nicht die eine Hose aus dem Übergrößengeschäft, bei der sich der Knopf mit Ach und Krach schließen lässt.
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    am 15.10.2023 20:31:09 | IP (Hash): 656586520
    Habe jetzt erst deinen Thread entdeckt. Finde ebenfalls die Gewichtsabnahme beindruckend, um nicht zu sagen krass. Wenn ich richtig gerechnet habe, dann nimmst du ca. 1,5kg in einer Woche ab. Das dauert bei mir drei Monate...

    Allerdings mit deiner Ernährung auch vollkommen einleuchtend. Was sagt der Arzt? Diabetes weg? Alles ok, auch alle anderen Blutwerte?
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    am 16.10.2023 10:38:53 | IP (Hash): 444785967
    Wenn man es so formulieren will, ist Diabetes weg.

    Mein Labor sagt:
    kein Diab. mellitus: unter 5,7 % (ich habe aktuell 5,0 %),
    Grenzbereich: 5,7 bis 6,4 %,
    Diab. mellitus: größer gleich 6,5 %.
    ---
    Zielwertkorridor für erwachsene Diabetiker: 6,5 bis 7,5 %.

    Ich bin nur dazu verdammt, den Weg weiterzugehen.

    Meine Blutwerte sehen aktuell sehr gut aus. Fast alle Ergebnisse zeigen mittlere Werte innerhalb des optimalen Bereichs.

    @Schwarzwaldjunge, Du hast richtig gerechnet. Wenn Du etwa 20 kg abziehst, die lt. Physiotherapeut durch regelmäßige Drainage verloren ging, sinkt die durchschnittliche Kilogrammquote von 1,5 kg auf etwa 1,0 kg pro Woche.

    Ich finde das trotzdem nicht nur krass, sondern fast schon beängstigend.

    Allerdings habe ich bereits zweimal erleben dürfen, dass bei mir allein der Verzicht auf Mehlspeisen und Sättigungsmittel wahre Wunder bewirkt. Diesmal bin ich zwangläufig noch konsequenter vorgegangen.

    Nachdem ich die letzte Woche die täglichen Rationen von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten ins Visier genommen hatte, kam heute die Idee, bei KH nur Frucht- und Milchzucker (sowie die wenigen KH aus Stärke oder Industriezucker) zu berücksichtigen und nicht die KH aus Rohkost, Gemüse & Co. Damit läge ich kaum über 50 KH täglich (als Spitzenwert). Alleine eine Zwiebel (150 g) hat schon ca. 15 KH.

    Wenn ich das so handhabe, bekomme ich auch ohne schlechtes Gewissen die 2.000 kcal hin.
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    am 16.10.2023 12:23:03 | IP (Hash): 449165787
    Schwarzwaldjunge schrieb:
    Diabetes weg? Alles ok, auch alle anderen Blutwerte?


    Wie ich’s verstehe, haben wir mit T2D immer T2D. Der ist genetisch bedingt immer da und geht nicht weg.
    Wir haben eine genetische Fettschwelle in der Leber. Überschreiten wir die, gibt die Leber zunehmend mehr Glukose aus, als verbraucht wird. Und wir haben eine persönliche Fettschwelle im Pankreas. Überschreiten wir die, geben unsere Betas ihr Insulin immer verzögerter aus. Beide Fettschwellen sind absolut persönlich. D.h. bei der einen reichen schon 10% Verfettung für die Fehlfunktion und bei dem anderen braucht es dafür 90%.
    Die Schwellen haben nix direkt mit BMI zu tun. Ein gutes Drittel der Teilnehmer:innen an der UKPDS, der ersten großen Typ 2 Studie von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahre, hatte einen BMI von 25 und besser.

    Unterschreiten wir unsere Schwellen, funktionieren Glukose- und Insulinregelunng wieder völlig gesund - bis zum nächsten Überschreiten. Medizinisch eingeredet wird uns, dass wir das auf der Waage sehen. Nach meiner Erfahrung stimmt das nur mit großer Verzögerung.
    Zur Orientierung für’s alltägliche gesunde Spurhalten ziehe ich den BZ vor, ohne Medis vor allem den in der Spitze nach meiner alltäglich KHreichsten Mahlzeit. Dafür würde mir wahrscheinlich 1mal wöchentlich oder 1mal monatlich reichen.

    Aus meiner Sicht wäre ich damit den Diabetes nicht los. Sondern ich würde gesund damit leben und ihn super systematisch als persönlichen Gesundheitscoach nutzen, denn mit dem BZ ohne Medis sind meistens auch alle übrigen Werte im gesunden Bereich :)

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 16.10.2023 23:51:12 | IP (Hash): 1636940145
    Ich stimme Jürgen zu. Es hat sich gezeigt, dass der Diabetes durch das regelmäßige Überschreiten eines genetisch bedingten Maximalgewichts / maximales viszerales Fett / maximale Überlastung der Betazellen / maximale Verfettung eben dieser Zellen / eine dadurch entstandene Fettleber - wie auch immer man das nennen mag entsteht. Die gute Nachricht ist: es ist reversibel wenn man an diesen Stellschrauben dreht. Wie weit man drehen kann / muss muss jeder für sich selber herausfinden. Die schlechte Nachricht: genetisch bedingt kommt der Diabetes bei einer Rückkehr zu den alten Essensgewohnheiten zurück. Es gibt keine Heilung von Diabetes.
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    am 17.10.2023 09:39:37 | IP (Hash): 1089076253
    gdmircea schrieb:
    Es hat sich gezeigt, dass der Diabetes durch das regelmäßige Überschreiten eines genetisch bedingten Maximalgewichts / maximales viszerales Fett / maximale Überlastung der Betazellen / maximale Verfettung eben dieser Zellen / eine dadurch entstandene Fettleber - wie auch immer man das nennen mag entsteht.


    Unterm Strich is das so. Wer sich nicht nach seinem alltäglichen BZ-Verlauf richtet, muss das so nehmen. Allerdings hat das Gewicht nix mit BMI zu tun. Gut ein Drittel der Teilnehmer:innen an der UKPDS, der ersten großen T2D Studie in GB von Mitte der 80er bis Mitte der 90er Jahren hatten BMI 25 und besser.

    Im alltäglichen BZ-Verlauf sieht das Überschreiten der Fettschwellen so aus:
    Zuerst steigen mit der Zeit die Spitzen um ne Stunde nach jedem Essen. Kurzzeitige Spitzen sind im HbA1c nicht berücksichtigt!
    Damit beginnen mit der Zeit auch die Täler zwischen den immer höheren Spitzen zu steigen. Erst damit beginnt auch der HbA1c zu steigen und meistens auch das Gewicht.
    Das Gewicht ist mithin nicht der Auslöser des immer höheren BZ-Verlaufs, sondern die Folge davon.

    Wenn ich für den engen gesunden BZ-Rahmen mit Typ 2 plädiere, dann nicht wg irgendwelcher Folgekrankheiten schon kurz darüber. Sondern ich plädiere dafür, weil sich die weitere Verfettung erspart bzw. schon angefangene zurückdreht, wer seinen BZ in diesem Rahmen hält.
    Wer das mit der Auswahl und Portionierung seines Essens und einem guten Anteil an körperlicher Bewegung macht, erreicht damit nicht nur den gesunden BZ, sondern meistens auch gesunde Blutfette und gesunden Blutdruck.
    Damit wird der T2D praktisch von einer Krankheit, die zunehmend mehr Lebensqualität und Lebenszeit abfrisst, in das genaue Gegenteil umgekehrt, in einen super persönlichen Gesundheitscoach :)

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    Schon im völlig gesunden Bereich können höhere Blutzuckerspitzen diabetische Beschwerden und Schäden verursachen. Wenn man davon betroffen ist, ist das zuverlässige Vermeiden solcher Spitzen die erste Wahl - geht meistens völlig ohne Arzt und Medis :)
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    am 19.10.2023 09:25:15 | IP (Hash): 256303465
    Die Irritationen bez. Gewichtsab- und nun auch Zunahme gehen weiter.
    Erste check-ups sind gestartet, aber noch nicht diagnostiziert.

    Zum "Diabetes weg":
    Lt. Labor liegt mein Langzeitzucker außerhalb DM.
    Lt. Arzt sind Erkrankungen im Kontext DM ausgeschlossen.
    ABER nur, wenn ich meiner Ernährung treu bleibe.
    Ich schrieb es ja bereits in meinem letzten Post.
    Diabetes (Diabetiker) ja, DM (bei dem Wert 5,0) nein.

    Was bisher noch nicht angesprochen wurde:
    Im Rahmen von DM verursachte Beschwerden sind damit (natürlich) NICHT ausgestanden. Es bleibt in meinem Fall noch offen, ob jemals wieder ein Normalzustand erreicht werden kann.
    Und wahrscheinlich sind mir noch gar nicht alle Krankheiten bekannt.

    Die einzige Maßnahme aktuell ist regelmäßige Drainage (Beine).
    Meine Arterien wurden regelrecht karamellisiert. Leider habe ich aufgrund von (negativem) Stress doch wieder mit Zigaretten angefangen. Logisch ist das mindestens kontraproduktiv.
    Aktuell fehlt die Kraft, diesem Übel ein Ende zu setzen. Aber der Wille ist und ich stehe kurz davor.
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    am 21.10.2023 06:36:11 | IP (Hash): 1251355015
    Update

    Ich weiß, dass ich nicht jeden Tag auf die Waage steigen sollte.
    Ging zuletzt auch nicht jeden Tag, war unterwegs.
    Aber wenn es geht, steige ich mehrmals drauf.
    Jetzt ist wieder alles so, wie vor etwa zwei Wochen: ich verliere Gewicht.
    Wahrscheinlich führte der notwendig gewordene Alkoholabbau (etwa 180 g) zum zwischenzeitlichen Gewichtsanstieg.
    ---
    Die vorerst wichtigsten Check-ups wurden bestanden. Vor lauter Schiss hätte ich einen entscheidenden Termin beinahe abgesagt. Aber alles gut.
    Auch der Verdacht auf Verschlimmerung bez. Gefäße hat sich nicht bestätigt.
    ---
    Mein BZ wurde übrigens im Rahmen der jüngsten Untersuchungen nicht gemessen.
    ---
    Habe meinen Arzt gefragt, warum er mir (damals im Januar bei Lang-BZ 9,7 %) nicht gleich ein Rezept ausgestellt hätte.
    Mein hohes Ausgangsgewicht hat sicher bei seinen Überlegungen beigetragen, aber so wirklich wusste er es wohl selbst nicht.
    Intuition.
    Meiner Ansicht nach hatte ich da Glück.
    ---
    Ich kann nicht behaupten, dass der (mein) lower-carb-Weg der richtige ist. Aber er erscheint mir als der Logischste.
    ---
    Der Doc ist weiterhin der Ansicht, dass ich ernährungstechnisch trotz niedrigem kcal-Konsum nichts ändern sollte. Werde aber vielleicht doch mal einen Ernährungsberater konsultieren.
    Wie geht das eigentlich? Überweisung?